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Netzwoche 10/2017

20 People Live « Ich

20 People Live « Ich will sicherstellen, dass UBS Technology ein attraktiver Arbeitgeber für Technologie- Talente bleibt. » Mike Dargan, Group Head of Technology, UBS schäft. Das führte zum Aufblühen des Fintech-Ökosystems weltweit. Die UBS fördert das Fintech-Ökosystem in verschiedenen Bereichen. Im Februar führten wir etwa einen Hackathon durch. Über 400 Teilnehmer verteilt auf 5 Kontinente entwickelten innerhalb von 24 Stunden Finance-Lösungen. Als Mitglied von Digital Switzerland riefen wir mit weiteren Vertretern der Schweizer Finanzbranche den Kickstart Accelerator ins Leben. Dieses Startup-Programm soll junge Unternehmer innerhalb von elf Wochen unterstützen, ihre Produkte und Services fit für das Fintech-Ökosystem machen. Was bedeutet Innovation für die UBS? Beim Thema Innovation muss man das Gesamtbild betrachten. Man kann sich von Innovationen ablenken lassen, insbesondere dann, wenn man sie nur um der Innovation willen verfolgt. Gleichzeitig muss man im Auge behalten, was funktioniert und was nicht und inwieweit das Business von einer Entwicklung profitieren kann. Wir beziehen möglichst frühzeitig Kollegen aus Fachabteilungen in die Diskussion um technologische Veränderungen mit ein. In der Vergangenheit waren wir leider nicht immer so partnerschaftlich. In einigen Fällen sprinteten wir voraus und die Kollegen aus dem Business waren gezwungen aufzuholen, oder wir in der Technologie reagierten nicht schnell genug auf die Bedürfnisse unserer Partner Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Letztlich bedeutet Innovation, unsere Technologielandschaft zu einer digitalen Plattform weiterzuentwickeln, die den Wert unserer Technologie-Infrastruktur für alle Bereiche der Bank widerspiegelt. Welche weiteren Ziele haben Sie auf der Agenda? Ich will sicherstellen, dass UBS Technology ein attraktiver Arbeitgeber für Technologie-Talente bleibt. Die Förderung unserer Teamkultur steht für mich hierbei im Mittelpunkt, damit wir uns auf das konzentrieren können, was uns bei der Umsetzung unserer Strategie und unseres Auftrags wirklich hilft. Ich strebe eine Organisationskultur an, in der wir eng mit dem Business zusammenarbeiten. Eine Arbeitsumgebung, in der sich Mitarbeiter bestärkt darin fühlen, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu tragen und Ideen einzubringen. Entscheidend ist die Leidenschaft zu erhalten, mit der unsere Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen. 10 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 21 Schweizer Crowdfunding-Markt knackt 100-Millionen-Marke jor. Schweizer Crowdfunding-Plattformen haben 2016 erstmals über 100 Millionen Franken vermittelt. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Volumen von knapp 28 Millionen auf 128 Millionen Franken auf mehr als das Vierfache. Dies geht aus dem «Crowdfunding Monitoring Schweiz 2017» der Hochschule Luzern (HSLU) hervor. Für das laufende Jahr erwarten die Autoren der Studie ein weiteres Wachstum auf bis zu 400 Millionen Franken. Zurzeit bestünden hierzulande etwa 50 Crowdfunding- Portale. Im vergangenen Jahr wickelten sie den Ergebnissen zufolge die Finanzierung von über 3000 Kampagnen ab. Mehr als 100 000 Menschen hätten diese Kampagnen finanziell unterstützt. Ausser Privatpersonen wecke Crowdfunding zunehmend auch das Interesse von professionellen Investoren, schreiben die Studienautoren. Crowdlending boomt Am schnellsten wächst der Bereich Crowdlending, wie aus der Studie hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Volumen in diesem Bereich von knapp 8 Millionen auf über 55 Millionen Franken. Von diesem Betrag entfällt mit 28,1 Millionen Franken der Löwenanteil auf Kredite an KMUs. Beim Crowdlending legen Menschen zusammen und vergeben den Betrag als Kredit an eine Privatperson oder ein Unternehmen. Dieses Geschäftsmodell verfolgt etwa das Fintech-Unternehmen Lend. Die Firma will die Kreditvergabe möglichst effizient abwickeln. Lend verspricht transparente Gebühren und tiefere Zinsen als Banken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_41137 Schweizer E-Commerce-Geschäft steigt stark fpo. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat eine rasante Entwicklung des Schweizer Onlinegeschäfts registriert. Wie das BFS anhand der Daten der Haushaltsbudgeterhebung mit rund 3000 Haushalten feststellt, stiegen die E-Commerce-Ausgaben der Schweizer Privathaushalte insbesondere zwischen 2010 und 2012 stark an. Beliefen sich die Ausgaben fürs Onlineshopping 2004 noch auf eine Milliarde Franken, waren es 2014 über 7 Milliarden Franken. Damit betrug der Anteil der Onlineausgaben 3,1 Prozent der gesamten jährlichen Konsumausgaben in der Schweiz. Das ist laut BFS ein verhältnismässig geringer Anteil, dieser unterscheidet sich aber je nach Güter- beziehungsweise Dienstleistungsart. Das meiste Geld zahlten Schweizer Haushalte online für Ferien und Übernachtungen. So erfolgt heute fast die Hälfte aller Flugticketkäufe online. Seit 2010 verdreifachte sich dieser Anteil. Insgesamt betrug der E-Commerce- Anteil im Jahr 2014 in der Kategorie Ferien und Übernachtungen 18 Prozent. In der Kategorie Bücher und Broschüren waren es 17 Prozent und bei Informatikmaterialien 15 Prozent. Bei allen anderen Gütern und Dienstleistungen lag der E-Commerce-Anteil unter 15 Prozent. Das BFS befragte Schweizer im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. Zwei von dreien kauften vergangenes Jahr in drei Monaten mindestens ein Mal online ein (62 Prozent). Im Jahr 2010 waren es noch 13 Prozentpunkte weniger. Der europaweite Durchschnitt liegt bei 45 Prozent, nur in Schweden, den Niederlanden, in Deutschland, Dänemark und im Vereinigten Königreich ist er höher. Knapp unter dem europäischen Durchschnitt von 18 Prozent liegt die Schweiz bei den Onlineverkäufen. Nur rund 16 Prozent der Schweizer Bevölkerung verkauften im vergangenen Jahr online Produkte oder Dienstleistungen. E-COMMERCE Ausgaben privater Haushalte nach Güterart, 2014 In % der Ausgaben für jede Güterart Beförderung von Personen mit Flugzeugen Ferien und Übernachtungen Bücher und Broschüren Audio- & Videogeräte-, Foto- & Filmapparate Computer und Zubehör Kulturelle Dienstleistungen (Theater, Konzerte, Kino, Museen) Quelle: BFS – Haushaltsbudgeterhebung (HABE) 17,7 17,2 15,2 14,6 12,7 45,2 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_41993 WWW.NETZWOCHE.CH Die .ch-Domain feierte ihr 30. Jubiläum cgr. Am 20. Mai ist die Top- Level-Domain .ch 30 Jahre alt geworden. Vor drei Jahrzehnten, am 20. Mai 1987, registrierte der ETH-Professor Bernhard Plattner die .ch- Adresse im Domain Name System (DNS), wie die Stiftung Switch mitteilt. Wenige Monate später, am 22. Oktober 1987, wurde auch die Stiftung Switch gegründet. Seit der Registrierung wuchs die Zahl der .ch-Adressen stark. Gab es am 31. März 1995 noch 412 .ch- Adressen, waren es am 31. März dieses Jahres schon 2 062 254, wie der Statistik von Switch zu entnehmen ist. ▸ Webcode DPF8_41767 Internezzo und Typo3 arbeiten enger zusammen mur. Internezzo ist laut eigenen Angaben die erste Schweizer Agentur im neu lancierten Partnerprogramm von Typo3. Das zeige, dass das Unternehmen Typo3 auf einem hohen Qualitätsniveau einsetzen könne, schreibt Internezzo in einer Medienmitteilung. Internezzo setzt seit 2005 auf das Open-Source- CMS. Die Agentur ist Gold- Member der Typo3 Association und auch in der Community aktiv. ▸ Webcode DPF8_41955 Swisscom stellt Messenger iO ein rkn. Swisscom will Ende August seine Messaging-App iO einstellen. Dies führe dazu, dass das Unternehmen für rund zehn Mitarbeiter eine interne Lösung suche. In Einzelfällen könne es zu Kündigungen kommen, teilt Swisscom mit. Die App, die der Telko als Konkurrenz für Whatsapp konzipierte, habe diesen Anspruch nicht erfüllen können. Das Angebot der App habe für Schweizer Kunden stark an Attraktivität verloren, teilt Roger Wüthrich, Leiter Digital Business bei Swisscom, mit. ▸ Webcode DPF8_41245 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2017

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