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Netzwoche 1/2019

16 DOSSIER Digital

16 DOSSIER Digital Government In Kooperation mit Abraxas Informatik AG Die auf dem Markt am häufigsten nachgefragten Module für digitales Government sind: Steuern, Einwohner (Subjekte), Lohn/HR (Personal), Finanzen, Soziales, Geschäftsverwaltung (Management) und E-Government-Lösung (Transaktionsplattform). Personaldossiers, ein Mitarbeiter-Portal sowie auch eine mobile Zeit-, Leistungs- und Spesenerfassung sind ebenfalls Bestandteile einer modernen HR-Lösung. Geschäftsverwaltungslösung: Sie unterstützt Gemeindeverwaltungen idealerweise in der digitalen Geschäfts-, Dokumenten-, Sitzungs- und Task-Verwaltung. Dabei hält sie den Informationsfluss transparent und ermöglicht jederzeit einen Überblick über die offenen Geschäfte und Aufgaben. Je nach Bedürfnissen der Gemeinde können Fachlösungen für folgende Prozesse zur Verfügung gestellt werden: Baugesuche, Einbürgerungen, Friedhofsverwaltung, Hundekontrolle, Kinderund Erwachsenschutz, Schülerverwaltung, Vertragsverwaltung und Einbürgerungen. Steuerlösung: Eine solche je nach Kanton optional erforderliche Lösung unterstützt Gemeinden und Städte optimal dabei, ihre Steuern erheben zu können: Dank eines umfangreichen Regelwerks kann eine automatisierte, komplette Veranlagungsberechnung durchgeführt werden. Der Steuerbezug umfasst unter anderem automatisierte Rechnungserstellung und -versand, Zahlungsverbuchungen und die Kontoführung von Steuerpflichtigen und Körperschaften. Vielfach ist im Umfeld der Steuern die applikatorische Unterstützung bei der Verlustscheinbewirtschaftung von Vorteil – diese generiert zusätzliche Einnahmen. Soziallösung: Sie wird in der Regel von eher grösseren Gemeinden oder Städten benötigt. Die Lösung beinhaltet idealerweise eine Adressverwaltung für Klienten, Verrechnungspartner, Asylsuchende, Flüchtlinge, Zentren und Unterkünfte und deckt die gesamte Fallführung mit Klientendossiers, Pendenzen, Situationsanalysen und Zielvereinbarungen ab. «Portal»-Lösung für E-Government-Services: Sie dient als Drehscheibe für die Integration aller vorgenannten Module respektive Fachapplikationen. Diese Transaktionsplattform stellt sämtliche relevanten Komponenten bereit, um als Gemeinde erfolgreich Digital-Government-Services für Bevölkerung und Wirtschaft anbieten zu können. Dazu gehören ein Identitätsund Registrierungsservice, die Abbildung von Geschäftsprozessen und die Anbindung von Fachapplikationen. Damit werden die Bedürfnisse der Bevölkerung ins Zentrum gestellt und so ein durchgängiger Online- und Mobile-Zugriff auf wichtige Anwendungen ermöglicht. Begleitung im Betrieb: Für ein reibungsloses Funktionieren des digitalen Gemeindehauses genügt es aber nicht, einfach nur die passende Software hinzustellen. Nach den ersten beiden Schritten – Beratung und Bereitstellung einer modularen Lösung – stellt die Begleitung im Betrieb den weiteren Weg der Gemeinde in die digitale Zukunft sicher. Eine massgeschneiderte, modulare Lösung erfordert auch einen personalisierten Support sowie laufende Pflege und Weiterentwicklung. Was es also braucht, ist ein digitaler Hauswart, der bei Fragen zu Betrieb und Wartung schnell und gezielt Unterstützung bieten kann. Keine anonymen Callcenter, sondern fachbezogene Supporteinheiten mit Verwaltungs-Know-how. Der Kundenservice enthält im Idealfall auch ein umfassendes Schulungsangebot – von Quick Guides über E-Learnings bis hin zu Schulungen vor Ort. So begleitet, können sich Gemeindemitarbeitende voll und ganz aufs Kerngeschäft konzentrieren und die Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung zeitgemäss abdecken. « Nach den ersten beiden Schritten – Beratung und Bereitstellung einer modularen Lösung – stellt die Begleitung im Betrieb den weiteren Weg der Gemeinde in die digitale Zukunft sicher. » Patrick Kohler, Leiter Verkauf Gemeinden, Abraxas Informatik AG 01 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Abraxas Informatik AG Digital Government DOSSIER17 «Die Welle kommt nicht – sie ist da» Städte und Gemeinden bei der Digitalisierung gut beraten und begleiten. Das ist ein wichtiger Teil des Jobs von Patrick Kohler, Leiter Verkauf Gemeinden bei der Abraxas Informatik AG. Beratung ist matchentscheidend, weil der digitale Service Public immer mehr auch eingefordert wird. Im Interview betont Kohler die Wichtigkeit von verwaltungsinternen Treibern, um die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Interview: Oliver Schneider Lösungen für das digitale Gemeindehaus scheinen zu existieren. Warum läuft die Umstellung auf durchgängiges E-Gov trotzdem so schleppend in der Schweiz? Patrick Kohler: Ich sehe zwei Aspekte, die hier hineinspielen. Erstens haben wir in der Schweiz bereits eine sehr gut funktionierende Verwaltung, die nahe bei ihrer Bevölkerung ist. Als Bürger bekommt man schnell das, was man braucht – anders als in anderen Ländern, Stichwort: Föderalismus. Zweitens ist der Druck, sich anzupassen, noch weniger gross als in der Wirtschaft. Bei den Verwaltungen hängt das Überleben nicht davon ab. Die Einführung der digitalen Verwaltung braucht Ressourcen und die Bereitschaft zur Transformation. Was raten Sie Gemeinden, in denen es an beidem mangelt? Die Voraussetzungen für den digitalen Wandel sind da: Auf Bundesebene sowie in vielen Kantonen liegen Digitalisierungsstrategien vor, viele Städte leisten sich Chief Digital Officer. Die Welle kommt nicht, sie ist bereits da. Daher rate ich den Gemeinden, das Thema aktiv anzugehen und nicht, sich treiben zu lassen. Der Wandel braucht Ressourcen, er führt aber auch zur Verschiebung von Stellenprozenten. Zudem öffnet er neue Möglichkeiten und Chancen. Digital werden die Prozesse effizienter und kundenfreundlicher, vorausgesetzt man ist bereit, sie neu zu denken. Hier den öffentlichen Verwaltungen neue Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen, dafür ist Abraxas da. Wo liegen aus Ihrer Sicht die grössten Unterschiede bei der Entwicklung von Lösungen für Unternehmen auf der einen und staatliche Institutionen auf der anderen Seite? Im privaten Sektor stehen wirtschaftliche Aspekte stärker im Vordergrund. Institutionen der öffentlichen Hand gewichten Aspekte der Sicherheit und Zuverlässigkeit höher: Gesetzeskonforme und sichere Datenhaltung in der Schweiz. Unser Erfolg im öffentlichen Sektor als grösster Dienstleister in diesem Bereich ist – mit Sicherheit – auf diesen Aspekt zurückzuführen. einer Geschäftsverwaltungslösung. Da muss man als Verwaltung organisatorische Aspekte in Angriff nehmen: Wie macht man es heute? Kann man die Prozesse neu denken? So ein Digitalisierungsvorgang steht und fällt mit der Bereitschaft des Kunden, hier mitzuziehen und Veränderungen zu forcieren. Welche Teile des digitalen Gemeindehauses lassen sich an Dienstleister outsourcen? Alles, was mit IT zu tun hat, kann und soll man auslagern. Gemeinden sollen verstärkt ihre Fachkompetenzen ausspielen können und ihre Prozesse kennen. Für den Wandel braucht es das Bekenntnis der Gemeindeführung zur Digitalisierung, die laufende interne Auseinandersetzung mit dem Thema, die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und natürlich die entsprechende Planung. Die Rolle des internen Projektleiters, der die Umsetzungen leitet und koordiniert, ist sehr wichtig. Abraxas bietet Infrastruktur, Applikationen, fachliches Know-how und umfassende Beratung, beispielsweise bei der Definition einer Digitalisierungsstrategie und bei der Umsetzungsplanung. Und das alles aus einer Hand. Applikationen gibt es viele. Unser Differenzierungsmerkmal ist deren Integration und Durchgängigkeit inklusive Schulung und Support. « Alles, was mit IT zu tun hat, kann und soll man auslagern. » Patrick Kohler, Leiter Verkauf Gemeinden, Abraxas Informatik AG Sie erwähnen verschiedene Aufgaben einer Gemeinde, etwa Baugesuche, Einbürgerungen oder das Schulwesen. Welcher Bereich hat sich als am schwierigsten zu digitalisieren erwiesen? Hindernisse in der Umsetzung gibt es meiner Erfahrung nach nicht primär in einzelnen Bereichen, sondern bei deren Vernetzung. Anspruchsvoll wird es bei Querschnittsthemen, die sich durch die ganze Verwaltung ziehen oder in Bereichen, die grosse Auswirkungen auf Prozesse und Organisation haben, wie etwa die Einführung www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2019

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