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Netzwoche 10/2017

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Finanzkommission gibt grünes Licht für «DaziT» cgr. In der Sitzung am 22. Mai hat die Finanzkommission des Nationalrats die Finanzierung des Projekts «DaziT» gutgeheissen. Das Projekt zur Modernisierung der IT der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) hat ein Volumen von 393 Millionen Franken, wie das Parlament mitteilt. Keine Zustimmung fand hingegen ein Nachtragskredit für das Projekt Fiscal-IT. ▸ Webcode DPF8_41924 Alibaba wächst um mehr als 50 Prozent cgr. Der chinesische Onlinehändler, Cloud-Betreiber und E-Finanzanbieter Alibaba hat sein Geschäftsjahr 2017 am 31. März abgeschlossen. Der Umsatz stieg auf umgerechnet rund 23 Milliarden US- Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 56 Prozent. Wachstumstreiber waren die Bereiche «Cloud Computing» und «Digital Media and Entertainment». Der Cloud-Umsatz stieg um 121 Prozent auf fast eine Milliarde Dollar. ▸ Webcode DPF8_41715 Olaf Swantee und Marcel Frei neu im Asut-Vorstand gsa. Der Schweizerische Verband der Telekommunikation, Asut, hat in Baden seine 43. Generalversammlung abgehalten. Am Event wählten die Verbandsmitglieder Sunrise-CEO Olaf Swantee und EWZ-Direktor Marcel Frei in den Vorstand, wie der Verband mitteilt. Mit der Wahl der beiden Vorstände nimmt Asut laut Communiqué zwei wichtige Branchenvertreter in seinen Vorstand auf, die der Interessenvertretung der Branche zusätzliche Schlagkraft verleihen soll. Neue strategische Themen für 2017 2016 sei für den Verband ein erfolgreiches Jahr gewesen. An den Veranstaltungen Asut-Seminar und Asut-Kolloquium sowie Member-Apéros und Lunch-Foren habe es eine Rekordteilnahme gegeben. Dies zeige, dass dem Vorstand das Agenda-Setting gelungen sei. Auch bei den für die Branche strategisch wichtigen politischen Geschäften habe der Verband seine Anliegen einbringen können, etwa im Rahmen der Vernehmlassungen zur Änderung des Fernmeldegesetzes (FMG), zur Teilrevision des Urheberrechtsgesetzes (URG) oder zur Revision des Geldspielgesetzes (BGS). Bei der Umsetzung des revidierten Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) oder des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) arbeitet Asut nach eigenen Angaben eng mit den Behörden zusammen, um für die Branche technisch und wirtschaftlich optimale Lösungen sicherzustellen. Der Verband bedauert, dass der Ständerat die Motion zur Revision der Sunrise-CEO Olaf Swantee (l.) und EWZ-Direktor Marcel Frei wurden in den Asut-Vorstand gewählt. Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung mit 20 zu 19 Stimmen ablehnte. Als neue strategische Kernthemen für das kommende Jahr will der Verband die Bereiche Cyber-Security, Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur und Cloud anpacken. Die Revision des Datenschutzgesetzes und die Umsetzung der Strategie für eine digitale Schweiz des Bundesrates will Asut beobachten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_41539 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Veränderung ist die einzige Konstante. Wie wollen wir die digitale Transformation stemmen, ohne uns zu verändern? Es ist unsere Bestimmung – daran führt kein Weg vorbei. Wer sich nicht ändert, der bleibt auf der Strecke. Die Aussichten und Erwartungen sind also sonnenklar. Und für jeden im Unternehmen ist der Wunsch auch wahrlich vorhanden, seinen Beitrag dazu leisten zu wollen, für Zufriedenheit im Team zu sorgen und gemeinsam mit seinen Kollegen qualitative und gute Arbeit zu leisten, damit das Unternehmen die Transformation in die digitale Zukunft schafft. Wenn es nun aber Ernst gilt, dann ist es schnell vorbei mit der konstruktiven Bereitschaft. Viele Mitarbeiter tun sich schwer, Veränderungen von sich aus anzustossen. Man ist es eher gewohnt, definierte Regeln zu befolgen und Konfrontationen zu vermeiden. Zustimmung ist in Gesprächen oft nur vorgespielt, um nicht anzuecken. Gefällte Entscheidungen von Vorgesetzten zu hinterfragen, liegt nicht drin. Es wird immer nur genau das getan, was verlangt wird. Man weicht aus, weil man es nicht gewohnt ist, Erfolge zu feiern, dafür aber bestraft wird, wenn Fehler passieren. Meinungsaustausch mit dem Chef bedeutet: Ich gehe mit meiner Meinung rein – und mit seiner raus. Man fühlt sich kontrolliert und ständig überfordert, den Ansprüchen der Chefs zu entsprechen. Es liegen also gewaltige und irgendwie unsichtbare Barrieren zwischen dem, was die Mitarbeiter grundsätzlich wollen und dem, wie man ihr Verhalten im Alltag erlebt. Wenn die CIOs an Konferenzen von ihrer digitalen Strategie schwärmen, werden sie zuhause eine träge Masse vorfinden, die nur sehr schwer zu bewegen ist. Der konstruktive Geist bleibt auf der Strecke. Es greift zu kurz, wenn die Chefs mit dem Finger auf die zähen Teams zeigen. Auch wenn der CIO versucht, mit einem neuen Team so quasi bimodal die Legacy-Fraktion stehen zu lassen und rechts davon vorbeizuziehen. Er muss erkennen, dass das Verhalten seiner Teams nur das Resultat seines Führungsstils ist. Man verhält sich nun mal so, damit man nicht aneckt. Anstelle sich permanent in das Scheinwerferlicht zu stellen, soll er sich aus dem Weg nehmen und seinen Mitarbeitern eine konstruktive Arbeitskultur ermöglichen. Leadership ist gefragt. Die Teams müssen befähigt werden, in einzigartigen und unabhängigen Wegen zu denken. Nur so wird der Wandel zum Erfolg. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_42436 Mensch, warum bist Du so träge? Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 10 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Chinesische Smartphone-Hersteller holen auf cgr. Gartner hat die Verkaufszahlen für Smartphones im ersten Quartal 2017 vorgelegt. Rund 380 Millionen Geräte gingen im Zeitraum über den Ladentisch. Das sind 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Gartner mitteilt. Vor allem die drei chinesischen Hersteller Huawei, Oppo und Vivo wuchsen stark. Ihr gemeinsamer Marktanteil stieg um 7 Prozentpunkte auf 24 Prozent. Huawei steigerte seine Verkäufe von rund 29 Millionen auf 34 Millionen Einheiten und erreichte einen Marktanteil von 9 Prozent. Die beiden anderen Hersteller, die zu BBK Electronics gehören, wuchsen noch stärker. Oppo wie auch Vivo verdoppelten ihre Verkäufe annähernd und erreichten einen Marktanteil von 8,1 respektive 6,8 Prozent. Das Wachstum fand vor allem im Heimatmarkt China und in Ostasien statt. Samsung verkaufte 3,1 Prozent weniger Smartphones. Der koreanische Hersteller bleibt mit einem Marktanteil von Schweiz gibt viel für ICT aus cgr. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die sogenannten «IKT-Indikatoren» für die ICT-Ausgaben aktualisiert. Die Zahlen beziehen sich auf die Jahre 2012 und 2014, wie es in einer Mitteilung heisst. ICT-Ausgaben im OECD-Vergleich an der Spitze Insgesamt summierten sich die Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Jahr 2012 in der Schweiz auf 41 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit belegte die Schweiz im Vergleich zu anderen OECD-Ländern den zweiten Platz. Nur Finnland hatte noch einen leicht höheren Ausgabenanteil. In Japan und den USA lagen die Ausgaben bei 9 beziehungsweise 8 Prozent ihres BIP. 20,7 Prozent aber unangefochten an der Spitze. Die Verkäufe von iPhones stagnierten auf dem Vorjahresniveau. Apples Marktanteil schrumpfte aber von 14,8 auf 13,7 Prozent. Zweikampf bei den Betriebssystemen Bei den Betriebssystemen der Smartphones baute Android seine Marktstellung weiter aus. 86,1 Prozent aller Smartphones laufen auf Googles Betriebssystem. Apple hält mit iOS einen Anteil von 13,7 Prozent. Andere Betriebssysteme spielen so gut wie keine Rolle mehr. Ihr Marktanteil sank von 1,1 auf 0,2 Prozent. Nicht einmal mehr eine Million Smartphones wurden mit Betriebssystemen wie Windows 10, Blackberry OS oder Tizen abgesetzt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_42296 Was Schweizer Haushalte für ICT ausgeben Die Statistiker untersuchten auch die Ausgaben für ICT- Waren und -Dienstleistungen in den Schweizer Haushalten pro Monat. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2014. Insgesamt beliefen sich die ICT-Ausgaben auf rund 308 Franken, was einem Anteil von 5,7 Prozent des Gesamtbudgets je Haushalt entspricht. Für ICT-Waren gaben Schweizer Haushalte im Jahr 2014 durchschnittlich rund 83.40 Franken aus. Davon entfiel rund ein Drittel auf Informatikhardware. Etwas mehr als ein Viertel machten Ausgaben für Radio, Fernseher und andere elektronische Geräte aus. Auf Telefonapparate entfielen 10 Prozent der Ausgaben. Ton-, Datenträger und Software kamen auf rund 9 Prozent. Mit knapp 8 Prozent machten Foto- und Filmausrüstungen den kleinsten Teil aus. Die Ausgaben für ICT-Dienstleistungen summierten sich auf rund 225 Franken pro Haushalt und Monat. Den Löwenanteil machte die Telekommunikation aus, rund 160 Franken. Radio und Fernsehen kosteten im Schnitt 34 Franken und das Internet 16 Franken. Der Anteil der Telekabel-Abos lag im Schnitt bei 10 Franken und der der Abos für Privatfernsehen bei 4 Franken. AUSGABEN FÜR ICT-WAREN IN DER SCHWEIZ Angaben pro Haushalt nach Ausgabenkategorie, 2014 Durchschnittliche monatliche Ausgaben in Franken: 83.37 Informatik (Hardware) Radio, Fernsehen und elektonische Spielzeuge Telefonapparate und Faxgeräte Ton-, Datenträger, Software Foto- und Filmausrüstungen und optische Instrumente 9.44 8.82 7.67 Quelle: BFS – Haushaltsbudgeterhebung (HABE) 22.61 33.78 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_41952 WWW.NETZWOCHE.CH Sunrise verkauft Mobilfunkmasten gsa. Provider Sunrise wird seine Mobilfunkmasten veräus sern. Mit dem Verkauf seiner insgesamt 2239 Antennenmasten im Wert von 500 Millionen Franken will der Telko Schulden abbauen, in Infrastruktur investieren und sein Filialnetz ausbauen, wie Sunrise mitteilt. Im Vorfeld der Transaktion gliederte Sunrise im März dieses Jahres seine Antennenmasten und die dazugehörigen Verträge in die separate rechtliche Einheit namens Swiss Towers aus. Käufer von Swiss Towers ist ein Konsortium unter Führung der spanischen Cellnex Telecom. ▸ Webcode DPF8_42327 Frontify expandiert nach Deutschland jor. Der St. Galler Softwareanbieter Frontify expandiert. Das Unternehmen hat neue Büros in Frankfurt am Main eröffnet. Mit diesem Schritt will die Firma ihre Position im deutschen Markt stärken und Kundennähe demonstrieren, wie Frontify mitteilt. Zu den Kunden zählen etwa Lufthansa und Prosieben-Sat1. Das Unternehmen plant bereits weitere Expansionsschritte. In den kommenden Monaten gründet Frontify Zweigstellen in Schweden und Grossbritannien, wie es weiter heisst. ▸ Webcode DPF8_41443 Beelk übernimmt Kinetic tsc. Beelk Services hat rückwirkend per 1. Januar 2017 Kinetic übernommen. Beelk hat seinen Hauptsitz in Lenzburg und ist auf Workflow-Lösungen sowie Archiv- und Dokumenten-Management-Systeme spezialisiert. Kinetic soll eine unabhängige Tochtergesellschaft bleiben, wie Beelk mitteilt. Zudem soll sich der DMS- Anbieter weiterhin um bestehende Kunden und Partner kümmern. Die Unternehmen vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis. ▸ Webcode DPF8_40893 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2017

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