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Netzwoche 10/2018

Die Accelerate-Messe

Die Accelerate-Messe vereinte Partner, Analysten und Kunden von Pure Storage in San Francisco. Bilder: Pure Storage Pure Storage will sich vom Speicher- Einheitsbrei absetzen Speicher ist heute Commodity und Hardware nicht mehr entscheidend, hört man oft. Pure Storage sieht das anders. Das Unternehmen hat in San Francisco neue Speicherlösungen lanciert – darunter auch eine Box für künstliche Intelligenz. Autor: Marcel Urech Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_93704 16 Business Event Pure Storage hat in San Francisco seine Hausmesse Accelerate veranstaltet. Der Event im Bill Graham Civic Auditorium startete mit einem Referat von CEO Charlie Giancarlo. Er betonte gleich zu Beginn, wie rasant Pure Storage in den letzten Jahren gewachsen sei. Das Unternehmen sei erst acht Jahre alt und generiere bereits über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr. «Es gibt fast kein anderes Grossunternehmen, das das geschafft hat», sagte Giancarlo. Flash-Arrays in fünf Konfigurationen Die erste Ankündigung war die neue Flash-Array-X-Familie. Sie lässt sich zum Beispiel für Container, Datenbanken, virtualisierte Entwicklerumgebungen oder webbasierte Anwendungen nutzen. Basierend auf der effektiven Kapazität gibt es dabei laut Pure Storage keine zusätzlichen Kosten gegenüber den M- Flash-Arrays. Bestehende Flash-Array-Kunden sollen ein unterbrechungsfreies Upgrade auf die X-Varianten durchführen können. Die X-Version bietet fünf verschiedene Konfigurationen. Für kleine Anwendungen soll die Version X10 genügen, für grosse gibt es das Modell X90. Es sei das bisher schnellste Flash-Array von Pure Storage. Das habe auch damit zu tun, dass es komplett auf NVMe basiere. Möglich ist eine Kapazität von bis zu 3 Petabytes. Die Latenz soll bei rund 250 Mikrosekunden liegen. Es gibt ausserdem die Optionen X10, X20, X50 und X70. Die X10- und X20-Modelle sind Einsteiger-Arrays. Sie eignen sich etwa für Remote-Office-Anforderungen. Diese sind standardmässig mit Sata-Flash konfiguriert, verfügen aber über Controller, die NVMe-Direct-Flash-Module unterstützen. Die X50- und X70-Hardware setzt auf NVMe und kann laut Pure Storage auf maximal 650 Terabyte und 1,3 Petabytes effektiven Speicher skalieren. Bei der X90- Variante sind es bis zu 3 Petabyte. 10 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 17 Pure-Storage-CEO Charlie Giancarlo hielt die Keynote. DIe Veranstaltung fand im Bill Graham Civic Auditorium statt. Die Event-Halle war gleich neben dem bekannten Civic Center in San Francisco. Neue Software und ein Update für Purity Die Betriebsumgebung Purity für M- und X-Modelle liegt neu in Version 5.1 vor. Sie soll die Effizienz der Komprimierung um bis zu 20 Prozent steigern. Neu ist das Tool «Pure1 VM Analytics». Es ermöglicht Einblicke in VMwarevSphere-Umgebungen. Der «Pure1 Workload Planner», der die Meta AI Engine unterstützt, soll Unternehmen ein besseres Verständnis von Workload-Änderungen vermitteln. Die Kunden von Pure Storage sollen so diverse Szenarien für Hardware- Upgrades durchspielen können. Das Unternehmen erweiterte auch sein Pure1 Global Dashboard. Es biete nun eine bessere Sichtbarkeit von Flash-Arrays und Flash-Blade- Arrays. Die X-Flash-Arrays können vorbestellt werden. Pure Storage will die Hardware ab Juni ausliefern. Purity 5.1 ist bereits verfügbar. Die Updates für Pure1 VM Analytics, Workload Planner und Global Dashboard sollen in Kürze folgen. Cloudähnlicher Ansatz für Vor-Ort-Speicherung Pure Storage stellte darüber hinaus den Evergreen Storage Service ES2 vor. Er nutzt einen cloudähnlichen Ansatz für die Vor-Ort-Speicherung, der ohne Forklift-Upgrades auskommen soll. Firmen sollen den Dienst also nutzen können, ohne gleich ihre ganze IT-Infrastruktur umkrempeln zu müssen. Auch die geplanten Ausfallzeiten herkömmlicher Storage-Lösungen sollen mit ES2 wegfallen. ES2 bietet cloudähnliche Storage-as-a-Service-Lösungen, um sich an wechselnde Kapazitätsanforderungen anzupassen. Der Speicher sei aber bis zu 50 Prozent günstiger als in der Public Cloud, heisst es vonseiten Pure Storage. ES2 ist für Laufzeiten von 12 Monaten mit einer Basisverpflichtung von 100 effektiven Terabyte erhältlich. Verbindungen zu Public Clouds Firmen können ES2 vor Ort oder in Colocation-Umgebungen wie Equinix einsetzen. Mit Verbindungen zu den öffentlichen Clouds von AWS, Microsoft Azure und Google. Die Right-Size-Garantie ist neu mit einer sechsmonatigen Abdeckungserweiterung verlängerbar. Sie ist laut Pure Storage auf die Gewährleistung einer effektiven Kapazität ausgerichtet. Das stelle sicher, dass Kunden nicht zu viel oder zu wenig Kapazität kauften. Kunden von Pure Storage erhalten mit jeder dreijährigen Evergreen-Gold-Erneuerung die neueste Generation von Flash-Array-Controllern. Wer will, könne ältere Controller jederzeit gegen neue eintauschen, verspricht Pure Storage. Speicherlösung für künstliche Intelligenz Ein weiteres neues Produkt ist «Airi Mini». Pure Storage entwickelte es in Kooperation mit Nvidia und Cisco. Die Speicherlösung ist optimiert für künstliche Intelligenz. Airi Mini basiert auf einem Flashblade, das mit sieben 17-Terabyte-Blades und zwei Nvidia-DGX-1-Servern ausgestattet ist. Die Systeme sind mit 100-Gigabit-Ethernet- Switches von Cisco verbunden und unterstützen GPU- Direct-RDMA. Airi Mini nutzt zusätzlich die Cloud-Deep- GPU von Nvidia. Pure Storage vertreibt Airi und Airi Mini wie alle seine Produkte über Partner. Beide Lösungen sind bereits erhältlich. « Es gibt fast kein anderes Grossunternehmen, das das geschafft hat. » Pure-Storage-CEO Charlie Giancarlo über das rasante Wachstum des Unternehmens www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2018

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