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Netzwoche 12/2016

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26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Swisscom, Ericsson und die EPFL forschen für 5G gcr. Swisscom und Ericsson haben das Programm «5G for Switzerland» lanciert. In Zusammenarbeit mit der EPFL wollen sie die Entwicklung von 5G vorantreiben, wie es in einer Mitteilung heisst. Gemeinsam erforschen sie Anwendungsmöglichkeiten des Mobilfunkstandards wie etwa Smart Transportation, autonomes Fahren oder VR. ▸ Webcode 8648 Google baut Forschungsstandort Zürich aus cka. Google hat seine Entwicklungsabteilung in Zürich ausgebaut. Der Internetriese gründete eine neue Forschungsgruppe, wie Google mitteilt. Deren Fokus liegt auf dem maschinellen Lernen. Chef der Gruppe ist Engineering Director Emmanuel Mogenet. ▸ Webcode 8649 Schweizer E-Auto schafft Beschleunigungsrekord cwi. Das Formula-Student- Team des Akademischen Motorsportvereins Zürich hat mit dem Auto mit dem Namen «Grimsel» einen Weltrekord aufgestellt. Der E-Rennwagen beschleunigte in 1,513 Sekunden und weniger als 30 Metern von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde, wie die ETH mitteilt. ▸ Webcode 8801 China überflügelt eigenen Supercomputer cgr. China hat seinen eigenen Spitzenreiter unter den Supercomputern geschlagen. Wie aus der aktuellen Top- 500-Liste der Grossrechner hervorgeht, übertrifft der «Sunway TaihuLight» getaufte Supercomputer den bisherigen Spitzenreiter Tianhe-2 (übersetzt Milch strasse) um das Dreifache. Das Ranking wurde von der International Supercomputing Conference (ISC) veröffentlicht. Chinesische Eigenentwicklung Der neue Spitzenreiter steht im «National Supercomputing Center in Wuxi» in der chinesischen Provinz Jiangsu. Die Stadt liegt am See Taihu, der sich auch in der Namensgebung des Supercomputers wiederfindet. Übersetzt heisst der Rechner etwa: «der göttliche Schein des Taihu». Den Angaben zufolge hat er rund 10,6 Millionen Kerne und eine Leistung von 93 Petaflops. Der Tianhe-2 kommt mit 3,1 Millionen Kernen auf 33 Petaflops. Dabei ist der «Sunway TaihuLight» deutlich sparsamer als der Tianhe- 2. Umgerechnet erzeugt der «Sunway TaihuLight» 6 Gigaflops je Watt, der Tianhe-2 bringt es auf rund 2 Gigaflops. Nach Angaben der Erbauer wurde das gesamte System in China entworfen und gebaut. Auch die Prozessoren sind made in China. Entwickelt wurde der Rechner vom National Research Center of Parallel Computer Engineering & Technology, das der chinesischen Akademie der Wissenschaften angegliedert ist. Die USA belegen mit dem Rechner Titan im DOE/SC/ Oak Ridge National Laboratory Platz drei. China über holte die USA auch bei der Zahl der installierten Systeme und der Gesamtrechenleistung. Unter den Top 500 kommt China nunmehr auf 167 Rechner mit 211 Petaflops. Die USA haben 165 Rechner mit 173 Peta flops, wie Golem schreibt. Der schnellste Superrechner Europas steht nach wie vor in der Schweiz. Der Piz Daint belegt Platz 8 des Rankings. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8695 Der Supercomputer «Sunway TaihuLight» ist drei Mal so schnell wie der bisherige Spitzenreiter. Microsoft entwickelt für Docker-Container Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! gcr. Anlässlich der Dockercon 2016 hat Microsoft in Seattle die neuesten Entwicklungen für Container in der Cloud vorgestellt. Die Linux-Version von Microsoft SQL Server läuft jetzt auch in einem Docker-Container, wie Mark Russinovich, CTO von Microsoft Azure, in einem Blogpost mitteilt. Interessierte können sich für eine «Private Preview» anmelden, um SQL Server auf Linux via Ubuntu als Docker-Image zu testen. Laut Zdnet wird die Linux-Version von SQL Server ab Mitte 2017 erhältlich sein. Rund ein Drittel der Azure Virtual Machines laufen mittlerweile auf Linux. Vor einem Jahr war es laut Microsoft noch ein Viertel. Weiter sei Docker Datacenter ab sofort im Azure-Store verfügbar. User können also eine unterstützte Version von Docker über Azure laufen lassen, wie Microsoft mitteilt. Container im Unternehmensalltag Gemäss Blog soll sich seit Anfang 2016 die Verwendung von Containern verdoppelt und die Zahl der Container- Kunden von Microsoft vervierfacht haben. Laut einer Umfrage von North Bridge Partners planen 76 Prozent der Unternehmen, noch in diesem Jahr Container einzusetzen. 40 Prozent wenden laut Microsoft Container bereits an. Anlässlich der Konferenz stellte Docker die private Beta-Version des Docker Store vor, wie Techcrunch berichtet. Der Docker Store sei ein Marktplatz für validierte Software und Tools. Diese würden im Docker-Format Unternehmen angeboten, heisst es weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8768 www.graphax.ch www.graphax.ch 12 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Technology Research 27 ICT-Budgets in der Industrie – der Druck bleibt Der Umsatzrückgang um 8,8 Prozent im ersten Quartal 2016 macht deutlich, dass die Lage in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) nach wie vor angespannt ist. Die Unternehmen stehen noch immer unter grossem Margendruck. Dies beeinflusst nach wie vor auch die Investitionsfreudigkeit in ICT-Belangen. Im laufenden Jahr rechnen wir unverändert mit einem Rückgang der ICT-Ausgaben der gesamten Schweizer Industrie um 3,5 Prozent. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Auch bei der Beschäftigung werden die Folgen der Überbewertung des Schweizer Frankens immer deutlicher sichtbar. Gemäss Swissmem gingen seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses allein in der MEM-Branche rund 10 800 Stellen verloren. Mit jedem verlorenen Arbeitsplatz werden nicht nur Personalkosten abgebaut, sondern auch die dazugehörigen ICT-Aufwendungen. Die ICT-Ausgaben pro Arbeitsplatz liegen in der Industrie zwar nicht auf dem vergleichsweise hohen Niveau wie in der Finanzbranche oder in Bereichen der öffentlichen Verwaltung, trotzdem schrumpft das ICT-Marktvolumen in der Industrie deutlich und messbar mit jedem verlorenen Arbeitsplatz. Auf der Basis unserer Marktdatenbank gingen in der MEM-Industrie die ICT-Spendings im vergangenen Jahr um rund 15 bis 25 Millionen Franken zurück. Die weiteren Industriesegmente und Standortverlagerungen nicht mitgerechnet. Unternehmen kalkulieren nicht nach Jahren, sondern Monaten Nicht alle Teilbereiche der ICT-Ausgaben sind auf Schrumpfungskurs, auch in der Industrie ist der Paradigmenwechsel im ICT-Betrieb messbar geworden. Mit dem Outsourcing des Betriebs werden auch die entsprechenden Ausgaben neu zugeteilt. So fliessen zusehends höhere Anteile der ICT-Budgets zu externen Dienstleistern, Managed- Services-Anbietern und Cloud-Providern. 2016 gehen wir von einer Zunahme der Ausgaben für externe ICT-Sourcing-Services von 4,2 Prozent aus. Ohne dieses Plus gehen die übrigen Ausgaben sogar um 5,5 Prozent zurück. Und dieser Trend nimmt weiter Fahrt auf. Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer Steigerungsrate der Spendings für externe Sourcing-Services um 10,2 Prozent. Treibende Kräfte hinter diesem markanten Wachstum sind die weitere starke Zunahme der Nutzung von externen Cloud- Services, die steigenden Investitionen in die Digitalisierung und in Projekte aus den Bereichen Mobilität und ICT-Security. Der Fokus des Handelns und der Strategieentwicklung in der derzeitigen Wirtschaftslage sollte nicht allein auf das Thema Kostensenkungsmassnahmen und die Ausarbeitung entsprechender Optionen gerichtet sein. Vielmehr sind neue Ideen und Visionen gefragt. Das Internet der Dinge und die Digitalisierung bieten grosse Chancen, neue Märkte und Kundensegmente anzugehen. Das Fenster für die Umsetzung neuer Visionen dürfte allerdings nicht lange offen bleiben, die führenden Unternehmen im digitalen Wettbewerb kalkulieren nicht in Jahren, sondern in Monaten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8822 DIE ICT-SPENDINGS DER INDUSTRIE IN DER SCHWEIZ Total der ICT-Ausgaben der Industrie 2016: 3487,1 Millionen Franken 2000 53,7% 1500 1000 500 16% 18,3% 12% 0 Total Hardware Total Software Total Kommunikation Total Services Quelle: MSM Research www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2016

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