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Netzwoche 08/2017

44 Management & Career

44 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Event-Reihe zu Recht und IT mur. Die Universität Luzern hat eine neue Veranstaltungsreihe lanciert. Die «Lucerne Law & IT Summits» sollen die Schnittstelle von Recht und IT beleuchten. Laut einer Mitteilung behandelt der erste Event rechtliche Herausforderungen beim Einsatz mobiler Geräte. ▸ Webcode DPF8_37370 16 Schweizer Start-ups in den Top 100 jor. Das Magazin «Red Herring» verleiht jährlich Preise an zukunftsweisende Unternehmen. In die diesjährige Auswahl für Europa schafften es von insgesamt 100 Firmen 16 Start-ups aus der Schweiz, wie Start upticker berichtet. ▸ Webcode DPF8_36324 IKF lanciert «CAS Digitale Transformation» cgr. Am Institut für Kommunikation & Führung (IKF) startet im September der Studiengang «CAS Digitale Transformation». Laut einer Mitteilung des Instituts handelt es sich um den ersten Studiengang in der Schweiz «für Personen aus allen Berufssparten und mit unterschiedlichsten Hintergründen». Der Kurs richtet sich an folgende Personengruppen: ·· Entscheidungsträger, Führungspersonen und Innovatoren in privaten und öffentlichen Institutionen und Organisationen; ·· Verantwortliche für das Einrichten, die Betreuung und Verbesserung von Innovationsprojekten in Wirtschaft, Bildung und Verwaltung; ·· Verantwortliche für Change-Prozesse und Projektleiter für Forschung und Entwicklung; ·· Beraterinnen und Berater; ·· Personen, die Verantwortung für die Implementierung neuer Technologien innerhalb und zwischen Organisationen tragen. Zentrales Element werden Vorträge von sogenannten Experten im Gebiet der Digitalisierung sein. Sie sollen den Teilnehmern die Veränderungen durch die Digitalisierung und die Lösungsansätze aufzeigen. Der Kurs umfasst 10 Präsenztage, dies entspricht 80 Lektionen. Die Kursinhalte stehen über E-Learning und Blended Learning zur Verfügung. Eine Projektarbeit schliesst den CAS ab. Diese soll an die konkrete «berufliche Situation und die persönlichen Lernziele der einzelnen Teilnehmenden» gekoppelt sein. Die Weiterbildung umfasst 20 ECTS-Punkte. Der CAS kann auch als Teil des MAS oder MBA «Digital Transformation» belegt werden, wie das IKF weiter schreibt. Die Weiterbildung startet im September dieses Jahres und endet im Januar 2018. Die Unterrichtssprache ist Deutsch, die Studiengebühr beträgt 7000 Franken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_36247 Berufsbegleitend zum Bachelor Zeit- Zeit- und und ortsunabhängig studieren an an der der Fernfachhochschule Schweiz flexibel. flexibel. berufsbegleitend. digital. digital. www.ffhs.ch flexibel. berufsbegleitend. digital. www.ffhs.ch BSc BSc BSc Informatik BSc BSc BSc Wirtschaftsinformatik BSc BSc BSc Digital Digital Connected Society Passerellen Passerellen für für für HF-Absolventen HF-Absolventen Start Start Start August August 2017 2017 2017 Kombination E-Learning Kombination E-Learning & & Face-to-Face-Unterricht & Face-to-Face-Unterricht für für grösste zeitliche Flexibilität für grösste zeitliche Flexibilität Anzeige ICT-Berufsbildung schafft neue ICT-Lehre dkl. Der Informatikpraktiker ist Geschichte. Der Berufsverband ICT-Berufsbildung hat die zweijährige Ausbildung durch eine neue, dreijährige ersetzt, wie der Verband in einer Mitteilung schreibt. Ab Sommer 2018 heisst der Lehrberuf ICT-Fachfrau respektive ICT-Fachmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. ICT-Fachfrauen und -männer unterstützen gemäss Mitteilung Unternehmen, Verwaltungen, Bildungsinstitutionen und alle weiteren Organisationen bei der Digitalisierung. Sie betreuen interne Kunden, installieren Hard- und Software, nehmen Gerätekonfigurationen vor, instruieren Anwender und leisten ICT-Support. Als Kenner der firmenspezifischen Hardware-Konfigurationen und der Betriebsapplikationen handeln sie bei Installationen und im Supportfall rasch, in hoher Qualität und kosteneffizient, wie es weiter heisst. Unternehmen, die Ausbildungsplätze für ICT-Fachfrauen- und männer schaffen wollen, sollen sich gemäss Mitteilung via Twitter unter dem Hashtag #NeueLehre2018 oder per E-Mail an info@ict-berufsbildung.ch melden. 08 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag Zürich Zürich | Basel | Basel | Bern | Bern | Brig | Brig Zürich | Basel | Bern | Brig

Management & Career Studie 45 Zahl der ICT-Absolventen steigt Das Bundesamt für Statistik hat die sogenannten «IKT-Indikatoren» aktualisiert. Diese geben einen Einblick in die Entwicklung bei der ICT-Ausbildung und den ICT-Fachkräften. Die Zahl der Absolventen von ICT-Berufen stieg in den letzten Jahren nach einem deutlichen Einbruch wieder. Autor: Christoph Grau Die «IKT-Indikatoren» des Bundesamts für Statistik (BFS) geben Auskunft über die verschiedenen Aspekte der Schweizer ICT-Welt. In unregelmässigen Abständen aktualisiert das BFS die Zahlen der einzelnen Segmente. Im April waren unter anderem die Indikatoren für Fachkräfte und Bildung an der Reihe. ICT-AUSBILDUNGEN MIT DEN MEISTEN ABSCHLÜSSEN UND DEREN FRAUENANTEIL Männer Frauen EFZ Informatik 127 1586 Viele ICT-Spezialisten in der Schweiz In der Schweiz arbeiten dem Indikator für ICT-Spezialisten zufolge vergleichsweise viele ICT-Fachkräfte. Gemessen an der Gesamtbevölkerung beträgt der Anteil 4,9 Prozent. Dies ist deutlich mehr als der EU-Durchschnitt, der bei lediglich etwas mehr als 3 Prozent liegt. Die Nachbarländer Deutschland und Österreich liegen hier im Durchschnitt. Im Vergleich zu allen OECD-Ländern befindet sich die Schweiz auf Platz vier. Nur in Finnland, Schweden und Luxemburg ist der Anteil der ICT-Spezialisten an der Gesamtzahl der Beschäftigten noch höher. Die Zahlen des BFS beziehen sich auf eine OECD-Erhebung aus dem Jahr 2014. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Zahl der ICT- Fachkräfte seit 2013 stagniert. In den Jahren davor stieg der Anteil kontinuierlich. Insgesamt zählte das BFS im Jahr 2015 170 000 ICT-Spezialisten in der Schweiz. Aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage als die der OECD ergibt dies einen Anteil von rund 4 Prozent. Aufwärtstrend bei Ausbildungen und Abschlüssen Im Bereich der ICT-Ausbildung gab es in den letzten Jahren viel Bewegung. Ab Mitte der 1990er-Jahre stieg die Zahl der ICT-Lehrenden von rund 5000 Lehrlingen, Schülern und Studenten auf mehr als 22 000 im Jahr 2003. In den Folgejahren schrumpfte die Zahl deutlich auf bis rund 16 800 im Jahr 2008. Seitdem steigt die Zahl der Personen, die eine ICT-Ausbildung absolvieren, kontinuierlich. Im Ausbildungsjahr 2014/2015 zählte das BFS rund 23 300 Personen und damit wieder deutlich mehr als 2008. Nach Ausbildungstyp ist das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) die beliebteste Form der ICT-Lehre. Dem BFS zufolge sind es hier fast 10 000 Auszubildende. Erst mit deutlichem Abstand folgen Ausbildungen an Fachhochschulen (5876) und Universitäten (4442). Betrachtet man die Zahl der Abschlüsse in ICT-Berufen, so wurde im Ausbildungsjahr 2015 der Höchstwert aus dem Jahr 2004 noch nicht wieder erreicht. Das BFS kommt Uni Informatik FH Informatik FH Wirtschaftsinformatik HWI Wirtschaftsinformatik EFZ Mediamatik 41 55 41 86 192 94 334 289 397 567 auf rund 5600 Absolventen über alle Ausbildungstypen. Dies sind rund 500 weniger als im Jahr 2004. Der Trend zeigt jedoch weiter steil nach oben und mit etwas Verzögerung, bedingt durch die Ausbildungszeit, sollte er Höchstwert von 2004 bald wieder erreicht werden. Frauenanteil steigt nur leicht Negativ erwähnt das Statistikamt den geringen Frauenanteil in ICT-Berufen. Seit 2000 stagniert der Anteil der Frauen unter den Absolventen bei etwa 11 Prozent. In den letzten Jahren zeigt sich zwar ein leichter Aufwärtstrend. So stieg der Anteil von rund 10,8 Prozent im Jahr 2011 auf fast 12 Prozent im Jahr 2015. Am höchsten ist der Frauenanteil bei den Abschlüssen mit Eidgenössischen Fähigkeitszeugnissen und Diplomen mit 16 Prozent, gefolgt von Uniabsolventen mit 14 Prozent. An Technikerschulen beträgt der Frauenanteil nur 11 Prozent. Den Zahlen des BFS zufolge sind Frauen einzig im Bereich Mediamatik stark vertreten. 2015 waren unter den 286 Absolventen 94 Frauen, was einem Anteil von rund einem Drittel entspricht. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_37491 Quelle: BFS/SIUS, Schul- und Berufsbildung www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2017

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