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Netzwoche 09/2016

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46 Last Curiosities 007

46 Last Curiosities 007 darf nicht mehr für Geburtstagskarten recherchieren Agenten des britischen Geheimdienstes Government Communications Headquarters (GCHQ) dürfen ihre Datenbank nicht mehr für den persön lichen Gebrauch nutzen, wie The Register berichtet. Neue interne Richtlinien sollen den Umgang der Spione mit grossen Datensammlungen festhalten. Dadurch will der Geheimdienst laut dem Onlineportal Pressetext den Missbrauch der Datenbanken verhindern. Tatsächlich hätten Spione des GCHQ die Datenbank für persönliche Zwecke verwendet. Sie hätten etwa Adressen recherchiert, um Geburtstagskarten zu versenden oder Passnummern von Bekannten ausfindig gemacht, um Reisen zu organisieren. Die neuen Richtlinien halten deshalb fest, dass eine Recherche ausschliesslich aus beruflichen Gründen durchgeführt werden darf. Angehörige der Agenten müssen nun in Zukunft wohl etwas länger auf ihre Geburtstagskarten warten. Merkwürdiges aus dem Web CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung! Autoren: Gianna Crivelli und Fabian Pöschl Do the Robo-Dance Der japanische Hersteller Sharp hat zwar etliche Geschäftsbereiche verkauft. Den Humor verliert er offenbar aber nicht. Wie «20 Minuten» schreibt, bringt Sharp den Miniroboter «Robophon» auf den Markt – vorerst nur in Japan und für umgerechnet rund 1800 Franken. Die Mission des Miniroboters: seinen Besitzer unterhalten. Langweilig dürfte es mit ihm – zumindest für die ersten Augenblicke – nicht werden. Der «Robophon» kann sprechen und versteht Befehle, er verfügt über ein Gesichts- und Spracherkennungssystem und kann auch selbstständig aufstehen und herumspazieren. Und: Er beherrscht den Robo- Dance. Falls jemand anruft, streckt er seine Arme aus. Sein Kopf dient dann als Hörmuschel, die Füsse als Mikrofon. Denn das Gerät ist gleichzeitig ein Android- Smartphone mit 2-Zoll-Display auf dem Rücken. Die Augen nutzt der Roboter als Linsen für einen integrierten Projektor. «Robophon» ist 20 Zentimeter gross und wiegt rund 390 Gramm. Sport mit «atemberaubender» Aussicht Werden die Fussball-, Baseball-, Basketball- und Football-Stars schon bald von Drohnen abgehängt? Der US-Sportkanal ESPN hat einen Deal mit der International Drone Racing Association (IDRA) unterzeichnet. Wie der Sender schreibt, sicherte er sich die internationalen Übertragungsrechte von der IDRA, um mit einer wachsenden und leidenschaftlichen Zuschauerschaft in Kontakt zu kommen. Der neue Vertragspartner sei die weltweit grösste Organisation für Drohnen-Renn-Events. Das Besondere an Drohnenrennen: Die «Fahrer» steuern ihre Drohne dank spezieller Brillen aus der Egoperspektive. «Drohnenrennen geben jedem das Gefühl, wie ein Superheld zu fliegen», sagt Scot Refsland, Vorsitzender der IDRA. Auch ESPN scheint vom neuen Sport überzeugt. Los geht’s bei ESPN im August mit den US-Meisterschaften in der Upper New York Bay auf Governors Island. Der Sender verspricht einen atemberaubenden Blick auf Lower Manhattan und die Freiheitsstatue. Beim Produzenten setzt ESPN auf einen Emmy-Gewinner, der wichtige Positionen bei der Baseball-Produktion besetzte. Schimmel in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung So kann es gehen, wenn man mit der Digitalisierung hinterherhinkt. Die deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verantwortet die Vergabe und Kontrolle von Zuschüssen aus der Bundeskasse für Hilfs- und Beratungsprojekte. Nun sind im Keller der BZgA unkontrollierte Rechnungsbelege der Deutschen Aids Hilfe über 13,7 Millionen Euro einem Schimmelpilz zum Opfer gefallen, wie die «Süd deutsche» berichtet. Die rund 300 betroffenen Aktenordner wurden vorsichtshalber vernichtet. Ekin Deligöz, stellvertretende Vorsitzende im Bundestags-Ausschuss für Rechnungsprüfung, gab der BZgA laut «Süddeutsche» einen guten Tipp: «Schimmel vermeidet man durch Lüften. Das kann auch gegen dicke Luft mit dem Rechnungshof helfen.» Knastis «lieben» das Nanophone Auch hinter schwedischen Gardinen sind Smartphones wohl bei vielen beliebt. Doch weil die so gross sind, schmuggeln die Gefängnisinsassen lieber Nanophones in ihre Zelle – oder lassen sie schmuggeln. Das lippenstiftgrosse Zanco Fly etwa lässt sich besonders gut verstecken, wie Vice.com unter Bezug auf Amazon-Kommentare schreibt. So schreiben Nutzer über solche Geräte etwa: Keine Analprobleme!!! Hat meinem Po überhaupt nicht wehgetan, vielen Dank :-)» Einer, der sich im Knast auskennt, ist Ex-Häftling Carl Cattermole, Autor des lesenswerten Survival Guide für Häftlinge (prisonism.co.uk). «Telefone gibt es überall», sagt Cattermole gegenüber Vice. Besonders wichtig bei solchen Geräten: Plastik. Hersteller werben mit Claims wie «Beat the boss», gemeint ist der Metalldetektor. Viel mehr als Telefonieren und SMS schreiben könne man mit solchen Geräten mit 0,66-Zoll-Display nicht. Sonst würde es schmerzhafter. Illustrationen: iStock 09 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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