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Netzwoche 06/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell Black Box KoluMNE Digital Disruption in der Beratungsbranche Im März hielt ich einen Vortrag vor MBA-Studenten in England. Viele Studenten wollen nach dem Studium in die Unternehmensberatung. Da ich selbst seit über 16 Jahren als Beraterin tätig bin, wollte ich von meinen Erfahrungen berichten. Ich entschied mich, über die digitale Transformation in der Consulting-Branche zu sprechen. Dabei wurde mir klar, dass viele MBA-Programme die Studenten nur unzureichend auf die Digitalisierung der Geschäftswelt vorbereiten. Sie stellen eher klassische Strategie- und Managementpraktiken in den Vordergrund, was für bestimmte Positionen durchaus Sinn ergibt. Doch ich war überrascht, wie wenig über verändertes Konsumverhalten und den disruptiven Einfluss von Technologien zu hören war. Laut Harvard-Professor Clayton Christensen hat sich das Geschäftsmodell der Berater seit über 100 Jahren nicht verändert. Zwar schreiben Beratungsfirmen den digitalen Trends grosse Bedeutung zu. Doch die «Demokratisierung des Wissens» hat auch zur Folge, dass die «Black Box» von Berater-Angeboten nun jedem zugänglich ist. Also sollte sich jeder die Frage stellen, wie tiefgreifend das Wissen der Berater tatsächlich ist und ob sie über die nötige Erfahrung verfügen, Ratschläge zu den aktuellen Digitalisierungsprozessen der Branche zu geben. Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.ch Artikel online auf www.adresse Webcode 7272 Markt für Enterprise-Storage strauchelt cka. Der globale Markt für Enterprise-Storage-Produkte hat 2015 leicht zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze um 2,2 Prozent auf über 37 Milliarden US-Dollar, wie IDC mitteilt. Das letzte Quartal bescherte dem Markt jedoch einen leichten Dämpfer. Im vierten Quartal reduzierte sich der Umsatz um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 10,4 Milliarden Dollar. Das Volumen aller ausgelieferten Speicherlösungen stieg hingegen um 10,7 Prozent auf 35,5 Exabyte. EMCs Führung wankt Den Enterprise-Speichermarkt hat EMC einigermassen im Griff. 2015 erwirtschaftete der Marktführer einen Umsatz von 7,13 Milliarden Dollar. Gemäss IDC entspricht dies einem Minus von fast 6 Prozent. Auch der Marktanteil des Herstellers ging zurück. Von 20,8 Prozent auf 19,2 Prozent. HPE, auf Platz zwei, baute hingegen sein Storage-Geschäft aus und holt auf. Der Marktanteil stieg auf 15,5 Prozent. Den Umsatz hob das Unternehmen um 12,6 Prozent auf 5,77 Milliarden Dollar an. Dells Umsatz und Marktanteil stagnierten derweil. Mit fast 10 Prozent am Markt und einem Umsatz von 3,6 Milliarden liegt das Unternehmen 2015 in etwa auf Vorjahresniveau. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7155 Nationalrat beseitigt Hürden bei Importgeräten Parlamentsdienste 3003 Bern fpo. Der Nationalrat hat sich Mitte März für den Direkteinkauf von Geräten im Ausland ausgesprochen. Wie SDA in einer Meldung schreibt, sollen Hersteller ihren Schweizer Vertriebspartnern erlauben, auch dann Garantie- und Installationsarbeiten durchzuführen, wenn die Produkte im Ausland eingekauft wurden. Heute würden Handwerker solche Dienstleistungen auf Druck der Hersteller und Importeure verweigern. Insbesondere bei Maschinen auf dem Bau, sanitären Apparaten und Elektrogeräten gebe es immense Preisunterschiede. Oftmals seien dies Markenartikel, die international vertrieben würden. Der Entscheid für die Motion von Alt-Ständerat Hans Hess (FDP), mit der die «Hochpreisinsel Schweiz» bekämpft werden soll, fiel im Nationalrat mit 93 zu 82 Stimmen aus. Schon der Ständerat winkte die Motion durch. Hansjörg Walter (SVP) kritisiert, dass der Bundesrat in die Vertriebsverträge eingreifen würde, sollte die Motion durchkommen. Wirtschaftsminister Johann Schneider- Ammann bemängelt, dass die Vorschrift kaum umsetzbar sei und zu einer riesigen Bürokratie und zu Rechtsunsicherheit für die Unternehmen führen würde. Ausserdem habe die Wettbewerbskommission keine solchen Fälle festgestellt. «Das Problem existiert schlicht nicht», sagte Schneider-Ammann. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7237 06 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 CVC löst sich von Sunrise dkl. Sunrise hat einen neuen Hauptaktionär: Freenet. Der bisherige Hauptaktionär CVC Capital Partners verkaufte seinen Anteil von 23,8 Prozent an den deutschen Telekommunikationsanbieter, wie Sunrise mitteilt. Insgesamt wechselten 10,7 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 72.95 Franken den Besitzer. Freenet zahlt somit rund 782 Millionen Franken. Das nötige Kapital besorgte sich Freenet nach eigenen Angaben über einen Bankkredit. CVC verabschiedet sich damit von Sunrise. «Nach über fünf Jahren im Eigentum von CVC Fonds übergeben wir unseren Anteil nun einem neuen Mehrheitsaktionär», lässt sich Lorne Somerville, Partner und Global Head of TMT von CVC Capital Partners, zitieren. Wechsel des Hauptaktionärs werde Sunrise nicht beeinflussen Für die technische Abwicklung früherer Beteiligungsprogramme für Mitarbeiter wird CVC allerdings vorübergehend noch geringe Aktienbestände behalten, wie Mediensprecher Roger Schaller von Sunrise auf Anfrage sagte. Der Wechsel des Hauptaktionärs werde indes keinen Einfluss auf die operative Führung von Sunrise nehmen. Freenet stehe klar hinter der Strategie von Sunrise, sagt Schaller. Börsengang war Notlösung CVC kaufte Sunrise im Jahr 2010 von der dänischen TDC- Gruppe für 3,3 Milliarden Franken. Im Februar 2015 brachte CVC Sunrise an die Börse. Der Börsengang war allerdings nur eine Alternative. Eigentlich wollte CVC Sunrise verkaufen, fand aber keinen Käufer. Der Börsengang riss ein grosses Loch in die Kasse von Sunrise. Der Umsatz ging im Jahr 2015 um fast 5 Prozent zurück. Unter dem Strich standen 113 Millionen Franken Verlust. CEO und VR-Präsident gehen im Mai Als Folge davon zieht der bisherige CEO Libor Voncina den Hut, wie Sunrise ankündigte. Im Mai dieses Jahres übernimmt Olaf Swantee. Mit Voncina verlässt auch der Verwaltungsratspräsident Lorne Somerville das Unternehmen. Der CVC-Partner war nach dem Tod von Dominik Koechlin als Interimspräsident eingesprungen. Als Nachfolger für Somerville wird der ehemalige UBS- Präsident Peter Kurer gehandelt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7221 Apple verstösst gegen Kudelski-Patente cwi. Mit der Software für seine Musik- und Video-Streaming-Dienste hat Apple gegen die Patente des Schweizer Sicherheitsexperten Kudelski verstossen. Zu diesem Urteil kam das Landesgericht Düsseldorf, wie «Der Standard» berichtet. Der Konzern darf gemäss Urteil in Deutschland nun keine Angebote mehr verkaufen, bei denen Musik, Videos und zusätzliche Informationen zusammen aus dem Internet über iPads, iPhones oder Macs abgerufen werden. Als Beispiele gibt «Der Standard» Anwendungen wie den iTunes-Store, Quicktime und Apple TV an. Der Hauptsitz von Sunrise in Oerlikon. Bei Missachtung des Urteils drohe Apple ein Bussgeld von 250 000 Euro, heisst es weiter. Das Unternehmen könne eine einstweilige Verfügung gegen die Vollstreckung beantragen oder selbst Berufung gegen das Urteil einlegen. Seit 2012 hat Kudelski verschiedene Patentklagen gegen grosse Technologiekonzerne eingereicht, darunter Google, Netflix und Cisco Systems. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7225 www.NETzwoCHE.ch Gutes Jahr für U-Blox cgr. Der Schweizer Chip-Hersteller U-Blox hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz im Jahresvergleich auf 338 Millionen Franken. Der Reingewinn legte auf 37 Millionen Franken zu. Auch auf das laufende Geschäftsjahr blickt U-Blox optimistisch. Der Umsatz soll auf 395 bis 405 Millionen Franken gesteigert werden. Dabei erwartet das Unternehmen ein Betriebsergebnis zwischen 56 bis 60 Millionen Franken. ▸ Webcode 7223 Zühlke mit Umsatzplus cgr. Die Zühlke-Gruppe weist für 2015 ein Umsatzplus von 5 Prozent auf 125 Millionen Franken aus. Trotz starkem Franken habe das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen können, heisst es in einer Mitteilung. Über Gewinn oder Verlust machte Zühlke keine Angaben. Besonders profitiert habe das Unternehmen von Dienstleistungen in den Bereichen digitale Transformation rund um Industrie 4.0, Internet of Things, Data Analytics und Portal lösungen. ▸ Webcode 7266 Fettes Jahr für Bechtle dkl. Die Bechtle-Gruppe hat 2015 rund 2,8 Milliarden Euro umgesetzt. Das sind knapp 10 Prozent mehr als 2014, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 1,8 Milliarden Euro, erwirtschaftete Bechtle mit seinen IT-Systemhäusern und Managed Services. Der IT-Onlinehandel bescherte Bechtle 941 Millionen Euro Umsatz, was einem Plus von 10,4 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Wegen des Verkaufs zweier Tochterfirmen legte der Gewinn im gleichen Zeitraum überproportional um 22 Prozent auf 92,8 Millionen Euro zu. ▸ Webcode 7197 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2016

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