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Netzwoche 05/2017

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zuständig ist. Zusammen

zuständig ist. Zusammen mit dem Videoanalysten versorgt er den Nationaltrainerstab mit ausreichend Informationen für die Spielvorbereitungen. Aber natürlich sind wir offen für aktuelle Entwicklungen und Inputs unseres sehr modern denkenden Nationaltrainers. Reist Vladimir Petkovi heute dank der Videos weniger? Ja. Wenn er heute reist, dann um den Kontakt mit den Spielern und deren Klubtrainern vor Ort zu pflegen. Bei allem Big Data steht immer noch der Mensch im Mittelpunkt. Vladimir Petkovi s Wochenenden sind fast immer gleich. Am Samstag ab 13 Uhr schaut er sich bis am späten Sonntagabend Spiele an, möglichst viele live, einige dann eben im Replay. So ist er stets top informiert, wenn er mit den Spielern deren aktuelle Situation bespricht. Steht und fällt die Datenanalyse mit dem Trainer? Jeder Trainer hat seine eigenen Bedürfnisse, aber alle arbeiten mit ähnlichem Material. In den wesentlichen Punkten gab es keine grossen Unterschiede von Hitzfeld zu Petkovi . Beide sind akribische Planer, die möglichst wenig dem Zufall überlassen wollen. Wie sammeln Sie die Daten? Heute kommt fast jedes Match im Fernsehen. Wir haben deshalb Log-ins bei verschiedenen Anbietern. Mit einem Tool auf iPad-Basis kann man auch Spiele im Stadion verfolgen und fast gleichzeitig eine detaillierte Spielanalyse erhalten. Auf diese Weise beobachteten wir zum Beispiel unsere Europameisterschaftsgegner schon bei deren EM- Vorbereitung. Wir sind aber auch auf die Daten der Vereine angewiesen, weil wir die Spieler nicht täglich bei uns haben. Die Schweizer Vereine können die Leistungsdaten im Clubcorner eintragen. Wo steht der SFV bei Big Data im Vergleich zu anderen Verbänden? Alle Verbände arbeiten mit Big Data, da müssen wir uns nichts vormachen, auch kleinere. Wir achten aber vor allem auf uns. Und es kommt immer darauf an, was sie mit den Daten machen. Dass Deutschland Weltmeister wurde, ist deshalb auch kein Zufall. Der DFB hat die wohl grösste ICT- und eine eigene Forschungsabteilung. Übrigens ist mit Urs Siegenthaler ein Schweizer für die Datensammlung dort verantwortlich. Wie verhindern Sie Datenmissbrauch? Wir versuchen, so viel wie möglich mit IT-Security von Partnern gegen Cyberkriminalität zu unternehmen, aber 100 Prozent Sicherheit ist leider nicht möglich. Gegen Datenmissbrauch bei Mitarbeitern haben wir Berechtigungskonzepte und Sicherheitsmechanismen in unseren Systemen eingeführt, um die Überwachung und Prävention voranzutreiben. Wie wird die digitale Transformation den Fussball verändern? Es entsteht eine gewisse Abhängigkeit von der ICT, weil die Daten stets verfügbar sein müssen. Diese wird noch zunehmen. Ausser um die technischen Möglichkeiten wie Videobeweise geht es auch darum, das digitale Know-how bei den Beteiligten im Fussball wie auch im SFV zu stärken. Machen Sie Schulungen bei den Vereinen? Wir veranstalten zweimal jährlich Workshops mit allen Regionalverbänden und machen auch individuelle Abstimmungen. So können sie die Informationen den Vereinen weitergeben und diese schulen. So sind wir etwa dank Skype for Business noch besser miteinander vernetzt und können so auch visuelle Unterstützung anbieten. Wir betreuen etwa 220 Clients in der ganzen Schweiz, für den SFV und seine 13 Regionalverbände. Martin von Schroeder, Leiter ICT und Spielerkontrolle, SFV Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_31505 05 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 21 Nationalrat winkt Netzsperren durch Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_29030 Neues Urheberrecht: Arbeitsgruppe findet Kompromiss mur. Wie geht es weiter mit dem Schweizer Urheberrecht? Nachdem es in der Vernehmlassung unterschiedlichste Positionen gegeben hatte, setzte der Bundesrat auf die Arbeitsgruppe AGUR12. Sie hielt mittlerweile fünf Sitzungen ab und fand eine mögliche Lösung, wie der «Tagesanzeiger» unter Berufung auf SDA schreibt. Selbstregulierung der Hostingprovider An den Sitzungen der Arbeitsgruppe nahmen Kulturschaffende, Produzenten, Nutzer, Konsumenten, Hostingprovider, das Bundesamt für Justiz und weitere Vertreter der Verwaltung teil. «Ein Kompromiss konnte insbesondere beim Thema Pirateriebekämpfung erzielt werden», heisst es in der Mitteilung der AGUR12. Illegale Musik-Downloads sollen für die Nutzer von Peer-to-Peer-Tauschbörsen straffrei bleiben. Schweizer Bild: Freepik dkl. Mitte Januar hat es noch gut ausgesehen. Die Rechtskommission des Nationalrats hatte die Sperrung von Websites abgelehnt. Die Netzsperren sind Teil des neuen Geldspielgesetzes, welches das Parlament aktuell revidiert. Im Rahmen der Revision schlug der Bundesrat Internetsperren vor. Zum Schutz der Schweizer Bevölkerung vor nicht bewilligten Online-Geldspielen. ICT-Verbände wie Swico, Asut und ICT-Switzerland befürchten jedoch, dass die Sperren irgendwann auf weitere Internetangebote ausgeweitet werden könnten. Die Schweiz verlöre durch die Netzsperren den Anschluss an die internationale Wirtschaft, sagen die Kritiker. Insbesondere der Swico kritisierte den Entwurf für das neue Geldspielgesetz mehrfach. Lobbying der ICT-Branche gegen die Sperren war vergebens All die Kritik und das Hoffen nach dem Entscheid der Rechtskommission war jedoch vergebens. Der Nationalrat nahm die Sperren mit 147 zu 32 Stimmen und 7 Enthaltungen an. Immerhin wollen die Nationalräte Provider für den Aufwand entschädigen, den die Sperren verusachen würden, wie es in einer Meldung des Parlaments heisst. Auf Twitter hagelte es Kritik und Spott. Auch der wiederholte Hinweis, dass Netzsperren leicht zu umgehen seien, machte die Runde. Die Schweiz wird sich durch den Entscheid vermutlich auch Kritik von den Vereinten Nationen anhören müssen. Die ächteten nämlich im Juni 2016 durch staatliche Stellen errichtete Netzsperren. Freier Zugang zum Internet sei Teil der Menschenrechte, hiess es damals. Netzsperren würden somit die Menschenrechte einschränken. Hostingprovider sollen keine Piraterieplattformen beherbergen und bei Urheberrechtsverletzungen über ihre Server die betroffenen Inhalte rasch entfernen. Die Lösung setzt auf Selbstregulierung, die als erfolgreich angesehen wird. Die Pirateriebekämpfung soll bei den Hostingprovidern erfolgen. Das sei am effizientesten, bilanziert die Arbeitsgruppe, die ihre Arbeit am 2. März beendete. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) werde die Ergebnisse der Arbeitsgruppe in seine Überlegungen für eine Revision des Urheberrechtsgesetzes einfliessen lassen. Das Departement werde dem Bundesrat bis Juli einen Antrag für das weitere Vorgehen stellen, heisst es in dem Bericht weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_29500 WWW.NETZWOCHE.CH Wikileaks enthüllt geheime Hacking-Tools der CIA cka. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat eine Fülle von Informationen zur Central Intelligence Agency (CIA) veröffentlicht. Die insgesamt 8761 Dokumente beschreiben detailliert die Hacking-Strategien und -Tools der CIA – dem Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten. Wikileaks sammelt die Enthüllungen unter dem Codenamen Vault 7. Von wem die Informationen stammen, will Wikileaks nicht bekannt geben. ▸ Webcode DPF8_30126 Die Schweizer Antwort auf Uber cgr. Die Schweizer Taxi-Branche hat eine App als Antwort auf Uber lanciert. Die App namens «Go!» ist «die offizielle Branchenlösung von Taxisuisse, der Fachgruppe Taxi der Astag und des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands», wie es in einer Mitteilung heisst. Nach eigenen Angaben ist «Go!» die «erste richtige Taxi-App der Schweiz». Nur Chauffeure, die bei einem lizenzierten Taxiunternehmen angestellt sind, können ihre Fahrdienste über die App anbieten. ▸ Webcode DPF8_29032 Netstream lanciert hybride Cloud dkl. Der Zürcher Serviceprovider Netstream hat eine Schweizer Cloud auf Basis von Ciscos Cloud-Center- Technologie aufgebaut, wie Netstream mitteilt. Die gemäss Mitteilung hybride Cloud soll die Grundlage für einen innovativen Cloud-Service schaffen. Kunden von Netstream sollen etwa auf Knopfdruck von einer Cloud zur anderen wechseln können. Netstream setzt nach eigenen Angaben auf Ciscos Unified Computing System. Das eigne sich optimal für datenintensive Workloads. ▸ Webcode DPF8_30972 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2017

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