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Netzwoche 07/2017

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34 Technology

34 Technology Nachgefragt «Wir wollen den Schweizer Markt nachhaltig und umfassend betreuen» Ivanti bringt die Veranstaltungsreihe «Interchange» am 16. Mai nach Zürich. Roger Wattenhofer, Sales Manager Schweiz bei Ivanti, erklärt, was die Besucher am Event erwartet und warum die Schweiz für Ivanti wichtig ist. Interview: Joël Orizet Weshalb veranstaltet Ivanti die Event-Reihe «Interchange»? Roger Wattenhofer: Wir wollen unseren Kunden und Partnern die Gelegenheit geben, unser Portfolio kennenzulernen. Durch die Fusion von Heat Software, Landesk, Appsense, Shavlik und Wavelink können wir bei Ivanti nun sämtliche IT-Aufgaben in Unternehmen über eine einzige Plattform nahtlos abdecken. Das macht Ivanti im Wettbewerbsumfeld einzigartig und wir wollen, dass die IT-Welt mehr darüber erfährt. Die «Interchange» ist zudem eine hervorragende Gelegenheit, um Erfahrungen, Tipps und neue Ideen zu teilen, die uns auf dem Weg zur digitalen Transformation noch besser machen. Der Austausch mit unseren Kunden und Partnern ist dabei ein ganz wesentlicher Baustein. « Das Thema Digital Workplace Management wird für Unternehmen immer wichtiger. » Roger Wattenhofer, Sales Manager Schweiz bei Ivanti Was sind Ihrer Meinung nach die Highlights der Veranstaltung? Das Highlight ist sicherlich die Tatsache, dass der Grossteil der Präsentationen von Partnern gehalten wird, die ihre Erfahrungen aus realen Projekten weitergeben. Die Use Cases veranschaulichen die Einsatzmöglichkeiten der Lösungen von Ivanti und den Nutzen für unsere Kunden. Zürich ist nach Las Vegas die zweite Destination ihrer Roadshow. Warum sind Zürich und die Schweiz für Sie wichtig? Es geht nicht primär um Zürich, sondern um die Schweiz, die innerhalb der DACH-Region und für Ivanti eine besondere Rolle spielt. Wir wollen den Schweizer Markt nachhaltig und umfassend betreuen. Den Standort Zürich haben wir aus logistischen Gründen gewählt. Welche Zielgruppe sprechen Sie an? Die «Interchange Zürich» richtet sich an IT-Leiter, IT-Entscheider und Beeinflusser. Grundsätzlich wird es weniger ein Marketing-Event sein. Vielmehr fahren wir einen lösungsorientierten Ansatz, bei dem auch Funktionalitäten und Abhängigkeiten aufgezeigt werden. Was erhoffen Sie sich vom Event? Bislang war ein typischer Ivanti Kunde entweder ITSM-, Client-Management- oder Security-Kunde. An der «Interchange Zürich» wollen wir diese Bereiche und das entsprechende Denken aufbrechen und unseren Kunden die Möglichkeiten und die Durchgängigkeit des gesamten Portfolios von Ivanti aufzeigen. Welche Lösungen werden Sie an der Interchange vorstellen? Zusammen mit unseren Partnern werden wir fast das gesamte Lösungsportfolio von Ivanti präsentieren, das heisst ITSM-, ITAM-, Unified-Endpoint-Management- sowie Security-Configuration-Management-Lösungen. Ein Augenmerk wird sicherlich auf dem Thema Windows-10-Migration liegen, das derzeit sehr viele Firmen beschäftigt. Ebenso spannend sind unsere Lösungen, wenn es um die Themen Discovery und Lizenzmanagement geht. Was können die Besucher über Technologietrends erfahren? Das Thema Digital Workplace Management wird für Unternehmen immer wichtiger. Je mobiler und agiler Beschäftigte sind, desto anspruchsvoller wird die Bereitstellung ihrer Arbeitsplätze. Um dies zu gewährleisten, benötigen IT-Abteilungen flexible und skalierbare Lösungen, die diverse Endgeräte, mobile Anwendungen, sicheren Zugriff sowie Compliance-Vorgaben durchgängig unterstützen und dem Endanwender grösstmögliche Freiheit einräumen. An der «Interchange Zürich» können sich Besucher vor Ort im direkten Austausch mit den Experten von Ivanti zum Thema Digital Workplace Management informieren. 07 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 35 Die Kriterien für die Auswahl der ICT-Partner wandeln sich Die Big-Five-Themen Cloud, Analytics, Mobility, Security und Digitalisierung sowie die schnellen Veränderungen und Entwicklungen im Markt verlangen heute nach einer neuen Generation ICT-Anbieter (Integratoren, System häuser, Provider und Hersteller). Der Anwender evaluiert und sucht heute seinen ICT-Partner nicht mehr ausschliesslich nach bislang eher traditionellen Kriterien wie technische Expertise oder Software-Know-how. Der steigende Einfluss der Fachabteilungen und die wachsende Erwartungshaltung der Businessverantwortlichen gegenüber ihrer Unternehmensinformatik verlangen nach mehr Know-how bei den ICT-Partnern. Viel Zeit für die Anbieter bleibt nicht, denn eine weitere Zeitenwende steht an. Die zunehmend digitalisierte Welt entlang vertikaler und horizontaler Wertschöpfungsketten und die Integration des Kunden in neu zu schaffende Businessmodelle bedingt eine Generation von Partnern, die nicht mehr exklusiv fokussiert auf die ICT und deren Belange ist, sondern auch über ausgewiesenes Branchen- und Business-Know-how verfügt. Das «Middleware-Vakuum» Gerade Business- und Informatikverantwortliche von kleineren und mittleren Unternehmen stehen hier oft vor einem Dilemma. Bei der Wahl eines Partners haben sie zwar die Möglichkeit, auf traditionell aufgestellte Integratoren und Systemhäuser zurückzugreifen. Allerdings zögern sie hier aus genannten Gründen: Die Frage ist, ob diese Partner heute genügend Business- und Branchenexpertise mitbringen, um die KMUs auf dem Weg in die Transformation zu begleiten und erfolgreich zu unterstützen? Die Alternative: die grossen, etablierten Hersteller und Dienstleister. Hier scheuen aber die KMUs in erster Linie die aus ihrer Sicht höheren Kosten und das Fehlen einer gemeinsamen Sprache und Kultur. Also was tun? Hier besteht offensichtlich eine Nachfrage in der Mitte des Marktes, die weder vom traditionellen Integrator noch von den grossen Anbietern befriedigt wird. Nennen wir es das «Middleware-Vakuum», zumindest aus Sicht eines KMU. Hier kann der Integrator, das Systemhaus mit einem differenzierenden, allenfalls neu ausgerichteten Businessmodell ansetzen, das sich am rasch steigenden Bedarf an Services entlang der Themen der Digitalisierung (etwa Vernetzung von Maschinen und Dingen) orientiert. Das heisst, den Kunden nicht nur darin zu unterstützen, künftig Kosten zu sparen, sondern auch die Transformation hin zu neuen Businessmodellen erfolgreich aufzugleisen. Im Bereich der eher traditionell geprägten Professional Services bietet der Markt für Cloud-Computing-Services mit seiner steigenden Verbreitung enormes Wachstumspotenzial für die kommenden Jahre. Auch wenn die Cloud heute Selfservice-Modelle mit hochstandardisierten Schnittstellen verspricht, ist der Anwender damit allerdings oft überfordert. Mit Blick auf die Evaluation und Auswahl, die Integration und notwendigen Anpassungen ist professionelle Unterstützung gefordert. Hier findet der Integrator oder das Systemhaus eine steigende Nachfrage in den Bereichen Planung und Evaluation des passenden Betriebsmodells, Integration und Implementierung, Security, Cybercrime, Datenschutz, Schnittstellenanpassungen, Change Management, Datenmigration, Aufsetzen neuer Prozesse, Service und Support sowie Schulung und Training der Mitarbeiter. Nicht mehr allein die ICT-Expertise der Anbieter entscheidet darüber, ob sie als ICT-Partner infrage kommen, sondern zunehmend die Symbiose aus ICT- und Business-Skills. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_35797 PROJEKTAUSGABEN 2017 Forecast für den Schweizer Markt: 1,21 Milliarden Franken Projektservices für Public-, Private- und Multi-Cloud-Lösungen (in Millionen Franken) Quelle: MSM Research AG Training & Ausbildung Schnittstellen-, App-Anpassungen Architektur- und Betriebsberatung Implementierung & Integration 123,3 133,0 321,9 639,4 DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2017

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