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Netzwoche 08/2017

52 Service Event Plus

52 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS Avectris Day 2017 Datum: 17.05.2017 Zeit: 13.30 – 17.15. Uhr mit anschliessendem Apéro Riche Ort: Trafo Baden Kontakt: sandra.epper@avectris.ch Veranstalter: Avectris AG Anmeldung: www.avectris.ch/avectrisday2017 Die Digitalisierung bringt Veränderungen in die Geschäftsprozesse eines Unternehmens und stellt es damit vor neue Herausforderungen. So ist es nicht erstaunlich, dass auch neue Funktionen wie der Chief Digital Officer (CDO) geschaffen werden. Doch ist der CDO nur ein vorübergehendes Phänomen? Erfahren Sie, warum CIOs verstärkt in Businessprozesse und -entscheidungen wie auch in Change-Management-Massnahmen einbezogen werden sollten. Der Avectris Day 2017 richtet sich an IT- und Business-Entscheidungsträger gleichermassen, die sich mit Geschäftsstrategien, Unternehmensstrukturen und Businessprozessen auseinandersetzen. Die praxiserprobten Kundenbeispiele aus verschiedensten Industrien geben dabei neue Impulse für die (digitale) Umsetzung im eigenen Unternehmen. Internet der Dinge, Arbeitsplatz der Zukunft, userzentrierte Collaboration und weitere zukunftsrelevante Themen stehen auf der Agenda. Beim Apéro Riche haben Sie die Möglichkeit, sich mit Fachexperten und Vertretern unterschiedlichster Branchen persönlich auszutauschen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Melden Sie sich noch heute an! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Big Data & Analytics Forum Datum: 13.06.2017 Zeit: 09.00 – 13.00 Uhr Ort: Radisson Blu Hotel, Flughafen Zürich Kontakt: Reiner Höfinger, marketing.ch@atos.net Veranstalter: Atos Anmeldung: pages.atos.net/bigdataforum Unternehmen speichern Mengen an ungenutzten Daten. Die hohe Komplexität, der vermeintlich grosse Zeitaufwand, das fehlende Know-how und die engen Budgets hindern Firmen jedoch meist daran, diese Daten in gewinnbringende «smarte» Insights zu verwandeln. Wie Sie die Hürde von Data zu Smart Data erfolgreich überspringen, wird Ihnen Atos am Big Data & Analytics Forum aufzeigen. Wer die Datenspuren seiner Kunden konsequent analysiert und richtig interpretiert, kann daraus Präferenzen herauslesen, die das Produkt- und Serviceangebot eines Unternehmens verbessern und individualisieren helfen. Doch lediglich 20 Prozent der Unternehmensdaten werden strukturiert in Datenbanken abgebildet – nach wie vor entscheidet das Management quasi «im Blindflug» und kann sich nicht vollumfänglich auf die ungenutzten und auf zahlreiche Systeme verteilten Daten stützen. Am Big Data & Analytics Forum erfahren Sie unter anderem: – welchen Stellenwert Big Data & Analytics in Schweizer Unternehmen aktuell einnehmen, – wie grosse Datenvolumina schnell, kosteneffizient und sicher ausgewertet werden können, – wie dank Cognitive Search die Datenauswertung abteilungsübergreifend und in verschiedenen Branchen funktioniert, – wie dank Analytics von Atos die Kundenprozesse eines Unternehmens markant verbessert werden konnten – warum Deep Learning eigentlich nichts Neues, aber dennoch revolutionär ist und – welche Herausforderungen darüber hinaus mit der Digitalisierungswelle einhergehen. Das Big Data & Analytics Forum ist praxisorientiert, faktenbasiert und zukunftsgerichtet. CAS Mobile Application Development Datum: 22.09. – 09.12.2017 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr (Fr./Sa.) Ort: HSR Rapperswil Kontakt: cas-mobile@hsr.ch Veranstalter: HSR Hochschule für Technik Rapperswil Anmeldung: www.hsr.ch/cas-mobile Werden Sie Expertin oder Experte für Mobile Software Engineering mit Swift, Android, Xamarin und Cordova. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bietet mit diesem neuen topaktuellen berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang die Möglichkeit, die Fachkompetenz in der gesamten Breite der mobilen Technologien, Methoden und Prozessen anzueignen. Dies umfasst alle relevante Cross-Plattformen und native Technologien, Architekturen und Designs mobiler Anwendungen, Best Practices, Testing, Deployment, Mobile Security sowie Prozessaspekte für Mobile-App-Projekte. Angesprochen sind erfahrene Softwareentwickler oder -architekten, die sich verstärkt im Bereich mobile Applikationen betätigen wollen. Zudem richtet sich der Lehrgang an Projektleiter mit sehr starkem technischem Flair. Sehr gute Programmiererfahrung in mehreren gängigen Sprachen wird vorausgesetzt. Zugelassen sind Fachpersonen mit Hochschulabschluss in Informatik oder einschlägiger langjähriger Berufserfahrung als Softwareingenieur. Das Nachdiplomstudium wird modular angeboten. Es kann komplett (CAS) oder in Teilen (einzelne Module) gebucht werden. Der Unterricht und die betreuten Übungen finden verteilt auf drei Monate, jeweils Freitag und Samstag ganztags, an der HSR statt. Profis haben nie ausgelernt. Informieren Sie sich jetzt! 08 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 53 Der Geist ist willig, doch das Papier ist stark Digitale Verhaltensänderungen brauchen Zeit. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass breitere Bevölkerungsschichten beginnen, das Smartphone auch für Bezahldienste zu nutzen. Dass es nicht schneller vorwärtsgeht, liegt allerdings nicht bloss an den Nutzern, sondern auch an den Anbietern. «Papierprozesse sind frühkindlich erlernt und stemmen sich hartnäckig gegen jegliche Veränderung – auch gegen digitale.» Christof Zogg ist Director Digital Business bei den SBB Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_36070 Kürzlich an einem Samstag hatte ich beim Hemden-in-die- Migros-Reinigung-Bringen eine digitale Offenbarung. Vor mir in der Reihe stand ein Mann mit seinem iPhone, dessen pastellgrüne Gummischutzhülle den Besitzer in der Regel nicht als digitalen Early Adopter verrät. Er muss eine paar Jahre älter als ich gewesen sein, also in den Vierzig… ähm Fünfzigern. Doch als er auf die obligate Frage: «Händ Sie Cumulus?» nicht wie erwartet ins Portemonnaie griff, sondern routiniert der Verkäuferin den QR-Code auf seinem Telefon entgegenstreckte, stutze ich ein erstes Mal. Und als er schliesslich beim Bezahlen kein Bargeld oder eine Zahlkarte hervorkramte, sondern den digitalen Hemdenpass vorwies, stellten sich mir zwei existenzielle Fragen: 1. Wieso habe ich meinen Hemdenpass noch nicht in der Migros-App hinterlegt? 2. Ist jetzt der Tipping Point erreicht, an dem breitere Bevölkerungsschichten beginnen, das Smartphone auch für Bezahldienste zu nutzen? Der Weg dorthin ist anspruchsvoll. Denn alle Papierprozesse sind frühkindlich erlernt und tausendfach repetiert, sodass sich das antrainierte Verhalten hartnäckig gegen jegliche Veränderung stemmt - besonders gegen die digitale. Der digitale Rubikon ist überschritten Die Zahl der Beispiele ist Legion und ihre digitale Verdrängung unterschiedlich weit gediehen. Schon im fortgeschrittenen Stadium scheint mir zumindest im Businesskontext die Abschaffung der Papieragenden zu sein. Sie begegnen einem nur noch selten, seltener jedenfalls als jene papierenen Notizbücher, die insbesondere in Form der Marke Moleskine im Geschäftsalltag kaum totzukriegen sind. Ebenfalls den digitalen Rubikon schon überschritten hat das Einzahlen von Rechnungen am Post- und Bankschalter. Nur noch eine kleine Minderheit lässt sich nicht vom Schaltergang abhalten. Noch grosses Aufholpotenzial hat dagegen das elektronische Ticket im öffentlichen Verkehr. Im letzten Jahr wurden noch erstaunliche vier von fünf Tickets am Schalter oder Billettautomaten auf Wertpapier beziehungsweise zuhause auf DIN-A4-Papier ausgedruckt. Wenn’s im Callcenter zweimal klingelt Und nun startet also die Early Majority ihre Gehversuche mit digitalem Payment jenseits von Zahlkarten. Im Zentrum steht hier das Smartphone – das einzige digitale Gerät, das immer dabei, meistens mit dem Internet verbunden und in der Regel geladen ist. Doch das macht die Adoption nicht unbedingt einfacher. Denn auf dem kleinen Bildschirm ist es schwieriger, ein selbsterklärendes Benutzererlebnis zu realisieren, und gleichzeitig ist die Frustrationstoleranz der Nutzer kleiner. Als Beispiel dafür habe ich an jenem Wochenende versucht, mich für die nigelnagelneue ZKB-Version von Twint mit der entsprechenden E-Banking-App zu registrieren. Der Versuch schlug fehl und die Fehlermeldung «Aktivierung nicht möglich» half nicht weiter. Also kontaktierte ich leicht genervt den Kundendienst, um dort die Empfehlung des Agenten zu erhalten, die App doch noch einmal neu zu installieren und das Smartphone neu zu starten (was in Callcenter-Sprech heisst: «Ich habe keine Ahnung, woran das liegen könnte.»). Was aber nützt es, wenn die Nutzer schon in der Mobile-First-World angekommen sind, der Kundendienst aber noch in der alten PC-Welt feststeckt? www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2017

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