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Netzwoche 11/2016

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10 Business Aktuell

10 Business Aktuell www.NETzwoCHE.ch Axis übernimmt tschechischen Hersteller cka. Die Canon-Tochter Axis Communications hat sein Lösungsportfolio erweitert. Der schwedische Hersteller von Netzwerkkameras übernahm 2N, wie Axis mitteilt. Das tschechische Unternehmen spezialisiert sich auf IPbasierte Video-Sprechanlagen – gemäss Mitteilung ein wachsender Markt. ▸ Webcode 8376 Swisspro schluckt St. Galler KMU tjo. Am 1. Juni hat Swisspro die Elektroinstallationsfirma Elektro Tanner übernommen, wie Swisspro mitteilt. Das Unternehmen übernahm laut Mitteilung die komplette Belegschaft von Elektro Tanner. Diese soll ihre Arbeit in der bestehenden Swisspro-Filiale in St. Gallen fortführen. ▸ Webcode 8471 Winet trennt sich von Network tjo. Der VoIP-Spezialist Winet Network Solutions heisst seit Ende Mai Winet Voicetec Solutions. CFO Anja Maier rechnet bei den Kosten für das Rebranding mit einem Betrag im sechsstelligen Bereich. Hinter dem Namenswechsel steckt die Konzentration auf ein neues Kerngeschäft. ▸ Webcode 8480 Apple Pay kommt im Sommer in die Schweiz gsa. Bezahlen mit dem iPhone. Endlich auch in der Schweiz. Das dürfte für viele Schweizer Apple-Kunden das Highlight von Apples Keynote an der WWDC gewesen sein. Apple kündigte fast beiläufig den Marktstart seiner Bezahllösung in der Schweiz an. Noch diesen Sommer soll es losgehen. Die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard sind an Bord. Wer den Dienst nutzen will, muss aber erst bei seinem Kartenherausgeber anfragen, ob und wann die Kreditkarte mit Apple Pay verknüpft wird. Der Schweizer Markt eignet sich auch deshalb für Apple, da hierzulande je nach Studie rund 50 Prozent der Schweizer ein iPhone nutzen. Allerdings funktioniert Apple Pay erst mit neueren iPhones und iPads, auf denen die App Wallet vorinstalliert ist. Craigh Federighi, Apples Software- Chefentwicker, zeigte, welche Länder neu zu Apple Pay hinzukommen. Ausser der Schweiz sind es Hongkong und Frankreich. Bild: Screenshot Apple Pay vs. Twint/Paymit Stefan Holbein, Country Manager von Visa Europe Schweiz, sieht gute Chancen, gegen Mitbewerber wie Twint/Paymit oder Mobino bestehen zu können, wie er in einer Telefonkonferenz sagte. Immerhin seien die Visa- Lösungen global einsetzbar. Twint/Paymit gibt sich gelassen, begrüsst sogar den Mitbewerb. Immerhin könnte Apple Pay helfen, das Bezahlen via Smartphone populärer zu machen, erklärte Twint-CEO Thierry Kneissler. «Twint/Paymit ist eine technologisch offene und herstellerunabhängige Plattform mit attraktivem Zusatznutzen – für den Kunden über den Händler bis hin zum Finanzinstitut», fügte Kneissler an. Die Grossbanken Das Rennen um die Bezahllösung auf dem Smartphone ist eröffnet. Wie stehen die grossen Banken zu Apple Pay? Paymit-Partner UBS wird Apple Pay (vorläufig) die kalte Schulter zeigen. Die Bank favorisiert Twint/Paymit. UBS fokussiere sich auf die Einführung der plattformunabhängigen offenen Schweizer Lösung Twint/Paymit, die darüber hinaus für iOS und Android angeboten wird. Mit dem geplanten Zusammenschluss von Twint und Paymit «wird UBS dem Kunden eine Lösung für mobile Endgeräte bieten, die Zusatznutzen bringt, wie beispielsweise die Anbindung von Kundenkarten und Coupons». Postfinance konzentriert sich derzeit auf die Weiterentwicklung seiner Lösung Twint. Ausserdem geniesse derzeit die Erneuerung des Kernbankensystems Priorität. Dieses binde intern viele Ressourcen, teilte das Unternehmen mit. Der Kreditkartenanbieter Viseca erklärt auf seiner Web site, dass es Apple Pay derzeit nicht unterstütze. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8604 Anzeige Die Schweizer Fachmesse für Kommunikations-Infrastruktur 20.–22. September 2016, BERNEXPO com-ex.ch SONDERSCHAU «Forum Smart Communication» Das Zeitalter der Digitalisierung bedarf moderner Infrastrukturen und smarter Schnittstellen. Führende Unternehmen zeigen neue Technologien, Lösungen und Trends für Städte, Kommunen und Elektrizitätswerke sowie für Besucher aus folgenden Fachbereichen: Kabelnetz-, Datacenterund LAN-Infrastrukturen, Smart Metering, Smart City und FTTx. Besuchen Sie uns an der BernExpo in Bern, Halle 2.2. Die Sonderschau zeigt anhand von Showcases wie smarte Technologien unseren Alltag und unsere 11 Gesellschaft / 2016 beeinflussen – heute und www.netzwoche.ch © netzmedien ag in Zukunft.

Business Event 11 E-Commerce, positive und negative Emotionen und die Macht des limbischen Systems mur. Der Mensch trifft fast 80 Prozent aller Entscheidungen unbewusst. Welche Auswirkungen das auf den E-Commerce hat, erfuhren die Besucher des neunten Schweizer E- Commerce Summit am 14. Juni im Lake Side. Die Veranstaltung, organisiert von Unic, SAP Hybris und Datatrans, lockte zahlreiche E-Business- und IT-Fachleute ans Ufer des Zürichsees. E-Commerce-Tipps vom Neuromarketing-Experten Das spannendste Referat hielt der Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel. Er verriet, was der E-Commerce von der Hirnforschung lernen kann. «Der Mensch trifft 70 bis 80 Prozent aller Entscheidungen unbewusst», sagte Häusel. Ein Grund dafür sei die Macht des limbischen Systems, das Emotionen verarbeite und Angst oder Begeisterung auslösen könne. Emotionen trieben Menschen an und Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel. Networking in der Pause. hätten Auswirkungen auf Kaufentscheidungen, sagte Häusel, der das Publikum mehrmals zum Lachen brachte. Einige Tipps von Häusel für E-Business-Fachleute: ·· Menschen haben unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen, die sich durch die Hauptemotionsfelder Stimulanz, Dominanz und Balance definieren. Unternehmen müssen darauf achten, dass sie ihre unterschiedlichen Kundentypen auch gezielt ansprechen. ·· Marken sollten eine emotionale Botschaft vermitteln. Wer etwa Lebensversicherungen oder Medikamente verkauft, muss darauf achten, dass seine Website Werte wie Gesundheit, Sauberkeit und Verlässlichkeit ausstrahlt. Wer hingegen Sportwagen oder Outdoor-Produkte anbietet, sollte eher Eigenschaften wie Mut, Freiheit oder Risikofreude vermitteln. ·· Unternehmen sollten es vermeiden, bei ihren Kunden mit der Website oder dem Markenauftritt negative Emotionen auszulösen – oder gar keine Emotionen. «Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn sinn-, wert- und bedeutungslos», sagte Häusel. ·· Der Mensch und das menschliche Gehirn denken nicht gerne – weil es anstrengend ist. Wer ein Produkt bewirbt, sollte es dem Adressaten darum so einfach wie möglich machen. Der erste Eindruck zählt! Wichtig ist laut Häusel das Gefühl, das ein Unternehmen beim Kaufprozess beim Kunden auslöst. Es sei darum sinnvoll, Angebote zu emotionalisieren. ·· Ein positives Beispiel sei booking.com. Die Seite sei vollgepackt mit Dingen, die Emotionen auslösen und zu einer Buchung anregten. Häusel gab hier folgende Tipps: «X Personen schauen sich gerade diesen Artikel an», «Dieses Angebot ist gerade sehr gefragt», «Dieses Angebot wurde heute schon x-mal gebucht», positive Community-Bewertungen, zeitlich limitierte Rabatte. ·· Das menschliche Gehirn ist laut Häusel bei analogen Dingen geduldiger als bei digitalen. Es sei darum umso wichtiger, dass man den Kunden im Web nicht zu stark auf die Folter spanne. ·· Im DACH-Raum gebe es rund 29 Prozent Harmonizer, 13 Prozent Offene, 13 Prozent Hedonisten, 6 Prozent Abenteurer, 10 Prozent Performer, 10 Prozent Disziplinierte, 19 Prozent Traditionalisten. Unternehmen sollten sich intensiv mit diesen unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen beschäftigen und dann entscheiden, welche Gruppe sie wie ansprechen wollen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8621 www.NETzwoCHE.ch Samsung tritt Asut bei tjo. Samsung Schweiz ist seit Februar dieses Jahres Mitglied bei Asut, dem Schweizerischen Verband der Telekommunikation. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Samsung hervor. Gemeinsam engagieren sich Samsung und Asut für die Digitalisierung von Bildungsinstitutionen, wie es heisst. Samsung könne zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz beitragen. Martin Kathriner, Digital- Stratege von Samsung Schweiz, präsidiert gemäss Mitteilung die Fachkommission Bildung von Asut. ▸ Webcode 8493 CH Open vergibt Awards mur. Die Swiss Open Systems User Group CH Open vergibt auch dieses Jahr wieder die CH Open Source Awards. Und zwar im Rahmen des Open Source Business Forums am 26. Oktober im Haus der Universität in Bern. Projekte können bis zum 8. Juli eingereicht werden. Die Organisatoren akzeptieren erstmals Eingaben rund um Open Data. Die Awards zeichnen Firmen, Behörden, Communitys und Personen aus, die sich besonders für Open-Source-Software einsetzen. ▸ Webcode 8466 Fehraltorfer IT-Dienstleister steigt auf tjo. Up-Great hat sich für das Education-Programm von Microsoft zertifiziert, wie das Fehraltorfer IT-Unternehmen mitteilt. Damit darf sich der Microsoft Gold Partner neu auch Authorized Education Partner nennen. Wie es in der Mitteilung heisst, bietet Up- Great auf Bildungseinrichtungen ausgerichtete IT-Infrastrukturen an. Auch modernisiere oder betreue das Unternehmen bestehende Infrastrukturen. Individuelle Problemlösungen etwa im Bereich Cloud würden das Leistungsangebot abrunden. ▸ Webcode 8427 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2016

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