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Netzwoche 08/2016

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08 Business Kundenevent Innovation KoluMNE Anfang des Monats bin ich zum Six Swiss Stock Exchange Zukunftsforum eingeladen worden, um über die digitale Transformation zu sprechen. Das Thema Innovation stand im Fokus des zweitägigen Events, und verschiedene Initiativen, wie der F10 Inkubator oder «Hackathons», wurden besonders hervorgehoben. Innovation, als Antwort auf die Herausforderungen der digitalen Disruption globaler Geschäftswelten, nimmt in grossen Organisationen eine zentrale Rolle ein. Wenn Firmen in der Lage sind, kundenorientiertes Innovationsdenken erfolgreich in ihre Geschäftstätigkeit einzubinden, werden sie langfristig ihre Marktposition halten können. Das ist allerdings leichter gesagt als getan: Im typischen Geschäftsumfeld werden die Herausforderungen des operativen Geschäfts als dringlicher eingestuft, als neue und innovative Lösungen zu entwickeln. Top-Level-Kommunikation und ein Fokus auf unternehmerische Kennzahlen verstärken dies zusätzlich. Viele grössere Firmen versuchen, durch eine klare Zukunftsvision, zielgerichtete Initiativen und Offenheit für explorative Projekte ihre Vorreiterrolle bei innovativen Technologien zu behaupten. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Initiativen als Teil des Kerngeschäfts etablieren. «Continued innovation is the best way to beat the competition» (Thomas Edison). Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.ch Artikel online auf www.adresse Webcode 7776 Die digitale Revolution erfordert mehr Debatten cgr. Am Mittwoch, dem 12. April, hat Graphax Kunden und Partner zu einem Event mit dem Titel «Digitale Revolution» geladen. Rund 200 Gäste erschienen zur Veranstaltung im Zürcher Hotel Atlantis am Fusse des Üetlibergs. Die einleitenden Worte sprach Graphax-CEO Daniel Eckert. Er betonte, wie wichtig es sei, möglichst früh mit der Digitalisierung zu beginnen. Domscheit-Berg über die digitale Revolution Für den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte ein Vortrag von Daniel Domscheit-Berg, dem ehemaligen Pressesprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks. Ihm zufolge spielt bei der digitalen Revolution das Internet eine entscheidende Rolle. Es mache Informationen und Wissen in einem Masse zugänglich, das bis dahin unvorstellbar gewesen sei. Domscheit-Berg sieht aber die Gefahr, dass sich der Zugang zu diesem Wissen in den Händen HP setzt auf Luxus und Mobile gcr. Anlässlich eines Presse-Round-Tables in Dübendorf hat HP Inc. seine neuesten Produkt-Highlights vorgestellt. Stefan Nünlist, Country Category Manager Computing bei HP Schweiz, erläuterte in einem kurzen Einstiegsreferat, dass Nutzer weniger Geräte wollten und das Smartphone immer mehr im Mittelpunkt stehe. Smartphone, Laptop und Desktop-PC in einem Mit dem Elite x3 will HP auf diesen Trend reagieren. HP hatte das Smartphone bereits auf dem Mobile World Congress im Februar angekündigt. Das Spezielle an dem Gerät sei, dass es zusätzlich als Laptop und Desktop-Computer genutzt werden könne, erklärte Nünlist. Mit dem Desk- Dock werde das Elite x3 an einen Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen und könne so als Desktop-Computer gebraucht werden. Zusätzlich könne das Elite x3 über Wireless mit dem HP Mobile Extender verbunden und so als Laptop benutzt werden, sagte Nünlist. Die Leistung des Elite x3 mit dem Snapdragon-820-Prozessor reicht laut Nünlist nahe an die eines Laptops heran. HP will das Produkt im August zu einem noch unbekannten Preis einführen. HP macht auf Luxus Zum Schluss zeigte Stephan Maier, Category Manager Consumer Computing bei HP Schweiz, das neu designte von wenigen Unternehmen konzentrieren könnte. Er plädierte daher für eine stärkere Dezentralisierung des Internets. «Befreiung» oder «Verlust»? Domscheit-Berg wies weiter auf den Verlust von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung hin. Diese könne aber auch als «Befreiung» verstanden werden. Die Menschen hätten mehr Zeit, sich mit anderen Themen auseinanderzusetzen. Diese Herausforderungen werden in den aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten jedoch nicht stark genug thematisiert. Er forderte daher dazu auf, die Chancen und Risiken der digitalen Revolution im Arbeits- und Freundeskreis zu diskutieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7633 HP Spectre. HP hatte das Notebook Anfang April an der New York Times International Luxury Conference vorgestellt. Das Aluminium- und Carbongehäuse mit den Kupferverzierungen soll designaffine Kunden ansprechen. Ab Juni will HP das 10,4 Millimeter durchmessende Laptop als «dünnstes Notebook der Welt» auf dem Markt lancieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7787 Stefan Nünlist, Country Category Manager Computing bei HP Schweiz, stellte Produkt-Highlights von HP vor. 08 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Digitalisierung bei Kerzenschein Vom 26. bis zum 27. April ist das zweite Digital Economic Forum in Zürich über die Bühne gegangen. 19 Experten referierten auf der grossen Bühne, darunter die CEOs von Sunrise und Starmind. Den 200 Gästen zeigten die Speaker die Themen von morgen auf. Bis plötzlich die Lichter ausgingen. Autor: Coen Kaat Im Luxushotel Park Hyatt unweit des Zürcher Paradeplatzes hat vom 26. bis zum 27. April das zweite Digital Economic Forum stattgefunden. Mehr als 200 Teilnehmer lauschten den Keynote-Sprechern, als diese über das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und dem technologischen Wandel referierten. Als Erstes erklomm Libor Voncina, noch CEO von Sunrise, die Bühne. Er leitete die Themen der nachfolgenden Keynotes ein, insbesondere das Kundenverhalten und die Technologienutzung. Der Veranstaltungsraum war gut gefüllt. Menschlichkeit bleibt Domäne des Menschen «Science-Fiction ist Science-Fact geworden.» Selbstfahrende Autos, simultane Sprachübersetzung, selbstlernende künstliche Intelligenz. Früher waren diese Technologien vollkommen undenkbar. Nun werden sie alltäglich, wie Gerd Leonhard während seiner Keynote sagte. Der Futurist widmete seine Rede den technologischen Veränderungen und wie diese wiederum den Menschen verändern. Der moderne Mensch baue mehr Beziehungen mit Smartphones auf als mit Menschen. Die mobilen Geräte werden aber auch in anderen Aspekten unseres Lebens unersetzlich. Das gehe sogar so weit, dass wir quasi handlungsunfähig sind, wenn wir diese «externen Gehirne» nicht dabei haben. Die Leistung von Computern wachse derzeit exponentiell. In fünf Jahren wird ein Rechner die Kapazität eines menschlichen Gehirns erreichen. In 25 Jahren habe ein Computer die Kapazität alle Gehirne der gesamten Menschheit zusammengezählt, prognostizierte er. «Wenn Sie einem Beruf nachgehen, der Routine beinhaltet, wird früher oder später eine Maschine diese Arbeit verrichten», sagte Leonhard. Wir sollten die Fähigkeiten der Maschinen jedoch nicht überschätzen. Gewisse Bereiche würden auch weiterhin die Domäne des Menschen bleiben: Menschlichkeit, Empathie, Gefühle, Design und Verhandlungen. Diese würden immer wertvoller. Digitale Ökonomie für einmal analog Und plötzlich gingen die Lichter aus. Mitten im Vortrag von Pascal Kaufmann, CEO von Starmind, der nach Leonhard sprach. Zwei Transformatoren im Unterwerk Katz hatten sich ausgeschaltet, wie die EWZ auf Twitter mitteilten. In der ganzen Innenstadt war der Strom ausgefallen. Weder Kaufmann noch die Veranstalter liessen sich davon aber aus dem Konzept bringen. Der Starmind-CEO beendete seinen Vortrag im Halbdunkeln. Die Organisatoren wandelten die Veranstaltungen mit Kerzen kurzerhand in das «Analog Economic Forum» um – bis die Störung wieder behoben war. «Die Schweiz ist ein Entwicklungsland» Laut Reto Schnyder, CEO von Break/Through Ventures, betrifft die «Industrie 4.0 trotz des Namens nicht nur die Industrie». Man müsse schon beim Endkonsumenten ansetzen. Als Beispiel nannte er etwa Urban Manufacturing. So rücke die Produktion näher an den Konsumenten he ran. Einen Händler brauche es dann auch nicht mehr. «Die Schweiz verfügt über alle Zutaten, um ein digitaler Vorreiter zu werden», sagte er. Die finanziellen Mittel, die Infrastruktur, die Ausbildungsbasis. «Wir werden die industrielle Revolution gut meistern.» Was die Start-up- und Fintech-Szene betrifft, sei die Schweiz aber noch ein Entwicklungsland. Beim Mobile Payment etwa sei die Schweiz dem Ausland «meilenweit hinterher», obwohl sie eigentlich viel weiter sein könnte. 2017 soll die nächste Ausgabe des Digital Economic Forum stattfinden. Wie Veranstalter und CEO von Premium Speakers, Oliver Stoldt, sagte, überlegt er eine Expansion nach China oder in die USA. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7879 « Wenn Sie einem Beruf nachgehen, der Routine beinhaltet, wird früher oder später eine Maschine diese Arbeit verrichten. » Gerd Leonhard, Futurist www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2016

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