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Netzwoche 11/2017

44 Service Event Plus

44 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS Auswirkungen der digitalen Transformation auf die ICT in Spitälern, Kliniken & Heimen Datum | Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 30.06.2017 | 08.45 – 12.00 Uhr Radisson BLU, Zürich-Flughafen info@msmag.ch MSM Research AG www.msmag.ch Bereits heute werden im Gesundheitswesen digitale Technologien eingesetzt, mit dem Ziel, den Patienten effizienter zu behandeln. Spitäler, Kliniken und Heime werden durch die fortlaufende Digitalisierung, wie etwa durch die Einführung des elektronischen Patientendossiers oder durch die Automatisierung der Prozesse im Operationssaal, gefordert, ihre Informatik entsprechend darauf auszurichten. Als Grundlage wird eine hochverfügbare Infrastruktur benötigt, die eine hohe Connectivity und Sicherheit gewährleistet. Weiter müssen auch regulatorische, datenrechtliche und ethische Fragen geklärt werden. Und nicht zuletzt wird von den Leistungserbringern – neben einer effizienten Behandlung des Patienten – auch die kostenorientierte und wettbewerbsfähige Führung der Organisation verlangt. An unserem Briefing informieren Sie Experten zu Auswirkungen der digitalen Transformation im E-Health- Bereich, mit Fokus auf Spitäler, Kliniken und Heime. Zielgruppe des Briefings: ICT-Verantwortliche & Fachbereichsleiter/innen aus Spitälern, Kliniken & Heimen. Die Teilnahme ist kostenlos. Seminar Managing Digital Transformation Datum: 28. – 30.09.2017 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 08.00 – 17.00 Uhr FHNW Campus Basel noemi.hess@fhnw.ch FHNW, Institut für Wirtschaftsinformatik www.fhnw.ch/iwi/mdt Digital transformation has become a significant managerial challenge in organizational development. The paradox is that it has less to do with the new technologies themselves but more with the overall development and effectiveness of the organization. The objective of this seminar is to sharpen managerial inquiry through applying the principles and tools of the feedback systems approach toward digital business transformation. Throughout the seminar, you will learn to reflect, operationalize and further develop your understanding of emerging business dynamics resulting from digital transformations. You will gain new “habits of mind” by investigating root causes, system objectives and identifying high-leverage interventions for sustainable change. The focus of the training is to equip you with the skills to visualize an organization’s business model in terms of the structures and policies that create dynamic behaviors and regulate performance. You will learn to apply causal mapping and simulation modelling to understand the behavior of the organization undergoing change. This involves identifying relevant elements and decisive success factors in business models and understanding the relationships between them. The course draws on your existing experiences and knowledge to guide and facilitate your learnings. CAS Mobile Application Development Datum: 22.09. – 09.12.2017 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr (Fr./Sa.) Ort: HSR Rapperswil Kontakt: cas-mobile@hsr.ch Veranstalter: HSR Hochschule für Technik Rapperswil Anmeldung: www.hsr.ch/cas-mobile Werden Sie Expertin oder Experte für Mobile Software Engineering mit Swift, Android, Xamarin und Cordova. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bietet mit diesem neuen topaktuellen berufsbegleitenden Zertifikatslehrgang die Möglichkeit, die Fachkompetenz in der gesamten Breite der mobilen Technologien, Methoden und Prozessen anzueignen. Dies umfasst alle relevante Cross-Plattformen und native Technologien, Architekturen und Designs mobiler Anwendungen, Best Practices, Testing, Deployment, Mobile Security sowie Prozessaspekte für Mobile-App-Projekte. Angesprochen sind erfahrene Softwareentwickler oder -architekten, die sich verstärkt im Bereich mobile Applikationen betätigen wollen. Zudem richtet sich der Lehrgang an Projektleiter mit sehr starkem technischem Flair. Sehr gute Programmiererfahrung in mehreren gängigen Sprachen wird vorausgesetzt. Zugelassen sind Fachpersonen mit Hochschulabschluss in Informatik oder einschlägiger langjähriger Berufserfahrung als Softwareingenieur. Das Nachdiplomstudium wird modular angeboten. Es kann komplett (CAS) oder in Teilen (einzelne Module) gebucht werden. Der Unterricht und die betreuten Übungen finden verteilt auf drei Monate, jeweils Freitag und Samstag ganztags, an der HSR statt. Profis haben nie ausgelernt. Informieren Sie sich jetzt! 11 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 45 Cyberkriminalität – der moderne Krieg? Was muss die IT-Security in kleinen und mittleren Unternehmen können? Eine schwierige Frage angesichts der vielschich tigen Cyber-Bedrohungsszenarien. Das einzelne Unternehmen ist genauso gefordert wie der Bund und die Vereinten Nationen. Wir müssen diesem modernen Krieg mit smarten Massnahmen entgegentreten! « Zur Bekämpfung der Cyberkriminalität braucht es zwingend ein internationales Regelwerk. » Marcel Dobler, Präsident ICT-Switzerland und FDP-Nationalrat Wie die neueste KPMG-Studie vom Mai 2017 zeigt, wurden 88 Prozent der befragten Firmen im letzten Jahr Opfer von Cyberattacken. 2016 waren es noch 54 Prozent – auch eine wahnsinnig hohe Zahl, aber trotzdem wesentlich weniger als in diesem Jahr. Die Cyberbedrohung wächst exponentiell, und die Dunkelziffer ist höher als vermutet. Das Wachstum zeigt, dass Cyber kriminalität ein hochlukratives Geschäftsmodell ist. Der weltweite Umsatz wird auf zwischen 300 bis 1000 Milliarden Dollar geschätzt. Diese Bedrohung betrifft uns alle und ist eine der grössten Herausforderungen der nächsten 10 Jahre. Wie kann sich das einzelne Unternehmen schützen? In Bedrohungsfällen können sich kritische Infrastrukturen wie Spitäler an die Melde- und Analysestelle Informationssicherung, Melani, wenden. Grosse Konzerne haben eigene Spezialisten. Als KMU und damit nicht kritische Infrastruktur erhält man bei Melani nur beschränkt Hilfe, auch die Anzeige bei der Polizei endet meist erfolglos. Das zeigt deutlich: Im Bereich Cyberkriminalitätsbekämpfung sind Schweizer KMUs ungenügend aufgestellt. Ein grosses Problem ist auch das weit verbreitete Phishing, das vor allem auf eine ungenügende Aufklärung der Mitarbeitenden zurückzuführen ist. Wenn nur 5 Prozent der Angestellten auf einen verseuchten Link klicken, so nützt alle IT-Sicherheit nichts. Oftmals fehlen aber in kleinen Unternehmen das Know-how und die Kompetenz für eine adäquate Sicherheit, was in Anbetracht der wachsenden Komplexität und der neuen Themenbereiche nicht verwunderlich ist. Da die Sicherheit keine Kernkompetenz der KMUs ist, ist eine Auslagerung dieser Aufgabe prüfenswert. Was muss der Bund tun? Für eine erfolgreiche Cybercrime-Bekämpfung müssen die Kompetenzen neu geordnet werden. Eine vom Bund geschaffene Koordinationsstelle ist dringend nötig. Selbstverständlich soll auf die Kompetenzen und Ressourcen der Kantone zugegriffen werden, es braucht aber eine zentrale Anlaufstelle und auch eine Stelle, welche die Kompetenzen und operativen Abläufe koordiniert. Nur so kann das Wissen der Spezialisten bestmöglich gebündelt und genutzt werden. Inwieweit ist die internationale Gemeinschaft in der Pflicht? Bei der Organisation der Strafverfolgung besteht grosser Handlungsbedarf! Cyberkriminalität ist ein international organisiertes Verbrechen und kann deshalb nur sehr eingeschränkt kantonal oder schweizweit aufgedeckt und bekämpft werden. Es braucht zwingend ein internationales Regelwerk. Der Bundesrat hatte diesbezüglich eine spannende Idee: Er arbeitet in Richtung einer digitalen Genfer Konvention, die er in die UN einbringen will. Damit ist es jedoch nicht getan. Ein internationales Gesetz ist ein Anfang, weiter ist aber auch ein Spezialgremium nötig, das das Know-how und die Kompetenz hat, die Einhaltung des Regelwerks zu überprüfen. Analog der internationalen «Atomic Energy Agency» muss eine internationale «Cyber Agency» gegründet werden, die der Generalversammlung und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen regelmässig berichtet, wenn eine Gefährdung der internationalen Sicherheit im digitalen Bereich festgestellt wird. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_44690 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2017

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