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Netzwoche 06/2018

48 Products Neuheiten

48 Products Neuheiten WWW.NETZWOCHE.CH Microsoft kündigt Windows Server 2019 an aza. Microsoft hat den Veröffentlichungstermin seines neuen Server-Betriebssystems bekannt gegeben: Windows Server 2019 soll im Herbst 2018 erhältlich sein, schreibt das US-Unternehmen in einer Mitteilung. Zusätzlich gab der Softwarehersteller eine Testversion für Windows-Insider frei. Microsoft konzentriert sich in Windows Server 2019 gemäss Mitteilung unter anderem auf Hybrid-Cloud-Funktionen. ▸ Webcode DPF8_85932 Die P20-Range von Huawei. Huawei begeistert mit Smartphone-Kamera HPE lanciert KI-Angebote aza. Hewlett Packard Enterprise hat bekannt gegeben, dass es drei neue Lösungen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen lanciert. HPE will damit gemäss Mitteilung Kunden dabei helfen, KI-Anwendungen schneller auszuloten, zu entwickeln und auszubauen. Mit dem «Apollo 6500 Gen10» stellte HPE ein Hardwaresystem zum Trainieren von Deep-Learning- Modellen vor. Es unterstützt acht Tesla-V100-GPUs von Nvidia und trainiert die Modelle laut Angaben von HPE dreimal so schnell wie das Vorgängermodell. ▸ Webcode DPF8_85807 Pure Storage und Nvidia bringen Million-Dollar- Box jor. TPure Storage und Nvidia haben eine Appliance namens Airi präsentiert. Der Name steht für «AI-Ready Infrastructure». In Airi steckt ein Flashblade-Array von Pure Storage, 100-GbE-Switches von Arista und vier DGX-1- Server von Nvidia. Diese beinhalten pro Server-Box acht Tesla-V100-Grafikkarten. «The Register» rechnet ausgehend von den Komponenten vor, dass Endkunden für Airi wohl über eine Million US-Dollar auf den Tisch legen müssen. ▸ Webcode DPF8_86461 mla. Wer heutzutage das beste Smartphone aller Zeiten auf den Markt bringen möchte, hat es nicht gerade leicht, sich von den Mitbewerbern zu differenzieren. Beim Betriebssystem ist die Auswahl de facto auf iOS oder Android beschränkt. Bei den Materialien stehen Kunststoff, Metall und Glas zur Auswahl. Das Design? Oft austauschbar. Dessen war sich wohl auch Huawei bewusst, als es das P20 beziehungsweise P20 Pro entwickelte, und auch deshalb bringt das Unternehmen sein neues Smartphone- Flaggschiff vor allem durch die aktuell beste Smartphone- Kamera in Stellung. Mehr als drei Viertel seiner Redezeit verbrachte Richard Yu, CEO der Huawei Consumer Business Group, an der Pressekonferenz in Paris damit, die Vorzüge der Fotoausstattung von P20 und P20 Pro zu preisen. Die Leistungsmerkmale des Geräts sind durchaus beeindruckend: Mit drei Kameras und künstlicher Intelligenz ausgestattet bietet insbesondere das P20 Pro Fotografiefunktionen, die als Ausstattung eines Smartphones zurzeit wohl ihresgleichen suchen dürften. Dreifach-Kamera aus Leica-Partnerschaft Die Triple-Kamera des P20 Pro besteht aus einem 40-Megapixel-RGB-Sensor, einem 20-Megapixel-Monochrom- Sensor und einem 8-Megapixel-RGB-Sensor mit optischem 3-fach-Telezoom. Das Tele vergrössert Motive im Hybridmodus auf das bis zu 5-Fache. Dabei kombiniert Huawei das optische Tele mit einer digitalen Vergrösserung. Zusammengezählt dürfte das P20 Pro über die aktuell höchste Pixelanzahl bei modernen Smartphones verfügen. Aber wie die Geschichte der Digitalkameras zeigt, kommt es nicht auf die Anzahl Pixel an, sondern darauf, was die Kamera mit den eingefangenen Fotos macht. Die Bilder, die Yu auf der Bühne zeigte und die er teils selbst mit dem P20 Pro aufgenommen haben will, sprachen eine deutliche Sprache. Insbesondere im Nachtmodus spielt die Kamera zurzeit in einer eigenen Liga. Mit dem sechsachsigen Bildstabilisator sollen handgeführte Nacht- und Langzeitaufnahmen auch ohne Stativ scharf und wackelfrei gelingen. Bei Belichtungszeiten bis zu acht Sekunden (!). Für die Lichtstärke sorgen Blendenöffnungen von f/1,8 (RGB), f/1,6 (Monochrom) und f/2,4 (Tele). Der in der Huawei-P20-Serie verbaute System-on-a- Chip Kirin 970 mit einer dedizierten NPU soll mit KI-gestützter Szenen- und Objekterkennung 19 verschiedene Motive identifizieren und die passenden Einstellungen für den jeweiligen Moment auswählen können. Interessant ist dabei, dass für Hunde beziehungsweise Katzen unterschiedliche Programme zur Verfügung stehen. Ein weiteres Feature in Huaweis Smartphonekamera ist der lasergestützte Autofokus, der die potenzielle Position des Motives vorausberechnet und sich bewegende Elemente quasi «vorausahnend» scharf stellt. Die Kamera ist seit dem vor zwei Jahren vorgestellten P9 übrigens die dritte Smartphone-Kamerageneration, die Huawei gemeinsam mit Leica entwickelt. OLED-Displays und starke Akkus P20 und P20 Pro verfügen über ein OLED-Display mit Diagonalen von 5,8 Zoll beziehungsweise 6,1 Zoll. Beide Modelle werden vom Kirin-970-Chip angetrieben und bieten mit 8.1 Oreo das neueste Android-Betriebssystem. Für genügend Power sorgen ein 3400-mAh-Akku im P20 und ein 4000-mAh-Akku im Pro. Ausser den beiden Geräten zeigte Huawei in Paris auch noch das P20 Lite fürs Einsteigersegment sowie das neue Porsche Design Huawei Mate RS. Huawei P20 und P20 Pro sind zu einem UVP von 699 respektive 899 Franken (Pro) in der Schweiz erhältlich. Porsche Design Huawei Mate RS soll ab Mitte April zu einem noch nicht genannten UVP auf den Schweizer Markt kommen. In der Eurozone soll das Gerät ab saftigen 1695 Euro angeboten werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_86438 06 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Products Hands-on 49 Das Galaxy S9+ bringt wenig Neues Mit dem Galaxy S9 und Galaxy S9+ bringt Samsung seine neuesten Flaggschiffe auf den Markt. Der Hersteller bewirbt besonders die neue Kamera, die über eine variable Blende verfügt. Die Redaktion hat das Galaxy S9+ getestet. Autor: Aldo Zanelli In puncto Design bietet das Galaxy S9+ nur ein minimales Update gegenüber dem Vorgängermodell S8. Beide Handys sehen fast identisch aus, die Knöpfe sind am selben Ort, das zu den Seiten gekrümmte Glasgehäuse liegt gut in der Hand. Ein wichtiger Unterschied findet sich auf der Rückseite des Geräts: Der Fingerabdrucksensor ist neu unter der Kamera positioniert. Beim S8 befand er sich auf der rechten Seite. Er ist zwar immer noch etwas klein, nun aber deutlich besser erreichbar. Das Display des S9+ misst in der Diagonale 6,2 Zoll. Trotz seiner Grösse kann das Handy gut mit einer Hand bedient werden. Einzig die Bedienung der Elemente am oberen Bildschirmrand könnte schwierig sein. Android- Benachrichtigungen, die vom oberen Bildschirmrand nach unten gewischt werden, lassen sich jedoch auch per Wischgeste mit dem Fingerabdrucksensor abrufen. Das Display verfügt über eine Auflösung von 2960 x 1440 Pixeln und ist das Highlight des Handys: Samsungs AMOLED- Screen bietet knackige, satte Farben. Es ist darüber hinaus auch HDR-fähig und kann entsprechende Videos in High Dynamic Range darstellen. Das Galaxy S9+ verfügt über zwei Rückkameras, die mit je 12 Megapixeln auflösen. Beide sind zudem optisch stabilisiert. Die Zweitkamera ist für Teleaufnahmen gedacht, Samsung bewirbt aber vor allem die Hauptkamera. Die Linse verfügt über eine variable Blende, was man sonst nur von klassischen Kameras kennt. Die Öffnung kann zwischen f 2,4 und f 1,5 variieren. Im Auto-Modus wechselt die Blende automatisch: f 2,4 ist die voreingestellte Blendenöffnung, f 1,5 kommt bei schlechteren Lichtverhältnissen zum Einsatz. Das S9+ produziert scharfe Bilder mit kräftigen Farben. Beeindruckend ist, wie viel die Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen aus dem Bild herausholt. Das S9+ schiesst nicht nur 4k-Aufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, sondern bietet ausser einer regulären Zeitlupen-Funktion mit 1080p auch eine sogenannte Super-Slowmotion-Aufnahme. Hierbei kann die Kamera in einem Video kurze Abschnitte von jeweils etwa 0,2 Sekunden in 960 Bildern pro Sekunde wiedergeben. Performanceprobleme Das Galaxy S9+ lief während der Testphase meist flüssig. Das Gerät stotterte aber manchmal beim Wechseln in den App-Drawer. Schwerwiegender war, dass das Handy einmal komplett einfror – erst nach mehreren Sekunden reagierte das Display wieder, nur um nach kurzer Zeit erneut einzufrieren. Erst das Schliessen aller aktiven Apps löste das Problem. Die Akkulaufzeit des S9+ ist durchschnittlich. Das voll aufgeladene Testgerät wies 24 Stunden später einen Akkustand von 15 Prozent auf und empfahl zu diesem Zeitpunkt, einen stromsparenden Modus einzustellen. Die Nutzung während des Tages umfasste vor allem Browsing, aber auch das Verschicken von Nachrichten, das Schiessen mehrerer Bilder sowie das Abspielen von einigen HDR-Videos. Das Galaxy S9+ ist ein sehr gutes Smartphone – und erfüllt damit die Erwartungen. Es vereint das Beste, was Samsung zu bieten hat. Letztlich hat Samsung aber zu wenig sinnvolle Neuerungen implementiert, als dass eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden kann. Dies besonders auch, weil Samsung für das S9+ 100 Franken mehr verlangt als für das Vorgängermodell: Während das S8+ mit 64 Gigabyte Speicher rund 900 Franken kostete, sind es beim S9+ mit ebenso viel Speicher 1000 Franken. Damit sind Samsungs neue Flaggschiffe nicht die teuersten Handys auf dem Markt – aber gerade in einer Zeit, in der auch deutlich günstigere Smartphones viel bieten, muss Samsungs Flaggschiff nicht erste Wahl sein. Das S9+ mit 64 GB Speicher kostet 1000 Franken. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_86800 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2018

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