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Netzwoche 07/2018

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30 Technology Aktuell

30 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Cargo trackt Lieferungen in Echtzeit cka. Nach eigenen Angaben ist SBB Cargo die erste Güterbahn in Europa, die ein Track-and­ Trace-System für ihre Kunden eingeführt hat. Die Lösung nennt SBB Cargo «Cargo View». Über eine Webanwendung können Unternehmen in Echtzeit auf einer Schweiz-Karte verfolgen, wo sich die Waren aktuell befinden. Zusätzlich gibt es Informationen zum Wagen, dem Gewicht und dem Inhalt der Ladung. Auch Verspätungen werden angezeigt, wie es in einer Mitteilung heisst. ▸ Webcode DPF8_87821 Swisscom-Chef rudert bei 5G zurück jor. Swisscom ist beim geplanten Aufbau des 5G-Mobilnetzes in der Schweiz zurückgekrebst. «Den ursprünglichen Fahrplan können wir so nicht einhalten», sagte Swisscom-CEO Urs Schaeppi gegenüber der «Handelszeitung». Der Netzausbau werde viel länger dauern als ursprünglich vorgesehen. Swisscom hatte geplant, 5G in der Schweiz im vierten Quartal 2018 auszurollen. ▸ Webcode DPF8_88162 Eine smarte Stadt hört auf ihre Bürger osc. Zum zweiten Mal haben sich im Basler Congress Center Technologieanbieter, Stadtplaner und Wissenschaftler mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft zur Smart Suisse getroffen. Der Kongress rund um die smarte Stadt lockte dieses Jahr über 600 Teilnehmer aus mehr als 120 Gemeinden an, wie die Veranstalter zur Begrüssung sagten. Ein Zeichen, dass die Smart-City-Bewegung in der Schweiz Fahrt aufgenommen habe. Zwei Themen standen an der Smart Suisse im Zentrum: Vernetzung und Zusammenarbeit. Partnerschaften seien die Grundlage jeder smarten Stadt, betonte etwa SBB-Chef Andreas Meyer, der das erste Referat des Tages hielt. Wettbewerb der Ideen Meyer zeigte verschiedene Projekte, die bei den SBB aktuell laufen, etwa der Neubau des Wolf-Areals in Basel als «smartestes Areal der Schweiz». Oder die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich des Planens und Bauens per «Building Information Modeling» (BIM). Letzteres brauche einen «Boost» in der Schweiz, forderte Meyer. Es sei darüber nachzudenken, ob BIM nicht eine Voraussetzung für Ausschreibungen werden sollte. Das Kerngeschäft der SBB bleibe die Eisenbahn, sagte Meyer. Gleichzeitig wolle das Unternehmen aber auch ein Entwicklungspartner für smarte Städte sein. Bahnhöfe, Gleisanlagen und Fahrzeuge – die SBB suchten nach verschiedenen Wegen, ihre Infrastruktur und Technik effizienter zu nutzen. Das Ziel bestehe darin, «mit weniger mehr und das besser» zu machen. Um die Entwicklung in der Schweiz zu fördern, regte Meyer die Schaffung eines «Smart City Index» an, eine Art SBB-Chef Andreas Meyer riet zu mehr Tempo beim Thema Smart City. Wettbewerb für die besten Smart-City-Ideen. Die Schweiz habe es nötig, ein höheres Tempo einzuschlagen, denn «wir laufen Gefahr, von anderen Entwicklungsstätten überholt zu werden», sagte der SBB-Chef. Er merkte aber auch an, dass es kein Smart-City-Patentrezept gebe. Die Stadt der Zukunft entstehe im Dialog mit ihren Bewohnern, die unterschiedliche Bedürfnisse hätten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_87846 MÜLLERS KLEINES ABC O wie Oh, Storyteller! Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Man könnte auch einfach «Geschichten erzählen» sagen, aber das wäre wohl zu altmodisch. Also: Storytelling ist eine Methode der Informationsvermittlung, bei der Inhalte in Form einer möglichst leicht verständlichen Metapher weitergegeben werden. Damit sollen die Adressaten emotional eingebunden, die Botschaften besser verstanden und angenommen werden. Realität: Besonders nützlich ist Storytelling nachgewiesenermassen dann, wenn es gilt, komplizierte Sachverhalte einfach zu vermitteln. In der Werbung wird es aber auch gebraucht, um Allerweltsprodukte emotional aufzuladen und so besser unters Volk zu bringen. Die Ware soll nun nicht mehr gekauft werden, weil sie gut oder wenigstens billig ist (wie langweilig!), sondern, weil sie die Käufer zu Helden des Alltags macht. Die Methode ist zwar so alt wie die Werbung selbst. Weil aber heute alle von uns Helden oder Stars oder besser noch beides sein wollen, erlebt sie gerade einen Boom. Und das macht die Werbung so unerträglich geschwätzig, wie sie heute oft ist. Aber das wäre an sich ja noch kein Thema für unser UX-Lexikon. Bemerkenswert ist vielmehr, dass auch die Webbranche ziemlich unbesehen auf diesen Zug mit aufgesprungen ist. Auch sie verpackt neuerdings alles in Geschichten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Resultat: Wer auf die Schnelle nach einer Information sucht, muss sich zuerst durch viele bunte Bilder, belanglose Geschichtchen und überflüssige Testimonials klicken. Deshalb bekommt der Schrebergärtner, der eben mal eine neue Schaufel braucht, ungefragt das rührende «Making-of» eines handgeschmiedeten Edelspatens serviert. Und die Nachwuchs-Downhillerin muss sich auf der Suche nach einem besseren Sattel erstmal anhören, wie gut es ihr und der Umwelt tut, dass sie Velo fährt. Fazit: So bindet man die Nutzer nicht ein, sondern macht sie sauer. Auch wenn es seltsam klingt: Es gibt noch Menschen, die nicht unterhalten werden wollen, sondern rasch bestimmte Informationen suchen. Wer auch an sie denkt, statt nur an SEO, macht sich Freunde. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_88112 07 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 31 Social Media und das persönliche Gespräch Soziale Medien, Netzwerke und Plattformen als Quellen der Informationsbeschaffung bei Evaluationsverfahren und der Entscheidungsfindung haben längst auch im B2B-Bereich Einzug gehalten. Deren Bedeutung und Stellenwert wird auch im ICT-Markt weiter zulegen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Längst etabliert haben sich im Businessmarkt Onlineplattformen, wie etwa Xing oder Linkedin, zur Pflege des Kontaktnetzwerkes. Professionell und mit den richtigen Personen vernetzt zu sein, gilt nicht erst seit heute als Erfolgsfaktor im Job und Business. Die Kontaktpflege und der Erfahrungsaustausch auf der Agora von einst finden heute auf Cyber-Marktplätzen statt. In solchen Communitys lässt sich auf elektronischem Wege auch mehr oder weniger gezielt Marketing oder Eventpromotion betreiben und Aufmerksamkeit für unterschiedlichste Businessaspekte erzielen. Geht es aber um die Beschaffung von fundierten Entscheidungsgrundlagen, professionellen Expertenmeinungen und Fachempfehlungen im Rahmen von neuen Projekten, gelten in der Regel andere Präferenzen. Soziale Medien spielen dabei meistens nur am Rande eine Rolle, beispielsweise für eine erste Kontaktaufnahme. Die Speerspitze bei der Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen und Vorselektionen mit Blick auf mögliche ICT-Projekt-Partner oder Lieferanten bilden hier heute Suchmaschinen und Webseiten. Die diesbezüglich auffällige Webpräsenz und die professionelle Positionierung als Anbieter zum entsprechenden Thema ist damit auch zu einem wichtigen Erfolgsfaktor bei der Neukundengewinnung geworden. Die bevorzugten Informationsquellen Mit steigendem Grad an konkreten Vorstellungen und Bedürfnissen bezüglich anstehender Projekte steigt auch die Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_88612 Bedeutung des persönlichen Gesprächs. Daran hat sich auch nach acht Jahren seit unserer ersten Umfrage zum Thema «bevorzugte Informationsquellen» kaum etwas geändert. Mehr als 70 Prozent der befragten ICT-Chefs und Bereichsleiter haben damals wie heute zu Protokoll gegeben, dass der persönliche und direkte Kontakt zu Anbietern, Beratern und Fachkollegen als wichtigste Anlaufstelle für konkrete Empfehlungen, fundierte Informationen und Inspirationen gilt. Geschätzt werden in erster Linie Verkaufs- und Beratungsgespräche, die einen echten Benefit für den Anwender versprechen. Der ICT-Chef erwartet hier konkrete und problemorientierte Lösungen und Vorschläge zu seinen anstehenden Aufgaben und Projekten in der ICT. Einen besonderen Stellenwert aus Sicht des Anwenders haben hier auch sogenannte Whitepapers mit Erfahrungsberichten oder lokale Referenzen und Aussagen von Kunden über messbare, nachweisliche Nutzen respektive Knackpunkte beim Einsatz neuer Technologien und Lösungen. Soziale Medien und Plattformen werden das persönliche Gespräch nie ersetzen, zumindest so lange nicht, bis wir Advisory Bots gegenübersitzen. Professionell umgesetzt bilden sie ein zunehmend wichtiges und mitentscheidendes Tool im Kommunikationsmix und zur Generierung von Leads. Für die Anbieter bestehen hier echte Differenzierungsmöglichkeiten mit viel Erfolgspotenzial. BEVORZUGTE NAVIGATIONSPUNKTE AUF WEBSITES VON ICT-ANBIETERN Welche Informationen lesen, beachten oder downloaden Sie bevorzugt, wenn Sie Websites von ICT-Anbietern besuchen? Mehrfachantworten möglich (n= 33 ICT-Verantwortliche). Kundenstorys / Referenzen Whitepaper Über uns / Mitarbeiter des Anbieters / Kontaktdaten Broschüren, Flyer zu Produkten / Dienstleistungen Fachartikel News Leitbild Blog Events Videos 66 % 66 % 63 % 53 % 47 % 44 % 31 % 28 % 25 % 19 % Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2018

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