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Netzwoche 10/2018

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10 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Bedags Umsatz schrumpft jor. Der Berner IT-Dienstleister Bedag Informatik hat 2017 einen Gewinn von 11 Millionen Franken verbucht – das zweithöchste Betriebsergebnis der Firmengeschichte, wie Bedag mitteilt. Der Umsatz schrumpfte derweil auf 90,6 Millionen Franken – nachdem das Unternehmen 2016 noch einen Jahresumsatz von 100,2 Millionen Franken bilanziert hatte. ▸ Webcode DPF8_91992 Toshibas Kasse klingelt wieder jor. Toshiba hat sein Geschäftsjahr mit einem Gewinn bilanziert, nachdem der Technologiekonzern vier Jahre Verluste gemacht hatte. Das Plus beträgt umgerechnet 7,3 Milliarden Franken, wie Reuters berichtet. Durch den Verkauf seiner Chipsparte rechnet Toshiba damit, den Gewinn um ein Drittel zu steigern. Toshiba hatte den Verkauf seiner Chipsparte 2017 in Aussicht gestellt. Ein Konsortium, angeführt vom US-Finanzinvestor Bain Capital, sollte für den Deal rund 18 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen. ▸ Webcode DPF8_92311 Twint erhält europäische Unterstützung Kontaktloses Bezahlen mit Twint. bca. Der französische Zahlungsverkehrsdienstleister Worldline will sich mit einem Anteil von 20 Prozent an der Schweizer Mobile-Payment-Lösung Twint beteiligen. Die bisherigen Aktionäre von Twint, die sechs grössten Schweizer Banken sowie der Finanzdienstleister Six, behalten ihre Anteile, wie Twint in einer Mitteilung schreibt. «Mit Worldline haben wir einen paneuropäischen Partner, der sich seit Jahren für eine bargeldlose Gesellschaft stark macht», lässt sich Søren Mose, Verwaltungsratspräsident von Twint, in der Mitteilung zitieren. «Dank dieser Kooperation haben wir für die Weiterentwicklung von Twint ganz neue Perspektiven.» Worldline ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im Bereich Payment Services. Die Beteiligung an Twint ist bereits der zweite Schritt in Richtung des Schweizer Finanzmarktes für die Atos- Tochter Worldline. Ein Tag vor Bekanntgabe der Beteiligung hatte das Unternehmen angekündigt, im Rahmen einer strategischen Partnerschaft das Kartengeschäft von Six zu übernehmen. Der Schweizer Finanzdienstleister erhält im Gegenzug eine Beteiligung von 27 Prozent an Worldline. Twint ermöglicht den Versand von Geld zwischen Privatpersonen, die Direktzahlung im E-Commerce über das Bankkonto sowie das Bezahlen an der Kasse. In der Schweiz werden derartige Bezahlmöglichkeiten immer populärer, wie eine aktuelle Umfrage der GfK zeigt. Die Mobile-Payment-App zählt laut Mitteilung in der Schweiz über 800 000 registrierte Kunden, die via Twint an rund 50 000 Akzeptanzstellen im Handel zahlen können. Seit zwei Monaten gehört auch die Migros dazu. Mitte März integrierte die Migros-App Twint. Zuvor konnten Kunden bereits in den Filialen von Coop, Digitec Galaxus und Spar mit Twint bezahlen. Mit Worldline soll die Anzahl dieser Akzeptanzstellen rasch weiter ausgebaut werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_92523 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft ist mittlerweile so gross, dass die Last mit natürlicher Intelligenz allein kaum mehr bewältigt werden kann. In der nun angestrebten digitalen Welt wird alles mit allem vernetzt, um nichts dem Zufall überlassen zu müssen: Internet-of-Everything. Das generiert dermassen viele Daten und Informationen, dass man daraus die Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen der Menschen und Dinge präzise vorhersagen könnte. Könnte – hätte man mehr als bloss unsere natürliche Intelligenz. Die berühmte Nadel im Heuhaufen wäre für die meisten von uns einfacher zu finden, als wenn wir die gesuchten Weisheiten aus den Tiefen des Big-Data-Lakes bergen müssten. Artificial Intelligence oder einfach AI ist der Schlüssel für diese disruptive Zukunft. Nicht einfach nur Roboter, sondern mit selbstlernenden Algorithmen ausgestattete Maschinen, die mit unglaublicher Rechenkapazität und Geschwindigkeit in Echtzeit historische und aktuelle Datenströme zu analysieren und interpretieren vermögen. Man weiss es schon lange: Daten sind das Öl von morgen. Und wenn man bedenkt, dass man erst 1 Prozent des Potenzials erkannt hat, dann kann man die Wucht dieses sich anbahnenden, technologischen Wandels für die Menschheit vielleicht erahnen. Doch wie auch bei den natürlichen Ressourcen muss man zuerst lernen, danach zu schürfen, um sie an die gewinnbringende Oberfläche zu befördern. In diesem Lernprozess sollten wir aber vor allem auch eines nie vergessen: Was auch immer wir diesen Maschinen beibringen, sie werden nie intelligenter werden als wir Menschen. Wie bei der Erfindung der Dampfmaschine, der Eisenbahn oder des Webstuhls werden uns diese AI-Maschinen hinsichtlich ihrer Kraft und Effizienz einen grossen Dienst erweisen und uns komplexe Arbeiten abnehmen können. Sie werden uns aber nie ersetzen. Denn emotionale Intelligenz, Gefühle, Kreativität und auch Innovationsgeist sind urmenschliche Eigenschaften, die nie von solchen Maschinen wahrgenommen werden können. Der künftige Erfolg für Unternehmen müsste in ihrer Fähigkeit liegen, die neuen AI-Technologien zur effizienten Abwicklung komplexer Sachverhalte einzusetzen und die Schnittstelle zum Kunden mit extrem guten, individuellen und menschlichen Services auszugestalten. Denn hier wird man sich von der Masse abheben können. Niemand will mit einem Chatbot reden. Aber genau hier versuchen wieder einmal viele Manager von gestern mit Techniken von morgen die beste Ressource im Unternehmen zu rationalisieren. Ob das gut kommt? Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_93358 Wenn die Intelligenz künstlich wird Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 10 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 11 Galaxus gewinnt erneut Commerce-Award aza. Am 23. Mai 2018 sind zum siebten Mal die Digital Commerce Awards verliehen worden. Nachdem Galaxus bereits vergangenes Jahr den Hauptpreis Digital Commerce Champion gewinnen konnte, ging die Auszeichnung auch in diesem Jahr wieder an den Schweizer Onlineshop. Gemäss der Jury verdiente sich Galaxus den Preis «dank seiner hohen Sortiments- und Beratungskompetenz, Funktionalität und Usability sowie seiner Social-Commerce- Strategie». Die Gewinner der sechs Hauptkategorien: ·· B2B-Onlineshops: Jungheinrich Profishop mit jungheinrich-profishop.ch ·· Fashion & Accessoires: Zalando mit zalando.ch ·· Lifestyle & Hobby: Frankfurter Brett mit frankfurter-brett.de ·· Home & Living: Digitec Galaxus mit galaxus.ch ·· Electronics & Media: Digitec Galaxus mit digitec.ch ·· Body & Taste: Mymuesli mit mymuesli.ch mur/aza. Der Open-Source-Spezialist Adfinis Sygroup ist eine exklusive Partnerschaft mit Softwareone aus Stans eingegangen. Adfinis Sygroup ist auf Linux- und Open- Source-Technologien sowie auf Themen wie Devops, Automation, Container, Kubernetes, Clustering und Datenbanken spezialisiert. Von der Zusammenarbeit profitieren vor allem Unternehmen, die auf Linux- und Red-Hat-Technologien setzen. Die Kooperation ist erstaunlich, da Softwareone eher als Reseller von Microsoft-Technologien bekannt ist. Das Unternehmen bietet ausserdem Dienstleistungen für Software von IBM, Oracle, SAP und VMware an. Zum Beispiel Hilfe bei Procurement-Prozessen oder bei der Verwaltung von Software- und Cloud-Portfolios. Für Softwareone sei die Kooperation sinnvoll, erklärt Sandro Köchli, Mitgründer und Verwaltungsrat von Adfinis Sygroup, auf Anfrage. Das Unternehmen könne sein Open-Source-Portfolio so um weitere Services erweitern. Es sei nun in der Lage, seinen Kunden nicht mehr nur das Subscription-Geschäft, sondern auch Servicedienstleistungen anzubieten. Adfinis Sygroup wiederum habe langjährige Erfahrung und Expertise auf dem Gebiet. Man könne die gefragten Dienstleistungen auf hohem Niveau ausführen und so seinen Kundenstamm erweitern, erklärt Köchli. Die beiden Unternehmen würden ideal zusammenpassen. Softwareone kenne sich hervorragend mit der Die Gewinner der drei Jury-Preise: ·· Best Feature: Digitec Galaxus mit dem Wiederverkauf von Produkten auf galaxus.ch ·· Evecommerce: Mymuesli mit mymuesli.ch ·· Generation Z: Zalando mit zalando.ch Zudem gab es sechs Spezialkategorien, die dieses Jahr überarbeitet und erweitert wurden. Die Gewinner: ·· Small Business: Jeans.ch mit jeans.ch ·· Marktplätze & Plattformen: Farmy mit farmy.ch ·· Omni-Channel & Innovation: Coop Genossenschaft mit coopathome.ch ·· Community & Storytelling: Digitec Galaxus mit galaxus.ch ·· Brands & Hersteller: Casper Sleep mit casper.com ·· Start-up: Yamo mit yamo.ch Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_93741 Adfinis Sygroup geht neue Kooperation ein Lizenzierung von Software aus und wolle im Servicegeschäft wachsen, Adfinis beherrsche die Integration der Technologien und habe sehr viel technisches Know-how. Softwareone hilft Kunden auch, Softwarestrategien zu erarbeiten, Anwendungen korrekt zu lizenzieren und ihren Lebenszyklus zu managen. Aktuell sei die Partnerschaft noch auf die Schweiz beschränkt, sagt Köchli. Der Schritt ins Ausland sei momentan nicht geplant, in Zukunft aber durchaus denkbar. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_92319 Bild: YurolaitsAlbert / iStock.com WWW.NETZWOCHE.CH So wollen sich die SBB fit für die Zukunft machen cgr. «SBBagil2020» heisst das neue Zukunftsprogramm der SBB. Laut Mitteilung wird es einen Umbau in der Unternehmensstruktur geben. Der Personenverkehr soll Anfang 2019 neu aufgestellt und Vertrieb, Services und Vermarktung zusammengeführt werden, um den Kundenbedürfnissen besser entsprechen zu können. Zudem will die SBB alle operativen Leitungen ab März 2019 unter dem Dach «Operations» zusammenführen. ▸ Webcode DPF8_93287 Microsoft vernetzt The Circle bca. Mit einer Partnerschaft zwischen dem Flughafen Zürich und Microsoft Schweiz ist laut einer Mitteilung der Startschuss für die Planung, Entwicklung und Umsetzung der Digitalisierung von The Circle am Flughafen Zürich gefallen. The Circle soll durch die Schaffung eines digitalen Netzwerks von Dienstleistungen den Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten bieten. Auch Microsoft Schweiz werde seinen Hauptsitz in The Circle verlegen und den «Arbeitsplatz der Zukunft» realisieren. ▸ Webcode DPF8_92285 Lenovo schreibt Verlust cgr. Der chinesische IT-Konzern Lenovo hat seine Jahresbilanz vorgelegt. Das Geschäftsjahr des Unternehmens endete am 31. März dieses Jahres, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 45,3 Milliarden US-Dollar. Operativ erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von fast 200 Millionen Dollar. Als Grund nennt Lenovo einmalige Abschreibungen von 400 Millionen Dollar im dritten Quartal durch die US-Steuerreform von Donald Trump. ▸ Webcode DPF8_93744 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 10 / 2018

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