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Netzwoche 07/2018

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Siroop wird in Microspot integriert cgr. Swisscom steigt bei Siroop aus und will seinen 50-Prozent-Anteil am Unternehmen an Coop übergeben. Dieser Schritt soll zum 1. Mai wirksam werden, wie die Firmen mitteilen. Beide Firmen hielten bisher einen Anteil von 50 Prozent. Coop will Siroop nun mit Microspot zusammenlegen. Damit sollen «zusätzliche Wachstumsperspektiven» genutzt werden, schreibt Coop. Swisscom bleibe weiter Partner im Bereich Technik und Vertrieb. ▸ Webcode DPF8_88129 Bundesrat verlängert E-Voting in Neuenburg cgr. In seiner Sitzung am 11. April hat der Bundesrat die E-Voting-Genehmigung für den Kanton Neuenburg verlängert. Die Genehmigung gilt ab dem 10. Juni dieses Jahres und ist zwei Jahre gültig, wie der Bundesrat mitteilt. Dabei gebe es jedoch Auflagen. Die Bundeskanzlei prüfe weiterhin vor jedem Urnengang, ob die nötigen Rahmenbedingungen für das E-Voting eingehalten würden. Seit 2017 setzt der Kanton auf die E- Voting-Lösung der Post. ▸ Webcode DPF8_87850 Abraxas und VRSG sind jetzt eins cgr. Mitte 2017 haben Abraxas und das Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen ihre Fusionsabsichten bekannt gegeben. Am 3. April 2018 wurde der Zusammenschluss vollzogen, wie es in einer Mitteilung heisst. Wie angekündigt, heis st die neue Firma nur noch Abraxas. Das neue Abraxas wirbt mit dem Slogan «Für die digitale Schweiz. Mit Sicherheit». Gleichzeitig erfolgte ein Umbau der Organisation, wie es weiter heisst. Neu würden die Dimensionen «Markt, Solutions und Operations» in den Mittelpunkt gestellt. ▸ Webcode DPF8_86895 ICT-Branche sprüht vor Optimismus cgr. Die ICT-Branche blickt positiv in die Zukunft. Der vom Wirtschaftsverband Swico erhobene ICT-Index kletterte im ersten Quartal um 2,1 Punkte auf 119,7 Punkte. Gemäss einer Mitteilung ist dies der höchste Wert seit dem Frankenschock Anfang 2015. Der in den letzten Quartalen eingeleitete Aufwärtstrend setze sich damit fort. Höchstwerte wieder in Reichweite Besonders stark stieg die Stimmung im Segment Consulting. Das Plus lag bei 4,5 Punkten. Einen fast identischen Anstieg verzeichnet der Bereich IT-Technologie (plus 4,3 Punkte). Der Indexwert erreichte mit 120,9 Punkten fast wieder den Höchstwert von 121,1 Punkten im ersten Quartal 2011. Der Bereich IT-Services verzeichnete einen Anstieg von 3,8 Punkten auf einen Wert von 118,4 Punkten. Einzig im Segment Software gab es einen Rückgang. Der Index sank um 2,6 Punkte auf 119,7 Punkte. Er verharrt jedoch auf einem sehr hohen Niveau. IT-Ausgaben in Westeuropa gehen immer mehr vom Business aus cka. IT-Ausgaben in Westeuropa kommen immer mehr von Business- und immer weniger von IT-Managern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschers IDC. 2018 lägen IT-Ausgaben noch immer mehrheitlich in der Hoheit der IT-Manager. Bis 2021 sollen sich die IT-Ausgaben aber bereits gleichmässig auf IT- und Business-Manager verteilt haben. Mit einer geschätzten Investitionshöhe von 222 Milliarden US-Dollar würde das Business 2021 bereits die Hälfte aller IT-Ausgaben verantworten. Der Grund: Während die von der IT ausgehenden Ausgaben in den nächsten Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen 55 % 50 % 45 % 40 % Gründe für den Optimismus sehen die Studienautoren in der guten Auftragslage, mehr Beschäftigten und höheren Umsätzen. Auch die Anstiege bei der Bruttomarge und der Konjunktur wirkten sich positiv aus. Fehlende Fachkräfte werden als grösstes Hindernis genannt. Es sei schwierig, die nötigen Experten zu finden und dies zu vertretbaren Personalkosten, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem würden die Betriebskosten steigen. In den Branchen Software und IT-Services steige zudem der Margendruck. Technologische Herausforderungen wie die Cloud, Big Data oder die Umsetzung der EU- DSGVO würden vor allem den Bereichen IT-Technologie und Consulting Sorgen bereiten. Die vollständige Studie kann beim Swico für 297 Franken, exklusive Mehrwertsteuer, bezogen werden. Für teilnehmende Firmen ist die Studie kostenlos erhältlich. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_87715 Wachstumsrate (CAGR) von 2,1 Prozent zulegen, würden die vom Business ausgehenden Ausgaben deutlich stärker wachsen. IDC rechnet von 2016 bis 2021 mit einer Wachstumsrate von 5,5 Prozent. Treiber hinter dem starken Wachstum seien enorme Investitionen in Cloud-Software. Ausgaben für Dienstleistungen gingen vornehmlich vom Business aus. Und IT-Manager investierten vor allem in Software und Hardware, heisst es in der Studie weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_87940 VERHÄLTNIS DER IT-AUSGABEN ZWISCHEN IT-ABTEILUNGEN UND BUSINESS-EINHEITEN IN WESTEUROPA (2016 – 2017) Businessfinanziert IT-finanziert 2016 2017 2018 2019 2020 2021 07 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Wie die Cloud dem Internet der Dinge auf die Sprünge hilft Eurocloud Swiss und Swico haben in Zürich gezeigt, wie Unternehmen das Internet der Dinge (IoT) und die Cloud für neue Geschäftsfelder nutzen können. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Herausforderungen beim IoT, der Einsatz in der Industrie und smarte Städte. Autor: Oliver Schneider Die Cloud als Türe zum Internet der Dinge (IoT) – unter diesem Motto stand der Frühjahrsevent von Eurocloud Swiss und Swico. Der Fachverband zur Förderung von Cloud Computing lud Anbieter und Cloud-Interessierte in den Zürcher Renaissance Tower, um sich über Projekte, bei denen IoT-Lösungen mit Rechenleistung aus der Cloud verbunden werden, zu informieren. Martin Andenmatten, Präsident von Eurocloud Swiss, hiess die Anwesenden im Namen des Verbands willkommen. Anhand von Statistiken zeigte er, wie die Bedeutung des IoT in den vergangenen Jahren stetig zunahm. Immer mehr Unternehmen interessierten sich für IoT-Lösungen. Die entscheidende Frage sei: «Wie können Firmen das gemeinsame Potenzial von IoT und Cloud nutzen?» Herausforderungen im Internet der Dinge Bevor Antworten auf diese Frage auf dem Programm standen, gab Thomas Bolliger, Partner bei KPMG, einen Überblick über das Thema. Weltweit sei eine Vielzahl von IoT- Initiativen im Gange, sagte Bolliger. Das Marktpotenzial sei enorm. So vielfältig wie die Use Cases des IoT seien allerdings auch die Herausforderungen. IoT-Geräte hätten verschiedene Anforderungen zu erfüllen, sagte Bolliger. Unternehmen müssten sich zum Beispiel Gedanken über Widerstandsfähigkeit, Stromversorgung, Konnektivität oder Sicherheit der Geräte machen. Zum Abschluss seines Referats wies Bolliger auf die Vorteile von Cloud-Lösungen beim IoT hin. Mithilfe von Cloud Computing könnten Firmen auf passende Schnittstellen für die Auswertung von Sensordaten zurückgreifen. Ein zentrales Argument sei die Skalierbarkeit, so Bolliger. Die Cloud könne mit der Zahl der vernetzten Geräte und den erhobenen Datenmengen quasi mitwachsen. Wie die Verbindung von IoT und Cloud im Unternehmen aussehen kann, zeigte Thomas Schmidt von Endress + Hauser. Der Hersteller von Prozessmesstechnik aus Reinach erhielt kürzlich das Zertifikat «Star-Audit» von Eurocloud. Star-Audit bewertet die Qualität von Cloud-Anbietern und soll so eine Entscheidungshilfe für Kunden sein, die vertrauenswürdige Cloud-Dienste nutzen wollen. Schmidt zeigte, welche IoT-Dienste Endress + Hauser seinen Kunden anbietet und wie der Weg zum Star-Audit-Zertifikat verlief. Im Unternehmen könnten viele Bereiche vom Tandem IoT und Cloud profitieren, sagte Schmidt. Der Verkauf könne mit den Daten aus dem Netzwerk etwa besser auf Kundenbedürfnisse reagieren und die Produktentwicklung die Erfahrungen im Feld von Beginn an einbeziehen. Star-Audit schaffe für Endress+Hauser Vertrauen bei den Kunden, insbesondere in Sicherheitsfragen. Das Zertifikat sei aber auch für das Unternehmen selbst von Vorteil. Es habe auf verschiedenen Ebenen zu einer Anpassung der Strukturen und zu mehr Transparenz geführt. Mit IoT zur smarten Stadt Um das Thema Smart City drehte sich das Referat von Alex Nanzer, Geschäftsführer von Zenner Connect. Das 2017 gegründete Unternehmen habe mit der «Switzercloud» ein Angebot aufgebaut, mit dem Städte Anwendungen in der Cloud beitreiben können, sagte Nanzer. Die Nutzung von Daten für die smartere Verwaltung sei für viele Orte attraktiv, für kleinere Gemeinden sei es aber schwierig, eine IoT-Infrastruktur aufzubauen, sagte Nanzer. Besser als Insellösungen sei deshalb ein Ökosystem, in dem verschiedene Partner jeweils ihre Kompetenzen in eine End-to-End-Lösung einbringen. Switzercloud biete hierzu eine IoT-Plattform an, in der sich verschiedene Technologien mit niedrigen Einstiegshürden nutzen liessen. Wo Daten verarbeitet und gespeichert würden, entscheide dabei stets der Kunde. Erste Städte seien an Bord, sagte Nanzer. Martin Andenmatten, Thomas Schmidt, Andreas Hofmann (Endress + Hauser) und Christian Laux (Laux Lawyers) bei der Überreichung des Star- Audit- Zertifikats (v. l.). Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_88643 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2018

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