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Netzwoche 10/2018

12 Business Event Ricoh

12 Business Event Ricoh Schweiz gibt Gas auf dem Weg zum IT-Dienstleister Kurz vor seinem zehnjährigen Jubiläum hat Ricoh Schweiz über das vergangene Geschäftsjahr informiert und den Weg in die Zukunft gezeigt. Das Unternehmen will in drei Bereichen wachsen, wobei der Fokus auf den IT-Dienstleistungen liegt. Aber auch für das klassische Papiergeschäft zeigte Ricoh Neuigkeiten. Autor: Oliver Schneider « Wir wollen in der Schweiz zum One-Stop-Shop werden. » Daniel Tschudi, Managing Director, Ricoh Schweiz Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_94436 Ricoh Schweiz hat an seinem Hauptsitz in Wallisellen in die Vergangenheit und in die Zukunft geblickt. Die Schweizer Filiale des japanischen Unternehmens, die im kommenden September ihr zehnjähriges Jubliäum feiert, habe ein erfolgreiches Jahr hinter sich, sagte Managing Director Daniel Tschudi zur Begrüssung. Tschudi präsentierte Marktzahlen von IDC zum ersten Quartal 2018, laut denen Ricoh Schweiz seine Marktanteile ausbauen konnte. Im Bereich Multifunction Printer sei das Unternehmen die Nummer eins in allen Bereichen – Colour, BW und insgesamt (29 Prozent Marktanteil). Im Markt für Single Function Printer liege man mit 13 Prozent Anteil auf Platz drei. Beim Commercial & Industrial Printing belege Ricoh mit 28 Prozent Marktanteil den zweiten Rang. Ausserdem habe das Unternehmen den Umsatz der «Machines in Service» 2017 um 6 Prozent steigern können. Drei Wachstumsbereiche Über alle Bereiche hinweg habe das Unternehmen rekordhohe Anteile erreicht. «Es wird schwierig, diese Position zu verteidigen», sagte Tschudi. Ricoh wolle für künftiges Daniel Tschudi, Managing Director von Ricoh Schweiz, gab einen Rückund Ausblick. Wachstum in der Schweiz auf drei Strategien setzen. Erstens sei geplant, das Office-Geschäft bei Grosskunden und KMUs mit Printing-as-a-Services weiter auszubauen. Zweitens setze man zur Erweiterung der Kundenbasis auf neue Drucktechnologien beim Commercial & Industrial Printing, sagte Tschudi. Hier sei insbesondere die Entwicklung von «Inkheads» ein Wachstumstreiber. Der professionelle Druck mit Tinte habe in der letzten Zeit wesentliche Fortschritte gemacht, sowohl was Geschwindigkeit wie Qualität angehe. Die dritte Chance zum Wachstum sieht Ricoh Schweiz im Bereich der IT-Dienstleistungen. Dessen Anteil am Umsatz liege heute (2017) schon bei 49 Prozent. Mit Application-Services, Dokumentenmanagement, Arbeitsplatzmanagement und Business Intelligence wolle man in der Schweiz weiter an Marktanteilen zulegen. Das Fundament dafür habe man in der Vergangenheit bereits gelegt. 2018 wolle man bei den Services nun gezielt «aggressiv wachsen», sagte Tschudi. «Wir wollen in der Schweiz zum One-Stop-Shop werden, der für verschiedene Kunden alles aus einer Hand anbieten kann», umriss Tschudi die Pläne des Unternehmens. Das Angebot, mit dem Ricoh dieses Ziel erreichen will, stellte Marketing Director Rolf Kälin vor. Bei den IT-Dienstleistungen konzentriere sich Ricoh auf die Bereiche Datacenter & Infrastruktur, Workplace & Mobility sowie Information Management & Business Intelligence. Von der Cloud bis zum Endgerät wolle Ricoh die Kunden bei ihrer IT-Verwaltung unterstützen. Auch bei der Hardware habe Ricoh Neuigkeiten im Angebot, sagte Kälin. Die Metis-Serie von Multifunktionsgeräten zeichne sich durch eine längere Uptime aus. Die «High End A4»- Geräte seien mit einem grösseren Display ausgestattet und besonders sparsam. Die «Compact Intelligent BW Machines» liessen sich nun sicher per Mobilgerät bedienen, und der «LED Colour A4 MFP» bringe einen speziellen Einschub zum Scannen von Identitätskarten mit. Auch bei den Lösungen für den industriellen Druck habe Ricoh sein Angebot aktualisiert. Etwa mit dem Pro C7200 und dem Pro C9200, den neuen Flaggschiffen für den «Cut Sheet»-Produktionsdruck. Weitere neue Modelle seien beim Rollendruck sowie beim Druck auf Stein, Glas oder Textilien erhältlich. 10 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 13 Wer die Cloud nicht beherrscht, versteht auch künstliche Intelligenz nicht Glenfis hat wieder einmal ins Restaurant «Clouds» im Prime Tower zum Cloud Talk geladen. Der neueste Event drehte sich um den Einsatz von Artificial Intelligence und Machine Learning in Unternehmen. Die Veranstaltung zeigte, warum sich Firmen unbedingt mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen sollten – besser schon heute als morgen. Autor: Marcel Urech Die Cloud als Treiber für Artificial Intelligence – so lautete das Motto des Glenfis Cloud Talk in Zürich, der am 16. Mai im Restaurant Clouds im Prime Tower stattfand. Vor Ort waren unter anderem Daniel Wolf und Martin Andenmatten von Glenfis, Swisscognitive-Mitgründer Andy Fitze, Squirro-CEO Dorian Selz und Andrea Nardone, Customer Engineer für die Google-Cloud bei Google Schweiz. KI ist ohne Cloud kaum mehr möglich «In 10 Minuten zu erklären, was man mit Artificial Intelligence in der Cloud machen kann, ist unmöglich», begann Andy Fitze seinen Vortrag. «Ich versuche es trotzdem.» Künstliche Intelligenz (KI) geschehe heute in der Cloud, sagte der Mitgründer von Swisscognitive. Firmen, die noch nicht mit der Cloud vertraut seien, hätten einen Wettbewerbsnachteil. Das Gleiche gelte für Big Data – und KI sei der Schlüssel zu Big Data. Wer diese Themen verpasse, laufe Gefahr, den Anschluss zu verlieren. «Was passiert, wenn wir Künstliche Intelligenz, Robotics und Blockchain miteinander kombinieren?», fragte Fitze. Eine Vermischung dieser Themen habe eine hohe Sprengkraft und viel Potenzial. KIs sollen langfristig auch von neuen Technologien wie 5G und Quantum Computing profitieren. Diese Kombination könne «unglaublich disruptive Entwicklungen» hervorbringen. Für Firmen hatte Fitze einen Rat: Sie sollten KIs auf keinen Fall nur nutzen, um Kosten zu senken. Es sei sinnvoller, langfristig zu denken und Artificial Intelligence als Chance für neue Geschäftsmodelle zu sehen. Dabei helfe es, Prozesse von Anfang an digital zu denken. Gerade IT- Abteilungen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und digitale Leader sein. Das gelte auch für die Chefetage. «Der CEO in einem Unternehmen muss heute der Master of Digitalisierung sein», sagte Fitze am Cloud Talks. KI-Anwendungen im produktiven Einsatz Dorian Selz zeigte Anwendungen, die Squirro-Kunden wie Helvetia, Brookson, ING und Wells Fargo produktiv nutzen. Helvetia sei es zum Beispiel gelungen, mit künstlicher Intelligenz eine neue Sicht auf Daten zu gewinnen. Die KI vereinfache die Verlängerung von Verträgen und erhöhe das Verständnis der Kunden. Unternehmen empfahl Selz, KIs zuerst mit «low hanging fruits» zu testen. Er meinte damit Aufgaben, die verhältnismässig einfach und schnell erledigt sind. Der zweite Schritt sei dann, die KI-Technologien innerhalb des Unternehmens auf weitere Bereiche zu skalieren. «Alle sagen, Big Data sei das neue Öl», sagte Selz. «Aber nur 1 Prozent aller Daten werden auch wirklich genutzt.» «KI ist die neue Elektrizität» Das letzte Referat hielt Martin Andenmatten. Er schlug in die gleiche Kerbe wie die anderen Referenten. «Wer die Cloud nicht beherrscht, wird auch die Digitalisierung, die künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge nicht beherrschen», sagte der Gründer und Geschäftsführer von Glenfis. Andenmatten zeigte auf, welche Auswirkungen KIs auf den IT-Betrieb haben. Gartner spreche bereits von AIops. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz könne viele Probleme im Rechenzentrum lösen, sagte Andenmatten. Künstliche Intelligenz sei bald «the new normal». Wer sich nicht damit beschäftige, werde wohl dafür bestraft werden. Denn die Zukunft werde nicht warten – sie sei plötzlich da. «Daten und Wissen sind das Öl von morgen», sagte Andenmatten. «Und KI ist die neue Elektrizität.» Der nächste Cloud-Talk findet am 14. November statt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_92725 Am Apéro liessen die Gäste den Input aus den Referaten Revue passieren. « Der CEO in einem Unternehmen muss heute der Master of Digitalisierung sein. » Andy Fitze, Mitgründer, Swisscognitive www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2018

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