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Netzwoche 11/2017

40 Management & Career

40 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Wie viel die Chefs der ICT-Konzerne verdienen jor. Die Analysefirma Equilar hat zusammen mit der «New York Times» ein Gehaltsranking der CEOs der 200 grössten börsenkotierten US-Firmen erstellt. Mehr als 30 von ihnen stammen aus der ICT- Branche. Der Spitzenverdiener der ICT-Branche ist der Analyse zufolge Oracle-CEO Mark Hurd. Er brachte es 2016 auf über 41,1 Millionen US- Dollar. Knapp dahinter folgt die Co-Chefin von Oracle Safra Catz. Sie verdiente knapp 41 Millionen Dollar. ▸ Webcode DPF8_43204 Tessin lädt Hacker ein tsc. Der Hackerevent «Hack the City» findet am 2. und 3. September 2017 in Chiasso statt. Laut Veranstalter sollen die Teams während dieser beiden Tage innovative Prototypen für Web-, Mobilund Desktopapplikationen entwickeln. Ausser dem Hackathon ist ein Gesprächsforum geplant. Die Hacker können am 31. August und 1. September aktuelle digitale Themen besprechen und Ideen austauschen. Der erste Preis ist mit 5000 Franken dotiert. Anmeldeschluss ist der 27. August um 23.59 Uhr. ▸ Webcode DPF8_43037 Fernfachhochschule zieht IT-Studenten an mur. Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) hat ihren Jahresbericht 2016 veröffentlicht. 1380 Studierende waren letztes Jahr an der FFHS für einen Bachelor- oder Masterstudiengang eingeschrieben. Gegenüber 2015 ist das eine Steigerung um 11 Prozent. Ende 2016 waren in den Studiengängen des Departements Informatik 472 Personen eingeschrieben. Das sind rund 50 Prozent mehr als 2010, heisst es im Bericht. ▸ Webcode DPF8_44874 Der CIO wird wieder wichtiger mur. KPMG und Harvey Nash haben die CIO Survey 2017 durchgeführt. Sie befragten zwischen dem 19. Dezember 2016 und 3. April 2017 fast 4500 CIOs und Technologie- Leader aus 86 Ländern. 46 Prozent der CIOs gaben laut der Studie an, dass ihr IT-Budget im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei. In der Schweiz lag der Wert bei 32 Prozent. Ein Viertel der Befragten hat in ihrem Unternehmen einen Chief Digital Officer. In der Schweiz sind es 31 Prozent. Weltweit wechselten 15 Prozent der CIOs im letzten Jahr ihren Job. In der Schweiz waren es nur 8 Prozent. Global gab rund ein Drittel der CIOs an, mehr zu verdienen als im letzten Jahr. In der Schweiz liegt der Wert bei 14 Prozent. 37 Prozent der CIOs sind mit ihrer Funktion «sehr zufrieden». Die Anzahl der Organisationen, bei der ein Chief Digital Officer für die IT-Infrastruktur verantwortlich ist, erhöhte sich im vergangenen Jahr um 32 Prozent. Diese IT-Skills bringen das meiste Geld dkl. Die Löhne für IT-Spezialisten in den USA sind im vergangenen Jahr um 1 Prozent zurückgegangen, wie das US- Job-Portal dice.com meldet. Ein IT-Spezialist verdiente 2016 demnach im Durchschnitt 92 081 US-Dollar. Je nach Fähigkeiten und Fachkenntnissen können sich IT-Spezialisten aber über deutlich mehr Lohn freuen, wie die Übersicht zeigt. Bei den Programmierkenntnissen legten folgende Plattformen respektive Programmiersprachen am meisten zu: ·· Drupal: +9 Prozent ·· JCL: +7 Prozent ·· XSLT: +4 Prozent ·· Objective-C: +3 Prozent 67 der befragten IT-Spezialisten sind laut Dice zuversichtlich, in diesem Jahr eine gute neue Stelle zu finden. 15 Prozent sind hingegen besorgt, dass sie keine ihren Fähigkeiten entsprechende Stelle finden. 14 Prozent sorgen sich, dass ihre Fähigkeiten nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind, 10 Prozent befürchten, dass ihre Stellen abgebaut werden. 61 Prozent der befragten Arbeitnehmer erhielten 2016 eine Lohnerhöhung, 9 Prozent bekamen weniger Geld als im Vorjahr. Zunehmende Sicherheitsbedenken und Komplexität Weltweit sagten 63 Prozent der CIOs, dass das politische und wirtschaftliche Umfeld unberechenbarer geworden sei. In der Schweiz machten 66 Prozent der Befragten diese Aussage. 32 Prozent der CIOs erlebten in ihrem Unternehmen in den letzten zwei Jahren Vorfälle, die die IT- Sicherheit erheblich beeinträchtigten. In der Schweiz liegt der Wert bei 54 Prozent. 37 Prozent der IT-Führungskräfte sagen, dass es in ihren Unternehmen in den letzten 24 Monaten Cyberangriffe gegeben habe. Das sind 37 Prozent mehr als 2014. Nur 19 Prozent der Firmen gaben an, «sehr gut» vorbereitet zu sein, um auf Cyberangriffe reagieren zu können. 62 Prozent gaben an, dass die CIO-Funktion strategisch wichtiger werde. Bei der letzten Umfrage waren es 55 Prozent. 93 Prozent der CIOs nahmen in den zurückliegenden 12 Monaten an einer Aufsichtsrats- oder Vorstandssitzung teil. 58 Prozent der CIOs bleiben fünf Jahre oder weniger lang in ihrer Funktion. Projektmanagement ist nach wie vor die am meisten verlangte Fähigkeit, und Projekte werden immer komplexer. 64 Prozent der CIOs sind der Auffassung, dass IT- Projekte komplexer seien als vor fünf Jahren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_43064 DURCHSCHNITTSLÖHNE NACH IT-FÄHIGKEIT 2017 Hana Mapreduce Cloud Foundry Hbase Omnigraffle Cassandra Apache Kafka Service Oriented Architecture Ansible Jetty 128 958 Dollar 125 009 Dollar 124 038 Dollar 123 934 Dollar 123 782 Dollar 123 459 Dollar 122 728 Dollar 122 094 Dollar 121 382 Dollar 120 978 Dollar Dice befragte insgesamt 12 907 IT-Spezialisten zwischen Ende Oktober 2016 und Ende Januar 2017. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_43610 Quelle: Dice Salary Survey 2017. 11 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 41 «Die HR-Abteilung ist Cloud-Vorreiter bei Julius Bär» Die Bank Julius Bär hat ihre HR-Lösung in die Cloud gebracht. Manuel Hugentobler, Head HR Consulting & Support Centre bei Julius Bär, berichtet über die Gründe und darüber, warum er sich für die Lösung von Workday entschied. Autor: Christoph Grau In den letzten Jahren ist die Bank Julius Bär sehr stark gewachsen. Zunächst im Inland und in den letzten vier bis fünf Jahren auch zunehmend im Ausland. Etwas mehr als die Hälfte der Belegschaft von Julius Bär arbeitet derzeit in der Schweiz. Die übrigen Mitarbeiter sind über den ganzen Globus verstreut, wie Manuel Hugentobler, Head HR Consulting & Support Center bei der Bank, sagte. Bisher setzte Julius Bär für das HR-Management auf die SAP-Lösung Human Capital Management und zwar On- Premise. Diese Lösung sei aber aufgrund der enormen Komplexität eines global agierenden Unternehmens nicht mehr geeignet gewesen, sagte Hugentobler. «Wir brauchten eine neue Lösung, die End-to-End kompatibel ist, die die unterschiedlichen Anforderungen der diversen Länder erfasst, aber dennoch einfach zu nutzen ist.» Cloud als optimale Lösung Julius Bär suchte daher nach Alternativen, vor allem bei global ausgerichteten Anbietern. Für Hugentobler spielte es dabei zunächst keine Rolle, ob die neue Lösung On-Premise oder aus der Cloud bereitgestellt werde. Am Ende reichten vier Anbieter ihre Offerten ein, alle mit Cloud-Lösungen. «Darauf waren wir vorbereitet», sagte Hugentobler. Die Banken seien eine risikoscheue Branche und beim Einsatz der Cloud noch etwas zurückhaltend, betonte Hugentobler. Bei der IT habe er aber offene Türen eingerannt. «Innerhalb von Julius Bär sind wir als HR-Abteilung mit der Cloud Vorreiter», sagte er. Natürlich sei bei HR-Daten in puncto Sicherheit immer Vorsicht geboten. « Wir brauchten eine neue Lösung, die Endto-End-kompatibel ist. » Manuel Hugentobler, Head HR Consulting & Support Centre, Julius Bär Ein halbes Jahr bis zur Entscheidung In einem dreistufigen Prozess aus Preview, Präsentation und Proof-of-Concept zog Julius Bär schliesslich noch drei grosse Anbieter in die engere Auswahl ein. Das Rennen machte schliesslich die Lösung von Workday. Umgesetzt wird diese vom Workday-Partner Accenture Daynine. Der gesamte Prozess der Evaluierung bis zur Entscheidung dauerte laut Hugentobler etwa ein halbes Jahr. Julius Bär habe Workday vor allem wegen der Usability gewählt. Gemäss Hugentobler werden die Prozesse einfach abgebildet und es braucht nur wenig Training, um die Anwendung zu erlernen. Auch der Community Approach von Workday habe ihn überzeugt. In der Community können sich Nutzer von Workday austauschen. Dabei habe er viel von anderen Firmen gelernt. Kulturwandel auch in der HR-Abteilung Parallel zur Einführung der neuen Lösung musste die HR- Abteilung der Bank auch ihre internen Prozesse End-to- End-fähig machen. Daten würden nun nicht mehr zentral erfasst, sondern viele Parteien könnten mitwirken. So könne ein Angestellter seine Adresse selbst ändern. Die HR- Abteilung werde entsprechend vom Administrator zum Controller, erklärte Hugentobler. Die HR-Mitarbeitenden müssten nicht mehr alle Daten selbst erfassen, sondern sie prüfen, ihre Vollständigkeit klären und kontrollieren, ob alle Aufgaben abgearbeitet wurden. Im Prozessdenken müsse die HR-Abteilung aber noch etwas «erwachsener» werden, findet Hugentobler. Er freue sich besonders, demnächst auf End-to-End-Prozesse zugreifen zu können, und veranschaulichte die Möglichkeiten am Beispiel einer Einmalprämie. Bisher sei diese vor allem per E-Mail gemacht geworden. Oft sei jedoch unklar gewesen, wer alles habe zustimmen müssen. Künftig soll ein Prozess das Vorgehen definieren. Über ein Template könne der Auftrag erfasst werden. Je nach Zahlungshöhe würden dann vorher definierte Personen involviert. Wenn der Prozess abgearbeitet sei, werde die Zahlung automatisch ausgelöst. Hugentobler zeigt sich mit dem bisherigen Projektverlauf sehr zufrieden. Mit dem Schritt in die Cloud sieht er die HR-Abteilung der Bank für die Zukunft gut aufgestellt. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_45025 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2017

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