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Netzwoche 10/2017

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44 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS ISSS – 9. Zürcher Tagung Datum: 27.06.2017 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 09.00 – 17.45 Uhr Widder Hotel, Augustinergasse 24, 8001 Zürich sekretariat@isss.ch Information Security Society Switzerland (ISSS) www.isss.ch/veranstaltungen/2017/ zuercher-tagung/anmeldung Am 27. Juni 2017 findet die ISSS Zürcher Tagung statt zum Thema: «EU-Datenschutzgrundverordnung und neues CH-DSG – Herausforderungen an Informatiksicherheit und Compliance». Die DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung – auch bekannt unter dem englischen Kürzel GDPR – General Data Protection Regulation – wurde in den letzten Monaten bereits an vielen Veranstaltungen erläutert. Deshalb haben wir uns bei ISSS entschieden, eine Veranstaltung zu DSGVO und dem kommenden revidierten Schweizer Datenschutzgesetz zu machen mit einem starken Fokus auf die Herausforderungen bei der Umsetzung. Viele Unternehmen sind bereits jetzt daran, die Umsetzung in der eigenen Organisation zu konzipieren und planen. Die ISSS Zürcher Tagung 2017 soll als Plattform für den Austausch von Ideen, Konzepten, Lösungsansätzen, Erfahrungen und Empfehlungen von Anwendern dienen, wie die Verantwortlichen für Datenschutz und Informatiksicherheit diesen Herausforderungen gerecht werden können. Das attraktive Programm sowie weitere Informationen finden Sie unter www.isss.ch CAS Mobile Application Development Datum: 22.09. – 09.12.2017 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr (Fr./Sa.) Ort: HSR Rapperswil Kontakt: cas-mobile@hsr.ch Veranstalter: HSR Hochschule für Technik Rapperswil Anmeldung: www.hsr.ch/cas-mobile Werden Sie Expertin oder Experte für Mobile Software Engineering mit Swift, Android, Xamarin und Cordova. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bietet mit diesem neuen topaktuellen berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang die Möglichkeit, die Fachkompetenz in der gesamten Breite der mobilen Technologien, Methoden und Prozessen anzueignen. Dies umfasst alle relevante Cross-Plattformen und native Technologien, Architekturen und Designs mobiler Anwendungen, Best Practices, Testing, Deployment, Mobile Security sowie Prozessaspekte für Mobile-App-Projekte. Angesprochen sind erfahrene Softwareentwickler oder -architekten, die sich verstärkt im Bereich mobile Applikationen betätigen wollen. Zudem richtet sich der Lehrgang an Projektleiter mit sehr starkem technischem Flair. Sehr gute Programmiererfahrung in mehreren gängigen Sprachen wird vorausgesetzt. Zugelassen sind Fachpersonen mit Hochschulabschluss in Informatik oder einschlägiger langjähriger Berufserfahrung als Softwareingenieur. Das Nachdiplomstudium wird modular angeboten. Es kann komplett (CAS) oder in Teilen (einzelne Module) gebucht werden. Der Unterricht und die betreuten Übungen finden verteilt auf drei Monate, jeweils Freitag und Samstag ganztags, an der HSR statt. Profis haben nie ausgelernt. Informieren Sie sich jetzt! CAS IT Service Management & IT Controlling Datum: 25.09. – 29.11.2017 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 09.00 – 17.00 Uhr Basel annina.marti@fhnw.ch FHNW Institut für Wirtschaftsinformatik www.fhnw.ch/iwi/cas-it-management Eine IT-Abteilung kann mehr sein als ein Technologielieferant! Sie sollte eine Organisation mit Service- Fokus sein, die für einen Betrieb oder den Kunden von strategischem Wert ist. IT-Verantwortliche sind gefordert, ihre Abteilung entsprechend zu entwickeln. Der CAS IT Service Management & IT Controlling ist richtig für Sie, wenn Sie das Potenzial von aktivem IT-Management erkennen. Sie erhalten das Rüstzeug, um komplexe ICT-Landschaften nach aktuellen Standards zu organisieren (Fokus ITIL V3). Sie wenden aktuelle Methoden des Projektmanagements wie etwa PRINCE2 an, um ITSM-Projekte zum Erfolg zu führen. Die Wirtschaftlichkeit von IT-Lösungen beurteilen Sie zuverlässig. In diesem CAS erhalten Sie die ITIL-Foundation-Zertifizierung. Der Kurs ist auf Fachkräfte in der Informatik ausgerichtet, die sich in IT-Service Management weiterbilden wollen. Auch Berater und Projektleiter mit Hintergrund im E-Business sind angesprochen. Wer ITSM- Systeme oder Managed Services beurteilt oder einführt, profitiert ebenfalls. Sie schliessen mit dem Certificate of Advanced Studies (CAS) FHNW ab (15 ECTS-Punkte). Ihren CAS können Sie später zum Weiterbildungsdiplom DAS Business Continuity Manager erweitern oder als Wahlpflichtfach im MAS Information Systems Management anrechnen lassen. 10 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 45 Technologie: Disruption in Zeitlupe Wie lange braucht eine Technologie, bis sie sich durchsetzt? Diese Frage ist angesichts des befürchteten wirtschaftlichen «Tsunami-Effekts» der Digitalisierung höchst interessant. Wir neigen dazu, die Adaptionszeit von IT-Innovationen zu unterschätzen. «Selbst die scheinbar jüngeren IT-Innovationen haben über raschend lange gebraucht, bis sie auch nur den ersten Steilhang des Hype-Cycle erreichten.» Daniel Liebhart ist Dozent für Informatik an der ZHAW (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Experte für Enterprise-Architekturen und Solution Manager der Trivadis AG. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_42919 Technologische Innovationen sind der Treiber hinter jeder wirtschaftlichen Entwicklung. Diese Tatsache ist seit der industriellen Revolution unbestritten. Dass sich der Einfluss technischer Innovation sehr stark auf eine Volkswirtschaft auswirken kann, zeigte Tobias Straumann in seinem Artikel «Der grösste Schweizer Technologie-Schock» eindrücklich auf. Der Artikel erschien Anfang April im Economy-Blog des «Tagesanzeiger». 100 000 Arbeitsplätze gingen Ende des 18. Jahrhunderts in der Schweizer Textilbranche verloren, weil sich Spinnmaschinen durchgesetzt hatten. Vor Ähnlichem werden wir heute wieder gewarnt. Dieselbe Anzahl Arbeitsplätze sollen heute im kaufmännischen Bereich gefährdet sein. Von einer realen Gefahr, «dass Sie oder ich bald einem Automaten Platz machen müssen» schreibt Urs Rotzinger, stellvertretender Leiter Wirtschaft beim «Blick» anlässlich der Veröffentlichung entsprechender Studienresultate im letzten Jahr. Techno-Päpste gehen sogar noch einen Schritt weiter. So bezeichnet etwa Alan Veuve in seinem «Digital Transformation Model» diejenigen Firmen, welche die Technologie nicht schnell genug adaptieren, als «todgeweihte Unternehmen». Müssen wir uns also Sorgen machen? Wir brauchen 10 Jahre Die Uhr der technologischen Innovation tickt jedoch weit langsamer. Eines ist den sogenannten «disruptiven» Basistechnologien, die hinter der Digitalisierung stecken, wie etwa dem Cloud Computing oder dem Big Data Processing und vielen anderen gemeinsam: Sie brauchten alle im Minimum 10 Jahre, um sich zu etablieren. «Automation or Interaction: What’s best for big data?», haben sich bereits im Oktober 1999 Wissenschaftler der NASA, des MIT und anderer Universitäten an einer Konferenz des IEEE gefragt. Das ist bald 20 Jahre her. Cloud Computing respektive sein Vorgänger Grid Computing war damals bereits ein etablierter Begriff, wie das im selben Jahr erschienene Buch «The Grid – Blueprint of a New Computing Infrastructure» von Ian Forster und Carl Kesselmann belegt. Selbst die scheinbar jüngeren IT-Innovationen haben überraschend lange gebraucht, bis sie auch nur den ersten Steilhang des Hype-Cycle erreichten. So feiert etwa Dev- Ops dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum als Entwicklungsmethodik. Eine der interessantesten neuen Technologien – die Blockchain – feiert mit. Auch sie wurde 10 Jahre alt. Und es ist noch nicht abzusehen, wann sich die Blockchain durchsetzen wird. Marco Iansiti und Karim R. Lakhani, zwei Professoren der Harvard Business School, glauben, dass die Blockchain noch sehr lange brauchen wird, um sich als Basistechnologie zu etablieren. In ihrem Artikel «The Truth about Blockchain» gehen sie von einer Adaptionszeit ähnlich derjenigen von TCP/IP aus – also mehr als 20 Jahre. Gut informiert sein hilft Die tatsächliche Adaptionszeit innovativer IT-Technologien unterscheidet sich in Tat und Wahrheit von der heute wahrgenommenen. Rückblickend könnten wir von einem Minimum von 10 Jahren ausgehen, bis sich eine Technologie durchgesetzt hat. Ein kluges Unternehmen, das die in seiner Branche relevanten Innovationen im Auge behält, hat also in jedem Fall genügend Zeit, sich gut auf die damit verbunden Veränderungen vorzubereiten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2017

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