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Netzwoche 10/2018

28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Digitalisierung soll Poststellen nicht ersetzen osc. Die Arbeitsgruppe des Bundesamts für Kommunikation zur postalischen Grundversorgung hat einen Bericht mit Empfehlungen zur künftigen Ausgestaltung des schweizerischen Postnetzes vorgelegt. Ein zentrales Thema darin ist die Digitalisierung. Der Einsatz der IT wirkt sich spürbar auf die Dienstleistungen und das Geschäftsmodell der Post aus, wie es im Bericht heisst. Die Arbeitsgruppe fordert von der Post, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um die Versorgung flexibler zu gestalten und auszubauen. ▸ Webcode DPF8_92502 Virtual-Reality-Festival startet in Zürich bca. Zum ersten Mal finden am 29. und 30. September die VR Days in Zürich statt. In der Halle 622 in Zürich Oerlikon sollen die Besucher die Welt der Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) kennenlernen und selbst ausprobieren können, wie die Veranstalter mitteilen. Es gibt nicht nur eine Ausstellung, die Besucher erhalten auch Einblick in die Entwicklung von VR-Projekten und in die Forschung. Diese können sie zum Teil sogar selber ausprobieren. ▸ Webcode DPF8_92975 «Armeosenso» wurde für Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Beeinträchtigung der oberen Extremitäten konzipiert. Hocomo ermöglicht Therapie in den eigenen vier Wänden bca. Der Maschinenhersteller Hocoma aus Volketswil hat eine sensorgestützte Lösung für Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Beeinträchtigung der oberen Extremitäten auf den Markt gebracht. Das Produkt heisst Armeosenso und vervollständige das modulare Armeo-Therapiekonzept von Hocoma für alle Stadien der Wiederherstellung von Arm- und Handfunktionen, wie die Firma mitteilt. Dank der einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche und des leichten und kompakten Designs sollen Patienten im eigenen Heim Fortschritte erzielen können. «Ich bin überzeugt, dass unser neues Gerät Patienten mit Hand- und Armproblemen eine sehr vielseitige und erschwingliche Rehabilitationslösung bieten wird, um ihre Fähigkeiten zu verbessern», lässt sich Hocoma-CEO Gery Colombo in der Mitteilung zitieren. Die Lösung besteht aus drei Sensoren – zwei für den Arm und eine für die Brust – einem Handmodul und einem Softwareprogramm mit spielerischen Übungen, die eine hochintensive, aber motivierende Therapie ermöglichen soll. Optional könne der Armeosenso mit dem sogenannten Saebo-MAS Mini geliefert werden. Mitte 2017 hatte sich Hocoma mit dem Unternehmen Saebo zusammengeschlossen, um gemeinsam neue Lösungen für die Medizintechnik zu entwickeln. Das System kann am Tisch montiert werden für Patienten, die das Gewicht ihres Arms nicht vollständig selbst tragen können. Hocoma nimmt laut Mitteilung ab sofort Bestellungen für den Armeosenso entgegen. Versandkosten und Lieferzeiten hängen von der Region ab, in der die Bestellung aufgegeben wurde. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_94227 Anzeige unter Anderen mit: 6. november 2018 messe Luzern, Forum HAuPtsPonsor Dr. Stephan Sigrist Gründer und Leiter Think Tank W.I.R.E. Gernut van Laak Group Automation Solutions Leader food & beverage, ABB Prof. Dr. Felix Wortmann Assistenzprofessor für Technologiemanagement, Universität St. Gallen (HSG) 40 Programm und Anmeldung unter brennpunkt-nahrung.ch 10 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 29 Samsung und HSLU zapfen Gehirne an cgr. Menschen mit Behinderungen sind häufig vom technischen Fortschritt ausgeschlossen. Grund dafür ist, dass die meisten Eingabegeräte für die Interaktion mit Maschinen für nichtbehinderte Menschen optimiert sind. Mit dem Projekt Pontis will Samsung hier Abhilfe schaffen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. In diesem Projekt arbeitet der koreanische Hersteller an der Gedankensteuerung von smarten TVs. Massgeblich an der Forschungsarbeit beteiligt sind das iHomelab der Hochschule Luzern (HSLU) und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum. «Auf dem Bildschirm des Fernsehers befinden sich vier kleine Schachbrettmuster. Jedem ist eine Funktion, wie Kanal wechseln oder Lautstärke erhöhen, zugeordnet», erklärt Martin Biallas, Projektleiter des iHomelab der HSLU, die Funktionsweise der Gedankensteuerung. Die Probanden können sich auf die jeweiligen Kanten des Schachbretts konzentrieren, um etwa die Lautstärke zu erhöhen. Dabei sei es dem Computer aber nicht möglich, Gedanken zu lesen, er erkenne nur die Befehle. «Der Mensch kon trolliert die Signale, nicht umgekehrt», erklärt Biallas. Gemäss Mitteilung setzte Samsung bewusst auf lokale Partnerschaften in der Schweiz und nicht auf das Silicon Valley. «Das Land hat eine lange Tradition mit humanitären Institutionen, kompetenter Forschung und einem innovativen Gewerbe», sagt Martin Kathriner von Samsung. Mit einem Datenhelm werden die Gehirnströme angezapft. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_93569 Virtual Reality hilft Pflegekräften in spe WWW.NETZWOCHE.CH Swisscom nimmt neue IP-Architektur in Betrieb bca. Swisscom hat für sein neues IP-Transportnetz mit Huawei zusammengearbeitet. Der Telko will laut einer Mitteilung zukünftig eine konsequente Abkoppelung von Services und Produkten vom Transportnetz. Dieser Schritt senke die Komplexität, führe zu höherer Verfügbarkeit und steigender Effizienz bei sinkenden Kosten. Auch Anpassungen am Transportnetz lies sen sich rascher und unabhängig von anderen Unternehmensbereichen durchführen, heisst es als Begründung. ▸ Webcode DPF8_93538 Blockchain-Stiftungen beschäftigen Behörden osc. 2017 gab es hierzulande 13 129 gemeinnützige Stiftungen. Die Stiftungsform sei für Blockchain-Firmen interessant, zitiert die NZZ Beate Eckhardt, Geschäftsführerin von Swiss Foundations. Die erste Kryptostiftung in Zug sei Ethereum im Jahr 2014 gewesen. Aktuell gibt es 40. Die Entwicklung verlaufe nicht reibungslos. Die neuen Blockchain-Stiftungen hätten die Finma und die Eidgenössische Stiftungsaufsicht auf den Plan gerufen, um sie stärker zu prüfen. ▸ Webcode DPF8_93588 jor. Ubisim, ein Spin-off der ETH Lausanne, hat ein Ausbildungsprogramm für Pflegekräfte im Gesundheitswesen entwickelt. Der Clou: Mithilfe von Virtual Reality sollen angehende Berufsfachkräfte Erfahrungen sammeln können. Das Westschweizer Start-up konnte für seine VR-Anwendung nun einen wichtigen Partner gewinnen. Die Lausanner Berufsfachschule Institut et Haute Ecole de la Santé La Source ergänzte ihr Ausbildungsangebot um die VR-Anwendung von Ubisim, wie das «ICTjournal» berichtet. Professoren und Studenten des Instituts hätten eng mit dem Start-up zusammengearbeitet, um die Software an die Anforderungen der Ausbildung anzupassen. Die Kursteilnehmer würden die VR-Anwendung derzeit nutzen, um Praktiken wie etwa Bluttransfusionen zu lernen, erklärte Dominique Truchot-Cardot, Vizedekanin des Instituts, gegenüber dem «ICTjournal». Die Anwendung soll die theoretischen und praktischen Bestandteile der Ausbildung ergänzen. Ziel sei es, das Risiko von Pflegefehlern zu verringern. Die Teilnehmer könnten mit der VR-Anwendung etwa Szenarien durchspielen, in denen seltene Komplika tionen auftreten, die von den Pflegekräften schnelle Reaktionen erfordern. Pflegekräfte können mit VR-Anwendungen auf kritische Situationen vorbereitet werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_93059 AMD kommt mit neuem Prozessor zurück bca. AMD hat offenbar Pläne für einen neuen Prozessor mit integrierter Vega-Grafikeinheit unter dem Namen Athlon, wie «Golem» berichtet. Die Veröffentlichung der CPUs ist noch nicht bestätigt. In der Datenbank von AMD wurde der Chip schon seit Anfang 2018 geführt. Dort trug er die Bezeichnung «AMD Athlon 200GE Vega Graphics». Er soll zwei Kerne beinhalten und dank Simultaneous Multithreading vier Threads gleichzeitig bearbeiten können. Die Taktfrequenz wird mit 3,2 Gigahertz angegeben. ▸ Webcode DPF8_94253 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2018

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