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Netzwoche 12/2020

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48 Focus 20 Jahre

48 Focus 20 Jahre Netzwoche Business-Software im Jahr 2020 und darüber hinaus Software gehört zu jedem Unternehmen, das in seinem Markt erfolgreich sein will. Das war schon vor 20 Jahren so. Und doch hat sich einiges geändert, wie eine Umfrage unter Anbietern von Business-Software zeigt. Autor: Oliver Schneider i « Unsere ERP-Software ist nicht wiederzuerkennen. » Martin Riedener, Mitglied der Geschäfts leitung und Partner, Abacus Abacus Als die Netzwoche im Jahr 2000 zum ersten Mal erschienen ist, sahen die IT-Abteilungen der Schweizer Unternehmen noch ganz anders aus. Software gab es noch kaum as-a-Service, neue Versionen wurden nicht automatisch aus dem Netz nachgeladen und Cloud-Dienste steckten noch in den Kinderschuhen. 20 Jahre später sieht die Anwendungslandschaft völlig anders aus. Wie genau, erklären Anbieter, die das Geschäft mit Unternehmenssoftware kennen. Sie decken die ganze Palette der Business-Software ab: vom Enterprise Resource Planning über Business Intelligence und Customer Relationship Management bis hin zum Enterprise Content Management. Sechs davon haben ihren Firmensitz in der Schweiz, drei sind in Deutschland oder den USA zuhause. WAS SIND AKTUELL DIE WICHTIGSTEN TRENDS FÜR IHR UNTERNEHMEN? Autonome Buchhaltung Business-Software aus der Cloud Abraxas Ausbau des Cloud-Angebots Container-Runtime-Plattformen Mobile Lösungen Erneuerung der Softwarekomponenten Adobe Customer Experience Datenanalysen Künstliche Intelligenz BSI Segment of One Automatisierung Kendox LeanBI Opacc Integration in digitale Plattformen Plug & Play Predictive Maintenance Erschliessung neuer Kanäle und Marktplätze Automatisierung und Standardisierung Automatisierte Videoauswertung Professionalisierung der Logistik Intelligente Kundenkommunikation Cloud-Betrieb wird Standard Open-Source-Lösungen Integration von Daten und Prozessen Oracle Business Continuity IT-Sicherheit Digitalisierung Es wandeln sich Rollen, Produkte und Kunden Wie hat sich das Angebot der Hersteller in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Trends haben Ihr Geschäft besonders geprägt? Die Antworten der befragten Unternehmen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Die einen legen den Schwerpunkt darauf, dass sich ihre Rolle als Unternehmen gewandelt hat. «Vor 20 Jahren war es in der Regel so, dass die Kunden uns genau gesagt haben, was sie brauchen. Und unsere Aufgabe war die Umsetzung der durch die Kunden formulierten Anforderungen», sagt etwa Beat Bussmann, CEO von Opacc. Heute sei die Firma stärker auch als Berater in Digitalisierungsfragen aktiv. Wichtig ist bei diesem Rollenwandel das anorganische Wachstum. Mehrere Firmen gaben an, ihr Angebot in den vergangenen Jahren durch strategische Übernahmen erweitert zu haben. Andere stellen vor allem einen Wandel ihres Produkts fest. Dies umfasst Features und Gestaltung, aber auch Plattformen, Schnittstellen, Speziallösungen und den Aufbau. «Unsere ERP-Software ist nicht wiederzuerkennen», fasst Martin Riedener, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung bei Abacus, zusammen. Abraxas-CTO Manfred Mayr beschreibt die Entwicklung so: «Anfangs waren es einfache 3270-Terminals, dann kamen Desktop- und nun vermehrt Webanwendungen und native Apps als Benutzeroberfläche für Kunden zum Einsatz.» Damit einher ging ein Wechsel der Betriebsplattformen von On-Premise-Hostapplikationen zu containerisierten und cloudfähigen Applikationen. Den Wandel vom reinen Box-Produkt zu einem cloudbasierten Service betonen auch Angelo Buscemi, Country Manager Switzerland vom Abo- Vorreiter Adobe, Marc Tesch, CEO von LeanBI, und Michael Locher-Tjoa, Managing Director von SAP Schweiz. Zeno Hug, CRM Community Manager von BSI, weist ausserdem darauf hin, dass die Produkte am Markt immer standardisierter wurden. Der dritte Bereich, in dem Veränderungen stattfand, ist der Kunde selbst – wie er das Angebot bezieht, integriert und einsetzt. So achte der Kunde heute deutlich stärker auf das User Interface und erwarte einen App-Charakter, sagt Kendox-CEO Manfred Terzer. Auch die Beschaffung habe sich gewandelt. Der Direktvertrieb sei zwar nach wie vor relevant, es werde im Vergleich zu früher aber viel stärker über Onlinekanäle vermarktet. Vom Produkt zur Lösung Die Veränderungen am Angebot spiegeln sich in den Anforderungen der Kunden wider. Fast alle befragten SAP Intelligente Prozesse Experience Management Hybrid-Cloud-Prozesse Lesen Sie weiter auf Seite 50 12 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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