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Netzwoche 06/2018

22 People Live « Best

22 People Live « Best of Swiss Web muss ein Abend der Neidlosigkeit und der rauschenden Feier sein. » Dennis Lück, Chief Creative Officer, Jung von Matt/Limmat blickt die Person in den Spiegel und denkt: «Scheisse, was ist denn hier los?» Das ganzheitliche Kundenerlebnis der Journey stimmt nicht. Wir müssen uns um den Gesamteindruck kümmern. Würden Sie sich selbst als digitalen Vorreiter bezeichnen? Digitaler Vorreiter finde ich übertrieben. Aber «leidenschaftlich digital», das würde ich unterstreichen. Ich konnte beispielsweise mit 10 Jahren kleine Programme in Basic schreiben, später kam dann noch C++ hinzu. Lange ist’s her. Dann beschäftigte ich mich schon ganz früh mit der Datenkreativität. Ich sorgte auch dafür, dass die ersten Creative Data Lions zu uns in die Schweiz kamen. Ich habe von Anfang an daran geglaubt, dass Daten meine neue Spielwiese sind. Welche Fähigkeiten sind in der Zukunft im Umgang mit Daten gefragt? Die Fähigkeit, Daten präzise zu analysieren und daraus einen Mehrwert für Mensch und Marke zu schaffen. Das wird elementar sein. Wie trainiert man das Zusammenspiel zwischen künstlicher und kreativer Intelligenz? Trainieren ist der passende Begriff. Wir müssen das trainieren, immer wieder üben, immer wieder neue Möglichkeiten ausprobieren. «Trainieren» heisst ja «noch nicht gleich können». Wichtig beim Trainieren ist aber auch: Man muss die künstliche Intelligenz als Mitspieler betrachten. Die kreative Intelligenz muss aus der künstlichen etwas Grösseres machen. Sie müssen sich gegenseitig befruchten. Es muss ein Zusammenspiel sein. Welche Technologien werden die Branche in Zukunft noch prägen? Hier kann man wahrscheinlich tausende Dinge nennen: Am spannendsten finde ich das Zusammenwachsen von Mensch und Maschine. Wie wird Werbung in 10 oder 20 Jahren aussehen? Ich glaube nicht, dass Werbung in 10 bis 20 Jahren anders aussehen wird. Wir werden nach wie vor den Job haben, Tomatensuppe zu verkaufen. Nur die Kanäle, die Art und Weise wie auch die Formate werden sich sehr radikal verändern. Es wird ein Skalieren der Kommunikation auf tausenden Formaten und auf hunderttausenden verbunden Geräten geben. Möchten Sie den Siegern an der Best of Swiss Web Award Night noch etwas sagen? Ich bin stolz auf alle, die am Best of Swiss Web Award etwas gewonnen haben! Best of Swiss Web muss ein Abend der Neidlosigkeit und der rauschenden Feier sein. Lasst uns gegenseitig das feiern, was wir als Branche erreicht haben und darauf anstossen! Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_86700 06 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Best of Swiss Web 23 Best of Swiss Web 2018 cgr. Die Sieger der Best of Swiss Web Awards stehen fest. 11 Mal Gold (ab Seite 24), 24 Mal Silber (ab Seite 28) und 33 Mal Bronze (ab Seite 33) wurden an der Award Night in der Samsung Hall in Zürich vergeben. Die 301 Einreichungen für den Award (ab Seite 36) zeigen, wie breit die Branche aufgestellt ist. Es gibt kaum einen Bereich der Schweizer Wirtschaft, der nicht vertreten ist. Dabei dominieren nicht nur die grossen Namen. Die vielen kleinen Projekte zeigen, welche Innovationskraft in der Branche steckt. An der Award Night wurde auch der Master of Swiss Web gewählt und ausgezeichnet. In der nächsten «Netzwoche»- Ausgabe lesen Sie dann die beiden Interviews, zum einen mit dem Auftragnehmer, zum anderem mit dem Auftraggeber des Siegerprojekts. Auch wird die Award Night, inklusive einer umfangreichen Fotostrecke, Thema sein. Im grossen Netzwoche-Agentur-Ranking sehen Sie, welche Digitalagenturen und Webdienstleister in diesem Jahr die meisten Punkte sammeln konnten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2018

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