Aufrufe
vor 3 Monaten

Netzwoche 11/2020

  • Text
  • Unternehmen
  • Schweizer
  • Schweiz
  • Cyberlink
  • Netzmedien
  • Seabix
  • Homeoffice
  • Zudem
  • Crypto
  • Pandemie

22 Web Aktuell

22 Web Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH App für digitale Vermögensverwaltung osc. Der Schweizer Digitaldienstleister Zühlke und der deutsche Softwareanbieter Aixigo haben eine strategische Partnerschaft beschlossen. Ein erstes Projekt, an dem beide Unternehmen beteiligt waren, ist laut Mitteilung Vontobel Volt. Mit der Lösung stellt die Bank Vontobel ihren Kunden einen Vermögensverwalter digital zur Verfügung. Dabei könnten die Kunden über die Volt-App auf dem Smartphone in aktiv von Experten verwaltete Finanzanlagen investieren. Pilotphase der Schweizer Corona-App startet jor. Die von den ETHs Zürich und Lausanne entwickelte Swiss-Covid-App ist in die Pilotphase gestartet. Bis Ende Juni sollen rund 15 000 Freiwillige die App testen, darunter Soldaten, Mitarbeiter von Hochschulen, Spitälern und Verwaltungen, wie die «NZZ» berichtet. Man habe bewusst Personenkreise gewählt, die während der Arbeit oder beim Pendeln potenziell näheren Kontakt haben. Ausser dem technischen Betrieb werde auch die Anwendung der App durch die Benutzer und die zugriffsberechtigten Fachleute getestet. Daten im Nervenzentrum für Vermarkter rko/rja. Innovation hat für Schweizer Vermarkter oberste Priorität. Ihre grösste Herausforderung besteht darin, über die verschiedenen Kanäle und Geräte hinweg ein einheitliches Erlebnis zu bieten. Diese Ergebnisse stammen aus einer Salesforce-Umfrage unter 7000 Marketingfachleuten auf der ganzen Welt, von denen 200 in der Schweiz tätig sind. Hinter dem Wunsch nach Innovation und der Schwierigkeit, eine konsistente Kundenerfahrung zu bieten, dominiert ein weiteres Thema die Studie: die Verwaltung von Kundendaten. Das sind die beliebtesten Programmiersprachen 2020 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch jor. Stack Overflow hat seine jährliche Developer Survey veröffentlicht. Fast 65 000 Entwickler nahmen an der globalen Umfrage teil. Sie gaben Auskunft über ihre bevorzugten Technologien, über das Ausmass an geleisteten Überstunden sowie darüber, wie viel sie in ihrem Job verdienen. In den vergangenen fünf Jahren kletterte Python in der Beliebtheitsskala immer weiter nach oben – bis zu diesem Jahr. Im aktuellen Ranking von Stack Overflow rutschte Python vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Auf den zweiten Platz schafft es nun Typescript. Rust bleibt indes unangefochten an der Spitze des Rankings, das fünfte Jahr in Folge. DIE BELIEBTESTEN PROGRAMMIERSPRACHEN 2020 Angaben in Prozent Rust Typescript Python Kotlin Go Julia Dart C# Swift Javascript SQL Bash/Shell/Powershell HTML/CSS Scala Haskell R Java C++ Ruby PHP C Assembly Perl Objective-C VBA 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Stack Overflow fragte die Teilnehmer auch nach ihren Löhnen. Den Ergebnissen zufolge sind Engineering Managers, Site Reliability Engineers und DevOps-Spezialisten die drei bestbezahlten Jobs der IT-Branche. Engineering Managers kämen im globalen Schnitt auf einen Medianlohn von 92 000 US-Dollar pro Jahr. Zum Vergleich: Data Scientists und Machine-Learning-Spezialisten rangieren im Lohnranking auf Platz 5 mit einem jährlichen Medianlohn von 58 000 Dollar. Die überwiegende Mehrheit der befragten Entwickler leistet Überstunden. Für über 75 Prozent kommt dies zumindest gelegentlich vor, das heisst: an einem oder zwei Tagen pro Quartal. Rund ein Viertel der Befragten schiebt Überstunden an mindestens ein bis zwei Tagen pro Woche. Nur jeder zehnte Teilnehmer gab an, niemals Überzeit zu leisten. DIE BESTBEZAHLTEN IT-JOBS 2020 Angaben in Tausend US-Dollar Engineering Manager Site Reliability Engineer DevOps Specialist Data Engineer Data Scientist / Machine Learning Specialist Developer, Embedded Applications; Devices Scientist Developer, Desktop; Enterprise Applications Data Analyst / Business Analyst Developer, Full-Stack System Administrator Developer, Back-end Developer, QA; Test Database Administrator Developer, Game / Graphics Developer, Front-end Educator Designer Developer, Mobile Academic researcher 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Quelle beider Grafiken: Stack Overflow 11 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Fachbeitrag 23 Jedem Prototyp seine Bestimmung Über den Wert von Prototypen bei der Produktentwicklung braucht man heute wohl nicht mehr zu diskutieren. Dass sich aber Aufwand und Ertrag bei ihrem Einsatz deutlich optimieren lassen, ist noch viel zu wenig bekannt. Grundsätzlich lassen sich mit Prototypen folgende drei Dimensionen von Nutzeroberflächen aufzeigen und testen: die Visualisierung, die Informationstreue und die Interaktion. Damit sie die richtigen Ergebnisse liefern, müssen sie optimal eingesetzt werden. Nur wer es versteht, den Reifegrad des Prototyps an die jeweilige Entwicklungsphase und die relevante Dimension anzupassen, wird effizient damit arbeiten. Visualisierung In ihrer einfachsten Form bestehen Prototypen aus Bleistiftskizzen auf Papier. Sie zeigen nur die Kernidee und ermöglichen es, Feedback dazu einzuholen. Sie sind rasch gemacht und dürfen auch so aussehen. Das senkt bei Betrachtern die Hemmschwelle, grundlegende Kritik oder Anpassungswünsche anzubringen. Diesen Schritt sollte man auf keinen Fall auslassen: Der geringe Zeitaufwand bei grossem Erkenntnisgewinn macht ihn hocheffizient. Wireframes repräsentieren das Grundgerüst einer Oberfläche. Auch sie sind rasch anzufertigen, ermöglichen aber, über die «Kernidee» hinaus zu gehen und bestimmte Aspekte und Funktionsweisen zu vertiefen. Oft wird das Wireframe-Stadium zu schnell verlassen. Das ist schade, weil hier bereits viele Probleme erkannt und kostengünstig behoben werden können. Ausgearbeitete Visual Designs sehen schon fast aus wie das Endprodukt. Sie sind oft recht aufwändig herzustellen und deshalb fürs Durchprobieren von Varianten zu teuer. Dafür erlauben sie es aber, ein System emotional zu erleben, was für Akzeptanztests unabdingbar ist. Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Informationstreue Informationstreue bedeutet, dass die Daten im Prototyp konsistent sind und sinnvolle Information ergeben. Auf der niedrigsten Stufe stehen Prototypen mit Blindtexten (Lorem ipsum …). Sie repräsentieren westeuropäische Wort- und Satzlängen, haben aber keine Bedeutung. Sobald man Daten einsetzt, muss darauf geachtet werden, dass sie realistisch und konsistent sind. Ansonsten bezieht sich das Feedback nur auf die auffälligen «Datenfehler». Informationstreue ist die meist unterschätzte Prototyping-Dimension. Sie entspricht dem roten Faden, der dem Betrachter dazu verhilft, die Funktionen zu verstehen. Sind die Informationen im Prototyp nicht konsistent, ist er lediglich ein Sammelsurium von Bildern ohne Zusammenhang. Interaktion Vom statischen Screen (Mockup) bis zum komplett interaktiven Prototyp ist es ein weiter Weg. Um hier den Aufwand zu optimieren, muss vorab festgelegt werden, was mit dem Prototyp genau herausgefunden oder präsentiert werden soll: Welche Teile des Produkts, welche Prozesse stehen im Zentrum? Wenn das klar ist, lässt sich das erforderliche Niveau an Interaktionen festlegen. Dabei darf aber nicht nur der geplante, «korrekte» Pfad umgesetzt werden. Wenn ein Betrachter nämlich nur auf einem bestimmten Weg im Prozess weiterkommt, probiert er einfach herum, bis es funktioniert und findet so – ohne den Inhalt zu verstehen – zügig den richtigen Weg. Um Prozesse und Informationsarchitektur zu prüfen, müssen sich Nutzer irren und verirren können. Werden keine «falschen» Wege eingebaut, muss der Interaktionsdesigner zudem nicht über Alternativpfade, Abkürzungen, Fehler und deren Lösung nachdenken. Das ist aber für die Gestaltung des Gesamtsystems unabdingbar. Fazit Wer also Prototypen entwickelt, muss für jede Dimension bewusst ein Zielniveau für den nächsten Entwicklungsschritt wählen. Es hat sich bewährt, in frühen Phasen den Fokus auf die Informationstreue zu legen. Bei komplexen Inhalten oder dynamischen Produkten sollte danach die Interaktivität ausgebaut werden. Stehen hingegen eher Emotionen und Kommunikation im Vordergrund, lohnt es sich, zuerst den visuellen Reifegrad zu erhöhen. DER AUTOR Andreas Schrafl Lead Concept & Prototyping, Die Ergonomen Usability AG Effizienzfalle Prototyp: Je nach Zielniveau des nächsten Entwicklungsschritts bieten sich unterschiedliche Reifegrade des Prototyps an. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2020

Archiv