Aufrufe
vor 1 Woche

Netzwoche 09/2020

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IDC korrigiert Prognose für IT-Ausgaben kfi. Marktforscher IDC hat seine Prognose für die weltweiten IT-Ausgaben 2020 nach unten korrigiert. Die Ausgaben würden nicht wie zuvor angenommen um 2,7 Prozent zurückgehen. Stattdessen rechnet IDC nun mit einem Rückgang von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Marktforscher mitteilt. Im ICT-Bereich, der Ausgaben für Telekommunikations- und Business-Dienstleistungen miteinbezieht, würden die Ausgaben um 3,4 Prozent zurückgehen. Totemo wagt sich in neue Geschäftsfelder osc. Totemo steigt beim Zuger Blockchain-Start-up Vereign ein. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, beteiligt sich der Anbieter von Verschlüsselungslösungen finanziell und operativ an Vereign. Ziel der Partnerschaft seien verschiedene gemeinsame Projekte. Eine erste Lösung soll noch dieses Jahr an den Start gehen. Für Totemo sei Vereign interessant, weil die Partnerschaft Zugang zu technologischen Innovationen biete, welche die eigenen Lösungen rund um die Sicherheit in der elektronischen Kommunikation ergänzten. Liechtenstein hat eine E-ID kfi. Liechtenstein hat seine elektronische Identifikation (E-ID) per 29. April lanciert. Die bisherigen Systeme «lilog» und «lisign» werden nur noch bis Ende 2020 laufen, wie das «Presseportal» mitteilt. Die Nutzung der E-ID sei alleine mit dem Mobilgerät möglich, sofern die App «eID.li» darauf installiert sei. Die E-ID sei das Kernstück zur sicheren Nutzung von elektronischen Dienstleistungen. Auf dem Mobilgerät würden lokal keine Daten gespeichert. Bei Verwendung der E-ID würden Daten, für die der Empfänger autorisiert sei, in Echtzeit aufbereitet und übertragen. Neue Liquiditätshilfen für Start-ups Bild: Cosmix / Pixabay.com jor. Der Bundesrat will «aussichtsreiche Start-ups» mit coronabedingten Liquiditätsengpässen über das Bürgschaftswesen unterstützen. Bund und Kantone verbürgen gemeinsam bis zu 154 Millionen Franken, wobei 100 Millionen Franken beim Bund und die restlichen 54 Millionen bei den Kantonen angebunden sind. Pro Start-up verbürgen Bund und Kantone bis zu 1 Million Franken, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt. Der insgesamt verbürgte Betrag dürfe dabei höchstens einem Drittel der laufenden Kosten 2019 des Start-ups entsprechen. In begründeten Fällen können die Kantone in ihrer Beurteilung davon abweichen. Die laufenden Kosten umfassen insbesondere die Löhne, die nicht aktivierungsfähigen Investitionen, die Mieten, Kosten für Patentanmeldungen und Patentanwälte sowie die Kosten für interne oder ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungsprozesse. Den Antrag für eine Bürgschaft können Start-ups auf easygov.swiss stellen. Berücksichtigt würden Bürgschaftsanträge, die vom 7. Mai bis zum 31. August 2020 auf der Website eingehen. Der Bürgschaftsantrag werde mit allen nötigen Unterlagen aus Easygov dem teilnehmenden Kanton übermittelt. Eine vom Kanton bezeichnete Stelle soll die Voraussetzungen prüfen und ihre Beurteilung des Antrags an die zuständige Bürgschaftsorganisation weiterleiten. Abschliessend entscheidet laut dem Seco die Bürgschaftsorganisation, ob eine Bürgschaft zustande kommt. Auf dieser Basis könnten Start-ups einen verbürgten Kredit bei einer beliebigen Bank beantragen. Die Kantone Waadt und Neuenburg haben als erste Kantone ihre Teilnahme an den Unterstützungsmassnahmen für Start-ups bestätigt. Die zuständigen kantonalen Stellen können bei der Beurteilung auf ein Expertengremium zurückgreifen, das von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse koordiniert wird. Der Wind hat gedreht für Abraxas Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch rja. Abraxas hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Das Unternehmen verbucht einen Gewinn von 2,3 Millionen Franken. Der Nettoerlös beträgt 203,6 Millionen Franken. Man schliesse das Jahr «als gesundes Unternehmen mit einer stabilen Bilanz ab», schreibt Abraxas in einer Mitteilung. Ein Jahr zuvor hatte Abraxas noch einen Verlust von 10,7 Millionen Franken vermeldet. Abraxas begründete das Ergebnis unter anderem mit Kosten der Fusion mit den Verwaltungsrechenzentren St. Gallen (VRSG). 2019 habe man formell die Integration des Unternehmens abgeschlossen, heisst es in einer Mitteilung. Der Fusionsprozess habe viel Aufwand und Energie verbraucht, sagt Abraxas-CEO Reto Gutmann im Interview: «Wenn es ein zentrales Learning für mich gibt, dann das: Als Dienstleistungsunternehmen muss man stets auch in solchen herausfordernden Zeiten die Kunden im Fokus behalten.» Im Gespräch gibt Gutmann einen Ausblick auf das laufende Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch CEO Reto Gutmann darf sich über die Zahlen von Abraxas freuen. Geschäftsjahr. Zwar rechnet er damit, dass die Coronakrise die Auftragslage drücken wird. Aber es gebe auch einen Lichtblick: «Die Pandemie könnte die IT-Investitionen im öffentlichen Sektor kurz- bis mittelfristig sogar positiv beeinflussen.» 09 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business 20 Jahre Netzwoche 09 2008: Krise? Welche Krise? Die Wunden der Dotcom-Blase sind 2008 noch kaum verheilt, da zieht schon der nächste Sturm am Horizont auf. Wie schlimm trifft die Finanzkrise aus den USA die ICT-Branche? Am Ende triumphiert der Optimismus – auch dank der Vorreiter aus dem Silicon Valley. Autor: Oliver Schneider 2008 ist ein Jahr, das vor allem wegen der Turbulenzen auf den Weltfinanzmärkten in Erinnerung bleibt. Dabei spielt sich das Banken-Drama erst in den letzten Monaten des Jahres ab. Der Kollaps von Lehman Brothers, die Rettung der UBS und das Quantitative Easing der Zentralbanken lassen fast vergessen, dass sich auch in der IT so einiges tat. Schliesslich ist 2008 in der Schweiz offizielles «Informatikjahr». Die Anzeichen, dass es wirtschaftlich schwierig werden könnte, sind allerdings schon im Januar da, wie Thomas Brenzikofer in der ersten 2008er-Ausgabe der Netzwoche schreibt. Trotzdem startet die Schweizer ICT- Branche mit Zuversicht, gar Euphorie ins neue Jahr. Die Umsätze sollen wachsen, Tech-Giganten wie Google bauen in der Schweiz ihre Europa-Hubs und die heissbegehrten Fachkräfte holt man sich jetzt einfach aus dem Ausland. Schon im Februar trübt sich die Laune allerdings ein. Auch die Aktienkurse der ICT-Firmen leiden unter der Finanzkrise. Und Cyberpunk-Autor Bruce Sterling warnt im Interview mit der Netzwoche: «Das Web 2.0 ist tot.» Ende März stellt Redaktor Alessandro Monachesi eine ketzerische Frage: «Wie viele E-Health-Anlässe braucht die Schweiz?» Zum E-Healthcare.ch-Kongress kommen nämlich neu der E-Health Summit und das E-Health Forum. Im April rechnet die Sonderpublikation «Netzreport» vor, wie viel Geld ein durchschnittliches KMU pro Jahr und Mitarbeiter für die IT ausgibt: 6000 Franken. Im Detail zeigen sich allerdings grosse Unterschiede. wird dann im August deutlich. Das iPhone beginnt, den Smartphone-Markt aufzurollen. Palm und Blackberry müssen sich warm anziehen. Wer Apple sagt, der muss auch Google sagen, denn 2008 kommen die ersten Android-Handys auf den Markt. Zuvor erfindet Google aber noch den Browser neu, wie die Netzwoche im September berichtet. Chrome geht an den Start. Im Crash-Monat Oktober stellt Alessandro Monachesi dann die Frage: «Ist die Krise in der ICT angekommen?» Die Branche ist sich uneinig, Analysten widersprechen sich. Während Firmen mit vielen Kunden im Finanzsektor bangen, scheinen die grossen Webkonzerne gut auf die Zukunft vorbereitet. Das zeige sich auch in der Politik, schreibt Thomas Brenzikofer im November. Mit Barack Obama hätten die US-Amerikaner einen regelrechten ICT- Präsidenten gewählt. Der holte nicht nur hochrangige Vertreter der Branche in seinen Beraterstab, er kündigte wenige Tag nach seiner Wahl auch ein Hightech-Politprogramm an. «Online First» lautet die Devise. Diesen Optimismus nimmt die Netzwoche auch mit in den Dezember. Eine Wiederholung des Dotcom-Debakels sei trotz allem nicht zu erwarten, heisst es zum Jahresende. Denn: Die IT sei anders als 2001 nicht Teil der Krise, sondern könnte Teil der Lösung sein. Ein guter Vorsatz für's neue Jahr. i RÜCKBLICK An dieser Stelle blickt die Redaktion auf 20 Jahre Netzwoche zurück. In jeder Ausgabe des Jahres finden Sie die Highlights, Kuriositäten und führenden Köpfe aus zwei Jahrzehnten Schweizer IT- Geschichte. Das Jubiläumsdossier finden Sie online www.netzwoche.ch Das bewegte die ICT-Welt im Jahr 2008. Gartner ruft das Cloud-Zeitalter aus, Apple erobert den Handymarkt Der Mai gibt einen Vorgeschmack darauf, wohin das Geld der CIOs in Zukunft fliessen könnte. An seinem Symposium in Barcelona präsentiert Gartner den grossen Trend der IT: Cloud Computing. «Die IT-Dienstleistungen der Zukunft kommen aus der Wolke», titelt die Netzwoche. Wirklich neu sei daran aber nicht die Technologie, sondern die Einstellung der Kunden. Im Juni kommt eine beunruhigende Entwicklung ans Licht. Obwohl es dem Schweizer IT-Sektor insgesamt gut geht, überleben vergleichsweise wenige Start-ups die ersten Jahre. Redaktor Christian Walter geht auf Spurensuche. Ein Krieg tobt in der Juli-Ausgabe der Netzwoche – der Formatkrieg. Die Debatte um die Standardisierung von Microsofts Office Open XML entpuppt sich genauer betrachtet allerdings als Sturm im Wasserglas. Was sich bereits 2007 ankündigte, www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2020

Archiv