Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 06/2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Swiss
  • Schweiz
  • Kategorie
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Digital
  • Switzerland
  • Urteil
  • Webcode

54 Management & Career

54 Management & Career Aktuell www.netzwoche.ch Und noch ein Schweizer ICT-Verband mur. Am 16. März ist im Rathaussaal in Aarau der Verband der ICT-Verantwortlichen Aargauer Gemeinden (VIA) gegründet worden. Geladen waren alle Vorstände der Fachverbände Aargauer Gemeinden. Das Ziel des Verbands ist eine stärkere Zusammenarbeit zwischen kommunalen Informatikfachleuten. Die Zusammenarbeit soll die Effektivität und Effizienz im ICT- Bereich in der Verwaltung fördern, teilt der Verband mit. ▸ Webcode 7172 Swisscom sucht Start-ups gsa. Swisscom hat die Startup Challenge 2016 lanciert: Das IT-Service-Unternehmen sucht Hightech-Start-ups, insbesondere aus den Bereichen IT und Telekommunikation, Internet of Things, Big Data und Fintech, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Mai 2016. Anschliessend wählt Swisscom unter den Bewerbern zusammen mit dem Partner Venturelab zehn Jungunternehmen aus. Diese dürfen ihre Projekte an einem Pitch vorstellen. ▸ Webcode 7230 Nexum expandiert in die Schweiz cgr. Die Schweiz bekommt einen neuen Player bei den Webagenturen. Nexum aus Deutschland hat gegenüber der Redaktion seinen Markteintritt angekündigt. Im März will Nexum seine Niederlassung in Bern eröffnen. Seit dem 1. März ist das Unternehmen im Handelsregister registriert. Das Schweizer Team soll zunächst aus zehn lokal ansässigen Personen bestehen, heisst es weiter. Zu den Schweizer Kunden von Nexum zählen unter anderem Coop und die Schweizerische Post. Nexum sieht sich nach Umsatz unter den 20 grössten Agenturen in der Schweiz. ▸ Webcode 7240 Die beliebtesten IT-Arbeitgeber der Schweiz cgr. Ergon Informatik ist laut einem Ranking des Jobbewertungsportals Kununu der beliebteste Schweizer Arbeitgeber in der Rubrik «EDV- und IT-Branche». Das Unternehmen aus Zürich erreichte 4,83 von 5 möglichen Punkten. Von den Mitarbeitern wurde laut einer Mitteilung vor allem der Teamgeist und die Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, gelobt. Die beiden anderen Unternehmen auf dem Podest kommen aus Gümlingen bei Bern. Der IT-Dienstleister Advis und das Beratungsunternehmen Erne Consulting erhielten eine Bewertung von 4,77 Punkten. Der Branchendurchschnitt liegt bei 3,73 Punkten. Die letzten Plätze im Ranking belegen Ruf Informatik (2,61 Punkte), Steg Electronics (2,61 Punkte) und Tech Data Schweiz (2,39 Punkte). Bei diesen Unternehmen bemängelten die Mitarbeiter vor allem die fehlende Work-Life- Balance und einen schlechten Führungsstil. Für das Ranking wurden nur Unternehmen erfasst, die mindestens 37 Bewertungen auf der Plattform von Kununu hatten. Dabei musste eine Bewertung nach dem 1. Juli 2015 eingegangen sein. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7213 15 neue eidg. dipl. Web Project Manager mur. Sechs Frauen und neun Männer haben am 12. März ihr Diplom für den eidg. dipl. Web Project Manager (WPM) entgegengenommen. Nach drei Semestern mit sieben Modulen, etlichen Fallstudien, Firmenbesuchen und einer mehrstufigen Prüfung. Die Diplomfeier fand im altehrwürdigen Zunfthaus zur Saffran in Zürich statt. Die Diplomanden absolvierten ihre Ausbildung bei Digicomp oder am Sawi in Zürich. Alle Kandidaten bestanden die Prüfung. Das beste Prüfungsresultat in der Deutschschweiz erreichte Kathrin Wenk. Sie arbeitet bei Internezzo in Rotkreuz und schloss den Studiengang mit der Höchstnote ab. Fundierte Management-Ausbildung Rund 30 Prozent der Diplomierten sind bei Web- oder Werbeagenturen tätig, etwa 20 bei Technologiefirmen. Gut die Hälfte der Absolventen arbeitet in Firmen und Organisationen, für welche die Digitalisierung von Prozessen, Kunden-Touchpoints und Innovationen strategisch sehr wichtig sind. Der WPM stellt – neben der Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung – eine fundierte Management-Ausbildung dar. Sie vermittelt web- und mobile-technische sowie strategische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten. Dies durch renommierte Dozenten und Top- Experten aus Theorie und Praxis, aber auch per Live-Seminare, etwa bei Google oder in einem Usability-Testlabor. i Die Top 10 ▪▪ Ergon Informatik: 4,83 Punkte ▪▪ Advis: 4,77 Punkte ▪▪ Erne Consulting: 4,77 Punkte ▪▪ UMB: 4,74 Punkte ▪▪ BSI Business Systems Integration: 4,74 Punkte ▪▪ M&S Software Engineering: 4,74 Punkte ▪▪ Opacc Software: 4,74 Punkte ▪▪ TI&M: 4,73 Punkte ▪▪ Innovation Process Technology: 4,73 Punkte ▪▪ Netcetera: 4,69 Punkte Die launige Feier wurde durch den Berner Musiker Bruno Bieri begleitet. Nicht digital, ohne Mikrofon und ohne Verstärker, nur mit seiner Stimme, seinem Teleskop-Alphorn und dem selbst entwickelten Hang-Instrument (abgeleitet vom Berndeutschen «Hang» für «Hand») – und viel intelligentem Humor. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7148 Erfolgreiche eidg. Dipl. Web Project Manager: Sandra Green, Nathalie Aeschbacher und die Jahresbeste Kathrin Wenk (v. l.). 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 55 Work-Life-Balance für IT-Beschäftigte besonders wichtig Flexibilität und ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit sind Schweizer Angestellten sehr wichtig. Insbesondere IT-Spezialisten gewichten diese Aspekte sehr hoch, wie eine Studie zeigt. In einigen Punkten unterscheidet sich die Schweiz aber vom europäischen Ausland. Autor: Christoph Grau In seinem «Global Workforce Index» hat das Beratungsunternehmen Kelly Services untersucht, welche Punkte Angestellten bei der Beurteilung ihres Arbeitgebers besonders wichtig sind. Rund drei Viertel aller Arbeitnehmer betrachten gemäss Studie die Balance zwischen Arbeit und Freizeit sowie ein hohes Mass an Flexibilität als ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers. Dabei gibt es zwischen Männern und Frauen nur geringe Unterschiede. Frauen gewichten den Aspekt mit 78 Prozent leicht höher als Männer (72 Prozent). Schweizer gewichten diesen Punkt deutlich höher als Arbeitnehmer im europäischen Ausland. Dort liegt der Wert geschlechterunabhängig bei 63 Prozent. Laut Studie erklären sich 41 Prozent der Befragten in der Schweiz sogar bereit, auf einen höheren Lohn oder Beförderungen im Gegenzug für mehr Flexibilität zu verzichten. Dies sind deutlich mehr als in Europa, wo nur 32 Prozent dafür bereit wären. «Die Erwartungen der Schweizerinnen und Schweizer an die Arbeit haben sich stark verändert. Früher standen primär die Entlohnung und das Verantwortungsgebiet im Mittelpunkt», ordnet Marcel Keller, Country General Manager Kelly Switzerland and Group Leader Switzerland, Italy and Hungary, die Ergebnisse ein. GeWIChTUng der ArbeitsbeDInGUngen im VerGLeich Schweiz und EuroPA Für Arbeitnehmer in der Schweiz und in Europa sind unterschiedliche Punkte wichtig Schweiz Europa 74% | 63% Flexible Organisation der Arbeit und der Arbeitszeit, etwa Telearbeit / Homeoffice Quelle: Kelly Services 32% | 43% Bezahlte Ferien, Krankheitstage, Feiertage etc. 31% | 38% Begrenzung der Arbeit ausserhalb der üblichen Bürozeiten 40% | 51% Umfeld, das Freundschaften am Arbeitsplatz fördert 27% | 18% Begrenzung beruflicher E-Mail- Kommunikation ausserhalb der üblichen Bürozeiten 15% | 11% Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren, bzw. der Gesellschaft etwas zurückzugeben Arbeitgeber müssen auf Interessen eingehen Einen hohen Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance legen gemäss Studie vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte sowie Personen aus den Bereichen Informationstechnologien, Finanzen und Naturwissenschaften. Arbeitnehmer in diesen Branchen haben gemäss Keller die Wahl, «wo und wie sie arbeiten wollen». Daher müssten sich Arbeitgeber im Wettbewerb um die besten Köpfe verstärkt auf die Interessen dieser Personen ausrichten. Dazu zählen auch «Mentoring-Programme, Möglichkeiten der ehrenamtlichen Tätigkeit, Kinderbetreuungsangebote, Unterstützung bei Pflegeaufgaben, die Möglichkeit für einen Sabbatical und bezahlte Ferien». Unterschiedliche Gewichtung in der Schweiz und in Europa Im Vergleich zu Europa setzen die Schweizer Angestellten teilweise andere Schwerpunkte. Deutlich wichtiger sind « Die Erwartungen der Schweizerinnen und Schweizer an die Arbeit haben sich stark verändert. » Marcel Keller, Country General Manager Kelly Switzerland and Group Leader Switzerland, Italy and Hungary hierzulande eine Begrenzung der beruflichen E-Mail- Kommunikation ausserhalb der Arbeitszeiten (27 zu 18 Prozent) und Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement (15 gegenüber 11 Prozent). Deutlich weniger Gewicht habe in der Schweiz im Vergleich das Arbeitsumfeld (40 statt 51 Prozent), bezahlte Ferien und Krankentage (32 gegenüber 43 Prozent) und die Begrenzung der Arbeitszeit ausserhalb der üblichen Bürozeiten (31 im Vergleich zu 38 Prozent). Kaum Unterschiede gab es hingegen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Möglichkeiten zur Mitarbeit an innovativen Projekten und Ermutigung, vom Arbeitgeber die vereinbarten Ferien ganz zu beziehen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7299 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2016

Archiv