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Netzwoche 11/2017

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IT-Panne blockt 100 000 Postfinance-Karten mur. Postfinance hat rund 100 000 Postfinance-Karten, die im Ausland nicht funktionieren, in Umlauf gebracht. Betroffen seien alle Karten, die die Bank zwischen Januar und April 2017 ausgestellt habe, zitiert «20 Minuten» den Postfinance-Mediensprecher Johannes Möri. Ein System-Update bei einem Schweizer Partner habe das Problem verursacht. Das Unternehmen sei eines von zweien, das die Karten personalisiere. Postfinance tausche die Karten nun seit Mitte Mai per A-Post kostenlos aus. ▸ Webcode DPF8_44361 Aarau und Baden legen IT zusammen osc. Aarau und Baden wollen eine gemeinsame ICT-Strategie entwickeln. Dazu gaben die Städte im November 2016 eine Analyse in Auftrag, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Studie ergab, dass die Informatikabteilungen der Städte enger kooperieren und die Hardware-Infrastruktur gemeinsam nutzen sollten. Bis zum ersten Quartal 2018 sollen ein Zusammenarbeitsvertrag und eine Detailstudie für die Umsetzung des Projekts vorliegen. ▸ Webcode DPF8_43915 Weko ermittelt gegen UPC cgr. UPC soll gegen das Kartellrecht verstossen haben. Die Wettbewerbskommission (Weko) leitete ein Untersuchungsverfahren gegen den Telko ein, wie die Weko mitteilt. Es gebe Anhaltspunkte, dass UPC bei den TV-Rechten für die Schweizer Eishockeyliga seine Marktmacht missbraucht habe. Die Weko reagiert damit auf eine Klage von Swisscom. Der Telko klagte, da UPC sich weigerte, die Übertragung der Eishockey-Spiele auf der eigenen Pay-TV-Plattform zu ermöglichen. ▸ Webcode DPF8_42926 Infoguard zeigt neues Sicherheitszentrum cka. Der Netzwerk- und IT-Sicherheitsspezialist Infoguard hat sein Cyber Defence Center (CDC) in Baar erweitert. Von dort aus bietet das Unternehmen diverse Sicherheitsdienstleistungen an. Dazu zählen etwa Security Information & Event Management, Schwachstellen-Management, Breach Detection, aber auch Cyber Threat Intelligence, Incident Response sowie forensische Dienstleistungen. Infoguard verzeichnete in den letzten Jahren nach eigenen Angaben in dem Bereich das grösste Umsatzwachstum, wie das Unternehmen im März mitteilte. Dieser Erfolg spiegelt sich in den neuen Räumlichkeiten wider, die das Unternehmen am 31. Mai 2017 eröffnete. Red versus Blue Die neuen Räumlichkeiten sollen das CDC zu einem der modernsten der Schweiz machen. Das neue CDC bietet auf einer Fläche von 250 Quadratmetern bis zu 30 Sicherheitsexperten und Analysten Platz zum Arbeiten. 25 dieser Arbeitsplätze hat das Unternehmen gemäss Reinhold Zurfluh, Head of Marketing bei Info guard, bereits besetzt. Das Unternehmen sei derzeit noch dabei, personell aufzustocken. Die Mitarbeiter sind in zwei Gruppen aufgeteilt: das Red Team und das Blue Team. Zwischen beiden herrscht ein spielerischer Wettkampf. Denn das Red Team besteht aus Penetration-Testern, also aus Experten für simulierte Angriffe. Wohingegen sich das Blue Team auf die Abwehr just solcher Attacken konzentriert. Das Blue Team lernt von den Methoden des gegnerischen Teams, dieses wiederum hält das Abwehr-Team auf Trab. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_43539 Bundesrat genehmigt Schlussakte der Weltfunkkonferenz dkl. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 9. Juni 2017 die Schlussakte der Weltfunkkonferenz von 2015 abgesegnet. Damit lege die Schweiz den Grundstein für den neuen Mobilfunkstandard 5G, teilte die Regierung mit. Bis zur Einführung des nächsten Mobilfunkstandards dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Der Standard wird frühestens an der nächsten Weltfunkkonferenz stehen. Diese findet im Oktober 2019 statt. Bis dahin gibt es noch viele offene Fragen zu beantworten. Die Beschlüsse der Konferenz von 2015 könnten aber helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Die rund 3300 Delegierten aus 162 der 193 ITU-Mitgliedstaaten hatten sich an der Konferenz etwa darauf geeinigt, die Kapazitäten für die mobile Breitbandkommunikation zu erhöhen. Konkret stellten die Delegierten ein Reglement für das Frequenzband von 649 bis 790 Megahertz auf und reservierten für den Mobilfunk Frequenzen im L-Band von 1427 bis 1518 Megahertz sowie im C-Band von 3400 bis 3600 Megahertz. Blick in das neue CDC von Infoguard. Comcom wird neue Frequenzen frühestens 2018 vergeben Die Frequenzen bis 790 Megahertz sowie die im C-Band von 3400 bis 3600 Megahertz sind aus Sicht des Bakom wichtig für die Entwicklung des nächsten Mobilfunkstandards, wie Philippe Horisberger, stellvertretende Generaldirektor des Bakom, am Mobile World Congress 2017 erklärte. Die eidgenössische Kommunikationskommission Comcom wird laut Horisberger 2018 oder 2019 erste Frequenzen im 700- und 3400-Megahertz-Band vergeben. Wie hilfreich das für die Entwicklung von 5G sein wird, ist allerdings fraglich. 5G wird sich voraussichtlich in einem viel höheren Frequenzband bewegen. An der Weltfunkkonferenz 2015 beschlossen die Delegierten deshalb, Studien durchzuführen, die mögliche Frequenzbänder über 24 Gigahertz für 5G ermitteln sollen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_44827 11 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Bundesrat gründet Beirat «Digitale Transformation» Ricoh forciert Servicegeschäft gsa. Der Imaging-Spezialist Ricoh Schweiz hat in Wallisellen seine Strategie vorgestellt und Zahlen zur Geschäftsentwicklung präsentiert. Im Jahresverlauf baute der Hersteller seinen Marktanteil im Bereich Multifunktionsdrucker (MFP) von 21,5 auf 25 Prozent aus, wie Rolf Kälin, Marketing Director von Ricoh Schweiz, erklärte. Gemäss den von Kälin präsentierten Zahlen dominiert das Unternehmen den Schweizer MFP-Markt. Im Geschäft mit Druckern ohne Zusatzfunktionen liegt Ricoh auf dem dritten Rang, konnte seinen Anteil in diesem Segment mehr als verdoppeln, von 5,2 auf 11,1 Prozent. Ricoh verkauft rund 90 Prozent seiner Drucker mit Servicepaketen. Der Umsatz in diesem Geschäft stieg während des vergangenen Jahres um 12 Prozent. Mit Printing-as-a-Service KMU-Kunden binden Überhaupt sind Services ein grosses Thema für Ricoh Schweiz. 47 Prozent des Umsatzes verdient das Unternehmen mit Dienstleistungen wie Managed Print Services und Printing-as-a-Service. Darunter versteht Managing Director Daniel Tschudi einen umfassenden Printing-Service, der über das übliche MPS- und MDS-Geschäft hinausgeht. Drucker sollen gewissermassen virtualisiert werden. Kunden schliessen hierfür mit Ricoh einen Vertrag über mehrere Jahre. Während dieser Zeit kümmert sich Ricoh um die Druckerflotte, inklusive Services wie den Betrieb des Print-Servers, das Dokumentenmanagement, gsa. Die digitale Transformation bietet für die Schweizer Wirtschaft grosse Chancen. Dies erklären Schweizer Politiker immer wieder. Allen voran Bundespräsidentin und Innenministerin Doris Leuthard sowie Bundesrat und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Für einen koordinierten Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung gründeten die Politiker nun den Beirat «Digitale Transformation», wie der Bundesrat in einem Communiqué mitteilt. Durch die Diskussion mit der Gruppe will der Bundesrat Entwicklungen bei der digitalen Transformation frühzeitig erkennen, diskutieren und Ideen aus der Praxis aufnehmen. Die Bundesräte holten sich einige illustre Namen in das Gremium: Lino Guzzella von der ETH Zürich und Martin Vetterli von der EPF Lausanne, Christina Kehl vom Verband Swiss Finance Start-ups, Monika Rühl von Economiesuisse und Marc Walder vom Verband Digitalswitzerland. Ausser den Vertretern aus Forschung und von Verbänden informieren auch Digitalspezialisten aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen den Bundesrat über Digitalisierungstrends. Darunter etwa Andreas Kubli von der UBS, Jurgi Camblong von Sophia Genetics, Patrick Warnking von Google, André Kudelski von Innosuisse, Moritz Lechner von Sensirion, Roman Schafer von ABB, Jürgen Schmidhuber von IDSIA, Jean-Philippe Tripet von Aravis sowie der Politiker und ehemalige IT-Unternehmer Ruedi Noser. Mitte Juni traf sich das Beratergremium mit den Politikern zur konstituierenden Sitzung. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_45154 und was der Kunde noch braucht. Der Kunde soll künftig nur für die Ausdrucke bezahlen, um den Rest kümmert sich Ricoh. Bereits 20 Prozent seines Servicegeschäfts bestreitet der Hersteller mit Printing-as-a-Service. Migros, Siemens und Axa sind einige Referenzkunden – und erst der Anfang. Ricoh Schweiz will den Rundum-Service auf KMU-Kunden ausweiten. In einem ersten Schritt auf Firmen mit 250 bis 900 Mitarbeitern. Dies seien zirka 1600 Unternehmen. Top-SMB-Kunden, nannte Tschudi das Segment. «Wir sind überzeugt, dass wir mit Printing-as-a- Service auf dem richtigen Weg sind», betonte er. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_45287 Daniel Tschudi, Managing Director, Ricoh Schweiz: «Wir sind Pioniere im Bereich Printing-as-a-Service.» WWW.NETZWOCHE.CH Dell macht mehr Verlust dkl. Dell Technologies, der kombinierte Konzern aus Dell und EMC, hat sein erstes Quartal 2018 abgeschlossen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 17,8 Milliarden US-Dollar, wie Dell mitteilt. Demgegenüber stand ein operativer Verlust von 1,5 Milliarden Dollar. Das sind 979 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Tochterfirma VMware steuerte 1,7 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz bei und wies ein operatives Ergebnis von 486 Millionen Dollar aus. ▸ Webcode DPF8_44702 Q-Perior und P5 Group fusionieren cgr. Die beiden Beratungsfirmen Q-Perior und P5 Group haben ihre Fusion angekündigt. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll die Integration von P5 in Q-Perior schrittweise erfolgen. Der Brand P5 wird verschwinden. Am 1. Januar 2018 soll der Zusammenschluss vollzogen werden. Durch diesen wollen die Firmen ihre Kompetenzen im Bereich Finanzdienstleistungen stärken. Der Zusammenschluss biete sich an, da sich der Kundenstamm der Unternehmen kaum überschneide. ▸ Webcode DPF8_43487 Payrexx expandiert global cgr. Das in Thun beheimatete Start-up Payrexx expandiert global. Wie das Unternehmen mitteilt, ist seine Bezahlplattform neu in 25 weiteren Ländern verfügbar. Darunter englischsprachige Länder wie die USA, Australien, Kanada und Grossbritannien, aber auch Länder in Skandinavien und Ostasien. Bisher war die Firma nur in Deutschland und der Schweiz aktiv, wie Payrexx-Geschäftsführer Ivan Schmid mitteilt. Möglich wird die Expansion durch eine Partnerschaft mit dem US- Bezahldienst Stripe. ▸ Webcode DPF8_44467 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2017

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