Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 11/2017

20 People Live die

20 People Live die entsprechenden Services nicht integriert sowie Compliance und Security nicht gewährleistet sind oder ähnliche Services von unterschiedlichen Providern bezogen werden. Dabei müssen wir natürlich immer die Betriebssicherheit garantieren. Migros nutzt SAP. In der Cloud? Nein, das ist aber eine Option. Wir müssen evaluieren, was wir aus der Cloud beziehen können und was nicht. Die Cloud ist nur ein Aspekt der übergeordneten Sourcing- Strategie. Man muss sie immer in einem grösseren Kontext betrachten. « Ein CDO auf Gruppenebene wäre kaum sinnvoll, da die Fragestellungen in den einzelnen Geschäftsbereichen sehr unterschiedlich sind. » Martin Haas, Leiter, Migros IT-Services dienen etwa als Werkzeug, damit wir auf Basis der Cumulus-Daten unseren Kunden passende Angebote machen können. Diese Analysefähigkeiten werden sich weiterentwickeln und in Zukunft mit Sicherheit durch Konzepte wie Machine Learning oder Artificial Intelligence ergänzt werden. Spürt Migros den Fachkräftemangel? Wir haben konstant 10 bis 15 Prozent an Vakanzen. Nicht weil es bei uns eine hohe Fluktuation gäbe, sondern weil es nicht einfach ist, die richtigen Leute mit den richtigen Fähigkeiten zu finden. Zum Glück ist die Migros aber ein sehr attraktiver Arbeitgeber, der auch viel Wert auf Ausund Weiterbildungen legt. Darum ist das Problem bei uns möglicherweise nicht so ausgeprägt wie bei anderen Unternehmen. Wir bieten unterschiedlichste attraktive Einstiegsmöglichkeiten in die MITS an, wie zum Beispiel Schnuppertage, IT-Lehrstellen, Praktikumsplätze, Trainee-Angebote und spannende Aufgaben für Werkstudenten. Welche wichtigen IT-Projekte laufen bei der Migros? Der Fokus lag zuletzt auf der Infrastruktur. Vor ein paar Wochen schlossen wir erfolgreich das Projekt Konsolidierung M-Datacenter ab. Im Rahmen dieses Projekts zügelten wir hunderte Systeme in zwei neue Rechenzentren der Migros mit Colocation bei Swisscom. Gleichzeitig arbeiten wir am M-Workplace, unserer neuen Arbeitsplatzlösung auf Citrix- Basis, und an unseren mobilen Plattformen. Insgesamt laufen aktuell zwölf strategische Business-IT-Projekte auf nationaler Ebene. Woran arbeitet die Migros noch? Wir sind dabei, unser Point-of-Purchase-System zu erneuern. Dabei geht es nicht mehr nur um das klassische Kassensystem in den Filialen, sondern auch um die Verbindung zu allen anderen Verkaufskanälen wie Mobile und Online. Vor rund einem Monat gingen wir mit der ersten Testfiliale produktiv. Unsere neue Check-out-Lösung basiert dabei auf einem Standardprodukt. In enger Zusammenarbeit zwischen GK Software, SAP und der Migros wurde eine innovative und absolut zukunftsorientierte Lösung entwickelt. Wie profitieren die Filialen und Kunden von den neuen Projekten? Die Migros will ihren Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten. Genauso wichtig ist aber die Unterstützung der Prozesse in den Filialen. Das Projekt Forecast & Replenishment etwa sorgt dafür, dass stets die richtige Menge an Waren zur richtigen Zeit in der richtigen Filiale für unsere Kunden zur Verfügung steht. So kann der Warenverderb minimiert und die Warenverfügbarkeit erhöht werden. Welche Rolle spielen Big Data und Analytics bei der Migros? Big Data und Analytics sind für uns Schlüsseltechnologien, um Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen. Sie Ein grosses Thema im Schweizer Markt ist Mobile Payment. Was ist hier der Ansatz der Migros? Auch beim Mobile Payment geht es darum, dem Kunden den Einkauf so einfach wie möglich zu machen. Im Zentrum steht hier unsere Migros-App, die immer mehr zum perfekten Einkaufsbegleiter wird. In ihr kann ich heute schon meine Einkaufsliste erstellen, mich über laufende Aktionen informieren, bereits getätigte Einkäufe abrufen und seit einiger Zeit eben auch bezahlen. Wann kommt Twint bei der Migros? Der konkrete Einführungszeitpunkt ist in Planung. Unser Ziel ist nach wie vor, Twint in unsere Migros-App als weiteres Zahlungsmittel aufzunehmen und unseren Kunden anzubieten. Was ist mit Apple Pay und Samsung Pay? Grundsätzlich gilt: Mit jedem Zahlungssystem, das sich am Zahlterminal wie eine NFC-Karte verhält, kann an der Migros-Kasse bezahlt werden. Der Kunde hat also die Wahl, und das ist gut so. Bezahlen Sie selbst auch mit dem Smartphone? Selbstverständlich! Ich war sogar einer der ersten Kunden, der in der Migros mit der Migros-App bezahlt hat. Wie sieht die Migros IT in fünf Jahren aus? Der Blick in die Kristallkugel ist noch etwas verschwommen. In fünf Jahren wird sich bei der heutigen Veränderungsgeschwindigkeit einiges getan haben. Neue Technologien werden uns inhaltlich fordern. Was bleiben wird, ist unser Ziel, unser Business mit Business-IT-Lösungen zu beliefern, die für unsere Kunden einen Mehrwert bieten. i ZUM UNTERNEHMEN Migros IT-Services (MITS) Die Migros IT-Services (MITS) unterstützen aktiv die Geschäftsprozesse der Migros. Sie beliefern die Migros- Genossenschaften und -Unternehmen mit massgeschneiderten IT-Lösungen und fungieren als Innovationsmotor für die gesamte Migros-Gruppe. Die MITS beschäftigt 630 Mitarbeiten an vier Standorten. 11 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 21 Digitec Galaxus gewinnt den Swiss E-Commerce Award 2017 fpo. Am 31. Mai hat sich die Schweizer E-Commerce-Szene wieder im Zürcher Club Kaufleuten getroffen. Angesagt war die E-Commerce-Connect-Konferenz inklusive Award- Strahlende Sieger: das Team von Digitec Galaxus. Bild: Carpathia Verleihung und Party. Insgesamt 650 Personen waren dabei, wie Veranstalter Thomas Lang von Carpathia sagt. Galaxus.ch gewann den Swiss E-Commerce Award 2017. Digitec Galaxus habe die 16-köpfige Jury mit einer hohen Fachkompetenz, der Social-Commerce-Strategie und der grossen Reichweite überzeugt, teilt Veranstalter Carpathia mit. Digitec Galaxus lancierte im April ein neues Treueprogramm und setzt dabei auf Gamification. Der mit 5000 Franken dotierte Startup-Award ging an den Spezialitätenshop Ziano. Mitgründer des Shops ist Competec-Besitzer Roland Brack. Er durfte zweimal jubeln. Die Competec-Tochter Brack.ch erhielt einen Preis für ihren Bestellknopf «Brack Order Button». Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_43508 Schweiz bei IPv6 wieder vor Deutschland dkl. Akamai hat seinen State-of-the-Internet-Bericht für das erste Quartal 2017 publiziert. Mit dem Bericht veröffentlicht das Unternehmen quartalsweise Kennzahlen zum weltweiten Internetverkehr, der über das Netzwerk des US-Unternehmens läuft. Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit stieg demnach im Vergleich zum ersten Quartal 2016 um 15 Prozent auf 7,2 Megabit pro Sekunde. Die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit stieg um 28 Prozent auf 44,6 Megabit pro Sekunde. Bei der durchschnittlichen Höchstgeschwindigkeit landete Schweden mit 95,3 Megabit pro Sekunde auf dem europäischen Spitzenplatz. Auf Platz zwei folgte Rumänien mit 95 Megabit pro Sekunde, die Schweiz erreichte Rang drei mit 93,4 Megabit pro Sekunde. Insgesamt kamen 28 der 31 von Akamai untersuchten europäischen Länder im ersten Quartal auf Höchstgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. IPv6-Verbindungen gehen zurück Akamai registrierte im ersten Quartal 2017 rund 814 Millionen eindeutige IPv4-Adressen, die mit den weltweit 216 000 Servern des Unternehmens verbunden waren. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einem Anstieg von 0,7 Prozent, schreibt Akamai. Der Anteil der IPv6-Adressen ging im Vergleich zum vierten Quartal 2016 bei fast allen der Top-Ten-Länder zurück. Belgien verteidigte den ersten Platz mit einem Anteil von 38 Prozent. Die Schweiz erreichte mit 21 Prozent Platz vier. Deutschland fiel mit 20 Prozent wieder zurück und landete auf Rang sechs. Akamai bietet den vollständigen Report auf seiner Website kostenlos zum Download an. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_43482 i Land IPV6-VERBINDUNGEN Anteil der IPv6- Verbindungen im 2. Quartal 2017 Veränderung zum Vorquartal Belgien 38 % -19 % Griechenland 25 % -16 % USA 22 % -15 % Schweiz 21 % -22 % Trinidad und Tobago 21 % -5 % Deutschland 20 % -20 % Indien 17 % 21 % Estland 16 % -10 % Brasilien 13 % 29 % Vereinigtes Königreich 13 % -5 % Quelle: Akamai WWW.NETZWOCHE.CH Nationalrat will Internet schneller machen cgr. Der Nationalrat hat eine Erhöhung der Mindestgeschwindigkeit des Internets beschlossen. Statt bisher 2 Mbit/s soll der Grundversorgungsauftrag auf 10 Mbit/s angehoben werden, wie SDA mitteilt. Die Entscheidung geht auf eine Motion des CVP-Nationalrats Martin Candinas zurück. Seiner Meinung nach reicht die bisherige Mindestgeschwindigkeit nicht mehr aus, und der Graben zwischen Stadt und Land vertiefe sich immer mehr. ▸ Webcode DPF8_43060 Swisscom erhält IPv6-Award mur. Das Internationale IPv6- Forum hat Swisscom mit dem Jim Bound Award 2017 ausgezeichnet. Martin Gysi, Technical Lead beim Unternehmen, nahm die Auszeichnung an der ETH entgegen. Der Telko ist damit offiziell «IPv6 World Leader 2017». Das IPv6- Forum vergibt den Preis an Organisationen, die sich stark für die Verbreitung des neuen Internetstandards einsetzen. IPv6 ist nötig, da es keine 32-Bit-Web-Adressen mehr gibt. In der Schweiz verwenden 27,7 Prozent der Webnutzer IPv6. ▸ Webcode DPF8_42943 Google finalisiert Schnittstellen für Android 8.0 mur. Google hat die dritte Developer Preview von Android O lanciert und die APIs für die nächste Android-Version 8.0 finalisiert. Damit können Entwickler nun auf alle Schnittstellen zugreifen, die für die App-Programmierung nötig sind. Google aktualisierte zudem seine Entwicklerumgebung Android Studio. Die nächste Entwicklervorschau soll im Juli folgen. Das finale Android 8.0 will Google «später im Sommer» veröffentlichen, wie der Konzern mitteilt. ▸ Webcode DPF8_44672 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2017

Archiv