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Netzwoche 05/2016

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34 Technology Aktuell

34 Technology Aktuell www.netzwoche.ch Microsoft bastelt an SQL Server für Linux dkl. Microsoft bringt SQL Server für Linux. Bis Mitte 2017 soll die Datenbanksoftware für Linux fertig sein, wie Scott Guthrie in einem Blogeintrag schreibt. Guthrie ist Executive Vice President der Cloud and Enterprise Group bei Microsoft. Die Windows-Version von SQL Server 2016 soll noch in diesem Jahr erscheinen. Inwieweit sich Windowsund Linux-Version unterscheiden, liess Guthrie offen. ▸ Webcode 7040 Forscher entwickeln stromsparendes WLAN dkl. Vier Forscher der Universität von Washington haben einen neuartigen WLAN-Sender gebaut. Das Besondere an ihm: Im Betrieb benötigt er 1000 bis 10 000 Mal weniger Energie als ein regulärer WLAN-Chip, wie die Forscher in einem Paper schreiben. Das System arbeitet auf dem 802.11b-Standard. Für eine Bandbreite von 11 Megabit pro Sekunde benötigt der Sender 49,2 Mikrowatt. ▸ Webcode 6929 Swisscom baut ein Netz für das Internet der Dinge mur. Swisscom baut ein Netz für das Internet der Dinge. Das Low Power Network basiert auf «LoraWAN». Hinter dem Standard steht die Lora Alliance, der Swisscom seit Januar 2015 angehört. Das Netzwerk ist konzipiert für die vom Stromnetz autonome Übermittlung von Daten. Swisscom führt seit Frühjahr 2015 Pilotprojekte in Genf und Zürich durch, an denen über 100 Firmen, Behördenstellen und Hochschulen teilnehmen. «Inzwischen sind mehr als 15 Ideen konkretisiert, als Prototyp errichtet oder bereits in Betrieb», schreibt Swisscom in einer Mitteilung. Der Ausbau der Basisversorgung ist bis Ende 2016 geplant, teilweise über Sendestandorte von Swisscom Broadcast. Ende 2016 werden laut Swisscom 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung im Freien versorgt sein. In 10 Städten soll es eine leichte Innenraumversorgung geben. Das Netz soll intelligente Städte, energieeffiziente Gebäude und Machine-to-Machine-Vernetzungen ermöglichen. Denkbar seien etwa Parkplätze, die ihre Belegung an ein Verkehrsleitsystem übermitteln. Oder Briefkästen, die eine Nachricht senden, wenn ein Paket ankommt. Swiss com spricht zudem von Heizungszählern, die mit dem Immobilienbewirtschafter vernetzt sind. Eine weitere Anwendung des Internets der Dinge sind Sensoren, die Bauern helfen, eine gute Ernte zu erzielen. «In vielen Fällen genügt es, wenn Geräte sporadisch kleinste Informationen übermitteln können», zitiert Swisscom seinen Leiter der Geschäftskundensparte, Christian Petit. Das Netz ermögliche es, Objekte wie Wasserhydranten oder Regenschirme zu vernetzen. Es biete zwar nur eine schmale Bandbreite, sei aber besonders energiesparend. Batteriebetriebene Sensoren sollen jahrelang unabhängig vom Stromnetz Informationen übermitteln können. «Für Anwendungen mit hohem Datenbedarf wie Autos, Fernwartung oder Echtzeit-Kontrollsysteme kommt auch künftig das Mobilfunknetz zum Zuge», erklärt Swisscom. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7124 Bild: Fotolia müllers kleines ABC P wie Präsenzmelder Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Anwesenheitssensoren oder Präsenzmelder an Bildschirmen sind eigentlich eine feine Sache und dazu gedacht, Strom zu sparen. Sie erkennen, ob jemand am Arbeitsplatz sitzt und schalten, wenn nicht, den Bildschirm nach einiger Zeit in den Stromsparmodus. Realität: In Wirklichkeit sind solche Mechanismen bei den Nutzern aber ziemlich unbeliebt, weil sie oft schlecht umgesetzt und falsch eingestellt sind. Das führt dann etwa dazu, dass der Bildschirm beim Lesen eines zweiseitigen Textes dreimal ohne Vorwarnung ins Koma fällt. Dann muss er, durch eifriges Winken etwa, wieder aufgeweckt werden. Das sieht nicht nur peinlich aus, sondern stört auch den Lesefluss. Was folgt, liegt auf der Hand: Reklamationen beim Vorgesetzten respektive der IT und anschliessendes Abschalten der Stromsparfunktion. So weit, so nachvollziehbar – doch mit dem Lesefluss allein lässt sich die Ergonomie am Schreibtisch nicht abhaken. Wer sich etwas damit befasst, weiss, dass regungsloses Sitzen vor dem Bildschirm Gift ist für den Rücken, den Nacken, die Arme und die Augen. Deshalb gibt es ja auch all die Medizinbälle, Wackel- und Kniestühle, die so unbequem sind, dass man sich jede Viertelstunde umsortieren muss. Das ist nicht lustig, aber gesund. Genau dasselbe lässt sich aber mit einem Präsenzmelder erreichen. Das bedingt allerdings, dass sich seine Reaktionszeit vernünftig einstellen lässt und er sich meldet, bevor er den Bildschirm schlafen legt. Billigstmodelle bieten das in der Regel nicht, aber die soll man wegen der schlechten Bildqualität ohnehin meiden. Fazit: Wer also seinen Mitarbeitenden UND der Umwelt Gutes tun will, kauft gute Bildschirme mit fein konfigurierbarem Präsenzmelder. Er konfiguriert sie richtig und informiert sein Team über Sinn und Zweck des verordneten Herumrutschens am Arbeitsplatz. Und wer ganz sichergehen will, schützt die Einstellungen des Bildschirms mit einem Passwort. Artikel online: auf www.netzwoche.ch, Webcode 7120 05 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 35 Verbesserungs potenzial bei Cloud- Projekten ist vorhanden Wie unsere aktuelle Studie «ICT-Betrieb in Schweizer Unternehmen» ergeben hat, sind Firmen grösstenteils mit ihren Cloud-Dienstleistern zufrieden. Wenn allerdings etwas nicht gut läuft, sind immer wieder die gleichen Schwachstellen auszumachen. Im Rahmen unserer aktuellen Studie zum Thema «ICT- Betrieb in Schweizer Unternehmen» haben wir auch nach der Zufriedenheit mit abgeschlossenen Cloud-Projekten gefragt. Die gute Nachricht: 71 Prozent der befragten Unternehmen sind mit den Ergebnissen der realisierten Projekte sowie der Zusammenarbeit mit den entsprechenden Cloud-Dienstleistern zufrieden. Dies bedeutet aber auch, dass fast jedes dritte Projekt (29 Prozent) die Erwartungen nur vereinzelt oder gar nicht erfüllte. Auf einer Skala von 1 bis 4 (4 = voll zufrieden) steht der durchschnittliche Zufriedenheitsgrad der Anwender bei 2,73 und damit im Vergleich zu anderen Projektthemen (etwa Business-Software) deutlich tiefer. Bislang lag bei ähnlich gelagerten Analysen die Zufriedenheitsskala bei etwa 3. Die Gründe für die Unzufriedenheit decken sich weitgehend mit den Resultaten aus anderen Studien. Es sind immer wieder die gleichen Schwachstellen, die ausgemacht werden, wiederkehrende Mängel, deren Ursachen weniger beim Thema selbst als vielmehr beim Projektmanagement auszumachen sind: Kosten, die aus dem Ruder laufen oder auch Nutzenkriterien (etwa Erhöhung der Verfügbarkeit, Produktivitätssteigerung, Kostenreduktion), die nicht die gewünschte Performance erreichen. Zudem lassen unklar definierte, nicht messbare Projektziele Interpretationsspielräume zu, die in der Zusammenarbeit «Nutzer – Dienstleister» zu Missverständnissen und unterschiedlichen, nicht zieladäquaten Vorgehensweisen führen können. Ein Projekt auf Kurs bringen Bei den Resultaten der Studien und Umfragen der vergangenen drei bis vier Jahre beobachteten wir, dass die Berücksichtigung der folgenden übereinstimmenden Erkenntnisse von Befragten unter anderem dazu beitragen kann, ein Projekt erfolgreich auf Kurs zu bringen und zu halten: ·· Sorgfältige Auswahl des passenden Cloud-Modells. Die Steigerung der Flexibilität & Agilität im ICT-Betrieb als Zielsetzung nicht aus den Augen verlieren. ·· Wahl eines Sourcing-Partners auf Augenhöhe. Grösse und Kultur sollten passen. Einbezug der betroffenen Mitarbeiter in den Prozess. Projekt-ErFAhrungen mit Cloud-Anbietern (Public & PriVATe) Welche Projekt-Erfahrungen haben Sie bislang mit Cloud-Dienstleistern gemacht? Die Erwartungen wurden mehrheitlich erfüllt Die Erwartungen wurden nur vereinzelt erfüllt Die Erwartungen wurden gar nicht erfüllt Das Projekt läuft/war erfolgreich, die Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt Durchschnittsnote 2,73 (auf einer Skala von 1 = die Erwartungen werden/wurden gar nicht erfüllt, bis 4 = die Projekte laufen/waren erfolgreich, die Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.) n=70 Quelle: MSM Research der autor Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG 59,2% 18,4% ·· Lange Evaluationsphasen und Verhandlungszeiten vermeiden; sie gefährden das Projekt. Die Motivation geht verloren, das Risiko steigt. ·· Sich der organisatorischen Auswirkungen eines neuen Betriebsmodells unter Einsatz und Nutzung der Cloud bewusst sein. Darüber hinaus zeigte sich, dass verständliche, mit einer Portion gesundem Pragmatismus aufgesetzte Ziele wesentlichen Einfluss auf einen positiven Projektverlauf haben. Ziele, die gemeinsam mit dem Dienstleister und unter Einbezug der betroffenen Mitarbeiter erarbeitet und verabschiedet werden. Und nicht zuletzt bilden eine offene Kommunikation, standardisierte, transparente Prozesse, realistisch angesetzte Termine und Budgets die Leitplanken und die Basis für eine erfolgreiche und zielkonforme Realisierung des Projekts. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7121 10,2% 12,2% www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2016

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