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Netzwoche 06/2018

42 Technology Aktuell

42 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Hivemind und Parametric spannen zusammen osc. Das Zürcher Unternehmen Hivemind und Parametric aus Interlaken haben eine Partnerschaft angekündigt. In deren Rahmen sollen die Lora-WAN-Radarsensoren aus dem Hause Parametric in das Internet-der-Dinge-Portfolio von Hivemind integriert werden. Mit der Einbindung liessen sich Prototypen künftig global einfacher und schneller ausrollen, heisst es in einer Mitteilung. Mit ihren Produkten lasse sich das Internet der Dinge (IoT) mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks verbinden. ▸ Webcode DPF8_85040 SBB starten Tests für selbstfahrende Shuttles cgr. Die SBB haben am 24. März den Startschuss für selbstfahrende Shuttles in Zug gegeben. Die Kleinbusse des Herstellers Easy Mile werden zunächst zwei Wochen die geplante Fahrstrecke erkunden, wie es in einer Mitteilung heisst. Dabei wird der Shuttle von einer Aufsichtsperson betreut. Die Strecke führt vom Bahnhof Zug bis in die Industriestrasse 66. Laut Google-Maps ist dies eine Strecke von etwas mehr als einem Kilometer. ▸ Webcode DPF8_86002 Berner Datenschützer tadeln die Verwaltung osc. Die Datenschutzaufsichtsstelle des Kantons Bern hat die Kantonsverwaltung gerügt. Diese sollte sich ihrer Verantwortung beim Umgang mit Daten in Zukunft bewusster sein und sicherstellen, dass Informatik «keine Blackbox» werde, schreibt die Behörde in einer Mitteilung. Hintergrund ist ein Vorfall bei der Erziehungsberatung des Kantons. Der Wechsel des Betriebssystems habe dazu geführt, dass die bisher sichere, verschlüsselte Netzwerkverbindung weggefallen sei. ▸ Webcode DPF8_85886 Die RZ-Szene trifft sich in Baden mur. Connect Com hat in Baden das Data Center Forum veranstaltet. An der Veranstaltung gab es Vorträge über unterbrechungsfreie Stromversorgung in Rechenzentren, die Faserkategorie OM5 und die DIN-EN-50600-Norm. Die Teilnehmer diskutierten über passive Rücktür-Wärmetauscher, Ethernet-Frames nach IEEE 802.3 und Photovoltaikanlagen mit 350 KWp Leistung. Laut Jörg Frei, CEO von Connect Com, waren 400 Personen für das Forum angemeldet. Laut Pius Albisser, Senior Engineer Data Center Solutions von Dätwyler Cabling Solutions, steigen die Anforderungen an die Verkabelung rasant. Weil alle drei bis fünf Jahre eine neue Gerätegeneration in Rechenzentren Einzug halte. Auch neue Netzwerkarchitekturen, Switching-Topologien und der Wunsch nach höheren Übertragungsgeschwindigkeiten seien eine Herausforderung im Rechenzentrum. Gemäss Philippe Heim, Global Portfolio Manager mla. Die Arena Cinemas in Zürich haben ihren ersten Samsung Cinema LED Screen namens Onyx in Betrieb genommen. Die Videowand mit einer Grösse von 10,3 mal 5,4 Metern funktioniert wie ein gigantisches Display und soll in Kinos nichts anderes als Projektoren und Leinwand ablösen. «Das ist die Zukunft des Kinos», sagte Kinounternehmer Edouard Stöckli, der Eigentümer der Arena Cinemas an einer Medienkonferenz. «Mit den neuen Samsung Cinema LED können wir endlich auch Screens an der Decke, Screens am Boden und Screens an den Wänden haben.» Der Samsung Cinema LED Screen erleuchtet die Videowand mit 9 Millionen LEDs. Das reicht für Kino-4k mit einer Auflösung von 4096 x 2160 Pixeln. Der Screen besteht aus 2304 LED-Modulen in 96 sogenannten «Cabinets», die bei Siemens Schweiz, nutzen viele Betreiber von Rechenzentren immer noch «eine Ansammlung von Software- Tools» wie Visio oder Excel, um ihre Infrastruktur zu betreiben. Diese Lösungen seien fehleranfällig und könnten zu Problemen führen, warnte Heim. Ladislav Hes, CEO und Head Datacenter-Systems von Datasign, referierte über das Rechenzentrum Ostschweiz – «die Alternative zu klassischen Infrastruktursystemen». Es biete eine Energieeffizienz von 1.15 PUE, eine adiabatische Kühlung ohne mechanische Kältemaschinen und zweimal 150 Racks auf einer Fläche von 900 Quadratmetern. Die klimatischen Bedingungen auf 920 Meter über Meer seien ideal. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_85666 Die Zukunft des Kinos steht im Sihlcity Samsung-Pressesprecherin Pia de Carli vor dem neuen Samsung Cinema LED Screen. für ein homogen wirkendes Kinobild exakt ausgerichtet miteinander verbunden werden müssen. Durch den fugenlosen Einbau und die hochpräzise Kalibrierung entsteht der Eindruck einer soliden schwarzen Wand. Farbbrillanz, Leuchtstärke und Schärfe des Samsung Cinema LED Screens sind denn auch beeindruckend und suchen ihresgleichen. Davon konnten sich die aus ganz Europa angereisten Medienschaffenden vor Ort überzeugen. Die Leuchtkraft der Wand sei zehnmal stärker als bei herkömmlichen Kinoprojektoren, verspricht Samsung. Dank LED-Technologie werde eine Lichtstärke von bis zu 146 fL (Foot Lambert) respektive 500 nit erreicht – und dies bei geringerem Stromverbrauch im Vergleich zu einem Projektor. 11 Jahre Lebensdauer des Samsung Cinema LED Screens Der Cinema Screen ist für den 24/7-Einsatz ausgelegt. Die Lebensdauer des Cinema LED Screens gibt Samsung mit 100 000 Stunden an. Das würde für über 11 Jahre Dauerbetrieb reichen. In der Realität geht die Nutzung aber kaum über 10 Stunden pro Tag hinaus. Den neuen Cinema LED Screen in den Kinosaal eingebaut hat die Firma Imaculix unter Geschäftsführer und Inhaber Andy Bohli. Er ist «stolz, mit unseren Partnern Samsung Electronics und Arena Cinemas die nächste Revolution in der Kinotechnologie einzuläuten». Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_85686 06 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 43 Cloud und Digitalisierung – Haupttreiber des ICT-Services-Marktes Die Digitalisierung, mittlerweile als Umbrella-Begriff für alle neuen Themen im ICT-Markt gebräuchlich, ist ausser den Cloud Professional Services der zweite zentrale Haupttreiber des ICT-Dienstleistungsmarktes. Oder anders formuliert: Die Projekte rund um die digitale Transformation sorgen für ein mächtiges und ansteigendes Wachstumsgrundrauschen bei den Projektausgaben der Unternehmen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Noch vor rund 30 Jahren fristete der Anteil der Ausgaben für ICT-Services – oder wie damals formuliert «die EDV- Dienstleistungen» – ein eher bescheidenes Dasein im Schatten der Ausgaben für die Hardware, allen voran für die Investitionen und Aufwendungen für die ehemals Mainframe-dominierte ICT-Landschaft. Bis heute hat sich der Anteil der Dienstleistungen an den gesamten Ausgaben verdoppelt, 2018 legen diese markant zu: Im Vergleich zu 2017 fliessen im Schweizer Markt 8,9 Prozent mehr Gelder in die Taschen der Serviceanbieter, dies entspricht einem Gesamtvolumen von über 11,2 Milliarden Franken (B2B) oder einem Anteil von 62 Prozent an den gesamten ICT-Ausgaben. ICT-SERVICES-AUSGABEN IN DER SCHWEIZ 2018 Prognose: Total der Services-Ausgaben 2018: 11 153 Mio. Fr. (B2B) 638 893 324 1.768 5.589 303 654 121 679 185 Custom Software ICT-Consulting ICT-Ausbildung Implementierung & Integration Outsourcing & Cloud-Services Hardware Support & Maintenance Standard Software Maintenance Custom Software Maintenance Quelle: MSM Research AG Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_86878 BPO Sonstige Services Cloud-Services legen weiter deutlich zu Die Digitalisierung und der Weg in die Cloud haben beide einen grundlegenden Paradigmenwechsel zur Folge. Immer geht es dabei um das Aufbrechen traditioneller Sichtweisen, Strategien und Denkmodelle, letztlich um einen Big Shift. Bei der Cloud um eine Verlagerung des ICT-Betriebes von intern nach extern, vom Eigenbetrieb hin zu Drittanbietern. Und bei den neuen digitalen Businessmodellen um eine Verschiebung weg vom standardisierten Produkt hin zu einem individualisierten Leistungsangebot und serviceorientierten Business. Die Cloud selbst ist dabei in vielen Geschäftsmodellen und Branchen die eigentliche Basis für die Digitalisierung. Es sind längst nicht mehr nur Kostenüberlegungen, die entsprechende Projekte vorantreiben. Neue Märkte, neue Chancen, Steigerung der Agilität, Flexibilität und Innovationsfähigkeit sind zentrale Treiber für den Wandel im ICT-Betrieb. Und die Ausgaben für die cloudbasierten Projekte legen zu: während die klassischen, traditionellen Services 2018 weiter verlieren, gewinnen die Cloud Professional Services kontinuierlich an Terrain. Insgesamt legen die Projektdienste im laufenden Jahr um stolze 6,4 Prozent zu. Für dieses erfreuliche Wachstum sind die Cloud-Services verantwortlich, sie verzeichnen einen kräftigen Sprung um 23,8 Prozent. Viel Potenzial für Dienstleister In dem mittlerweile etablierten Markt der Cloud Professional Services lässt sich die Entwicklung weitgehend verlässlich erheben. Nicht so für eigentliche Digitalisierungsprojekte wie beispielsweise in den Märkten der Industrie 4.0, Smart City oder auch E-Health – diese Teilmärkte sind im Vergleich dazu aktuell noch nicht so weit konsolidiert, um Ausgaben und Wachstumsraten detailliert festzumachen. Eines jedoch haben die Märkte gemeinsam: Sie schaffen einen Nährboden mit viel Potenzial für Dienstleister. Unsere Industrie-4.0-Studie zeigte unter anderem auf, dass allein der Bedarf an Beratung markant zunehmen wird. Unternehmen planen, im laufenden Jahr 38 Prozent mehr Gelder dafür bereitzustellen als noch 2017. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2018

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