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Netzwoche 05/2020

46 Last Curiosities

46 Last Curiosities Operation «Gorgeous Women» sma. «Ich finde Männer in Uniform total attraktiv», oder: «Ist das deine Waffe oder freust du dich nur, mich zu sehen?» Mit diesen oder ähnlichen Sprüchen wurden israelische Soldaten in einen Cyber- Hinterhalt gelockt. Agenten der palästinensischen Terrororganisation Hamas hatten sich in sozialen Netzwerken falsche Profile erstellt und die Soldaten mit Bildern von hübschen Frauen in den Flirtchat gelockt, wie «Der Standard» berichtet. Über zusätzliche Chat-Apps wurde dann Malware auf den Smartphones der Männer installiert. Fotos, SMS, Kontakte und sogar GPS-Daten in Echtzeit konnten die Angreifer so ergaunern. Letztlich wurde die Malware aber entdeckt und die Infrastruktur der Hamas zerschlagen. Doch die einsamen Soldatenherzen bleiben. Fiber to the Bruchbude jor. Normalerweise kosten Werbeslogans viel Geld. Diesen hier kriegt die Deutsche Telekom geschenkt: Telekom – no questions asked. Oder: Telekom – ein Herz für Hausbesetzer. Zumindest im Ruhrpott könnte so ein Spruch ziehen. Denn in der Stadt Waltrop hat die Deutsche Telekom ein zugemauertes Abbruchhaus mit Highspeed-Glasfaser-Internet ausgestattet. Versehentlich, versteht sich. Fast hätte es niemand gemerkt. Doch die Telekom hat die Rechnung ohne den Landwirt aus der Nachbarschaft gemacht: Jodokus Niermann. Wie die «Waltroper Zeitung» berichtet, ist Herr Niemann verärgert. Denn sein Hofladen gegenüber wird nicht ans schnelle Glasfaser-Netz angeschlossen. Der Grund: Sein bisheriger Internetanschluss sei nicht langsam genug. Merkwürdiges aus dem Web CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung! I wett, i hett es Gamer-Bett osc. Für Gamer gibt es alle möglichen absurden Gadgets. Ob leistungsfördernde Tabletten, Tastaturheizungen, Boden-Schutzteppiche oder Kinect – Hersteller überbieten sich seit Jahrzehnten mit Produkten, die beim Spielen einen besonderen Vorteil oder neue Erfahrungen versprechen. Ein Trend sind hierbei Möbel, die ganz auf den Gamer- Lebensstil zugeschnitten sein sollen. Einen Podestplatz in dieser Branche hat die japanische Firma Bauhütte verdient, wie «Der Standard» berichtet. Auf ihrer Website «bauhutte,jp» findet man Gamer-Pulte, Gamer-Beistelltische, Gamer-Regale, Gamer-Sitzsäcke, sogar ein richtiges Gamer-Bett. So muss man für eine Runde Fortnite nicht einmal mehr aufstehen. Passend dazu: Ein kuscheliger Strampelanzug mit Reissverschluss im Gesässbereich – wenn's mal schnell gehen muss. Apple blockiert Sushi lha. Asiatisches Essen ist nicht für jeden etwas. Das scheint Apple genauso zu sehen. Allerdings hat das neue Betriebssystem iOS 13 nicht nur Mühe mit der fernöstlichen Kulinarik. Auch asiatische Geschichte, asiatische Frisuren und alle andere Suchanfragen, die das Wort «asiatisch» enthalten, blockiert der Inhaltsfilter, wie «Der Standard» berichtet. Apple scheine den Begriff generell mit pornografischen Inhalten in Verbindung zu bringen. Auch andere Begriffe wie beispielsweise «teen» würden vom System rigoros herausgefiltert. «Wer von den übereifrigen Filtern betroffen ist, hat keine Chance, selbst Einfluss zu nehmen», schreibt der «Der Standard» weiter. Nur Apple selbst könne die Liste der problematischen Begriffe verwalten. Steven Seagal vergisst Werbedeal mit Bitcoiin in der Steuererklärung cka. Cristiano Ronaldo und der Facial Fitness Pao, Kim Kardashian und Charmins öffentliche Toiletten oder Ozzy Osbourne und der «Can't Believe It's Not Butter»-Butterersatz. Manche Promis haben definitiv kein Näschen für gute Werbeverträge. Zu dieser Gruppe gehört auch Actionstar Steven Seagal, wie «The Verge» berichtet. 2018 wurde Seagal Markenbotschafter von Bitcoiin – nicht zu verwechseln mit Bitcoin! Der Actionstar machte unter anderem auf Twitter Werbung für das Initial Coin Offering (ICO) von Bitcoiin2Gen. Er vergass jedoch zu erwähnen, dass er dafür 250 000 US-Dollar sowie Bitcoiin im Wert von 750 000 Dollar erhalten hatte. Gemäss Bundesrecht ist dies jedoch Pflicht. Seagal und die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC haben sich unterdessen geeinigt. Der Schauspieler muss nun 157 000 Dollar von seinen Einkünften abgeben sowie eine ebenso hohe Strafe zahlen. Bildquellen: freepik / freepik.com; brgfx / freepik.com; mast3r / Adobe Stock.com; popaukropa / Adobe Stock.com; CandO_Designs / iStock.com; sorbetto / iStock.com 05 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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