Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 06/2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Swiss
  • Schweiz
  • Kategorie
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Digital
  • Switzerland
  • Urteil
  • Webcode

56 Service

56 Service Verbandsnachrichten Den Schalter im Kopf umlegen Die digitale Transformation wälzt gerade mächtig alle möglichen Lebens- und Geschäftsbereiche um. Die Veränderungen, die sie mit sich bringt, fordern viele Branchen existenziell heraus. Das macht einigen Angst – andere hingegen surfen bereits voller Begeisterung auf der digitalen Welle. Woran das liegen könnte, ergründet die aktuelle Ausgabe des Asut- Bulletins in ihrem Schwerpunktdossier. asut Asut, der Schweizerische Verband der Telekommunikation, repräsentiert heute die Telekommunikationsbranche und sämtliche Wirtschaftszweige sind in ihm vertreten. Die Schweiz soll sich durch fairen, freien und dynamischen Wettbewerb als Land mit dem weltbesten Kommunikationsnetz und mit First-Class-Services positionieren, durch resiliente Systeme und smarte Infrastrukturen differenzieren und als ein auf die digitale Gesellschaft und Wirtschaft zugeschnittener Bildungs- und Forschungsplatz etablieren. www. asut.ch Das Asut-Bulletin erscheint online unter www.asut.ch. Während sich das diesjährige Asut-Seminar die Frage stellt, wie die digitale Zukunft möglichst optimal auszugestalten wäre, spürt das Asut-Bulletin den «Digital Leaders» nach. Und damit sind für einmal nicht die grossen Unternehmen gemeint, also weder Swisscom noch Ericsson noch Cisco oder IBM, um nur ein paar davon zu nennen. Sondern die vielen dynamischen Start-ups und KMUs, die in der Schweiz schon heute innovative Produkte und Geschäftsmodelle austüfteln. Denn auch sie sind wichtige Wegbereiter der Digitalisierung. Die Schweiz, das wird hierzulande immer wieder gerne beklagt, ist kein Silicon Valley. Der amerikanische Hauruck- Optimismus geht uns meist ab und die Möglichkeit, zu scheitern, wird als Schreckgespenst gesehen. Das gilt für Unternehmensgründer genauso wie für mögliche Investoren. Verbesserungswürdig sind auch die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen, etwa die steuerlichen Belastungen oder ein verbindlicher Rechtsrahmen, um das positive Potenzial von neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten wie Crowdfunding-Plattformen zu erschliessen. Die Kreativität, das freie Unternehmertum und die Risikobereitschaft des Silicon Valley sollen hier nicht in Abrede gestellt werden. Aber auch im Valley ist nicht alles Gold, was glänzt: Nur einem Bruchteil der Jungfirmen gelingt es nämlich tatsächlich, eine Anschubfinanzierung zu ergattern. Und wer scheitert, der scheitert fast ohne Sozialnetz. Gleichzeitig buhlen die Risikoinvestoren aus lauter FOMO (fear of missing out) – aus lauter Angst also, das nächste Google, die nächste goldene Gelegenheit zu verpassen – um sogenannte Einhörner, Start-ups mit vielversprechenden Namen und einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Mit dem Resultat, dass viele Kenner der amerikanischen Start-up-Szene bereits die nächste Techno-Blase befürchten. Kein Silicon Valley, aber auch kein Jammertal Der klügste Weg für die Schweiz ist es wohl, sich das Gute zum Vorbild zu nehmen, vom Schlechten zu lernen und die eigenen Trumpfkarten nicht aufs Spiel zu setzen: Schliesslich baut die starke Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz auf soliden Grundlagen auf. Dazu gehören hervorragende Infrastrukturen, exzellente Hochschulen und ein regelmässiger Spitzenplatz auf den Der klügste Weg für die Schweiz ist es wohl, sich das Gute zum Vorbild zu nehmen, vom Schlechten zu lernen und die eigenen Trumpfkarten nicht aufs Spiel zu setzen. Innovationsranglisten. Und die gute Lebensqualität macht die Schweiz gerade für internationale Unternehmen und deren Angestellten trotz hoher Personalkosten als Arbeitsund Lebensraum attraktiv. Der Regulierungsrahmen mag verbesserungswürdig sein, alles machen wir aber sicher nicht falsch. Doch dies allein erklärt noch immer nicht, warum manche (Jung-)Unternehmen den Weg zur Digitalisierung voller Lust und Ideen einschlagen, während andere beinahe in Schockstarre verfallen. Das Asut-Bulletin versucht, diesem Pioniergeist auf den Grund zu gehen, stellt einige der hiesigen «Mini-Zuckerbergs» vor und fragt bei anderen nach, was es braucht, damit der Funke überspringt und digitale Innovationspotenziale verwirklicht werden können. So viel sei im Voraus verraten: Die Digitalisierung fängt im Kopf an und hat viel mit Nach-vorne-Schauen, Ausprobieren, Hinterfragen von Altbewährtem und Querdenken zu tun. 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Service Verbandsnachrichten 57 «Shaping the Digital Future» Swiss Telecommunication Summit: Das 42. Asut-Seminar findet am 16. Juni 2016 im Kursaal Bern statt. Innovative Vordenker und erfolgreiche Wirtschaftsführer erläutern die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation. i 42. Asut-Seminar 08:30 – 09:15 Empfang 09:15 – 09:30 Begrüssung Peter Grütter, Präsident, Asut Peter Grütter ist Präsident der Asut, Schweizerischer Verband der Telekommunikation 09:30 – 10:00 Eröffnungsrede Walter Thurnherr, Bundeskanzler Schweizerische Bundeskanzlei 10:00 – 10:30 10:30 – 11:00 The Golden Age Ahead Is Both Digital and Green Carlota Perez, Centennial Professor, London School of Economics Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft Urs Schaeppi, CEO, Swisscom AG 11:00 – 11:30 Pause & Networking 11:30 – 12:00 12:00-12:45 Globalisierung, Digitalisierung, Interaktivität: die Medienrevolution als Chance für die Schweiz Roger de Weck, Generaldirektor, SRG Disrupt or Be Disrupted? Digitale Transformation in der Praxis Jacky Gillmann, Verwaltungsratspräsident, Losinger Marazzi AG Dr. Andreas Häberli, CTO, Dorma+Kaba Group Stefan Muff, Gründer, VR-Präsident und Miteigentümer, Axon Active Holding AG Adrian Müller, Managing Director, HP Schweiz GmbH 12:45 – 14:15 Lunch & Networking 14:15 – 14:30 Überraschungsgast 14:30 – 14:55 14:55 – 15:20 15:20 – 16:05 16:05 – 16:35 Digital Transformation Impacting People, Business and Society Hans Vestberg, President & CEO, Ericsson Science – Convenience – Romance: Herausforderungen und Trends im Zeichen der Digitalisierung Joos Sutter, Vorsitzender Geschäftsleitung, Coop Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche digitale Wirtschaft Silvio Borner, Prof. em. Dr. oec., WWZ/Universität Basel Thomas Gabathuler, Gründer, Wilmaa AG Kurt Lanz, Mitglied Geschäftsleitung, Economiesuisse Philipp Metzger, Direktor, Bundesamt für Kommunikation Dr. David Thiel, CEO, IWB Schöne neue cyber-physische Welt – Chancen und Risiken für Innovationen Prof. Dr. Lino Guzzella, Präsident, ETH Zürich Schlusswort Peter Grütter, Präsident, Asut Apéro & Networking Die Digitalisierung führt zu grossen Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen müssen ihre Organisation umstrukturieren, Mitarbeitende und Kundschaft für die digitale Welt gewinnen und sich in globalen Wertschöpfungsnetzen neu positionieren. Aktuelle Themen wie Industrie 4.0, Fintech, intelligente Mobilität oder Onlinehandel füllen die Medien. Dabei sind Airbnb, Amazon oder Uber oft genannte Beispiele für erfolgreiche Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft. Aber können diese Firmen Vorbilder für Schweizer Unternehmen sein? Die Schweizer Wirtschaft ist innovativ und wettbewerbsfähig. Das zeigen jährlich internationale Vergleiche und Rankings. Viele erfolgreiche Unternehmen stehen jetzt jedoch vor der Herausforderung, mit den bewährten Abläufen und Geschäftsmodellen Gewinn zu erwirtschaften und gleichzeitig die Transformation zu digitalen Unternehmen zu meistern. Wie kann dieser radikale Umbau bei laufendem Tagesgeschäft gelingen? Wie können die Firma und die Belegschaft agil werden? Kannibalisieren neue Dienste die bisherigen Produkte? Passen die heutigen Strukturen und Prozesse zu den Risiken und Chancen der Zukunft? Sicher ist nur eines: Erfolgreich bestehen kann nur, wer rasch Erfahrungen in der digitalen Welt sammelt. Wie dies gelingen kann, wollen wir am 42. Swiss Telecommunication Summit aufzeigen. Unter dem Titel «Shaping the Digital Future» erläutern innovative Vordenker und erfolgreiche Wirtschaftsführer die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation. Wie immer bietet der Anlass den Teilnehmenden zudem den idealen Rahmen für Gespräche und Kontakte mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie mit Branchenvertretern und Kunden. Weitere Informationen und Anmeldung unter https://events.asut.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2016

Archiv