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Netzwoche 06/2016

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18 « Auf meinem Laptop

18 « Auf meinem Laptop klebt ein Sticker mit der Aufschrift ‹My other com puter is a Datacenter›. » Urs Hölzle stehen wir gerade erst am Anfang einer rasanten Entwicklung. Diese wird auch von Ihnen bestimmt, schliesslich verantworten Sie Googles Infrastruktur. Inwieweit tragen die Datacenter von Google Ihre Handschrift? Ich verantworte seit den Anfängen von Google die Weiterentwicklung der Rechenzentren, die über die Jahre stets globaler wurden. In Wirklichkeit spiele ich aber eher die Rolle eines Begleiters, alle Innovationen kommen von meinem hervorragenden Team. Derzeit sind Ihre grössten Konkurrenten im Cloud-Geschäft Amazons Web Services, Microsofts Azure und IBMs Softlayer. Welche Mitbewerber werden in Zukunft wichtig für Google? Wir konzentrieren uns auf unsere Kunden und nicht auf die Konkurrenz. Die Cloud ist erst ganz am Anfang. Derzeit sind vielleicht 2 bis 3 Prozent des IT-Loads in einer Cloud. Das Gebiet ist also weit offen und der Anbieter mit dem besten Produkt und der höchsten Innovationsrate wird führend sein. Google hatte weder die erste Suchmaschine noch die ersten Onlinekarten, noch den ersten E-Mail- Dienst. Aber in all diesen Segmenten haben wir es geschafft, ein viel besseres Produkt zu bauen, das von Millionen Menschen weltweit genutzt und geschätzt wird. Das ist auch in der Cloud möglich – sicher nicht garantiert, aber durchaus möglich. Deswegen haben wir auch schon viele namhafte Firmen als Kunden, von Coca-Cola über Disney und Spotify bis zu Snapchat. Datacenter verbrauchen nach wir vor viel Energie. Welche Pläne verfolgt Google, um Rechenzentren umweltfreundlicher zu gestalten? Abgesehen von der Skalierbarkeit und Sicherheit haben wir bei Google als eines der ersten Unternehmen in der IT-Industrie sehr früh auf energieeffiziente Infrastrukturen gesetzt. So hat die «Green Energy» bei Google eine grosse Bedeutung, was mich als Vorstandsmitglied des WWF in den Vereinigten Staaten natürlich auch privat motiviert. Wir haben uns zum Beispiel Ende des vergangenen Jahres das ambitionierte Ziel gesetzt, in der Zukunft 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Wir investieren hierfür in neue, noch nicht bestehende Energiequellen, da wir in diesem Bereich wirklich etwas bewegen wollen. Denn Strom-Zertifikate funktionieren nicht, da sie lediglich die Buchhaltung verändern, nicht aber die Stromversorgung an sich. Ist die Cloud nur eine Übergangsphase? Was wird nach ihr folgen? Ich gehe davon aus, dass sich die Cloud als bewährte globale Lösung halten wird. Ihre Vorteile sind riesig und fundamental. Momentan sehe ich noch nichts, was die Cloud ersetzen würde. Aus Erfahrung kann es jedoch schnell gehen – lassen wir uns also überraschen, was die Zukunft bringt! « Alle Innovationen kommen von meinem her vorragenden Team. » Urs Hölzle 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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