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Netzwoche 05/2017

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40 Management & Career

40 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Nachfrage nach Informatikern auf Drei-Jahres-Hoch cka. Informatiker sind gefragt wie seit langem nicht mehr. Derzeit sind in der Schweiz mehr offene ICT-Stellen ausgeschrieben als in den Jahren 2015 und 2016. Wies aus einem Tweet des Wirtschaftsverbands Swico hervorgeht. Demnach suchen hiesige Arbeitgeber aktuell 3500 Informatiker in diversen Bereichen. Am grössten ist die Nachfrage im Bereich Software Engineering, dicht gefolgt von System Engineering/ Admin, Projektmanagement/ Analyse und Beratung/Wirtschaftsinformatik. ▸ Webcode DPF8_29049 Ruedi Noser fordert Start-up-Visum cgr. Ruedi Noser fordert in einer Motion im Ständerat die Einführung eines sogenannten Start-up-Visums für kontingentpflichtige Ausländer, wie ICT-Switzerland mit. Das Visum soll sich an Personen richten, die in der Schweiz ein Unternehmen gründen oder in ein zu gründendes Unternehmen investieren wollen. Das Visum soll zeitlich begrenzt sein, und die Visumsträger sollen kein Anrecht auf Sozialleistungen haben. Noser will auf diese Weise mehr innovative Köpfe in die Schweiz holen. ▸ Webcode DPF8_29687 BIT baut ab gsa. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) baut Jobs ab. Die Gründe dafür seien Beschlüsse des Parlaments und ein neues Führungsmodell, schreibt das BIT in einer Mitteilung. Insgesamt sollen 57 Vollzeitstellen wegfallen. 32 Vollzeitstellen sollen zusammen mit Leistungen an Serviceanbieter outgesourct werden. Dafür werde es eine öffentliche Ausschreibung geben. Lehrstellen seien nicht betroffen. ▸ Webcode DPF8_31297 48 Stunden coden am Six-Hackathon Gruppenbild der Teilnehmer des Six-Hackthons bei der Eröffnung. cgr. Von Freitagabend dem 10. März bis zum Sonntagnachmittag dem 12. März hat im Zürcher Schiffbau der dritte Six-Hackathon stattgefunden. Anders als im Vorjahr fand der Hackathon ausschliesslich in Zürich und nicht parallel auch in London statt. Von diesem Konzept war Six abgerückt. Laut Veranstalter bewarben sich rund 500 Personen für den Fintech-Hackathon. Unter den Bewerbern wählten die Veranstalter 150 Teilnehmer aus. Männer waren in der Mehrheit. Nur 20 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Das Alter der Teilnehmer reichte von 18 bis 57 Jahren. Insgesamt waren 14 Nationen vertreten. Nach dem Ende «Berufe der ICT» erscheint in 9. Auflage mur. «Berufe der ICT» erscheint demnächst in der 9. Auflage. Die Herausgeber, Swiss-ICT und die Schweizer Gesellschaft für Organisation und Management, haben das Werk überarbeitet. Das Buch werde über die Website von Swiss-ICT und beim VDF Hochschulverlag erhältlich sein. Es werde am 30. März am Event «ICT-Berufe im Wandel» bei der Organisation und Informatik Zürich lanciert und vorgestellt, heisst es in einer Mitteilung. Die Macher des Werks wollen an der Veranstaltung einen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre ICT-Berufe in der Schweiz geben. Der Fokus des Anlasses liege auf dem Thema «Informatiker 50+». Marcel Gamma, Chefredaktor von inside-it.ch, wird am Event die Podiumsdiskussion «Informatiker 50+ auf dem Abstellgleis – woran liegt’s?» leiten. Referate soll es von Claudia Lienert (SBB), Andrej Vckovski (Netcetera) und Christoph Hilber (P-Connect) geben. Der Eintritt ist gratis, die Platzzahl beschränkt. Wer sich anmelden will, kann dies auf ict50plus.ch tun. der 48-stündigen Coding-Session reichten schliesslich 31 Teams ihre Projekte ein. 15 davon wählte die Jury aus. Diese durften sich in Pitches präsentieren. Das Team Waitless wurde schliesslich zum Sieger gekürt. Die Anwendung des Teams soll das Warten in der Schlange in einem Restaurant oder Coffee-Shop verkürzen beziehungsweise unterhaltsamer machen. Ratschläge eines erfolgreichen Gründers Bei der Eröffnung des Hackathons hielt Dacuda-Mitgründer Alexander Ilic die Keynote. Seine Firma Dacuda wurde gerade von Google gekauft. Ilic erzählte den Anwesenden, wie sein Unternehmen den Durchbruch schaffte. Er betonte, dass eine gute Idee alleine nicht ausreiche. Auch wenn ein Ingenieur glaube, dass die Welt nur auf seine Idee gewartet habe, sei das meist nicht der Fall. Investoren und Kunden müssten erst davon überzeugt werden, dass es die Innovation brauche. Zwei wichtige Ratschläge gab Ilic den Zuhörern mit auf den Weg. Man solle nicht aufhören, Geld bei Investoren zu sammeln und es in die Zukunft zu investieren. Ausserdem dürfe bei der Arbeit im Start-up der Spass nicht vergessen gehen. Nur so könne man sich motivieren und ein Team zusammenschweissen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_30827 Viele Neuerungen Das Werk liefert laut Swiss-ICT eine Gesamtsicht der ICT- Berufe in der Schweiz. Die Neuauflage entstand in der Swiss-ICT-Arbeitsgruppe «Berufe» unter der Leitung von Giovanni Groppo und Walter Bodenmann. Mehrere Fachgruppen sollen Aktualisierungen und Inputs eingebracht haben. Das Buch richte sich an HR-Verantwortliche, Personalvermittler, Berufsberater, Prüfungsorganisationen und an Personen, die Stellenbeschriebe sowie Ausbildungsgänge entwickeln. Es eigne sich auch für Salärvergleiche und die Karriereplanung, teilt Swiss-ICT mit. Zu den Neuerungen gehören Grafiken, fünf neue und viele angepasste Berufsbeschreibungen, eine Neudefinition des Rollenbegriffs, Überarbeitungen der Kapitel «Ausund Weiterbildung» sowie «Orientierung an internationalen Werken und Standards» und eine Übersicht der Berufsbeschreibungen im Anhang. 05 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 41 In nur zwölf Wochen IT-Spezialist werden Die Propulsion Academy will Personen in nur zwölf Wochen zu IT-Spezialisten ausbilden. Die erste Klasse im Fach Full-Stack Web Development steht kurz vor ihrem Abschluss. Mitgründer Laurent Meyer gibt einen Einblick in die Idee und erklärt, wie der Start in der Schweiz verlief. Autor: Christoph Grau so wichtig, da generell jeder teilnehmen könne. Folglich habe auch nur die Hälfte der Studenten in der ersten Klasse einen IT-Hintergrund und wolle sich in einem neuen Bereich weiterentwickeln, sagt Meyer. Die erste Klasse der Propulsion Academy in Zürich. Ganz rechts im Bild Laurent Meyer. Die ICT-Branche kämpft seit Langem mit einem Mangel an Fachkräften. Einen neuen Ansatz, um diesen Missstand zu beheben, verfolgt die Propulsion Academy in Zürich. In nur zwölf Wochen sollen dort motivierte Studenten in einem sogenannten Bootcamp vom IT-Laien zum IT-Profi ausgebildet werden. Hohe Belastung für Studenten Für die Studenten sei das Bootcamp eine tägliche Herausforderung, die sich aber lohne, fasst Meyer die Stimmung unter den Studenten zusammen. Für sie sei die grösste Schwierigkeit, die «vielen neuen Technologien schnell und tief zu meistern». Das Arbeitspensum sei sehr gross. Die Studenten müssten daher bereit sein, auch grosse persönliche Opfer für die Ausbildung zu bringen. Ein Student etwa reise täglich zwei Stunden an und ein anderer habe noch eine Nachtarbeit neben der Ausbildung, erzählt Meyer. Um diese Belastung etwas zu entschärfen, werde es ab Juli auch die Möglichkeit geben, das Full-Stack-Programm in Teilzeit zu besuchen. Zum Zeitpunkt des Gesprächs befand sich die erste Klasse in der neunten Woche des zwölfwöchigen Programms. Sie begannen gerade ihre praktische Abschlussarbeit. Hierfür konnte die Propulsion Academy einige Mentoren von Schweizer IT-Firmen gewinnen. Erste Klasse begann im Januar Hinter der Initiative stehen Bogdan Vasili und Laurent Meyer. Vasili selbst absolvierte in Spanien ein solches Bootcamp und hat damit konkrete Erfahrungen mit dem Konzept. Ursprünglich kommt die Idee aus den USA, wie Meyer in einem Gespräch erklärt. In der Schweiz gebe es bisher kein ähnliches Angebot, das einen Einstig in einen IT-Beruf ohne eine langjährige Lehre oder ein Studium ermögliche, sagt er. Mit der Propulsion Academy soll diese Lücke geschlossen werden. Angeboten werden aktuell zwei Studiengänge: Full-Stack Web Developer und Data Scientist. Der erste Kurs im Bereich Data Science wird im Mai dieses Jahres starten. Die erste Klasse im Fach Full-Stack Web Development begann bereits im Januar 2017. Rund 40 Personen bewarben sich, wie Meyer sagt. Aus diesen wählten die Initianten 9 Studenten aus. In einem ersten Interview mussten diese zunächst ihre Motivation unter Beweis stellen. «Wir suchen vor allem Motivation», sagt Meyer, denn der Lehrgang sei harte Arbeit. In einem zweiten Gespräch wurden dann technische Aspekte abgefragt. Diese seien aber nicht Schneller Weg zum Entwickler Ziel der Ausbildung ist, dass die Studenten nach dem Abschluss direkt in den IT-Beruf einsteigen können, wie Meyer sagt. Staatlich anerkannt ist der Abschluss jedoch noch nicht. Die Absolventen erhalten eine Bescheinigung der Propulsion Academy über die Lehrinhalte und vermittelten Technologien. «Das Angebot ist eine Chance für Leute, die schnell in den IT-Beruf einsteigen wollen», sagt Meyer. Auch gerade für Personen, die sich später im Leben für einen Wechsel entscheiden, sei das Angebot ideal, betont er. Die Erfahrungen aus den USA zeigten, dass sich besonders viele Frauen für diesen Weg der Ausbildung entscheiden würden. Meyer sieht in der Akademie einen wichtigen Baustein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Motivierten Menschen sollte es möglichst einfach gemacht werden, in den IT-Beruf einzusteigen. Die grösste Herausforderung im Moment sei es, die Absolventen auf ein ausreichend hohes Niveau zu bringen, damit sie die Anforderungen der Firmen erfüllten. Meyer hofft, dass dies mit der ersten Klasse gelingt. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2017

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