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Netzwoche 08/2016

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38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell www.netzwoche.ch Microsoft sucht Linux- Experten mur. Laut dem britischen Onlineportal «The Register» hat Microsoft Headhunter für die Suche nach Experten für Linux und Open-Source-Technologien wie Ansible, Docker und Chef angestellt. Die Angeworbenen sollen laut «The Register» als Pre-Sales in einer neuen Open-Source-Abteilung arbeiten. Das deute darauf hin, dass Microsoft bald Open-Source-Lösungen mit Zusatzdienstleistungen verkaufen wolle. ▸ Webcode 7786 Xing kauft das Start-up Buddybroker dkl. Xing hat das Zürcher Start-up Buddybroker für 3,2 Millionen Franken gekauft, wie Xing mitteilt. Die drei Jahre alte Firma hat nur ein Produkt: das Mitarbeiterempfehlungsprogramm Eqipia. Sollte Buddybroker seine operativen Ziele erreichen, kann eine Earn-Out-Zahlung von bis zu 4,8 Millionen Franken folgen. Die sieben Mitarbeiter des Start-ups bleiben laut Xing im Unternehmen. ▸ Webcode 7662 An der Great Place to Work Award Ceremony waren viele ICT-Firmen erfolgreich. Bild: Johannes Diboky ICT-Firmen sind die beliebtesten Schweizer Arbeitgeber cgr. Am 14. April hat Great Place to Work die besten Arbeitgeber der Schweiz an einem Event ausgezeichnet. Bei den Grossunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten siegte erneut Google Schweiz. Auf dem zweiten Platz folgte Cisco Systems. Ikea Schweiz vervollständigte das Podium. SAP Schweiz platzierte sich als weiteres ICT-Unternehmen auf Platz fünf. Sieger bei den mittelgrossen Unternehmen (50 bis 249 Mitarbeiter) wurde der Zürcher IT-Dienstleister UMB. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Mundipharma Medical Company und Scout 24 Schweiz. Den ersten Platz bei den Kleinunternehmen, die zwischen 20 bis 49 Personen beschäftigen, verteidigte Rackspace International. Auf Platz zwei und drei landeten ebenfalls ICT-Firmen: SAS Institute respektive National Instruments Switzerland. Great Place to Work vergab zudem zwei Sonderpreise. Das Biochemieunternehmen Bristol-Myer Squibb erhielt den Preis in der Kategorie «Generation Y» und Mundipharma Medical Company in der Kategorie «50plus». In jedem Jahr veröffentlicht das international tätige Beratungsunternehmen die Rankings aufgeschlüsselt nach Unternehmensgrösse. Für das Ranking wurden laut Mitteilung 14 000 Mitarbeiter in der Schweiz befragt. Insgesamt mussten 60 Fragen zum Arbeitsplatz beantwortet werden. Anhand der Antworten wurden Faktoren wie «Teamgeist, Respekt, Kooperation, Mitbestimmung, grosse Freiheiten sowie Entwicklungsmöglichkeiten» beurteilt. Das Ergebnis floss zu zwei Dritteln in das Ranking ein. Das restliche Drittel bildete ein Audit der Unternehmenskultur. Seit 2009 wird das Ranking jährlich erhoben. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7652 Anzeige Wenn Träume Wirklichkeit werden... ...das neue Ricoh A4-Multifunktionsgerät für den Schreibtisch mit A3-Funktionalität bei Verwendung des Bypass! MP 305 SP(F)+ ab sofort verfügbar! Ricoh Schweiz AG Hertistrasse 2 8304 Wallisellen 0844 360 360 info@ricoh.ch www.ricoh.ch

Management & Career Nachgefragt 39 Unic setzt auf ein Open-Space-Konzept Mitte März hat Unic sein neues Hauptquartier in Zürich Altstetten bezogen. In den neuen Räumlichkeiten setzte die Agentur auch ein neues Arbeitskonzept um. Mit Open Space soll die Kommunikation angeregt werden. Unic-CEO Markus Haschka und Office Managerin Melanie Isele gaben einen Einblick. Autor: Christoph Grau In den letzten Jahren ist Unic stark gewachsen. Weitere Stockwerke und Büros wurden im Laufe der Jahre dazugemietet. Ein Teil der Mitarbeitenden musste sogar auf der anderen Strassenseite einquartiert werden. Daher fällte die Geschäftsleitung vor zwei Jahren den Entschluss, neue Räumlichkeiten zu suchen. Gleichzeitig mit dem Umzug wollte Unic ein neues Arbeitskonzept einführen. Die Redaktion hat die Umsetzung des Projekts mit dem Arbeitstitel «Workplace2015+» im neuen Büro besichtigt. Das Mitte März bezogene Büro in der Baslerstrasse 60 in Zürich Altstetten erstreckt sich neu über nur eine Etage. Gleich am Eingang befindet sich der Gemeinschaftsraum mit Sitzgelegenheiten, den Kaffeemaschinen und Kühlschränken. Dieser zentrale Begegnungsraum sollte einladend und heimisch wirken. Bei der Einrichtung habe Unic bewusst keine einheitlichen Möbel verwendet, sagt Office Managerin Melanie Isele. Die Tische und Stühle stammen laut Isele alle aus verschiedenen Brockenstuben. Im Gegensatz zum alten Büro setzt Unic auf ein Open- Space-Konzept. Das Team arbeitet nun in einem Grossraumbüro zusammen. Damit soll der Kontakt und Austausch gefördert werden. In der Mitte dieses offenen Raumes befinden sich verschliessbare Kabinen. Diese können für Einzelarbeiten, Telefonate und Gruppenarbeiten genutzt werden. Ein Teil kann gebucht werden, andere sind für Ad-hoc-Einsätze reserviert. Einbindung der Mitarbeitenden Bei der Entwicklung des Open-Space-Konzepts wurden die Mitarbeitenden aktiv eingebunden. Um alle Personen abzuholen, wurden zunächst die Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen in einer Onlineumfrage in Erfahrung gebracht. Rund zwei Drittel der Mitarbeitenden gaben Input. Auf Basis dieser Informationen definierte das mit dem Umzug betraute Projektteam verschiedene Nutzergruppen, etwa HR-Mitarbeitende, Entwickler oder Verkäufer. Mit massgeschneiderten Arbeitskonzepten sollte den Bedürfnissen der Gruppen entsprochen werden, sagt Isele. Daraus folgte, dass etwa die HR-Abteilung kein separates Büro mehr hat, dafür aber eigens für sie reservierte Sitzungsräume. Der Verkauf arbeitet nach dem Desk-Sharing-Modell, da er nicht so häufig im Büro vor Ort ist. Hinzu kommen «Springerplätze» für Personen, die sonst in einer anderen Unic-Niederlassung arbeiten. Für Projekte stehen zwei Projekträume bereit. Auch nach dem Umzug entwickle sich das Arbeitsplatzmodell weiter, betont Isele. Gleich nach dem Umzug sei eine Umfrage gestartet worden, um das Feedback der Mitarbeitenden einzuholen. Auf dieser Basis soll der Arbeitsraum stetig weiterentwickelt werden. Viele Angestellte hätten es etwa begrüsst, dass nicht alle Glastüren und -wände der Besprechungsräume durch Folien «blickdicht abgeschottet» worden seien, sondern eine gewisse Transparenz herrsche, sagt Isele. Freude überwiegt vor Befürchtungen Von grossen Widerständen gegen das Projekt kann CEO Markus Haschka nicht berichten. Die Arbeitsbedingungen in den alten Räumlichkeiten seien von vielen Mitarbeitenden als nicht ideal empfunden worden. «Der Leidensdruck war schon sehr gross», sagt Haschka. Daher habe die überwiegende Mehrheit der Angestellten den Umzug und die Einführung des neuen Arbeitskonzepts begrüsst. Anstelle von Ablehnung hätte es eher «macht schneller!» geheissen, sagt Haschka weiter. Mit dem neuen Arbeitskonzept will sich Unic auch auf die Anforderungen der neuen Arbeitswelt einstellen. Laut Haschka wird die Kollaboration immer wichtiger. Am neuen Zürcher Standort sei diese nun viel einfacher geworden. Auch für die zwischenmenschlichen Beziehungen sei der Umzug positiv gewesen, betont Isele. Es gebe viel mehr Räume, um sich zu treffen und sich kennenzulernen. Sie könne den Open-Space-Ansatz auch anderen IT-Unternehmen empfehlen. Gleichzeitig müsse es aber auch Rückzugsmöglichkeiten geben, fügt Haschka ergänzend hinzu. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7811 Melanie Isele, Office Managerin, und Markus Haschka, CEO von Unic, führten durch die neuen Räumlichkeiten. « Der Leidensdruck war schon sehr hoch. » Markus Haschka, CEO von Unic www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2016

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