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Netzwoche 09/2016

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26 Web App-Projects Ihr

26 Web App-Projects Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir brauchen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Partner) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autorin: Gianna Crivelli NEUE APPS +Wounddesk App Die App des Schweizer Start-ups Digitalmedlab dient der professionellen Dokumentation und Pflege von chronischen Wunden. Am Mobile World Congress 2015 in Barcelona lancierten die Gründer die +Wounddesk App vorerst in Englisch. Nun gibt es sie auch auf Deutsch und Französisch. Die neue Version bietet unter anderem eine verbesserte Lokalisierung der Wunde, Datenexport und erweiterte Sicherheit. Mit der App können der Schweregrad sowie die Entwicklung der Wunde bewertet werden. Das 2012 von Patricia Sigam und Andreas Lorenz gegründete Unternehmen Digitalmedlab entwickelt mobile Anwendungen für das Gesundheitswesen. tChat App Auf einer langen Zugfahrt jede Menge Arbeit am Laptop zu erledigen und das Ladegerät vergessen? tChat hat jetzt die Lösung. Das Tessiner Start-up will mit seiner App Reisende im Zug einander näherbringen. User können sich in einem Zug einchecken und sehen, welche Reisenden ebenfalls tChat benutzen. Über den «Sag- Hallo-Button» können sie mit anderen Nutzern Kontakt aufnehmen. Ausserdem steht ein Gruppenchat zur Verfügung. Der Gründer und Geschäftsführer von tChat, Abdul Wahed Mehran, entwickelte die App, da er es schwierig fand, während einer Zugfahrt mit Mitreisenden in Kontakt zu treten. Das Unternehmen plane eine Lancierung in Italien, Frankreich und Deutschland. Portrait Play App Mit der Portrait Play App der Basler Agentur Appamics konnten die Besucher der Ausstellung «Gaugin to Picasso: Masterworks from Switzerland, The Staechelin & Im Obersteg Collections» in Washington D.C. ihr Selfie in ein Kunstwerk verwandeln. Für die Selfie- Kunstwerke standen vier Stile von Künstlern zur Auswahl, deren Werke Teil der Ausstellung waren: Marc Chagall, Ferdinand Hodler, Alexej von Jawlensky und Édouard Manet. Die Selfie-Werke wurden anschliessend auf einen Grossbildschirm projiziert. Appamics entwickelte die Portrait Play App gemeinsam mit der Philipps Collection, der Schweizer Botschaft, Schweiz Tourismus, Basel Tourismus und Basel Stadtmarketing. Auftraggeber: Digitalmedlab, Winterthur Auftragnehmer: Digitalmedlab, Winterthur, und Achtgrad, Zürich Technologien: Java, JSON, REST, PHP, jQuery, HTML, CSS, mySQL Verfügbar seit: April 2016 (neue Version) Auftraggeber: tChat, Lugano Auftragnehmer: tChat, Lugano Technologien: Swift, Java, MongoDB, Node.js Verfügbar seit: Deutschweiz: April 2016, Tessin: Februar 2016 (Betaversion) Auftraggeber: Schweizer Botschaft, Washington D.C., The Phillips Collection, Washington D.C., Schweiz Tourismus, Basel, Basel Tourismus und Basel Stadtmarketing Auftragnehmer: Appamics, Basel Technologie: iBeacon, iOS, Node.js, MongoDB/Mongoose Verfügbar seit: Oktober 2015 09 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 27 Mit IBMs Quantencomputer experimentieren gcr. IBM Research bietet Forschern Zugang zu seinem Quantencomputer. Die IBM Quantum Experience Platform operiert vom IBM T.J. Watson Research Center im Staat New York aus. Wissenschaftler können auf den Dienst in IBMs Cloud zugreifen, wahlweise mit einem Desktop-PC oder einem Mobilgerät, wie IBM mitteilt. Das Unternehmen will damit Innovationen für den praktischen Einsatz von Quantencomputern vorantreiben. Die Quantentechnologie stelle für IBM die Zukunft der Informationstechnik dar. Die Nutzer können auf der Plattform über die Cloud verschiedene Algorithmen testen, Experimente auf dem Quantenprozessor durchführen und mit den Quantenbits, kurz Qubits, arbeiten, wie es vonseiten IBM heisst. Insgesamt besteht der Prozessor aus fünf Qubits auf einem Siliziumchip. IBM öffnet Forschern den Zugang zu seinem Quantencomputer. Präsize Kontrolle der Qubits ist eine Herausforderung Das Qubit ist, analog zum Bit bei herkömmlichen Computern, die kleinstmögliche Speichereinheit. Anders als bei Bits können Qubits nicht nur die Zustände «0» und «1», sondern auch beide Zustände gleichzeitig annehmen. Diese als Superposition bezeichnete Eigenschaft ermöglicht es dem Quantencomputer, unter Millionen von Möglichkeiten die richtige Lösung viel schneller als normale Computer zu ermitteln. Die Herausforderungen im Quantencomputing sind noch gross. Qubits reagieren empfindlich, etwa auf Wechselwirkungen mit Materie und elektromagnetische Strahlung. Durch Umwelteinflüsse verlieren sie ihre Information, was zu Rechenfehlern führt. Um diese Einflüsse zu reduzieren, benötigen Quantencomputer riesige Kühlsysteme. Forscher arbeiten deshalb daran, Qubits präzise kontrollieren zu können. IBM plant nach eigenen Angaben, in der Zukunft weitere Qubits hinzuzufügen. Das Unternehmen schätzt, dass es etwa 50 Qubits braucht, um die schnellsten Supercomputer von heute zu übertreffen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7985 WWW.NETZWOCHE.CH Engagement Migros vernetzt VR-Start-ups gcr. Im Rahmen der Plattform «Beyond Cinema: The Swiss Digital Revolution» stellten drei Schweizer Virtual-Reality-Start-ups ihr Projekt am Filmfestival in Cannes vor. Beyond Cinema ist eine Initiative zur Förderung digitaler Kultur aus der Schweiz. Dieses Jahr will der Förderfonds Engagement Migros die Startups mit internationalen Investoren in Kontakt bringen, wie die Migros mitteilt. ▸ Webcode 7863 Amazee startet Hosting- Angebot für Drupal-Apps mur. Der Zürcher Webdienstleister Amazee bietet mit Amazee.io neu einen Hosting- Dienst für Drupal-Apps an. Die Lösung integriert laut dem Webdienstleister eine Entwicklungs- und Hosting-Plattform. Sie sei von Drupal-Entwicklern für Drupal-Entwickler geschrieben worden. Amazee.io läuft laut dem Anbieter in den drei unabhängigen Clustern Zürich, Virginia und Cape Town. ▸ Webcode 7990 MÜLLERS KLEINES ABC A wie Autokorrektur Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Die Autokorrektur ist ja gut gemeint und dient grob gesagt folgenden Zwecken: Sie soll 1. ihre Nutzer vor peinlichen Fehlern in Dokumenten bewahren und 2. das Schreiben auf den mobilen Geräten erleichtern. Letzteres tut sie, indem sie angefangene Wörter ergänzt – entweder automatisch oder in Form einer Auswahl. Realität: Fall 1 ist recht harmlos und kommt fast nur auf dem PC vor. Es wird ja gemunkelt, dass die Autokorrektur in der Regel nur nutzt, wer nicht weiss, wie man sie abschaltet. Wer sie nutzt, braucht sie nur zum Markieren von falsch geschriebenen Wörtern (solche, die nicht im Wörterbuch stehen) respektive zum manuellen Korrigieren des fertigen Textes. Nutzer dieses Typs dürfen sich zwar hin und wieder wundern, warum das Programm Allerweltswörter notorisch nicht erkennt oder nach Abkürzungen wie «bzw.» partout Grossschreibung fordert. Doch das nehmen sie als Gegengeschäft für eine verbesserte Rechtschreibung in Kauf. Spannend hingegen ist Fall 2. Weil das Schreiben auf Handys und Tablets so beschwerlich ist, lockt dort die automatische Wortergänzung. Wer aber hier nicht aufpasst, sorgt rasch für ungewollte Heiterkeit. Dann wird vom Chef etwa unverblümt bessere Verhütung statt bessere Vergütung gefordert. Es wird kurzerhand die Siam-Katze zerschlissen – statt die SIM-Karte. Aus dem Weihnachtsgeschenk für Onkel Albert wird ein Wehrmachtsgeschenk und aus dem Backenbart von Franz ein Hitlerbart. Die Nacht wird zur Macht, der Suff zum Puff. Fazit: Ohne das Präfix «Auto» kann die Korrekturfunktion ein Segen sein. Ja, in Anbetracht der E-Mails, die einem täglich ins Büro flattern, möchte man die IT-Verantwortlichen dieser Welt am liebsten anflehen, doch bitte die Autokorrektur per Nutzerrichtlinie zentral einzuschalten. Als Schreibhilfe auf dem Handy lässt sich die Wortergänzung hingegen nur jenen empfehlen, die ein dickes Fell haben oder die Nerven, jede Wortergänzung genau zu prüfen. Artikel online: auf www.netzwoche.ch Webcode 8080 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2016

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