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Netzwoche 08/2017

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08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Das EWZ Zürinet wächst schneller als geplant mur. Das Glasfasernetz des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) erfasst seit Mitte April über 200 000 Geschäftsräumlichkeiten und Wohnungen, wie das Unternehmen mitteilt. Das EWZ Zürinet bietet Dienstleistungen wie Internet, Fernsehen und Telefonie an. Laut Mitteilung plante das EWZ mit 218 000 Glasfaseranschlüssen bis Ende 2019. Nun sollen es 271 000 werden. Damit wäre die Stadt Zürich zu 90 Prozent erschlossen. ▸ Webcode DPF8_36556 Hays Schweiz setzt auf IT-Services tsc. Hays hat sein Dienstleistungsportfolio ausgebaut. Ab Mai will der internationale Personaldienstleister hierzulande IT-Services anbieten. Hays IT-Services & Solutions heisst die neue Sparte. Das Portfolio umfasst herstellerunabhängige Beratungs- und Projektdienstleistungen sowie IT-Service-Dienstleistungen, wie das Unternehmen mitteilt. ▸ Webcode DPF8_36725 Melani warnt vor Gefahren durch das Internet der Dinge cgr. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung, kurz Melani, hat ihren Halbjahresbericht vorgelegt. Er behandelt das zweite Halbjahr 2016, wie es in einer Mitteilung heisst. Schwerpunktthema des aktuellen Berichts ist das Internet der Dinge (IoT). Bild: iStock Gefahren durch IoT steigen Ob im Alltag bei Wearables, im Smarthome oder bei Industrie-4.0-Anwendungen, das IoT stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. «Es sollte zum Beispiel immer sichergestellt sein, dass der Kühlschrank die Milch bestellt und nicht die Milch beginnt, Kühlschränke zu bestellen», schreiben die Autoren im Bericht. Grösste Herausforderung sei, Millionen von Sensoren und die damit verbundenen Daten vor Zugriffen Dritter zu schützen. Missbrauch werde dabei nicht nur von Cyberkriminellen betrieben. Auch die Auswertung etwa zu Marketingzwecken sei nicht immer zulässig. Fehlendes Sicherheitsbewusstsein der Betreiber Laut Melani sind die IoT-Geräte häufig nur unzureichend gegen Angriffe geschützt. Sie könnten leicht mit Schadprogrammen infiziert werden. Ebenso würden sie häufig nur mit Standardpasswörtern geschützt. Eine weitere Problematik sei, dass gerade industrielle Anwendungen zehn Jahre oder länger eingesetzt würden und über diesen Zeitraum nur beschränkt Sicherheits-Updates zur Verfügung stünden. Als Hauptproblem nennen die Autoren ein «fehlendes Sicherheitsbewusstsein der Betreiber». Auf ihrer Website stellt Melani Informationen bereit, wie IoT-Anwendungen sicher betrieben werden können. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_37055 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Wozu brauchen wir heute noch einen CIO? Das Business bestellt seine CRM-App über eine Website selbst und kann umgehend damit arbeiten. Die interne IT schafft es nicht, vernünftige und intelligente Lösungen in akzeptabler Zeit zur Verfügung zu stellen. «Plan – Build – Run» war gestern und hat das Business nie wirklich begeistert. Vielfach zu spät geliefert und viel zu teuer im Unterhalt. Heute geht es um «Brokerage – Procure – Manage». Zum Abonnieren von SaaS-Lösungen braucht man nun wirklich keinen CIO. Ist er also «obsolet» geworden? Wenn sich der CIO als Chefarchitekt der Infrastrukturen und Technologien versteht, dann wird ihm wohl oder übel die Grundlage wegbrechen, über die er sich bis heute identifiziert hat. Er wird sich auch keinen Gefallen damit tun, wenn er sich und das Unternehmen unter Drohgebärden bezüglich Sicherheit und Datenschutz zu isolieren versucht, um im Grunde nur seine Kontrolle wahren zu können. Dieser CIO wird in der Tat überflüssig. Um als CIO bedeutsam zu bleiben, muss er sich vom technischen Verhinderer zum strategischen Enabler wandeln. Anstelle alles daran zu setzen, Schatten-IT zu verhindern, sollte er sich eher fragen, warum das Business diese Lösung braucht und was er dazu beitragen kann, dass sie so effektiv wie möglich genutzt werden kann. Er muss sich lösen können vom reinen kontrollbasierten Sicherheitsstreben hinzu einer vertrauensbasierten Sicherheit, die auf einem gemeinsamen Verantwortungsmodell mit Business und Serviceanbietern beruht. Wenn es dem CIO nicht gelingt, das Vertrauen für eine gemeinsame digitale Zukunft zu gewinnen, dann wird sich das Business eigene Wege suchen. Vielleicht über einen neuen Chief Digital Officer, der die strategischen Initiativen stemmen darf. Dem CIO verbleibt dann die Rolle des technischen Zulieferers. Dann wird er und sein Team zur Legacy erklärt und damit zur Hypothek für das Unternehmen. Einen Kostenblock, den man lieber heute als morgen loswerden will. Die, welche bleiben dürfen, sollen helfen, die Ruinen der Vergangenheit aufzuräumen. Die Zukunft gehört offenbar anderen: den verschiedenen externen Beratern und Lösungsanbietern, die unbelastet von der Vergangenheit mit neuen, disruptiven Methoden ans Werk gehen. Das muss nicht sein. CIO, bleib relevant und spring über deinen Schatten! Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_37643 CIO – bleib relevant! Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 08 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Wie die Graubündner Kantonalbank ihr Geschäft digitalisiert Enrico Lardelli, Leiter IT/Operations und Mitglied der Geschäftsleitung der Graubündner Kantonalbank jor. Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat ein neues E-Banking eingeführt. Mit diesem Schritt will die Bank ihre Digitalisierung vorantreiben. Enrico Lardelli, Leiter IT/Operations und Mitglied der Geschäftsleitung, erklärt, was die GKB mit ihren digitalen Angeboten plant. Wie verläuft die Umstellung auf das neue E-Banking-System? Enrico Lardelli: Bislang haben wir rund ein Drittel aller E- Banking-Verträge auf das neue System umgestellt. Die Umstellung verläuft bis auf kleinere Verbesserungsvorschläge seitens unserer Kunden erfolgreich. Welche Ziele verbinden Sie mit dem neuen E-Banking-Portal? Kunden erwarten von ihrem E-Banking einen Mehrwert. Dies bieten wir mit dem neuen Portal. Die neue Lösung ist eine Investition in das Nutzererlebnis. Kunden können mit dem neuen E-Banking ihre Bankgeschäfte einfacher und schneller erledigen. Uns ist generell wichtig, dass unsere Kunden neue Anwendungen auf einfache und sichere Weise bedienen können. Zudem können wir die Plattform mittels neuer Technologien laufend weiterentwickeln. Werden Ihre Kunden von einer Lösung für elektronische Signaturen profitieren können? Derzeit haben wir keine Lösung für die qualifizierte elektronische Signatur. Wir sind aber mit unserem Kundencenter auf die Einführung einer Signaturlösung vorbereitet. Wie verlaufen diese Vorbereitungen? Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. In den kommenden Monaten werden wir eine Lösung mit ausgewählten Kunden testen. Diese wird den aktuellen regulatorischen Vorgaben entsprechen. Wie schätzen Sie die Chancen von Angeboten für bargeldloses Zahlen in der Schweiz ein? Wir sehen hierzulande Chancen dafür. Bargeldloses Zahlen mit Twint oder Apple Pay führt nicht zu einer fundamentalen Neuorganisation des Zahlungsverkehrs, sondern setzt auf bewährte Banking-Prozesse. Es sind aktuell verschiedene Anbieter auf dem Markt, die um die Gunst der Nutzer werben. Massgebend für den Erfolg einer Lösung ist letztlich auch die Akzeptanz der Geschäfte. Twint hat sicher den Vorteil, dass es eine reine Schweizer Lösung ist und die Möglichkeit bietet, Kundenkarten zu hinterlegen. Apple Pay hat den Vorteil, dass es nicht nur in der Schweiz, sondern fast weltweit einsetzbar ist. Wie können Banken von solchen Bezahllösungen profitieren? Den Banken geht es vor allem darum, die Kundenschnittstelle sowie die Zahlungstransaktionen zu behalten. Wie funktioniert Ihre softwaregestützte Anlageberatung? Die GKB gestaltete ihre Anlageberatung im vergangenen Jahr komplett neu. Seit Juli 2016 profitieren unsere Kunden von Lösungen, die noch stärker als bisher auf sie zugeschnitten sind. Zur softwaregestützten Beratung gehört ein Monitoring, das die Entwicklungen der Kundendepots laufend überwacht. Was ist neu daran? In Kundengesprächen bieten wir eine tabletgestützte Beratung mit moderner Visualisierung an. Unsere Berater können mit der Lösung die Entwicklung von Vermögenswerten und wählbare Anlagestrategien in Echtzeit darstellen und simulieren. Anhand der historischen Performance zeigen wir dem Kunden, wie sich sein Portfolio mit einer bestimmten Strategie in der Vergangenheit entwickelt hätte. Für künftige Investitionen simulieren Kunde und Berater auf dem Tablet gemeinsam die Erfolgsaussichten verschiedener Anlagestrategien, damit sie das Portfolio bewusst und weitsichtig festlegen können. Die Visualisierung hilft, das Anlageoptimum anhand der persönlichen Renditeziele und Risikobereitschaft zu bestimmen und das aktuelle Depot daran anzugleichen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_37134 WWW.NETZWOCHE.CH Trivadis stellt sich in Basel neu auf mur. Trivadis reorganisiert seine Basler Niederlassung. Sie wird neu von Benno Leuenberger und Caspar von Stülpnagel geführt. Sie sollen die Agilität und Selbstorganisation der Mitarbeiter fördern, schreibt Trivadis in einer Mitteilung. Das Unternehmen wird laut Mitteilung zudem Teambüroräume aufbrechen und in Arbeitszonen umwandeln. Je nach Aufgabe sollen sich die Mitarbeiter in der einen oder anderen Zone aufhalten. ▸ Webcode DPF8_36749 Uber macht fast 3 Milliarden US-Dollar Verlust cgr. Der Fahrdienstanbieter Uber hat erstmals in den acht Jahren seines Bestehens Geschäftszahlen veröffentlicht. Wie das Wall Street Journal schreibt, stieg der Umsatz von Uber im vierten Quartal 2016 auf 2,9 Milliarden US- Dollar. Dies ist ein Zuwachs von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr erwirtschaftete Uber einen Umsatz von 6,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verlor Uber aber fast jeden zweiten Dollar. Der Verlust summierte sich auf 2,8 Milliarden Dollar. ▸ Webcode DPF8_36544 Umsatz von IBM schrumpft zum 20. Mal in Folge mur. IBMs Umsatz ist laut Bloomberg im Quartalsvergleich zum 20. Mal in Folge gesunken. Im ersten Quartal 2017 lag er bei etwa 18,2 Milliarden US-Dollar. Das sind rund 3 Prozent weniger als letztes Jahr. Der Gewinn belief sich auf gerundete 1,8 Milliarden Dollar. Er sank im Vergleich zum Vorjahr um zirka 13 Prozent. Doch nicht alles ist negativ. IBM definierte unter CEO Ginni Rometty neue Kernaktivitäten – die meisten davon wachsen. ▸ Webcode DPF8_36887 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2017

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