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Netzwoche 12/2020

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62 Focus 20 Jahre

62 Focus 20 Jahre Netzwoche Goodbye Sir Magneto, welcome Mr. Electro Kaum ein anderer Bereich der IT hat sich in den letzten Jahren so stark verändert wie der Speichermarkt. Vorbei sind die Zeiten der mechanischen Speichermedien, allgegenwärtig ist die Zeit der elektronischen Medien. Trotz Flash und SCM steht die Technologie aber immer noch am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte. Bild: Pixabay.com DER AUTOR Anatol Studler CTO, Itris One 1956 hat IBM mit dem Computer IBM 305 RAMAC das erste diskbasierte Speichersystem namens IBM 350 eingeführt, das mit 1200 Umdrehungen, 5 Megabyte Kapazität und einer durchschnittlichen Latenz von 600 Millisekunden das Nonplusultra der damaligen Zeit war. 50 Jahre später hatte sich an der zugrunde liegenden Architektur von Diskspeichersystemen nicht sehr viel verändert. Die Seagate Cheetah als schnellste Harddisk im Jahre 2006 verfügte zwar mit 300 Gigabyte über massiv mehr Kapazität (Faktor 60 000 mehr) jedoch mit 15 000 rpm gerade mal 12,5 Mal mehr Umdrehungen, bei einer durchschnittlichen Latenz von 4ms (Faktor 150 besser). So gab es zwar signifikant mehr Kapazität, jedoch im Verhältnis zur Kapazität immer weniger Leistung. Höchste Zeit für eine Veränderung! Und dann kam Flash! Obschon Flash-SSDs nicht wirklich neu waren – es wurden bereits 1983 im Psion MC400 Mobile Computer Flash-basierte Wechselmedien verwendet –, begann im Jahr 2006 (50 Jahre nach der IBM 350) der Einzug der Flash-Speichertechnologie in den Enterprise-Speichermarkt. Damals noch mit hoher Fehlerrate, geringer Kapazität und unglaublich teuren Preisen revolutionierte die Flash-SSD vor allem den Markt mit Faktor 100 höherer Anzahl an Operationen pro Sekunde und Faktor 10 besserem Durchsatz. Endlich ein Medium, das wieder die Leistung pro Speichereinheit (Kapazität) verbesserte! Der grosse Unterschied: Flash ist ein elektrischer Speicher und besitzt keine negativen Eigenschaften durch mechanische Komponenten. Vorbei waren die Zeiten von Vibrationsanfälligkeit, magnetischen Einflüssen oder Motoren, die den Geist aufgaben. Heute können Flash-basierte SSDs über 50 000 Operationen pro Sekunde ausführen und über 3 Gigabytes pro Sekunde lesen, während HDDs immer noch bei gut 200 Operationen pro Sekunde und 150 Megabyte pro Sekunde verweilen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: Wir kämpfen bei der Flash-Technologie mit denselben Herausforderungen wie bei HDDs. So steigert sich die Kapazität im Verhältnis zur Leistung schneller, was im Verhältnis zur Kapazität zu immer weniger Leistung führt. Doch wir stehen erst am Anfang der elektronischen Speichermedien. Storage Class Memory hält bereits Einzug in den Enterprise-Speichermarkt. Dieser Speicher bietet zu Arbeitsspeicher (RAM) ähnliche Leistungswerte, ist jedoch «nicht» wie RAM flüchtig, und verliert somit die Daten bei einer Stromunterbrechung nicht. Genial an elektronischem Speicher ist auch, dass er aktuell fast linear mit der Entwicklung der CPU-Technologie mitwachsen kann, da beide von denselben Gesetzen abhängig sind. Fazit Die elektronischen Speichertechnologien Flash und SCM (Storage Class Memory) eröffnen uns ganz neue Möglichkeiten. Ohne diese wären etwa Artificial Intelligence, Self Driving Cars, Machine Learning und Deep Learning nicht möglich oder nur sehr eingeschränkt nutzbar. Zukünftig werden wir uns mit sehr schnellen, schnellen und langsamen elektronischen Speichern beschäftigen. Je nach Einsatzzweck kommen leistungs- oder kapazitätsoptimierte elektronische Speicher zum Einsatz. Wer dachte, dass Storage Tiering der Vergangenheit angehört, wird enttäuscht sein. Die Situation lässt sich vergleichen mit dem Automarkt, wo es nicht nur Sportwagen gibt, sondern auch Familienfahrzeuge und Lastwagen, abhängig vom Einsatzzweck. Doch haben wir in der IT den Vorteil, dass wir diese miteinander dynamisch und voll automatisiert kombinieren können. Die Zukunft bleibt also äusserst spannend. Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch 12 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Advertorial Zeitgemässe Speicher-Konsum- Modelle für moderne Unternehmen Mit der «Evergreen» Subscription und mit Pure As-a-Service bietet Pure Storage einzigartige Modelle, die modernen Anforderungen von Unternehmen optimal gerecht werden Der Autor Turan Kara, Country Manager Schweiz, Pure Storage Die aktuelle Pandemie hat deutlich gemacht, dass es bei vielen Unternehmen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung gibt. Fehlende Bandbreiten, exponentieller Anstieg von Cyberattacken, limitierte Skalierung von VDI-Umgebungen, aber auch die dürftige Lieferzeit von vielen Lösungsanbietern machten es Unternehmen schwer, kurzfristig ein Homeoffice-Setup für die gesamte Belegschaft zu realisieren. Aufgrund der aktuellen Situation steht der eher tiefen Investitionsbereitschaft der letzten Jahre nun ein dringender Modernisierungsbedarf entgegen. Und speziell für Speicher sind in Zeiten schwierig planbarer Geschäfte dabei neue, flexible Nutzungsmodelle gefragt. Denn gerade bei nicht vorhersehbarer Geschäftsentwicklung kann es bei der Bereitstellung von Storage-Kapazitäten zu Über- und Unterprovisionierung kommen. Gleichzeitig sind die finanziellen Ressourcen limitiert, insbesondere CAPEX-Budgets für Investitionsausgaben. Bei herkömmlichem Storage stehen jedoch alle drei bis fünf Jahre ein kompletter Neukauf der Speicherinfrastruktur und kostenintensive Migrationen an. Hinzu kommen zusätzliche Kosten für Lizenzen, was die Kosten kontinuierlicher Softwareinnovationen weiter in die Höhe treibt. Und zu guter Letzt sollen IT-Organisationen auch noch die Agilität aufweisen, um die lokale Infrastrukturen mit einer zeitgemässen Hybrid-Cloud-Strategie zu verknüpfen. Mit Storage-as-a-Service gibt es keine geplante Downtime oder zwingend erforderliche Datenmigrationen mehr. Die einmal installierte Lösung erhält kontinuierliche Upgrades, die Wartungskosten sind planbar und zukünftige Funktionen ohne Mehrkosten nutzbar. Unternehmen können dadurch Vermögenswerte in der Bilanz minimieren und bezahlen nach tatsächlicher Nutzung. Sie profitieren von einer einfacheren Kapazitätsplanung und der Möglichkeit, nahtlos in einen Hybrid-Cloud Betrieb zu gehen. Klassische Technologien und veraltete Architekturen haben den Unternehmen solche entscheidende Vorteile bislang verunmöglicht. Ebenso gilt: traditionelle Finanzierung (meist Leasing) fällt nicht unter OPEX, also ausschliesslich Betriebskosten. Darüber hinaus werden Angebote in der Public Cloud schnell sehr kostenintensiv, verbunden mit einem nicht zu unterschätzendem «Lock-In»-Effekt. Dazu ist nicht jedes Unternehmen bereits «Cloud-ready», und die Storage-Services aus der Public Cloud bieten oft nur begrenzte Enterprise-Features. Einheitliches Storage-Modell für die Hybrid- Cloud Pure Storage bietet ein einheitliches Storage-Modell für die Hybrid-Cloud. Einheitliche Subscription, dasselbe Management und dieselbe Technologie – sowohl lokal wie auch in der Public Cloud. Dieses umfasst: • Gleiche Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Enterprise-Funktionen in der On-Prem-Umgebung und der Public Cloud. • Cloud-STaaS: Pay-per-Use, Elastizität, Managed Storage. • Einheitliche Subscription: Die Kapazität wahlweise On-Prem oder in der Public Cloud. ten Speicherkapazitäten erforderlich ist. Die Betriebskosten sind vorhersehbar und können nicht aus dem Ruder laufen. Da kein kompletter Neukauf und die damit verbundenen Migrationen erforderlich sind, ist ein äusserst hoher Investitionsschutz gewährleistet. Sofern eine gültige Subscription vorhanden ist, gewährleistet Pure Storage Support – für immer. So ist die Storage-Umgebung immer auf aktuellem Stand. Pure As-a-Service: Flexibilität für die Speicherinfrastruktur Pure As-a-Service bietet lokalen Storage, Cloud-Storage, oder beides kombiniert, als Service – ganz nach dem Public-Cloud-Prinzip: schnell, unkompliziert und elastisch. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, eine Hybrid-Cloud effizient zu betreiben, indem sie ihre On-Prem-Umgebung mit einer Public Cloud Subscription vereinheitlichen. Damit untermauert Pure seinen Ansatz der «Unified Hybrid Cloud» – einheitliches Datenhandling für Blockspeicher, File-Speicher, Object-Speicher und Public Cloud, einschliesslich Enterprise Features, in einem Hybrid-Cloud Ansatz. Pure As-a-Service wird granular und nach dem Prinzip «Pay-as-you-use» verrechnet. Denn wir finden, dass die Zeiten, in denen Unternehmen Speicherkapazitäten für Jahre im Voraus kaufen oder leasen müssen, definitiv vorbei sein sollten. Modernes Storage ist effizient und flexibel. Erfahren Sie mehr unter: purestorage.com Storage-as-a-Service (STaaS): Storage wie SaaS nutzen Diesen Bedarf für bessere Kosteneffizienz und Flexibilität hat Pure Storage bereits früh erkannt. Mit seinem Abomodell Evergreen und mit Pure As-a-Service bietet der Flash-Storage-Pionier attraktive Modelle, mit denen Kunden den aktuellen Anforderungen optimal gerecht werden können. Evergreen Storage: Innovation im Abo, statt nur Wartung Evergreen steht für Storage ohne teure Aktualisierungen und mit der für moderne Geschäftsanforderungen nötigen Flexibilität. Der einfache Betrieb, All-Inclusive- Software und die inbegriffenen Controller-Tech-Refreshs sorgen für eine niedrigere TCO. Hierzu trägt auch massgeblich bei, dass kein Neukauf von bereits bezahl- Pure Storage Switzerland Hotelstrasse PO Box 311 8058 Zurich-Airport purestorage.com

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