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Netzwoche 11/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell www.NETzwoCHE.ch Druckermarkt schwächelt cka. Der weltweite Druckermarkt ist im ersten Quartal dieses Jahres um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft, wie Marktforscher IDC mitteilt. Der Bereich für hochwertige Farblaserdrucker legte jedoch zu. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 8,4 Prozent mehr Einheiten ausgeliefert. Auch das Geschäft mit Geräten für Managed-Print- Dienstleistungen wuchs je nach Region zwischen 3,9 und 41 Prozent. ▸ Webcode 8413 Netapp meldet sich zurück cka. Der weltweite Markt für Enterprise-Storage-Lösungen hat laut Marktforscher IDC im ersten Quartal 2016 einen Rückgang von 7 Prozent im Jahresvergleich zu beklagen. Hewlett Packard Enterprise (HPE) führt den Markt an und verbuchte 17,3 Prozent des gesamten Umsatzes, das entspricht 1,42 Milliarden Dollar. Im Bereich All-Flash-Arrays landete Netapp mit einem Umsatzwachstum von über 238 Prozent auf dem zweiten Platz. ▸ Webcode 8543 Berufsgeheimnisträger müssen beim outsourcing aufpassen cgr. Ende Mai hat die «Vortragsreihe am Mittag» des Europainstituts an der Universität Zürich das Thema «Strafrechtliche Verantwortlichkeit beim Outsourcing der Datenverantwortung von Berufsgeheimnisträgern» behandelt. Wolfgang Wohlers, Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Basel, sprach über strafrechtliche Probleme beim Outsourcing für Ärzte, Spitäler, Versicherungen oder auch Rechtsanwälte. Denn diese Berufsgruppen unterliegen gesonderten gesetzlichen Pflichten, die über den normalen Datenschutz hinausgehen. In einem Gutachten im Auftrag des Datenschutzbeauftragten der Stadt Zürich beschäftigte sich Wohlers mit der Thematik. Gleich zu Beginn betonte er jedoch, dass er keine zufriedenstellende abschliessende Lösung für das Outsourcing bei Berufsgeheimnisträgern parat habe. Das Feld sei sehr komplex. Am weitesten fortgeschritten sei das Outsourcing bei den Spitälern, sagte Wohlers. Ob nun bei der Datenverarbeitung, der Auslagerung des Rechnungswesens oder der Nutzung der Cloud. Sogar die Klinischen Informationssysteme würden immer häufiger extern betrieben. Das Outsourcing im Gesundheitsbereich sei unter dem Gesichtspunkt des Berufsgeheimnisgesetztes «ein riesengrosses Problem», sagte Wohlers. Juristen seien hier noch nicht so weit, die Outsourcing-Problematik gehe hier gerade erst richtig los. Wohlers bemängelte in seinem Vortrag, dass vonseiten der Behörden das Thema Outsourcing für Geheimnisträger kaum behandelt werde. Für Wohlers ist eine Einwilligungslösung des Geheimnisherrns in das Outsourcing der vielversprechendste Ansatz für ein strafrechtskonformes Outsourcing. Unter geltendem Recht gebe es jedoch keine klare Lösung für das Outsourcing bei Geheimnisträgern. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8349 Wolfgang Wohlers ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Basel. Digitale TRANSFoRMATIon der IT Was nichts kostet, ist in vielen Augen auch nichts wert. Was viel kostet, muss aber nicht zwingend auch wertvoll sein. In diesem Dilemma stecken viele IT-Organisationen, die den Wert ihrer IT- Services ihrem Business nicht erklären können. Und wenn das Business den Wert der IT nicht erkennt und versteht, dann ist jeder ausgegebene Franken zu viel. Die IT, die es schafft, die gleiche Leistung zu tieferen Kosten bereitzustellen, erbringt gleichzeitig den Nachweis, dass sie vorher nicht effizient genug gearbeitet hat. Was das Business eh schon immer vermutete. Ein IT-Service hat nur dann einen Wert, wenn sein Mehrwert die Kosten, die er verursacht, übersteigt. Hier scheitern bereits die meisten IT-Organisationen. Was sind die exakten Kosten eines IT- Services und wie setzen sich diese zusammen? Auf der anderen Seite wissen die wenigsten Organisationen, welchen Mehrwert ein IT-Service dem Business bringt. Wo und um wie viel ist die Performance des Business durch genau diesen IT-Service erhöht? Auch wenn die Kosten und der Performance-Beitrag der IT bekannt wären, kann dem Business nicht gesagt werden, was der Wert nun genau ist. Der Wert des IT-Service wird allein in der Betrachtung des Business und des Abnehmers eingeschätzt. Man kann den Wert allenfalls als Grad dafür betrachten, in welchem Ausmass der IT-Service die Erwartungen des Business erfüllt oder gar übererfüllt. Die IT durch die Brille des Business zu betrachten, anstelle bloss Applikationen und Infrastrukturen bereitzustellen, ist also die Herausforderung, um sich als IT-Organisation differenzieren zu können. Qualität hat immer ihren Preis. Wenn es der CIO mit seinem Team schafft, mit besonders guten und innovativen Lösungen das Business zu überraschen, dann wird das Business auch künftig bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Artikel online: auf www.netzwoche.ch Webcode 8553 Was ist die IT wert? Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 11 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Behindern CIOs Big-Data-Projekte? gsa. Daten sind das neue Öl. Doch wie diese gewinnbringend fördern? Auf diese Frage wissen nicht alle Unternehmen die richtige Antwort, wie eine Studie von Capgemini im Auftrag des Datenspezialisten Informatica ergab. Die Befragung von mehr als 200 Führungskräften aus IT- und Datenmanagement in Europa und den USA deutet darauf hin, dass aktuell erst rund jedes vierte (27 Prozent) Big-Data-Projekt rentabel ist. 45 Prozent der Projekte seien kostendeckend und 12 Prozent der Studienteilnehmer geben an, mit Big-Data-Initiativen Geld zu verlieren. Weitere 12 Prozent sagen, dass es noch zu früh für eine entsprechende Einschätzung sei. Nur 27 Prozent aller Big-Data-Projekte sind laut Capgemini und Informatica lukrativ. Bild: Fotolia Der Chief Data Officer wird immer wichtiger Ein Schlüsselfaktor für die Profitabilität von Big-Data- Projekten sei deren Verankerung im Business. Den Autoren zufolge ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass ein Big-Data-Projekt gewinnbringend ist, wenn ein Chief Operating Officer (COO) oder Chief Data Officer (CDO) anstelle des CIOs die Leitung übernimmt. 52 Prozent der Befragten gaben an, dass die Big-Data-Strategie in den Händen der CIOs liege. Sie sagten aber auch, dass sich die Zuständigkeit zu Entscheidern im operativen Geschäft verlagere. Der Untersuchung nach leiten bei 20 Prozent der befragten Unternehmen COOs, bei 16 Prozent CTOs und bei weiteren 16 Prozent CMOs Big-Data-Projekte. «Diese Ergebnisse unterstreichen, dass der Chief Data Officer immer wichtiger wird. Dementsprechend sind derzeit auch zahlreiche Schweizer Banken und Versicherungen dabei, diese Rolle in ihrer Organisation zu verankern», sagt Herbert Pleunik, Vice President bei Capgemini in der Schweiz. Pleunik zufolge sollten Unternehmen dafür sorgen, dass Fachbereiche und Entscheidungsträger aus dem operativen Geschäft eine Schlüsselrolle in ihren Big-Data- Vorhaben einnehmen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8548 Kudelski flieht vorm starken Franken www.NETzwoCHE.ch Qlik geht in private Hände cgr. Der in Chicago und San Francisco beheimatete Finanzinvestor Thoma Bravo hat die Übernahme des BI-Spezialisten Qlik angekündigt. Wie Qlik mitteilt, will Thoma Bravo 3 Milliarden US-Dollar in Cash auf den Tisch legen. Dies sind 40 Prozent mehr, als Qlik zuletzt an der Börse wert war. Das Hauptquartier von Qlik soll in Pennsylvania bleiben. ▸ Webcode 8445 Kathrein kauft Enkom fpo. Der deutsche Antennenund Satellitentechnik-Hersteller Kathrein hat die Schweizer Enkom-Gruppe aus Sursee übernommen. Wie Kathrein mitteilt, bleibt der Name Enkom erhalten. Das Unternehmen werde mit dem bestehenden Management in die Kathrein-Gruppe integriert. ▸ Webcode 8403 Huber + Suhner kauft US-Switch-Hersteller cka. Der Schweizer Kabelhersteller Huber + Suhner hat angekündigt, den amerikanischen Switch-Hersteller Polatis zu übernehmen. Die Akquisition soll bereits Ende Juni abgeschlossen sein. Danach soll Polatis als eine Geschäftseinheit im Bereich Fiberoptik operieren. Angaben zum Kaufpreis macht das Unternehmen keine. ▸ Webcode 8401 cka. Der starke Franken belastet die Kudelski-Gruppe, wie das Unternehmen mitteilt. Die Probleme sind aber schon älter. Früher konnte Kudelski nach eigenen Angaben einen wesentlichen Anteil seines Geschäfts in der Schweiz generieren. Seit 2011 geht es bergab. Das Wachstum finde nun vor allem ausserhalb Europas statt, lässt sich CEO André Kudelski in einer Mitteilung zitieren. Er meint damit in erster Linie die USA. Der Zeitpunkt sei jetzt gekommen, die Organisation den neuen Marktgegebenheiten anzupassen. Bereiche ziehen nach Arizona Deswegen will die Gruppe nun in Phoenix, Arizona, ein zweites Hauptquartier eröffnen. Gewisse Management- Bereiche der Gruppe wandern schon diesen Sommer ab. In einem ersten Schritt werden 15 Mitarbeiter von Lausanne nach Phoenix umsiedeln, wie Unternehmenssprecher Phil Mundwiler auf Anfrage sagt. Das Unternehmen geht gemäss Mundwiler davon aus, an beiden Standorten neues Personal anzuheuern. Entlassungen wolle Kudelski vermeiden, aber das müsse jeweils von Fall zu Fall entschieden werden. Zudem wird das Unternehmen ab 2017 seine Geschäftszahlen gemäss Mitteilung in US-Dollar präsentieren. Kudelski erhofft sich, auf diese Weise den amerikanischen Markt besser erschlies sen zu können. Der Hauptsitz bleibe aber weiterhin in Cheseaux-sur-Lausanne. Der Verwaltungsrat sitzt laut Mundwiler auch künftig in der Schweiz, und das Unternehmen bleibt an der Schweizer Börse notiert. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8434 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! www.graphax.ch www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2016 www.graphax.ch

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