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Netzwoche 12/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell Kamales Lardi KOLUMNE Der Umgang mit disruptiver Technologie Die technologische Revolution hat uns voll getroffen! Vieles, was wir aus Science-Fiction-Filmen der 60er-, 70er- und 80er- Jahre kennen, ist heute Realität. Die technologische Evolution schreitet immer schneller voran, denn jede weitere Entwicklungsstufe bereitet den Weg für neue Innovationen. Diese Entwicklung hat einige fantastische Durchbrüche, wie den 3-D- Druck, selbstfahrende Autos, Wearables, die künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie ermöglicht. Auch die Anwendung im Businesskontext schreitet rapide voran, da die meisten Branchen von neuen Unternehmen und Geschäftsideen transformiert werden. Wie soll man als Business Leader auf disruptive Technologien reagieren? Ein erster Schritt ist die quartalsweise Analyse neuer Technologien und deren Einfluss auf den jeweiligen Geschäftskontext. Multiple Szenarien, die unterschiedliche Aspekte und Auswirkungen beleuchten, bilden die Grundlage einer adaptiven Strategie. Vor einem Jahr wurde etwa Blockchain als Hype abgestempelt. Heute zeichnet sich das wahre Potenzial der Technologie ab und beinahe jedes Finanzinstitut investiert inzwischen in diesem Bereich. Jede Geschäftsstrategie sollte darum auch eine Technologieanalyse beinhalten, um den möglichen Einfluss disruptiver Technologien auf ihre Branche besser einschätzen zu können. Kamales Lardi Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.ch Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode 8824 Postfinance investiert in Kölner Fintech-Start-up cgr. Das in Köln beheimatete Fintech-Start-up Moneymeets hat einen weiteren Schweizer Investor gefunden. Die Postfinance beteiligt sich als erste Schweizer Bank. Zuvor konnte Moneymeets schon die Schweizer Woodman Asset Management Group überzeugen. Über die Höhe der Investition machten die Unternehmen keine Angaben. Postfinance-CEO Hansruedi Köng begründet die Investition in einer Mitteilung folgendermassen: «Durch die Beteiligung an Moneymeets findet ein Wissenstransfer statt, der es uns ermöglicht, unser Know-how im Bereich des Digital Bankings weiter auszubauen und unser bestehendes Angebot noch breiter abzustützen.» Multibanking, Personal Finance Management und das Versicherungsgeschäft Laut Postfinance handelt es sich um «ein finanzielles Investment ohne technische Schnittstellen». Die Investition sei ein Schritt, um die Ertragsstruktur von Postfinance zu diversifizieren. Die Bank wolle daher verstärkt im Bereich Corporate Venturing, also der finanziellen Beteiligung an anderen Unternehmen, aktiv werden. Johannes Cremer und Dieter Fromm gründeten Moneymeets im Jahr 2011. Gemäss Mitteilung kombiniert das Unternehmen auf einer Plattform Multibanking, Personal Finance Management und das Versicherungsgeschäft. Bechtle kauft Steffen Informatik dkl. Bechtle hat Steffen Informatik gekauft. Das Unternehmen bringe sein Systemhausgeschäft und seine Kompetenzen für Outsourcing, Managed Services und Cloud Services ein, teilt Bechtle mit. Geschäftsführer bleiben Geschäftsführer Steffen Informatiks Geschäftsführer Thomas Zimmerli, Hanspeter Oeschger, Christian Speck und Markus Oeschger sollen ihre Führungsfunktion behalten. Hanspeter Oeschger werde die Geschäftsführung der Bechtle IT-Systemhäuser in Basel, Bern und Zürich übernehmen. Organisationsstruktur, Portfolio und Standorte der beiden Unternehmen sind laut Bechtle nahezu identisch. In den Regionen Basel, Bern, St. Gallen, Zug und Zürich werden die Systemhäuser ihre Aktivitäten bündeln. «Die unternehmerischen Perspektiven unter einem gemeinsamen Dach sind überaus reizvoll», sagt Hanspeter Oeschger, Gründer und Geschäftsführer von Steffen Informatik. Bild: fritz zühlke / pixelio.de Zielpublikum seien vor allem deutsche Privatpersonen. Die sollen mit der Plattform bessere Finanzentscheidungen treffen und Kosten sparen können. Zudem liessen sich auf der Plattform Finanzprodukte vergleichen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8700 Name bleibt bestehen Mit Steffen Informatik gewinne Bechtle nicht nur ein gut aufgestelltes Systemhaus, sagt Michael Guschlbauer, Vorstand IT-Systemhaus und Managed Services bei Bechtle. «Wir gewinnen zugleich 120 exzellente Mitarbeitende und ein eingespieltes, erfahrenes Führungsquartett», lässt er sich in der Mitteilung zitieren. Bechtle stärke sein Portfolio, und Steffen Informatik könne Bechtles Vertriebsorganisation nutzen, um im Servicegeschäft zu wachsen. Der Name Steffen Informatik bleibt laut Mitteilung erhalten. Steffen Informatik gibt es seit 1989. Das Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter an fünf Standorten. Es erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr über 35 Millionen Franken Umsatz. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8756 12 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 «Willkommen in der Ära des Cognitive Computing!» cgr. Am 24. Juni hat der auf E-Health spezialisierte IT- Dienstleister Medidata sein jährliches EDI-Podium abgehalten. Es war bereits die zehnte Auflage der Veranstaltung. Diesmal trafen sich die an den neuesten Schweizer Entwicklungen im Bereich E-Health interessierten Gäste im Ratssaal des Kantons Luzern. Auf den Plätzen, auf denen sonst die Volksvertreter über die Geschicke des Kantons bestimmen, lauschte das Fachpublikum einer breiten Palette an Präsentationen. Auch für Networking und den Fachaustausch hatte Medidata genug Zeit eingeplant. Dieses Angebot wurde von den Gästen zwischen und nach den Vorträgen auch ausgiebig genutzt. Cognitive Unterstützung für die Behandlung Haig Peter von IBM Research in Rüschlikon trat nach eigenen Angaben als «Botschafter für das Cognitive Computing» auf. Er gab einen Einblick in die Forschungsaktivitäten von IBM in Healthcare und Live Sciences. Seinen Ausführungen zufolge nimmt IBMs Watson hier eine immer zentralere Rolle ein. «Ich heisse sie willkommen in der Ära des Cognitive Computing!», sagte er. Um Mensch und Maschine besser verbinden zu können, müsse aber noch einiges getan werden, sagte Peter. Die Systeme müssten etwas vom Kontext verstehen können. Als Beispiel hierfür führte er eine Suche auf Google an. Für ein Wochenende im Pariser Luxushotel Hilton komme man mit den Suchbegriffen «Paris und Hilton» vermutlich nicht zum gewünschten Ergebnis. Die künftigen Systeme müssten in der Lage sein, schon bei der Eingabe von Daten den Kontext zu erkennen und interpretieren zu können. Ebenso sei es wichtig, dass die Systeme natürliche Sprachen verstünden und somit leichter mit den Menschen kommunizieren könnten. Wettkampf der Cybermenschen Zum Abschluss der Veranstaltung gab Robert Riener, Professor für Sensomotorische Systeme an der ETH Zürich, einen Vorgeschmack auf den ersten Cybathlon. Dieser findet am 8. Oktober in der Swiss Arena in Zürich Kloten statt. Es handle sich um einen Wettkampf um die besten Assistenzsysteme für körperlich eingeschränkte Personen. Auf mehreren Parcours würden über 80 Teams aus der ganzen Welt wetteifern. Es gelte etwa, mit Beinprothesen, Exoskeletten, Armprothesen und neuartigen Rollstühlen Aufgaben zu meistern. Es stünden Greifübungen für Armprothesen, holprige Wege für Rollstühle und Treppen für Exoskelette auf dem Programm. Je nach Schwierigkeit der Aufgabe und der benötigten Zeit gebe es Punkte. Am Ende würden die besten Erfindungen und Prototypen gekürt, erklärte Riener. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 8882 Zur zehnten Auflage des EDI-Podiums kamen zahlreiche Gäste in den Ratssaal des Kantons Luzern. WWW.NETZWOCHE.CH Marke Xerox bleibt tjo. Letzten Januar hat Xerox mitgeteilt, dass sich das Unternehmen aufspalten werde. Eines der beiden Nachfolger ist das Document-Technology-Unternehmen, das weiterhin Xerox heissen wird. Die auf Business Process Outsourcing spezia lisierte zweite Firma wird Conduent heissen. ▸ Webcode 8702 Oracles Umsatz sinkt gsa. Datenbankspezialist Oracle weist für sein Fiskaljahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 37 Milliarden US- Dollar aus. Damit sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis um 3 Prozent. Der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen gab um 36 Prozent nach und betrug 7,3 Milliarden Dollar. ▸ Webcode 8671 Neue Initiative will junge Fintech-Start-ups fördern cgr. Der Swiss ICT Investor Club, kurz Sictic, hat die Gruppe Sictic Fintech Angels (SFA) ins Leben gerufen. Diese soll sich dezidiert um die Belange von jungen Fintech-Unternehmen in der Schweiz kümmern, heisst es in einer Mitteilung. Kernelement sollen die «Sictic Fintech Investor Days» sein. Im Rahmen dieses Events können sich Fintechs Business Angels vorstellen. ▸ Webcode 8789 Anzeige www.netzwoche.ch © netzmedien ag 12 / 2016

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