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Netzwoche 09/2016

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40 Management & Career

40 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Infocomm baut Programm im DACH-Raum aus cwi. Der Fachverband der professionellen Audiovisual-Industrie Infocomm hat sein Engagement im DACH-Raum ausgebaut. Er führt etwa Einstiegsseminare für AV-Technik oder spezialisierte Schulungen für Fortgeschrittene ein, wie es in einer Mitteilung des Verbands heisst. Das Angebot umfasse verschiedene Zertifizierungsprogramme, wie etwa das zum «Certified Technology Spezialist (CTS)». Für die Zertifizierungen arbeitet der Verband mit Unternehmen zusammen. ▸ Webcode 8031 ICT-Prüfungskommission wächst tjo. Der Vorstand von ICT-Berufsbildung Schweiz hat neue Mitglieder in die Prüfungskommission gewählt, wie der Verband mitteilt. Neu dabei sind Stefan Bryner von der Organisation und Informatik der Stadt Zürich (OIZ), Daniel Jäggli von Leuchter IT Solutions, Sibylle Hug von der IT- Abteilung der SBB und Lukas Ruggli, IT-Leiter bei der Post. Der Vorstand wählt die Mitglieder der Kommission für eine Amtsdauer von jeweils vier Jahren. ▸ Webcode 7971 Qualifikation für Junghacker gestartet cgr. Die Qualifikation für die European Cyber Security Challenge 2016 ist eröffnet. Noch bis zum 15. August werden die besten Junghacker der Schweiz gesucht. Zur Teilnahme berechtigt sind Programmierer zwischen 14 und 30 Jahren, wie die Veranstalter mitteilen. Zunächst gibt es einen Onlinetest, über den sich die Kandidaten für die Schweizer Endausscheidung qualifizieren können. Online abgefragt werden ausser Grundwissen auch «Kreativität, Durchhaltewille und Forschungsdrang», wie es weiter heisst. ▸ Webcode 7918 FFHS lanciert Big-Data-Weiterbildung dkl. Daten richtig nutzen. Das können in der Schweiz noch zu wenige, wie die Fernfachhochschule Schweiz mitteilt. Mit ihrem DAS-Studiengang in Data Science will sie das ändern. Während drei Semestern vermittelt die Hochschule den Studierenden nach eigenen Angaben die Grundlagen der wichtigsten Big-Data-Technologien. Studierende würden statistische Methoden erlernen, um Daten auszuwerten und wirtschaftlich relevante Fragestellen zu entwickeln. Big Data, Analyse und Datenvisualisierung Absolventen der Weiterbildung beherrschen laut Mitteilung verschiedene Techniken zur Datenvisualisierung und besitzen Kenntnisse in Information Retrieval und Machine Learning. Der DAS-Studiengang umfasst insgesamt 30 ECTS und besteht aus den drei Modulen CAS Big Data, CAS Statistische Datenanalyse und Datenvisualisierung sowie CAS Datenanalyse. Die Weiterbildung ist Teil des MAS Die Jungen wollen mitreden gsa. Die Digitalisierung treibt Unternehmen vor sich her. Das Business muss Hand in Hand mit der IT-Organisation Lösungen auf Fragen finden, die in immer kürzeren Abständen aufkommen. Junge Manager, die mit digitalen Angeboten aufgewachsen sind, scheinen sich an die komplexen Entwicklungen der digitalen Transformation angepasst zu haben. Die Dynamik der Digitalisierung ist für sie normal, wie die Studie «Global Perspectives Barometer 2016» zeigt, erstellt vom GfK Verein und dem St. Gallen Die Führungskräfte von morgen fordern schon heute ein Mitspracherecht. Web4Business. Alle CAS sowie das DAS können losgelöst vom Masterstudiengang belegt werden. Studienbeginn im August Pro CAS verlangt die Hochschule 4000 Franken inklusive Lehrmittel und Prüfungsgebühr. Die komplette Weiterbildung kostet also 12 000 Franken. Anmeldeschluss für das Herbstsemester 2016 mit Start im August ist der 31. Mai 2016. Die Anmeldung kostet 150 Franken. Zugelassen sind Absolventen von Hochschulen, von höheren Fachschulen und Inhaber eines eidgenössischen Fachausweises oder eines eidgenössischen Diploms. Wer keine dieser Anforderungen erfüllt, jedoch über mehrjährige, relevante Berufserfahrung verfügt, kann sich «sur dossier» bewerben. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8086 Symposium. Junge Manager, und somit die Führungskräfte von morgen, fordern von der Führungsriege, ihr Entscheidungsverhalten radikal zu überdenken und sich bewusst sowie anders zu entscheiden. Doch was heisst das konkret? Aus den Ergebnissen der Studie leiten die Autoren drei Thesen ab. Diese zeigen auf, wie sich künftige Führungskräfte Entscheidungsprozesse vorstellen: ·· Die grössten Risiken bergen dringend nötige Entscheidungen, die versäumt werden. Die wichtigsten Fehlerquellen liegen wiederum in der Entscheidungsvorbereitung. ·· Manager treffen falsche Entscheidungen, wenn sie sich in ihrer Komfortzone bewegen und nicht aktiv Widerspruch von ihren Mitarbeitern einfordern. ·· Beziehen Sie Mitarbeiter in Entscheidungen ein, oder die Besten werden gehen! Fazit Künftige Führungskräfte wollen in einer informationsgetriebenen und dezentralen Organisation arbeiten, in der mit klar definierten Zielen und nicht durch Hierarchie geführt wird, kommt die Studie zum Schluss. Die Studie «Global Perspectives Barometer 2016» kann auf der Website des GfK Verein heruntergeladen werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8110 09 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 41 ICT-Beschäftigte wünschen sich Teilzeitjobs Mit der passenden Infrastruktur verfügt die ICT-Branche über eine gute Grundlage für flexible Arbeitsplatzmodelle. Was Teilzeitmodelle betrifft, hat das ICT-Umfeld jedoch noch Nachholbedarf. Die Redaktion fragte nach bei Jobcloud, Teilzeitkarriere.com und ICT-Switzerland. Autorin: Gianna Crivelli Nur 18,5 Prozent der ICT-Stellenangebote auf Jobs.ch sind laut Jobcloud-CEO Renato Profico aktuell in Teilzeit ausgeschrieben. Auf dem Jobportal Teilzeitkarriere.com, das auf Teilzeitstellen spezialisiert ist, findet der Webcrawler täglich im Schnitt rund 500 ICT-Stellen. Das sind lediglich etwa 3 Prozent der insgesamt 15 000 offenen Stellen. Andy Keel, Gründer von Teilzeitkarriere.com, ist deshalb auch der Meinung, dass sich flexible Arbeitszeitmodelle im ICT- Bereich noch nicht durchgesetzt hätten. Ein Drittel will auf Teilzeit reduzieren Diese Aussagen werden von Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS) untermauert, die das Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) zur Verfügung stellte. Von 2008 bis 2015 ist beim Anteil der Teilzeitarbeitenden in der ICT-Branche keine Entwicklung ersichtlich (Teilzeit entspricht in der Statistik einer Anstellung von unter 90 Stellenprozent). Bei den Frauen hat sich dieser Anteil bei durchschnittlich 38 Prozent, bei den Männern bei rund 13 Prozent eingependelt. Interessant ist jedoch, dass in der ICT-Branche 2015 fast ein Drittel der Frauen und 21 Prozent der Männer in ICT-Berufen den Wunsch hegten, auf Teilzeit umzustellen. Die Nachfrage ist da. Weshalb harzt es also bei der Um setzung? Profico ist der Meinung, dass etwa eine Umstellung von 80 auf 70 Prozent wenig problematisch sei. «Schliesslich heisst es sogar, Mitarbeiter, die zu 80 Prozent tätig sind, seien die effizientesten, da sie einen Vollzeit-Job in kürzerer Zeit erledigen», sagt er. Anstellungen unter 70 Prozent müssten jedoch gut organisiert werden. Diese Ansicht teilt Andreas Kaelin, Geschäftsführer von ICT- Switzerland. Beschäftigungen unter 50 Prozent würden sich in der ICT-Branche aus inhaltlicher wie wirtschaftlicher Sicht nicht eignen. Gerade bei Grossprojekten sei die Organisation und Wissensweitergabe in diesem Kontext problematisch. Unternehmenskultur ist entscheidend Auch die Einstellung des Arbeitgebers spielt eine wichtige Rolle. Eine gewisse Flexibilität ist laut Kaelin Voraussetzung, um Teilzeitarbeitsmodelle erfolgreich umzusetzen. Die Grösse des Unternehmens habe dabei keinen Einfluss. Die Unternehmenskultur ist auch für Keel ausschlaggebend. Profico sieht das anders: «Im ICT-Bereich sind hauptsächlich staatliche Verwaltungen oder Grosskonzerne wie ICT-BESCHÄFTIGUNG IM JAHR 2015 (QUELLE: BFS, IWSB) Teilzeitbeschäftigte Vollzeitbeschäftigte mit Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung Vollzeitbeschäftigte ohne Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung 18 % 13 % « Es heisst, Mitarbeiter, die zu 80 Prozent tätig sind, seien die effizientesten. » Renato Profico, Jobcloud 69 % Männer (n = 179 800) 35 % 19% Frauen (n = 31 000) 46 % Total beschäftigte Frauen Total beschäftigte Männer 15 % 85 % Total ICT-Beschäftigung (n = 210 800) Swisscom oder Microsoft teilzeitfreundlich.» Aufgrund der vorhandenen Ressourcen seien dort die Möglichkeiten grösser. Gute Beispiele sind vorhanden Es gibt sie aber, die ICT-Unternehmen, die das Teilzeitarbeitsmodell erfolgreich umgesetzt haben. Swisscom etwa beschäftigt insgesamt 13 Prozent ihrer Mitarbeiter in Teilzeit. Im Ranking der 100 Top-Teilzeit-Arbeitgeber 2015 der Schweiz von Teilzeitkarriere.com schaffte es der Telko als bestes ICT-Unternehmen auf Platz 13, wie Profico sagt. Aber auch kleinere Unternehmen wie Ergon Informatik zeichnen sich durch flexible Arbeitszeitmodelle aus. Keel nennt den Informatikdienstleister mit rund 200 Mitarbeitern als ein «herausragendes Beispiel einer modernen und aufgeschlossenen Unternehmenskultur». Solche Beispiele zeigen, dass grosse Unternehmen wie KMUs Teilzeitmodelle umsetzen können. Entscheidend scheint eine offene und moderne Unternehmenskultur zu sein. Die Zahlen des BfS zu den Vollzeit- und Teilzeitanstellungen spiegeln zudem ein altes Rollenmuster wider. Nach wie vor seien es Frauen, die auf Teilzeit umstellen, sagt Profico. Entwicklungspotenzial sieht er bei Männern wie bei Frauen. Bei Männern müsse aber eine «grundlegende gesellschaftliche Entwicklung» stattfinden. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2016

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