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Netzwoche 12/2016

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44 Service Event Plus

44 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS IT-Markt-Briefing – Der Schweizer ICT-Markt bis 2018 – Herbst-Update Daten: Zeit: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 26.08.2016 in Zürich 16.09.2016 in Bern jeweils 10.45 – 13.15 Uhr briefing@msmag.ch MSM Research AG www.msmag.ch Am Herbst-Update 2016 unserer IT-Markt-Briefingreihe vermitteln wir Ihnen auf der Grundlage unserer regelmässigen Umfragen bei ICT-Verantwortlichen einen fundierten Überblick und aktuelle Analysen zur Entwicklung des Schweizer ICT-Marktes bis 2018. Neben der Präsentation von Forecast und Facts & Figures zum Gesamtmarkt stehen als weitere Fokusthemen die Digitalisierung, das Internet of Things (IoT), der Stand der Dinge und die Entwicklung des Schweizer ICT-Security-Marktes sowie Empfehlungen zur Strategieentwicklung (von der SWOT-Analyse bis hin zur Blue-Ocean-Strategie) auf der Agenda. Mit einem halben Tag Aufwand sichern Sie sich auf der Basis unseres umfassenden Markt-Researchs topaktuelle, fundierte Erkenntnisse sowie Daten und Prognosen für Ihre Standortbestimmung. Der Briefing Report (Herbst-Update 2016) beinhaltet Empfehlungen und Zahlenmaterial als nützliche und wertvolle Grundlage für Ihre Businessplanung 2017/2018 und als Input für Ihre Marketingmassnahmen. Lassen Sie sich von unseren Erkenntnissen und Trendanalysen für Ihr ICT-Marketing inspirieren! Das Briefing richtet sich an CEOs, Geschäftsführer, Verkaufs-/Marketingverantwortliche sowie Product- & Business Development Manager von ICT-Anbietern. CAS .NET Web & Enterprise Applications Datum: 26.08.2016 – 11.02.2017 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr (Fr./Sa.) Ort: HSR Rapperswil Kontakt: weiterbildung@hsr.ch Veranstalter: HSR Hochschule für Technik Rapperswil Anmeldung: www.hsr.ch/net .NET unterstützt eine Vielzahl von Technologien für die Entwicklung von verteilten Systemen. Sie bestehen aus unterschiedlichsten Komponenten wie zum Beispiel workflowbasierte Services, Webapplikationen, Rich-Clients sowie mobile Applikationen. Die Schwierigkeit für den Entwickler besteht darin, diese Technologien richtig einzusetzen und geeignete Architekturen zu definieren. Die Applikationen sollen stabil laufen, erweiterbar und wartbar bleiben. Neben den technologischen Innovationen haben sich auch die Prozesse in der Softwareentwicklung verändert. Sie sind agiler geworden und werden mit mächtigen Tools effizient unterstützt. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bietet zusammen mit Lösungsanbietern einen zwanzigtägigen Weiterbildungslehrgang in .NET Enterprise Applications (.NET EA) beziehungsweise .NET Web Applications (.NET WA) an. Der Lehrgang vermittelt umfassende technologische und methodische Kernkompetenzen für den Entwurf und die Realisierung von verteilten Informationssystemen und für die praktische Umsetzung mit Microsoft© .NET Version 4.0 (teilweise 4.5). Er befähigt die Teilnehmenden, .NET-Applikationen in ihrem Unternehmen erfolgreich umzusetzen. Der Lehrgang richtet sich an erfahrene Entwickler mit guten Kenntnissen der OO-SW-Entwicklung, die verteilte Geschäftsanwendungen mit .NET konzipieren und entwickeln möchten. Forum Datacenter live Datum: 06. – 08.09.2016 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 09.00 – 17.00 Uhr Messe Luzern marketing@datastore.ch DataStore AG www.datastore.ch/events/detail/telenet-fair- 2016-datacenter-live-in-betrieb-erleben Mit dem «Forum Datacenter live» werden den Besuchern auf dieser einzigartigen Plattform die Zusammenhänge, die Risiken und Gefahren, aber auch die Möglichkeiten und Chancen zur Optimierung des Betriebs dargestellt. Im Gegensatz zu bisher bekannten Ausstellungen und Messen werden die Geräte und Lösungen im «Forum Datacenter live» aktiv betrieben. Mit Workshops und Simulationen direkt an den Geräten ist jeder Besucher live und mittendrin, wenn die Systeme und Infrastrukturen aufgebaut, betrieben, unterhalten und optimiert werden. 12 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 45 Du entkommst uns nicht, Du dummer Kunde! Einige Firmen scheinen sich darauf spezialisiert zu haben, die Kündigung fast unmöglich zu machen. Das spricht Bände auch über die Qualität des Produkts. « Ihre Domain ist 7900 Euro wert, wollen Sie die wirklich verfallen lassen oder verkaufen? » Peter Hogenkamp ist CEO des Start-ups Newscron, das die Plattform «Scope» (ehemals «Niuws») für handkuratierte Nachrichten zu Fachthemen mit über 60 Channels betreibt. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 8821 2005 kam mein erster Sohn zur Welt, damit das Bedürfnis, Fotos zu teilen. Es gab nicht nur noch keine Smartphones, sondern auch kein Dropbox, Google Drive oder iCloud. Also richtete ich eine Website ein, um Fotos hochzuladen, warum auch immer bei der deutschen «1&1», eine Tochter der börsenkotierten United Internet (u.a. Web.de, GMX). Fortan zahlte ich also 7,99 Euro pro Monat. Kurz darauf begann ich zu bloggen und entdeckte dadurch den Lieblingshoster der Schweizer Blogger- und Webprofi-Szene, die Firma Cyon in Basel, bei der ich auch Kunde wurde. (Ohne jegliche Eigeninteressen: Empfehlung. Grandioser Support.) 2008 versuchte ich das erste Mal, von 1&1 zu Cyon zu migrieren. Etwas klappte nicht mit dem «Auth Code», die Hilfe las sich umständlich, und ehe etwas schiefgehen konnte, brach ich die Übung lieber ab. Danach war der Umzug sieben Jahre lang (!) eine «Wenn-ich-mal-Zeit-habe»- Pendenz. Im Mai 2015 schliesslich migrierte ich Domain und Daten und aktivierte die neue Website, wo raufhin der virtuelle Server bei 1&1 leer vor sich hinlief. Dann wurde es schwierig. Denn 1&1 hat sich darauf spezialisiert, Kündigungen zu verhindern. Nachdem man gemäss Anleitung online im Kundensystem auf «kündigen» geklickt hat, erhält man eine E-Mail: «Um Missbrauch vorzubeugen, ist ein Anruf innerhalb der nächsten 14 Tage bei unserem Kundenservice erforderlich. (…) Halten Sie Ihre Kundennummer und die Bearbeitungsnummer zum Abgleich bereit. Falls Sie sich nicht innerhalb der oben genannten Frist melden, verfällt die Bearbeitungsnummer und die damit verbundene Kündigung.» Um 7.51 Uhr rief ich beim Kundenservice an («Sie erreichen uns rund um die Uhr») – und fiel zweimal aus der Warteschleife. Dann nahm jemand ab, aber im Gegensatz zum generellen Kundendienst arbeitet das Team, das die Kündigungen bearbeitet, erst ab 8 Uhr, da war ich allerdings verplant. Nein, man könne das leider nicht weiterleiten. Ich schrieb noch eine E-Mail an den Support, meine Willensäusserung sei durch Onlinekündigung und Anruf doch mehr als eindeutig. Keine Antwort. Kein Wunder, auf der Website steht ja auch: «Kündigungen per E-Mail können wir leider nicht bearbeiten.» Erst vor einigen Wochen, bei der nächsten Belastung meines Kontos, fiel mir der Vorgang wieder ein. Natürlich war ich stocksauer und wild entschlossen, es diesmal bis zum Ende durchzukämpfen. Der Anruf beim Kündigungsteam bot ein letztes Highlight. Auf den Account registriert war eine alte, nie aktiv genutzte Domain, kein besonderer Name und erst noch unter der wenig attraktiven Top Level Domain «.net». Der Callcenter-Mitarbeiter sprach mich darauf an: «Ich will mal den Wert der Domain ermitteln, einen Moment … (tippt) … etwa 7900 Euro. Wollen Sie die wirklich mit der Kündigung verfallen lassen oder lieber noch verkaufen?» Da alle anderen gleichlautenden Domains anderer TLDs frei sind, gehe ich davon aus, dass der live «errechnete» Wert etwa um den Faktor 1000 zu hoch war. Zum Vergleich die Instruktionen zur Kündigung beim Musikstreamingdienst Spotify: direkter Link zur entsprechenden Seite mit Screenshots, simple fünf Punkte. Zuletzt der Satz: «Deine Abonnementseite zeigt nun das Datum an, an dem Dein Konto auf ‹Free›, unser werbebasiertes Produkt, umgestellt wird. Wir hoffen, Dich bald wieder bei Premium begrüssen zu können!» Einen Service, der sich seiner so sicher ist, will man vermutlich gar nicht erst kündigen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2016

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