Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 06/2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Swiss
  • Schweiz
  • Kategorie
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Digital
  • Switzerland
  • Urteil
  • Webcode

48 XXXXXXXXXXX

48 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Bild: Fotolia Focus WEBTRENDS Durchstarten im Web gsa. Kartendienste, Nachrichten oder gar ERP-Systeme: Das World Wide Web bietet immer mehr Services an, für die Nutzer früher On-Premise- Software oder gar spezielle Appliances einsetzen mussten. Das Web entwickelt sich zur zentralen IT-Umgebung. Administratoren können in Minutenschnelle virtuelle Infrastrukturen, etwa Arbeitsumgebungen, bereitstellen. Das Büro im Web bietet zahlreiche Vorteile wie ortsunabhängiges Arbeiten. Welche weiteren Möglichkeiten sich für KMUs bieten, erklärt Remo Rigoni, CEO des IT-Beratungshauses Citius. Die wirtschaftliche Bedeutung des Webs steigt. Google, Facebook oder Amazon waren vor einer Dekade noch unbedeutend, heute bestimmen sie die Geschicke der Weltwirtschaft. Alle drei Firmen sind auch Unternehmen, die sich der Customer Experience verschrieben haben. Mit der Webwirtschaft wächst auch die Bedeutung der Customer Experience. Was Unternehmen hierbei beachten müssen, schreibt Jürg Truniger, Product Marketing Lead beim Softwarehersteller Appway. Wer sich Kunden im Web zeigt, sollte dies von seiner attraktivsten Seite tun. Mit einer schicken Website alleine ist es aber nicht getan. Denn diese kann morgen schon altbacken wirken. Sitebetreiber sollten sich deshalb bei der Wahl eines Content-Management-Systems an einige Grundregeln halten, um auf Webtrends flexibel reagieren zu können, wie Ronald Wachter erklärt, Geschäftsleitungsmitglied beim IT-Dienstleister Chili Solutions. 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Webtrends 49 Das «Büro» im Web IT-Infrastrukturen müssen aufwendig bewirtschaftet werden. Extern zur Verfügung gestellte und webbasierte virtuelle Arbeitsplätze sind deshalb für KMUs eine echte Alternative. Der moderne IT-Arbeitsplatz soll einerseits standardisiert, günstig und immer funktionsfähig sein. Andererseits soll er aber auch temporär mit zusätzlichen Applikationen ausgestattet werden und geräte- beziehungsweise ortsunabhängig genutzt werden können. Grossunternehmen haben schon längst Lösungen für ihre Mitarbeiter. Sogenannte Managed Workplaces werden aus dem eigenen Rechenzentrum heraus betrieben. Was sind die Vorteile? Für die meisten KMUs ist die Bewirtschaftung einer eigenen Infrastruktur allerdings zu aufwendig und zu teuer. Extern zur Verfügung gestellte und webbasierte virtuelle Arbeitsplätze dagegen haben – wenn sie die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen exakt bedienen – Potenzial und vor allem Vorteile. Erstens: Es ist keine eigene IT-Infrastruktur mehr nötig. Man kann praktisch auf alle Komponenten eines eigenen Netzwerkes verzichten. Nur die Clients und ein Internetanschluss sind nötig. So entfallen nicht nur die Anschaffungskosten für teure IT (Storage, Server etc.). Es muss auch keine Infrastruktur gewartet oder bewirtschaftet werden. Zweitens: Der Zugriff auf das «mobile Büro» ist bei einer professionellen und modernen Lösung orts- und vor allem geräteunabhängig. Auf Dienste und Daten wird mit einem Browser zugegriffen. Das funktioniert mit einem Desktop ebenso wie mit einem Laptop, Tablet oder Smartphone. Drittens: Die benötigte Anzahl der Arbeitsplätze und alle nötigen Ressourcen (etwa Storage oder Applikationen) können jederzeit ohne Verzögerung bedarfsgerecht angepasst werden. Ein Kontakt des Kunden zum Provider reicht. Bezahlt wird nur der tatsächlich pro Arbeitsplatz georderte Service. Kosten für nicht genutzte Lizenzen oder für Überkapazitäten (etwa beim Storage) fallen nicht an. KMUs können im Vergleich zum Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur auf diese Weise je nach Art und Umfang ihrer Ansprüche im Jahr zwischen 20 bis 40 Prozent an Kosten sparen. Nicht zuletzt deshalb ist die Wachstumskurve im Geschäft mit virtuellen Arbeitsplätzen nicht mehr linear, sondern exponentiell. gestellt. Eine kundenfreundliche Lösung überzeugt durch Komfort. So sollte etwa kein lokaler Receiver nötig sein, um gewünschte Applikationen zu öffnen. Das muss mit jedem Gerät klappen, einem Browser und dem persönlichen Login. Der Arbeitsplatz funktioniert mittels einer Sharefile-Lösung auch im Offlinemodus. Das ist ein Vorteil zu vielen herkömmlichen Lösungen aus einer Private Cloud. Um auf der Anbieterseite die Aufwände bei der Versorgung vieler User eines Kunden zu optimieren, wird mit Lösungen gearbeitet, die ein mandantenfähiges Kundenmanagement zulassen, eine automatisierte Bereitstellung von Services und Applikationen und delegierte (Self-Service-)Administrations- und Abrechnungsfunktionen. Was macht es perfekt? Ausser Funktionalität, einfacher Bedienung, flexibler Ressourcenzuordnung und mandantenspezifischer Abrechnung pro Nutzer und zugeteilter Ressource muss das Basispaket eines solchen Arbeitsplatzes für den Kunden attraktiv sein. Auch Lösungen, die eine rechtskonforme Archivierung geschäftsrelevanter Daten ermöglichen, gehören dazu. Weitere Beispiele sind etwa schweizerische Vorlagenlösungen für Office-Programme wie Word, Outlook, Excel und Powerpoint. Sie helfen, Vorlagen für Dokumente schnell und einfach zu verwalten und zu organisieren und Dokumente effizient mithilfe vordefinierter Textbausteine zu erstellen. Ein virtueller Arbeitsplatz mit solchen und weiteren Zusatzdiensten, die einzeln pro User und monatlich gebucht werden können, macht den eigenen Webbrowser zum vollwertigen Büro. der autor Remo Rigoni Remo Rigoni, CEO, Citius Bereits das Basispaket eines virtuellen Arbeitsplatzes muss für den Kunden attraktiv sein. Sogenannte Managed Workplaces verhelfen nicht nur Mit arbeitern zu mehr Flexibilität, sondern auch Unternehmen. Sie brauchen keine eigene IT- Infrastruktur mehr. Bild: Fotolia Wie sieht es aus? Ein webbasierter IT-Arbeitsplatz funktioniert so: Der Anwender bekommt alles aus der Cloud; Storage, Archivierung, Server, Applikationen und Software werden vom Rechenzentrum des Providers aus zur Verfügung www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2016

Archiv