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Netzwoche 05/2016

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40 DOSSIER Thema In

40 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: Fotolia Dossier DevOps In Kooperation mit IPT DevOps ist für alle da gsa. DevOps wandelt derzeit die Arbeitsweise von IT-Abteilungen. Die Gründe liegen auf der Hand: Produkte sollen schneller entwickelt und laufend aktualisiert werden. Hierbei helfen flexible Technologien wie Cloud- Infrastrukturen, die sich rasch skalieren oder wieder abbestellen lassen. Doch die ganze Technik nutzt nichts ohne die Akzeptanz der Mitarbeiter. Agile Methoden wie DevOps erfordern daher auch einen Kulturwandel in den Unternehmen. Lange Entwicklungs- und Testphasen bis zur perfekten Vollendung eines Produkts entfallen. Dafür wird ein gutes Produkt ausgeliefert und aufgrund des Kundenfeedbacks permanent weiterentwickelt. Dass DevOps nicht nur etwas für hippe Start-ups ist, zeigt der Fall Six. Der Schweizer Finanzdienstleister hat gemeinsam mit dem Consulting-Unternehmen Innovation Process Technology (IPT) Pilotprojekte gestartet, um das Nutzenpotenzial von DevOps für die IT-Organisation aufzuzeigen. Hierzu zählen etwa technologische Vorteile moderner Infrastrukturen bei der Entwicklung neuer Produkte. Die Erfahrungen dieser Projekte haben Peter Graef, Managing Partner und CEO bei IPT, und Karin Altorfer, Lead Consultant bei IPT, zu einem fiktiven Tagebuch inspiriert. Darin zeigen sie auf, was es eigentlich bedeutet, wenn eine grosse Organisation mit ihren etablierten Abläufen DevOps-Prozesse implementiert. 05 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit IPT DevOps DOSSIER 41 A Virtual DevOps Journey DevOps steht bei immer mehr IT-Organisationen oben auf der Agenda. Doch was bedeutet das für die Abläufe, die Kultur und die Organisation insgesamt? Auf Basis eines aktuellen Projekts entstand dieses fiktive Tagebuch. Das Mandat hat so nie stattgefunden – aber die Aufstellung ist realistisch und soll in die Welt von DevOps einführen. DIE AuTOREn Peter Graef Managing Partner und CEO, IPT Karin Altorfer Lead Consultant, IPT Wir halten unsere Badges an den Reader, es piepst, wir treten ein – heute startet unsere DevOps-Reise ... Karin und ich sind von der Schweizer IT-Consulting-Firma IPT und arbeiten mit einem Schweizer Unternehmen mit 9000 Mitarbeitern zusammen. Der CIO kommunizierte uns seine Erwartungen klipp und klar: die Kosten senken, und zwar massiv. Unsere Meinung: Die IT in der Schweiz soll nicht billiger werden, sondern besser! IT-Lösungen schneller und in besserer Qualität! Um dies zu beweisen, sind wir heute hier. Auf geht’s! Tag 1: Pitching DevOps Wir reden mit dem CIO, den Heads of Development, Operations, Architecture und Security. Ihre Herausforderung: Das Business will, dass die IT schneller liefert. Neue Lösungen müssen bei tieferen Kosten rascher umgesetzt und zeitnah auf den Markt gebracht werden. Alle sind sich einig, dass der sequenzielle Prozess von Requirements Engineering, Analyse, Design, Entwicklung und Test bis hin zum Betrieb zu starr ist. Auch wenn sich Entwicklungsteams bereits agil organisieren, hat dies aus Unternehmenssicht nicht viel gebracht. Und unser Kunde ist damit nicht allein. Aber was bringt DevOps einer Organisation? DevOps verbessert den Wert von IT, indem es die Durchlaufzeit von Quartalen auf wenige Tage reduziert. Hinzu kommt eine um 30 Prozent gesteigerte Release-Frequenz, eine Reduktion der Fehlerrate um 20 bis 50 Prozent und eine durchschnittliche Kostenreduktion um 25 Prozent. Bei DevOps geht es aber nicht nur um Tools und Automatisierung, DevOps ist auch ein Change-Projekt und verändert die Denkhaltung im gesamten Unternehmen. Die Veränderung geht über Teamgrenzen hinweg; DevOps funktioniert nur mit der aktiven Unterstützung des gesamten Top-Managements. Woche 1: Unsere DevOps-Roadmap Mit Vertretern aus den Bereichen Businessanalyse, Entwicklung, Testing, Architektur, Betrieb, Service Desk und Infrastruktur bilden wir unser Projektteam. Die Mitglieder sind alles Stars in ihren Organisationseinheiten, Leute mit Einfluss, die «etwas reissen» können. Wir nennen uns die «DevOps Jedis» und sind uns einig, DevOps kann man nicht ab Stange kaufen, DevOps muss unternehmens- und kontextspezifisch entwickelt werden. Gemeinsam definieren wir unsere Roadmap wie folgt: Wir wollen Continuous Integration, Testautomatisierung, automatisiertes Deployment bis zur Produktion. Es soll nur EIN Code Repository geben und wir wollen die Teams entlang dem Value Stream der Applikationen organisieren und keine funktionalen Silos mehr! Das Wichtigste aber kommt vom CIO: Wir funktionieren als «one Team»! Woche 2: Show me the Value! Kosten lassen sich leicht tracken, aber was ist mit dem Nutzen? Metriken müssen her! Heute wird der Nutzen in Form von eingehaltenen SLAs und Standards sowie anhand von Umfragen zur Kundenzufriedenheit dargestellt. Oft wird dann die Kostensenkung in den Vordergrund gestellt. Die ganze Energie im Unternehmen wird in Kostensenkungsprogramme geleitet! Wir aber wollen mit dem DevOps- Projekt den Nutzen in Time-to-Market, Cycle-Time, Story-Points, TCO und Revenue-Contribution darstellen. Wir wollen mit DevOps Business Value liefern, statt nur Kosten zu senken! Im Projektteam entwickeln wir ein Metriken-Dashboard in Anlehnung an Ian Spences «Better, Faster, Cheaper, Happier Metriken Dashboard»; Jede Dimension wird mit vier projektspezifischen Metriken dargestellt. Wir ziehen eine Baseline, fragen uns, wo wir heute stehen. Wie lange braucht eine Änderungsanfrage, bis sie in Produktion läuft? Wie viele Fehler hatten wir auf Produktion nach dem letzten Release? Wie viel Prozent der Integrationstests waren automatisiert? Hat das Team gruppenübergreifend zusammengearbeitet? Die Metriken werden quartalsweise evaluiert. Woche 3: Das Vorgehensmodell Wir setzen die Roadmap mit einem kundenspezifischen Vorgehensmodell um und teilen Arbeitsabläufe mit Team-Verantwortlichen (den Jedis ...) ein: ·· Luke Skywalker leitet den Technologie-Teil: Automatisierte Toolchain, CD, Release Automation. ·· Obi-Wan Kenobi ist für die Automatisierung aller Tests und die Service-Virtualisierung verantwortlich. ·· Princess Leia analysiert die Wertschöpfungskette mit dem Ziel, «Waste» in den Prozessen zu reduzieren. ·· Mace Windu soll das erste DevOps-Projekt «XYZ» zum Erfolg führen. ·· Yoda verantwortet den Change-Prozess. ·· Qui-Gon Jinn ist Owner der Technology Modernization Strategy. Karin erklärt dem CIO die Aufstellung auf einem Plakat. Unsere Ziele sind ehrgeizig, der Plan steht – alles verpackt in einer Geschichte, denn ein bisschen Spass muss sein. Ein Schmunzeln huscht über das Gesicht des CIOs. Welche Rolle er wohl am liebsten übernehmen würde, Yoda oder Mace Windu? Woche 4: Doing DevOps Wir haben eine umfangreiche Stakeholder-Management-Initiative gestartet und erzielen in allen Arbeitsabläufen Fortschritte. Alle Key Player der Organisation müssen wissen, was wir mit DevOps erreichen wollen. Wir brauchen Unterstützer, müssen Skeptiker und Risiken kennen. Immer deutlicher wird, dass DevOps ein Organisa- www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2016

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