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Netzwoche 07/2018

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44 Service Event Plus

44 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS B2B-Marketing in der ICT-Branche Datum: 01.06.2018 | 25.09.2018 Zeit: 09.00 – 16.15 Uhr Ort: Zürich Kontakt: Corinne Jost, c.jost@msmag.ch Veranstalter: MSM Research AG Anmeldung: www.msmag.ch/ict-marketing Das Marketing und die Kundenkommunikation hat sich im B2B-Bereich in den letzten Jahren durch neue Technologien und Möglichkeiten drastisch verändert. Auch hier ist der Kunde digital geworden und möchte auf verschiedenen Kanälen zielgruppengerecht angesprochen werden. Das spezifisch auf den ICT-Markt und seine Gegebenheiten ausgerichtete Seminar vermittelt im Einführungsteil ein aktuelles Bild der derzeitigen Situation im Schweizer Markt sowie Empfehlungen zu Strategien im ICT-Business. Im Hauptteil des Seminars erfahren Sie anhand praktischer Beispiele mehr über die wichtigsten Tools und Trends rund um das Thema Digital & Content Marketing, Social Media und die Customer Journey. Die Themen: – Der Schweizer ICT-Markt – Facts & Figures und Einflüsse auf Ihr Business – Die Disintegration (Weltenteilung) im Anbietermarkt und die «Stuck in the Middle»-Gefahr – Grundlagen des ICT-Marketings, Strategien, Zielgruppen und Wachstum – Die aktuellen Trends rund um Digital Marketing – Website- & Content-Marketing – Onlinewerbung in der ICT-Branche – E-Mail-Marketing und Social Media im B2B-Bereich – Event-Organisation und Event-Marketing – Checklisten und Vorgehen – Online-Umfragen – Tools und Aufbau Zielgruppe des Seminars: Mitarbeiter aus Geschäftsleitung, Marketing & Sales, Business Development von ICT-Anbietern Sie organisieren Ihren Event. Mit uns erreichen Sie Ihre Teil nehmer. Unser Veranstaltungskalender macht Ihren Event bekannt! Tragen Sie Ihre eigenen Veranstaltungen unkom pliziert online unter www.netzwoche.ch/events in unser Formular ein; wir erfassen den Basis eintrag kostenlos. Mit einem «Event Plus»-Eintrag kombinieren Sie online und Print und werden nie mehr übersehen. Weitere Informationen finden Sie auf www.netzwoche.ch/events Events, Kurse, Seminare, Workshops und andere Termine für die Web- und ICT-Branche. 07 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 45 Beziehungsprobleme – 50 Jahre Portabilität Die Portabilität ist in der Midlife-Crisis. Es wird immer schwieriger, Anwendungen in verschiedensten Umgebungen lauf fähig zu gestalten, respektive Daten in verschiedensten Umgebungen lesbar und auswertbar zu machen. « Die Entwicklung der letzten Jahre hat die vergangenen Fortschritte in Sachen Portabilität vollständig zunichte gemacht. » Daniel Liebhart ist Dozent für Informatik an der ZHAW (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Experte für Enterprise-Architekturen und CTO Ambassador bei Swisscom. Er ist Autor und Co-Autor verschiedener Fachbücher. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_87345 Vor 50 Jahren hat es der IT-Pionier Alan J. Perlis zum ersten Mal an einer NATO-Konferenz in Garmisch-Patenkirchen formuliert: «Portabilität ist die Eigenschaft eines Systems, die es erlaubt, dieses von einer Umgebung in eine andere Umgebung zu übertragen.» Die Definition ist nach wie vor aktuell, wie ein Blick in das IEEE-Glossar für Software- Engineering zeigt. Im weitesten Sinne ist Portabilität ein Mass, das den Aufwand für die Übertragung eines Systems von einer Umgebung in eine andere ins Verhältnis zum Aufwand für eine Neuentwicklung stellt. Ist der Neubau aufwändiger als die Anpassung, so gilt das System als portabel. Lange Zeit haben wir uns mit zwei Mitteln beholfen, um die Portabilität zu vereinfachen: Standards respektive standardisierte Schnittstellen oder die zusätzliche Abstraktion über Schichten. Beziehungskitt mittels Standards Wegbereiter für Standards als Beziehungskitt zwischen unterschiedlichen Umgebungen war der 1980 von der IEEE veröffentlichte POSIX-Standard. «POS» steht gemäss Richard Stallmann, der diesen mitgestaltete, für «Portable Operating System», und «IX» ist die Anlehnung an UNIX. Ziel des Standards ist es, die Portabilität von Anwendungen zwischen verschiedensten Betriebssystemen zu vereinfachen. Das Mittel dazu ist denkbar einfach. Funktionalität wird einheitlich geschnitten und über genau definierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt. Das vereinfacht deren Nutzung. Diese Praxis wird heute in nahezu jeder Industrie verwendet, um den Aufwand für die Befriedigung des rasant steigenden Softwarebedarfs in Grenzen zu halten. Der ursprüngliche POSIX-Standard hat sich aus gutem Grund gehalten und ist heute als internationale Norm SO/IEC/IEE 9945 verfügbar. Dieser Standard wird von jedem Betriebssystem, das diesen Namen verdient, unterstützt. Schichten durch Schichten Dem Siegeszug der beiden heute wichtigsten Programmiersprachen (Java und C#) liegt eine weitere einfache Idee zugrunde. Verschiedene Umgebungen werden durch die Einführung einer zusätzlichen Schicht vereinheitlicht. Diese verwendet eine virtuelle Maschine, die es ermöglicht, dass sich unterschiedlichste Systeme auf dieselbe Art und Weise verhalten. Ob Grossrechner, Industrieroboter, Fahrzeug oder Smartphone – überall können Anwendungen ausgeführt und Daten gelesen werden. Die Problematik Die Entwicklung der letzten Jahre hat jedoch die vergangenen Fortschritte in Sachen Portabilität vollständig zunichte gemacht. Allein schon die Art und Weise, wie wir heute Cloud- oder Smartphone-Anwendungen bauen, zeigt, wohin die Reise geht – weg von der Portabilität hin zu den «nativen» Lösungen. So ist es weitaus einfacher, je eine App-Variante für ein iPhone und eine für ein auf Android basierendes Phone zu bauen, als eine portable Lösung umzusetzen. Und niemand denkt auch nur im Traum daran, ein grösseres portables System für die drei grossen Cloud-Plattformen Azure, Amazon und Google zu gestalten. Viel zu unterschiedlich sind deren innerer Aufbau und Funktionsaufteilung. Im Bereich der Portabilität von Daten sieht es nicht besser aus. Die Explosion der Formate macht den Zugriff, die Aufbereitung und den Schutz von Daten immer schwieriger. Es wird Zeit für etwas Beziehungspflege, um das zu ändern. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2018

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