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Netzwoche 05/2016

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10 Business Messe

10 Business Messe www.NETzwoCHE.ch Hogenkamp übernimmt Mehrheit an Newscron mur. Peter Hogenkamp hat die Aktienmehrheit an Newscron übernommen. Er ist nun Geschäftsführer, Präsident des Verwaltungsrat und Mehrheitseigner. Das Start-up bietet seit Januar 2015 die App Niuws an. Sie liefert Nachrichten aus, die Branchenspezialisten kuratieren. Ein Algorithmus unterstützt die rund 60 Kuratoren. ▸ Webcode 6899 Scout24 Schweiz schnappt sich gratis-inserate.ch cgr. Scout24 Schweiz hat das Inserateportal gratis-inserate.ch gekauft. Das Unternehmen besitzt bereits das Portal anibis.ch. Gemäss einer Mitteilung ist gratis-inserate.ch die viertgrösste Schweizer Online- Kleinanzeigenplattform. Etwa 60 000 Inserate sind dort momentan verzeichnet. ▸ Webcode 6988 Valencia Kommunikation übernimmt Cab Services cgr. Die Agentur Valencia Kommunikation hat den Webspezialisten Cab Services übernommen. Die Basler Firma entwickelt seit 1996 Lösungen auf Basis des Content- Management-Systems Typo3 und betreut mit 21 Mitarbeitern über 200 Mandate. ▸ Webcode 7095 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ständerat Ruedi Noser (v. l.). Elevator-Pitch bei der Bundeskanzlerin mla. Am zweiten Tag der Cebit haben Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Swiss Pavilion ihre Aufwartung gemacht. Geschützt durch Polizei und Bodyguards bahnten sich die beiden Spitzenpolitiker ihren Weg durch die Halle 6 zum Stand D30, dem Zentralstand des Gastlandes Schweiz an der Cebit 2016. Ständerat und Noch-ICT-Switzerland-Präsident Ruedi Noser begrüsste die deutsche Kanzlerin und den Präsidenten der Schweizer Eidgenossenschaft und war sichtlich Stolz. Zur Erinnerung: Rund fünf Jahre Aufbauarbeit, Diskussionen und Lobbying waren nötig, bis es schliesslich Mitte 2015 überraschend mit der Zusage der Messe klappte und die Schweiz Gastland der Cebit werden durfte. Ganz in der Tradition der Schweizer Wirtschaftspolitik wurde der Gastland-Auftritt aus den Kassen der Privatwirtschaft finanziert, was auch Bundespräsident Schneider-Ammann betonte. Im Vergleich zu anderen Gastländern wie etwa Polen oder China rührten die Schweizer Aussteller dabei schweizerisch bescheiden mit deutlich kleinerer Kelle an. Sympathisch, frisch, kompetent Doch das tat der Qualität des Schweizer Auftritts an der Cebit offenbar keinen Abbruch. Als «sympathisch», «frisch», und «kompetent» beschrieben von der Redaktion befragte Messebesucher die Schweizer Präsenz am Zentralstand der Messe. Ausserdem waren Schweizer Aussteller wie schon in früheren Jahren im Swiss Pavilion Communication & Networks in Halle 13 und am SIPPO-Gemeinschaftsstand von Switzerland Global Enterprise präsent. Die Route des traditionellen Cebit-Rundgangs der deutschen Bundeskanzlerin führte dann allerdings nur zu drei Ausstellern auf dem Schweizer Zentralstand. Merkel liess Bundeskanzlerin Angela Merkel (l.) und Post-Chefin Susanne Ruoff. sich von Post-CEO Susanne Ruoff erklären, welche Digitalisierungsinitiativen in ihrem Konzern zurzeit aktuell sind. Six-CEO Urs Rüegsegger zeigte der Bundeskanzlerin, wie Paymit funktioniert, und am Stand der ETH schwärmte ETH-Präsident Lino Guzzella von den vielen deutschen Ingenieuren, welche die ETH bereicherten. Start-ups präsentieren Geschäftsideen Noch vor dem Standrundgang hatten drei Schweizer Startups – allesamt ETH-Spin-offs – die Gelegenheit, in fünf Minuten ihre Geschäftsidee vorzustellen. Nexiots CEO Christoph Wartmann präsentierte die von seinem Unternehmen entwickelte industrielle IoT-Anwendung: ein Trackingsystem, das es ermöglichen soll, etwa Schiffscontainer in Echtzeit zu überwachen. Der Clou am Tracking-Device: Es muss nicht aufgeladen werden und soll zehn Jahre halten. Den Strom beziehe es aus Solar- und Vibrationsenergie. Andreas Slotosch vom Unternehmens-Messaging-Startup Beekeeper zeigte der Bundeskanzlerin, wie sein Unternehmen die interne Unternehmenskommunikation vereinfachen kann. Besonders geeignet sei das Messaging-System, wenn die meisten Mitarbeitenden nicht an einem Computer arbeiten, aber dennoch effizient und strukturiert mit ihnen kommuniziert werden soll. Etwa in der Hotellerie. Als drittes Start-up präsentierte Elias Kleimann Wingtra. Der ETH-Spin-off entwickelte einen «Flugroboter», der senkrecht starten und landen kann, sonst aber fliegt wie ein Flugzeug. Reichweite: bis 60 Kilometer. Anwendungen sieht Kleimann etwa in der Vermessung und dem Monitoring landwirtschaftlicher Nutzflächen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7196 www.graphax.ch www.graphax.ch 05 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Business Event 11 Die E-Society stellt Gesundheitswesen und Behörden vor Herausforderungen Die Besucher der Infosocietydays, die vom 8. bis 11. März in Bern stattfanden, haben viel erlebt. An den ersten beiden Tagen behandelte das Swiss E-Government Forum aktuelle Herausforderungen für Verwaltung und Behörden. An den letzten beiden Tagen drehte sich am Swiss E-Health Forum alles um das Gesundheitswesen. Ein Rückblick. Autor: Marcel Urech Das Swiss E-Government Forum (8./9. März) und das Swiss E-Health Forum (10./11. März) in der Bernexpo haben viel geboten. Die Digitalisierung schafft neue Realitäten, auf die Behörden und E-Health-Akteure reagieren müssen. Danielle Gagnaux-Morel, Staatskanzlerin des Kantons Freiburg. E-Government ist Chance und Herausforderung zugleich «E-Society bereits heute Realität» lautete das Motto am ersten Tag des Swiss E-Government Forums. Danielle Gagnaux-Morel, Staatskanzlerin des Kantons Freiburg, erklärte die Folgen der E-Society. Verwaltungen müssten Sicherheit, Datenzugriff und einfache Nutzung ausbalancieren, Behörden transparent handeln und die Privatsphäre der Bürger achten. Herausfordernd sei der Föderalismus. Er brauche die richtige Mischung aus Kooperation und Eigenständigkeit, etwa auf Gemeindeebene oder zwischen Kanton und Bund. Verwaltungen müssten auf Sicherheit achten. Sie seien im Spannungsfeld zwischen Einfachheit, Big Brother und Cyberwar. E-Government sei aber auch eine Chance. Wenn sich Verwaltungen neu erfänden, könnten sie mit weniger mehr machen, sagte Gagnaux-Morel. Selbst bauen oder einkaufen? Diese Frage warfen die Referenten am zweiten Tag des Swiss E-Government Forums auf. Für Verwaltungen sei sie nicht einfach zu beantworten, sagte Renate Amstutz, Direktorin des Schweizerischen Städteverbands. «Eine Stadt kann sich heute keinen Alleingang mehr leisten.» Partnerschaften seien gefragt. Doch mit wem? Zwischen Städten und Gemeinden? Zwischen den Kantonen? Oder doch ein Outsourcing? Eine Antwort blieb Amstutz schuldig. Die IT könne eine wichtige Triebfeder sein, sagte sie. Letztlich müssten aber die Menschen im Mittelpunkt stehen – nicht die Technologie. Nach Amstutz kam Beat Kobler auf die Bühne. Kobler ist CIO und Ressortleiter der KSD, dem IT-Unternehmen von Stadt und Kanton Schaffhausen. Er erwartet, dass Verwaltungen in diesem Jahr mehr auf externe Dienstleister angewiesen sein werden. Outsourcing und Managed Services würden zunehmen. «Das alles ist durch Umfragen in Unternehmen und Behörden erhärtet worden», sagte Kobler und zeigte auf seine Slides mit Zahlen von MSM Research. Swiss E-Health Forum. Im Zentrum der Debatte stand das elektronische Patientendossier und dessen Umsetzung. Es wurde viel über die Kooperation der Leistungserbringer gesprochen, um die vielen Daten optimal auszutauschen. Doch was, wenn Patienten nicht alle Daten, insbesondere Mediamentendaten, weitergeben, fragte der Generalsekretär des Apothekerverbands Pharma Suisse, Marcel Mesnil, an einer Podiumsdiskussion. Schlucken Patienen auch ihre Medikamente? Nennen sie ihrem Arzt gegenüber auch alle Medis, die sie nehmen sollten? Das bleibe unklar, so Mesnil. Am zweiten Tag des E-Health Forums ging es um die Umsetzung des EPDs. Jürg Lindenmann, CEO des Beratungsunternehmens Health-it, übte Kritik. Im Gesetz genannte «relevante Dokumente» für das EPD seien noch nicht definiert. Und die Branche vermittle den Mehrwert des EPD für den Patienten nicht überzeugend. Sie müsse ihn besser erklären, sagte Lindenmann. Bei Investitionen in Lösungen sollten die Leistungserbringer zudem auf das Verhältnis von Aufwand und Nutzen achten. «Wo habe ich Mehrwert, und wie viel will ich investieren, um diesen zu erreichen?» Das seien zentrale Fragen, sagte Lindenmann. « Eine Stadt kann sich heute keinen Alleingang mehr leisten. » Renate Amstutz, Direktorin des Schweizerischen Städteverbands Viele offene Fragen rund um das elektronische Patientendossier Spannende Referate und Diskukssionen gab es auch am Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7164 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2016

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