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Netzwoche 11/2019

16 Business Event

16 Business Event Servicenow zeigt seine Roadmap Zum zweiten Mal hat Servicenow mit seiner Roadshow einen Stopp in der Schweiz eingelegt. 400 Kunden und Partner folgten der Einladung. Der kalifornische Anbieter von IT-Service-Management-Lösungen liess durchblicken, was er als Nächstes aus dem Hut zaubert. Autor: Joël Orizet weil sie viele unternehmensinterne und -externe Bereiche tangierten. Sie sollten aber nicht komplex daherkommen. Dementsprechend laute das Ziel von Servicenow: Wege zu schaffen, um schwierige Aufgaben auf einfache Weise zu bewältigen und Routinetätigkeiten zu automatisieren. Doch «IT-Service-Management war erst der Anfang», fuhr Wright fort. Servicenow werde zwar weiterhin Tools bereitstellen, um Applikationen zu entwickeln. Doch die Zielgruppe gehe mittlerweile weit über die Informatik hinaus. Heute unterscheide das Unternehmen zwischen IT-, Mitarbeiter- und Kunden-Workflows. Servicenow adressiert also auch HR-, Finanz- und Kundendienstabteilungen. Im Prinzip gehe es darum, alle Arbeitsprozesse innerhalb von Unternehmen optimieren zu können und zwar über jegliche Silo-Strukturen hinweg. « In einer idealen Welt ist alles, was komplex ist, vor den Nutzern versteckt. » Dave Wright, Chief of Innovation, Servicenow Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Servicenow hat mit seiner «Future of Work Tour» einen Halt in Zürich Oerlikon gemacht. Rund 400 Kunden und Partner folgten der Einladung des kalifornischen Plattformanbieters. Alain Badoux, VP AlpsCEE, zeigte sich erfreut über den Ansturm, als er die Gäste im Stage One begrüsste. «Als wir vor drei Jahren unseren ersten Event in der Schweiz veranstalteten, kamen gerade mal 20 Leute», sagte er schmunzelnd. Badoux bedankte sich insbesondere bei den Early Adopters unter den Schweizer Kunden, darunter das Kernforschungszentrum Cern und Swissre. Letzterer sei bereits seit zehn Jahren Kunde. Wie der Rückversicherer die Lösungen von Servicenow nutze, entspreche exakt der Vision des Firmengründers Fred Luddy: IT-Prozesse effizienter gestalten und aufs Business ausrichten, sodass mehr Zeit bleibt fürs Kerngeschäft. Die «Future of Work Tour» ging dieses Jahr in die zweite Runde. In Zürich bot Servicenow den Besuchern Keynotes, Gelegenheit fürs Networking, 12 Break-out-Sessions und eine Live-Demo des Pre-Sales-Teams. Zudem präsentierten Kunden wie Novartis und Swisscom ihre Use Cases. Highlight des Events war die Präsentation von Dave Wright, Chief of Innovation bei Servicenow. Er zeigte den Zuhörern, mit welchen Funktionen die Nutzer mit den kommenden Releases rechnen können. Kerngeschäft: Komplexitätsreduktion «In einer idealen Welt ist alles, was komplex ist, vor den Nutzern versteckt», sagte Wright. ERP, CRM oder Incident Response – solche Systeme seien zwar von Haus aus komplex, Neues Early-Access-Programm Servicenow bringt jährlich zwei Major Releases seiner Plattform heraus. Benannt sind die Versionen nach Städten. So heisst der aktuelle Release, der am 6. März herauskam, Madrid. Im dritten Quartal 2019 steht New York an, im ersten Quartal 2020 Orlando und im dritten Quartal 2020 Paris. «Womöglich kommt bald auch Zürich an die Reihe», sagte Wright. Um den Umstieg auf den jeweils neuen Release zu erleichtern, schraubte Servicenow an seinem Early-Access-Programm. Neu könnten Kunden eine neue Version bereits 60 Tage vor ihrer Veröffentlichung testen. Und 45 Tage vor dem offiziellen Start sollen die Releases vom Test in einen vorläufigen Produktionsbetrieb übergehen können. Den Rest seiner Keynote widmete der Innovationschef von Servicenow einigen neuen Features, die mit dem New- York-Release im kommenden Herbst kommen sollen. Zum Beispiel den Guided Application Creator. Mit dem Tool sollen Entwickler in nur vier Klicks die Basis für Unternehmensapplikationen aufgleisen können. Ziel sei es, den Entwicklungsprozess zu vereinfachen, sodass man «in wenigen Minuten von der Idee zur Applikation kommt». Das alles soll nur ein Vorgeschmack sein auf das, was noch kommt. «Künstliche Intelligenz ist heute noch nicht intelligent, sie fühlt sich nur so an», sagte Wright. Der nächste grosse Schritt sei der Übergang vom überwachten zum unüberwachten maschinellen Lernen. Erst nach diesem Schritt sei so etwas wie eine präskriptive Intelligenz möglich. 11 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Fachbeitrag 17 Das Datacenter als Datendrehscheibe Hybride Architekturen sind die Zukunft der IT. Das Konzept funktioniert aber nur, wenn alle Ressourcen optimal miteinander verknüpft werden. Mit ihren vielfältigen Anbindungsmöglichkeiten an Carrier und Cloud-Anbieter dienen externe Rechenzentren als ideale Datendrehscheiben. In der heutigen IT-Landschaft können Unternehmen wählen, wo sie ihre Anwendungen laufen lassen. Ob in der Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder in der Colocation- Zone eines Datacenter-Providers – viele Modelle sind möglich, genauso wie eine Kombination aus allen. Laut aktuellen Vorhersagen von Gartner werden 2025 nur noch 20 Prozent der IT-Workloads in einem eigenen Datacenter ausgeführt. Die restlichen Prozesse verlagern sich in die Cloud und in die Colocation-Zonen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Unternehmen gewinnen mit diesem Modell die notwendige Flexibilität und vermeiden hohe Investitionen in eine eigene Immobilie, die mit der vermehrten Cloud- Nutzung ohnehin bald leer stehen wird. Bei der Wahl eines externen Rechenzentrums wird in Zukunft entscheidend sein, welche Möglichkeiten ein Datacenter als Datendrehscheibe bietet. Nähe zu den Clouds Moderne hybride IT-Architekturen sind auf eine optimale Vernetzung aller Standorte angewiesen. Nur so können Unternehmen Workloads effizient verteilen und kostengünstig ihren Datenverkehr abwickeln. Die Entfernung zwischen den angebundenen Ressourcen spielt künftig eine viel entscheidendere Rolle. Je kürzer die Distanzen ausfallen, desto optimaler kann der Datenverkehr abgewickelt werden, was wiederum die Performance steigert. Moderne Datacenter richten sich nach diesem Grundsatz aus: Sie schaffen regelrechte Ökosysteme, in denen sich grosse und kleine Cloud-Anbieter tummeln, aber auch Finanzinstitute und Carrier. Anbindungen sind innerhalb dieser Rechenzentren über einfache, interne Netzwerkverbindungen möglich. Die eigene IT-Infrastruktur nahe an diese Zentren heranzurücken, verschafft Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Connectivity ist Key Unternehmen, die heute eine Datacenter-Lösung evaluieren, werden das Connectivity-Angebot des Datacenter- Providers genau prüfen. Sind genügend unterschiedliche Carrier präsent, die ihre Vernetzungsanforderungen preiswert realisieren? Können sie sich innerhalb desselben Datacenters oder Campus mit wichtigen Cloud-Anbietern direkt austauschen? Können Carrier-neutrale Netzwerklösungen angeboten werden? Sind Peerings zwischen verschiedenen Standorten möglich, zum Beispiel über den grössten Anbieter SwissIX? Und letztlich: Über welche internen Kompetenzen verfügt der Anbieter? Fachkräfte für den Datacenterbetrieb und -unterhalt sind ein Muss, jedoch brauchen Datacenter-Provider heutzutage auch Spezialisten für das Design, die Implementierung und den Betrieb der Netzwerklösung. Diese Projektverantwortlichen bereits früh an Bord zu holen, zahlt sich aus. Bei der Wahl eines externen Rechenzentrums wird in Zukunft entscheidend sein, welche Möglichkeiten ein Datacenter als Datendrehscheibe bietet. Mit dem derzeitigen Ausbau der Kapazitäten und dem Markteintritt der grossen internationalen Cloud-Anbieter werden nur noch wenige Datacenter-Provider in der Lage sein, ihren Kunden ein wirtschaftliches und umfassendes Connectivity-Angebot zur Verfügung zu stellen. Bei der Evaluation eines neuen Partners lohnt es sich also, das Connectivity-Angebot genau unter die Lupe zu nehmen. Welche weiteren Faktoren in einer hybriden Lösung wichtig sind, erfahren Sie im Whitepaper unter www.greendatacenter.ch/wp. IT-Service- Provider Private Cloud Hybrid Cloud Daten-HUB im MTDC Public Cloud Kunde DER AUTOR Marco Stadler Leiter Verkauf und Marketing, Green Datacenter MTDC 1 MTDC 2 Die Zukunft: das kommerzielle Datacenter (MTDC) als zentrale Datendrehscheibe. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2019

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