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Netzwoche 09/2016

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14 SPECIAL

14 SPECIAL Wertschöpfungskette In Kooperation mit ALSO Schweiz AG Kern des ALSO-Angebots sind massgeschneiderte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. möglich, in Sachen Retouren- und Repairsendungen optimale Endto-End-Lösungen anzubieten. Von dem Moment an, in dem ein Konsument sein Gerät im Laden vertrauensvoll aus der Hand gibt, bis zu dem Zeitpunkt, in dem er es wieder in Empfang nimmt, kann er den Verbleib und den Zustand seines Produkts jederzeit abrufen. Je mehr Transparenz gewährleistet ist, umso grösser sind die Kundenzufriedenheit und die Chance auf Folgegeschäfte. Daniel Verri, Leiter Marketing bei der Post CH AG, spricht gar von einer «massiven Steigerung» der Kunden-, aber auch der Mitarbeiterzufriedenheit seit Lancierung des «ALSO Repair-Services». Die Post habe «eine deutliche Entlastung und Effizienzsteigerung» in den Poststellen erzielen können. ALSO steuert für seine Kunden auch weitere Punkte im Aftersales-Zyklus wie das Kostenvoranschlagsmanagement und die Wiederverkaufs- oder Entsorgungsmöglichkeiten. Als Dienstleister auf allen Ebenen haben wir uns auch mit Services im Bereich Purchasing und Stock Financing etabliert. So unterstützen wir Kunden bei der operativen Beschaffung und sorgen für eine hohe Produktverfügbarkeit. Dank der Lagerfinanzierung reduziert sich das Working Capital der Unternehmen und gebundenes Kapital wird freigesetzt. Die Liquidität und die finanzielle Flexibilität werden deutlich erhöht, ohne Lagerbestände zu reduzieren. Eine Wareneinlagerung im Hause ALSO bedeutet eine individuelle und zuverlässige Bewirtschaftung der Güter. Die IT-gestützten Prozesse unterliegen höchsten Qualitätsanforderungen und garantieren von der Wareneinlagerung über die lückenlose Seriennummernverfolgung bis zur kanalspezifischen Auslieferung eine fehlerfreie Handhabung. Aus Sicht der Hersteller und Reseller ist es mit einer praktischen Lagermöglichkeit jedoch nicht immer getan – die Produkte sollen auch an den Kunden gebracht werden. Es besteht die Möglichkeit, die Konfektionierung von Waren der ALSO zu übergeben und somit den eigenen Aufwand zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Mit einem integrierten Produktionsplanungs-Tool lassen sich Reichweiten berechnen und eine permanente Verfügbarkeit sicherstellen. Mit einer hochflexiblen Just-in-Time-Produktion vermindern sich die Lagerhaltungs- und Stückkosten sowie die Gefahr eines drohenden Stock-outs beim Kunden. Der Transportbereich schliesst den Kreis zum oben genannten «MyDelivery»-Service. Als neutrales und unabhängiges Transport- Generalunternehmen führen wir die besten Lösungen im Portfolio. Damit können wir unseren Kunden die günstigste und effizienteste Transportmöglichkeit unterbreiten. 09 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit ALSO Schweiz AG Wertschöpfungskette SPECIAL 15 «Prozesse, die eine Firma nicht einzigartig machen, lassen sich immer auslagern» ALSO bietet massgeschneiderte Outsourcing-Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Viele Unternehmen sind beim Thema Auslagerungen aber immer noch vorsichtig. Urs von Ins, Chief Customer Officer Services von ALSO Schweiz, erklärt, warum diese Zurückhaltung unbegründet ist. Interview: Marcel Urech Haben Unternehmen zu Recht Angst, durch ein Outsourcing wichtige interne Kompetenzen zu verlieren? Urs von Ins: Nein, die Gefahr besteht nicht. Denn wenn sich ein Unternehmen mit seinen Leistungen und Angeboten im Wettbewerb differenzieren will, setzt das die Konzentration auf das Kerngeschäft und damit die Stärkung der internen Kompetenzen voraus. Und heute muss niemand mehr Aufgaben, die nicht dazugehören, selbst erbringen. Das lohnt sich gerade in der Logistik. Wer hier auf die Auslagerung verzichtet, riskiert sogar Wettbewerbsnachteile. « Ohne den Willen, die Prozesse seiner Kunden zu optimieren und sich auf ihre Bedürfnisse einzulassen, funktioniert keine Auslagerung. » Urs von Ins, Chief Customer Officer Services von ALSO Schweiz AG Viele Firmen lagern einzelne Geschäftsbereiche aus, um Kosten zu sparen. Gibt es noch andere Gründe? Bezahlt wird nur, was effektiv genutzt wird – das ist sicherlich ein grosser Vorteil. Günstig wirken sich auch Skaleneffekte aus, weil die Services an mehrere Kunden gehen. Zudem wird auf der Basis von Best Practice gearbeitet. Es sind Profis im Einsatz, die ihren Markt kennen und neueste Technologien einsetzen. Schliesslich können Unternehmen ihre oft limitierten Mittel zur Differenzierung im Markt einplanen und müssen nicht mehr in die eigene Logistik investieren. Wie kann ein Outsourcer die Supply-Chain-Prozesse optimieren? In dem Moment, wo man auslagert, bietet sich die Gelegenheit für ein Prozess-Reengineering. Man verschafft sich einen Überblick und kann dann, mithilfe des Outsourcing-Partners, die Prozesse neu organisieren. Der Outsourcer bringt dabei seine Sichtweise und Erfahrungen mit Best-Practice-Lösungen ein und wird so gleichsam zum «Sparringpartner» bei der Prozessoptimierung seiner Kunden. Outsourcing-Dienste sind oft stark standardisiert. Können dennoch individuelle Anforderungen berücksichtigt werden? Richtig ist, dass der jeweilige Dienstleister seine Kernprozesse so stark standardisiert wie möglich. Erlaubt ihm das doch, Skaleneffekte als attraktive Konditionen an seine Kunden weiterzugeben. Allerdings darf dabei nicht übersehen werden, dass gerade bei ALSO die Bedürfnisse der Kunden an erster Stelle stehen. Dabei spielt unsere Erfahrung eine grosse Rolle, da wir wissen, welche Prozesse sich heute problemlos in standardisierte Infrastrukturen integrieren lassen. Wann ist ein Outsourcing nicht sinnvoll? Das ist sicher bei den Kernprozessen einer Firma der Fall. Dort, wo man sich im Markt von seinen Mitbewerbern differenziert, also einzigartig ist, sollte man nicht auslagern. Allerdings existieren in jedem Unternehmen zumindest Teilprozesse, die nichts mit der Einzigartigkeit der Firma zu tun haben. Die lassen sich immer outsourcen. Was muss ein Outsourcing-Partner mitbringen? Ohne den Willen, die Prozesse seiner Kunden zu optimieren und sich auf ihre Bedürfnisse einzulassen, funktioniert keine Auslagerung. Umgekehrt muss eine Auslagerung vom CEO und der Geschäftsleitung eines Unternehmens mitgetragen werden. Denn es handelt sich um einen strategischen und langfristigen Entscheid. Welche Outsourcing-Dienstleistungen bietet ALSO an? Wir verstehen uns als Business-Process-Outsourcer und kümmern uns um den Waren-, Informations- und Wertefluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Kunden: von der Abholung in der Fabrik bis hin zur Auslieferung der Produkte an Privat- oder Geschäftskunden. Spezielle Services bieten wir bei der Beschaffung und Lagerfinanzierung sowie bei der klassischen Ein- und Auslagerung von Waren an. Ausserdem veredeln wir Produkte, spielen also etwa Software-Updates auf. Wir stellen den Transport sicher und unterhalten ein Retouren- und Repair-Center. Zudem bieten wir eine Palette von E-Commerce-Diensten. Wie verrechnet ALSO diese Dienstleistungen? Abgerechnet wird nach vereinbarten Transaktionspreisen über eine Monatsrechnung, zum Beispiel pro ausgefertigtem Lieferschein oder nach belegtem Lagerplatz. PERSÖNLICH Urs von Ins (48) ist Chief Customer Officer Services der ALSO Schweiz AG. Er verfügt über einen Abschluss als eidg. dipl. Marketingleiter der Universität Bern und absolvierte das AMP an der Business School INSEAD in Fontainebleau. Seit 2003 führt und entwickelt er das Servicegeschäft von ALSO. Zudem verantwortet er die Logistik und ist Mitglied der Geschäftsleitung der ALSO Schweiz AG. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2016

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