Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 06/2017

  • Text
  • Kategorie
  • Swiss
  • Schweiz
  • Schweizer
  • Unternehmen
  • Netzmedien
  • Digital
  • Relaunch
  • Urteil
  • Mobile

18 People Live Was

18 People Live Was machen Sie beide heute? Sevinç: Wir sind in verschiedenen Rollen im Start-up- Ökosystem aktiv. Zum Beispiel starteten wir 2016 das auf Lohnbuchhaltung für KMUs spezialisierte Unternehmen Elohna. Elohna wurde Anfang dieses Jahres von Bexio übernommen. Für uns Grund genug, das nächste Start-up zu initiieren. Dafür sind wir im Augenblick daran, geeignete Gründerpersönlichkeiten zu suchen und zu einem Team zusammenzustellen. Überdies berate ich Unternehmen, unter anderem bei der digitalen Transformation, und unterrichte agiles Projektmanagement an der Fachhochschule St. Gallen. Näf: Ich arbeite an verschiedenen Projekten im Start-up-Umfeld. Hierzu zählen auch Direktinvestitionen in Jungunternehmen wie Frontify, Battere oder Testingtime. Ausserdem bin ich an zwei Fonds beteiligt, die in Start-ups investieren. Beim Berliner Fonds Cavalry Ventures bin ich als Venture Partner aktiv. Darüber hinaus bin ich Verwaltungsrat in verschiedenen Start-ups und leite zusammen mit Adrian Bührer das Swiss Life Lab. Hinzu kommen unternehmerische Aktivitäten, die ich mit Paul starte, wie etwa Elohna. Wie profitieren Sie dabei von Ihren Erfahrungen, die Sie bei Doodle gesammelt haben? Näf: Wir bewegen uns im Start-up-Ökosystem. Hier helfen uns die Erfahrungen aus der Doodle-Zeit in den verschiedensten Bereichen. Allein schon zu wissen, wie man ein Unternehmen und ein Team aufbaut oder wie man Investorengelder aufbringt, hilft uns ungemein. Diese Erfahrungen können wir heute an die Start-ups weitergeben, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir weisen etwa frühzeitig auf mögliche Probleme hin, an die man bei der ersten Firmengründung vielleicht nicht gleich denkt. Sevinç: Ein wichtiger Aspekt ist auch das Fachsimpeln. Ich bezeichne mich als CTO, entwickle noch viel selbst und versuche, mich dadurch auf dem Laufenden zu halten. In der Szene gibt es immer wieder neue Entwicklungen, und man diskutiert dann etwa über den Einsatz verschiedener Programmiersprachen. Durch den Austausch lerne ich, was aktuell aufkommt und spannend sein könnte. Ich lerne dadurch am Ende gefühlt mehr als das Start-up. Welche Bedeutung hat das Web für Sie persönlich? Sevinç: Das Web ist für mich enorm wichtig. Es wurde während unserer Studienzeit gross und eröffnete uns neue Möglichkeiten. Für mich ist das Web zu meiner Existenzgrundlage geworden. Alles, was ich in den letzten 15 Jahren beruflich gemacht habe, hat auf irgendeine Weise mit dem Web zu tun. Näf: Für mich gilt das Gleiche. Das Web ist nicht nur meine berufliche Grundlage geworden, sondern auch « Für mich ist das Web zu meiner Existenzgrundlage geworden. » Paul Sevinç, Co-Gründer von Doodle integraler Bestandteil des täglichen Lebens von uns allen. Welche Entwicklungen im IT-Bereich bereiten Ihnen Sorgen? Näf: Ich finde den Trend der Fake-News und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft besorgniserregend. Hier zeigt sich die unerfreuliche Seite der Skalierbarkeit heutiger IT-Technik, die von einigen ausgenutzt wird. Eine andere, nicht zu vernachlässigende Entwicklung ist die Konzentration der Wertschöpfung in den Händen immer weniger Menschen, ebenfalls eine Folge der enormen Skalierungseffekte. Das sind Eigenschaften von IT und Web, welche die Gesellschaft beeinflussen und mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Sevinç: Kürzlich las ich auf Heise.de einen Beitrag über das Internet of – Zitat – «shitty» Things. Zu Recht wird darin kritisiert, dass Sicherheit und Privatheit zu wenig Beachtung geschenkt werden. Diese Entwicklung fällt bereits negativ auf uns zurück. Natürlich könnte ein zu enger Fokus auf die Sicherheit eine Entwicklung ausbremsen, von der sich die Wirtschaft viel erhofft. Bei der Entwicklung des Internet of Things erleben wir aber den anderen Extremfall. Hersteller werfen unsichere Produkte auf den Markt, die erschreckend einfach zum Schaden anderer eingesetzt werden können. Mein Toaster könnte etwa für eine DDoS-Attacke missbraucht werden. Das tut mir als Besitzer des Toasters nicht weh und dem Hersteller auch nicht. Die Kosten für die Attacke werden auf diese Weise externalisiert. Am Ende wird die Allgemeinheit diese wirtschaftlichen Schäden tragen müssen. Was schlagen Sie vor? Sevinç: Es würde bereits helfen, wenn sich Hersteller ein wenig mehr Zeit nähmen und auch in günstige netzwerkfähige Geräte zumindest Sicherheitsfunktionen einbauen würden, die längstens bekannt sind. Auf der anderen Seite sind auch wir Konsumenten gefordert. Anstatt das günstigste Gerät zu kaufen, könnten wir auf Modelle setzen, bei denen sich ein Anbieter Mühe gab, ein möglichst sicheres Produkt auf den Markt zu bringen. Was fasziniert Sie an der IT? Sevinç: Mich fasziniert, wie viel man heute mit geringen Mitteln starten kann. Ich kann mich heute mit einem Laptop in ein Café setzen und eine grossangelegte politische Kampagne starten. Oder das nächste Technik-Start-up. Näf: In der IT entstehen immer wieder neue Innovationen, die aus informatischer Sicht sehr interessant sind, ein jüngeres Beispiel ist die Blockchain-Technologie. Auch sonst gibt es Eigenheiten, wie etwa die oben diskutierten Skalierungseffekte und die gesellschaftlichen Konsequenzen, die sich in so kurzer Zeit ergaben. Ich bin froh, dass ich in der IT gelandet bin. « Heute kommen für viele Stellensuchende auch Start-ups als Arbeitgeber infrage – für Studienabgänger wie auch für Fachkräfte, die eine neue Her ausforderung suchen. » Myke Näf, Co-Gründer von Doodle i EHRENPREISTRÄGER Myke Näf und Paul Sevinç haben sich an der ETH Zürich kennengelernt. Beide waren nach einigen Jahren in der Industrie an die Hochschule zurückgekehrt; Näf für einen Lehrauftrag, Sevinç für seine Promotion. Sevinç teilte das Büro mit Näf, der das Online- Tool für die Terminfindung – Doodle – entwickelte. Gemeinsam bauten die beiden Doodle zur Firma auf und verkauften diese 2014 an den Tamedia-Verlag. Heute entwickeln die Gründer neue Startup-Ideen, wie zuletzt den Onlineservice für die Lohnbuchhaltung Elohna, der Anfang dieses Jahres von Bexio übernommen wurde. Darüber hinaus unterstützen Näf und Sevinç Schweizer Jungunternehmen in der IT-Branche. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_33294 06 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Advertorial Mehr Effizienz in der Haustechnik Harmonisierung und Konsolidierung zweier Buchungskreise im laufenden Geschäftsjahr rückwirkend umgesetzt. Über die Tobler Gruppe Die Tobler Gruppe trägt zu Komfort und Energieeffizienz in der Haustechnik bei. Als namhafter Haustechnik-Grosshändler mit über 60 000 Produkten und seiner hohen Beratungskompetenz hat sich das Unternehmen unter Installateuren, Planern und Architekten einen hervorragenden Ruf erworben. Die 750 Mitarbeitenden in 5 verschiedenen Regionalcentern, 42 Tobler Marchés und 5 Servicestützpunkten beraten und beliefern Installateure, unterstützen Planer und Architekten und stehen auch dem privaten Bauherrn zur Verfügung. Ausser einem lückenlosen Sortiment für den täglichen Installationsbedarf bietet die Tobler Haustechnik AG diverse Produkte im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär. Hinzu kommt ein topmodernes Logistikzentrum mit 35 000 Quadratmeter Lagerfläche und eine praktische Bestellsoftware. Sie ermöglicht es, dass die bestellte Ware innerhalb von 24 Stunden entweder abholbereit oder beim Kunden ist. Die Tobler Haustechnik AG und die Tobler Heizungsservice, die als zwei Buchungskreise abgebildet waren, sollen rechtlich verschmolzen und als neues gemeinsames Unternehmen weitergeführt werden. Diese Harmonisierung sollte zum Geschäftsjahreswechsel 2015 erfolgen und im SAP im laufenden Geschäftsjahr 2016 rückwirkend umgesetzt werden. Die Herausforderung Die Tobler Gruppe strebt eine Konsolidierung innerhalb der SAP-Landschaft an. Zwei Buchungskreise sollen in einen einzigen verschmelzen. Alle logistischen Organisationseinheiten sollen erhalten bleiben und auf den neuen gemeinsamen Buchungskreis «umgehängt» werden. Eine mögliche Zusammenführung der Logistik soll, soweit notwendig, im Anschluss durch manuelle Bewegung erfolgen. Die Verschmelzung hatte das Ziel, die neue Struktur der Tobler Gruppe in SAP abzubilden, das heisst, die Anzahl Buchungskreise in SAP zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und doppelte Datenhaltung zu reduzieren. Um eine Kollision von Testphasen im Rahmen der Migration mit Jahres- oder Monatsabschlussarbeiten zu vermeiden, sollte der Termin für die technische Durchführung der Verschmelzung nach dem Quartalsabschluss Ende April erfolgen. Dabei sollte der neue Buchungskreis nach der Migration so aussehen, als ob er rückwirkend, mit Geschäftsjahresbeginn, eingeführt worden wäre. Die alten Geschäftsjahre sollen allerdings unverändert bleiben und als getrennte Firmen in SAP dargestellt werden. Eine IT-gestützte Migration sämtlicher Belege aus dem laufenden Geschäftsjahr in den neuen Buchungskreis sowie die Zusammenlegung von zwei Schlussbilanzen des Vorjahres in eine gemeinsame Eröffnungsbilanz war gefragt. Hürden wie zeitliche Aspekte, den rückwirkenden Zusammenschluss, der Einfluss auf die bestehenden Belege sowie die Einhaltung der Kosten waren elementare Herausforderungen. Die Firma SNP AG wurde durch die Tobler Gruppe beauftragt, Analyse, Planung, Design, Projektleitung und Umsetzung der Verschmelzung der beiden Firmen umzusetzen. Für den gesamten Harmonisierungsprozess im Rahmen des Projekts setzte die Tobler Gruppe auf die Softwareplattform SNP Transformation Backbone ® . Die Softwarelösung analysiert die notwendigen Änderungen in den SAP- Daten automatisiert und setzt sie standardisiert um. Durch den Einsatz der SNP-Transformation-Backbone ® -Software konnten die notwendigen Schritte zur rechtlichen Verschmelzung von zwei auf einen Buchungskreis im Vorfeld genau festgelegt werden. Die Lösung Von der Analyse bis zur termingerechten Umsetzung übernahm die SNP die Projektverantwortlichkeit. Die SNP-Transformation-Backbone ®- Lösung automatisiert die Datenmigration durch ein zentral verwaltetes Regelwerk. Das erlaubt die rückwirkende Migration, verringert den manuellen Programmieraufwand und garantiert die Datenkonsistenz. Mithilfe der hinterlegten Transformationsregeln überführt sie auch historische Daten in die neuen Organisationseinheiten. Die kurze Migrationsdauer selbst umfangreicher Datenbestände ermöglicht auch ein unterjähriges Go- Live an beliebigen Wochenenden. Die mit Zertifizierungen nachgewiesenen Compliance der Daten und Abläufe ist eine weitere wichtige Voraussetzung für den schnellen Projektablauf. Tobler Haustechnik AG Steinackerstrasse 10 8902 Urdorf T.: +41 44 735 50 00 F.: +41 44 735 50 10

Archiv